Samsung Galaxy S26 Ultra im Test: Leistung, Vapor Chamber und Software
2/3Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy im Benchmark
Ebenfalls exklusiv für das Ultra ist der von Qualcomm beigesteuerte Snapdragon 8 Elite Gen 5 in der Variante „for Galaxy“, der in dieser Konfiguration etwas höher auf den zwei großen Oryon-3-Kernen (+130 MHz) und auf der GPU (+100 MHz) takten darf. Damit einher geht ein kleines Leistungsplus, wie der Direktvergleich mit dem Honor Magic 8 Pro (Test) zeigt, das die Standardausführung dieses Qualcomm-Chips verwendet.
Exynos 2600 für Galaxy S26 und S26+
Galaxy S26 und S26+ setzen – zumindest in Europa – auf den Exynos 2600 (Benchmarks) aus der 2-nm-Fertigung von Samsung. Darin kommen die aktuellen C1-Kerne von Arm für die CPU und eine in Kooperation mit AMD entwickelte Grafikeinheit zum Einsatz.
Das aktuell schnellste Android-Smartphone
Was die Leistung betrifft, erhält man mit dem Galaxy S26 Ultra das aktuell schnellste Android-Smartphone, da sich die Oryon-3-CPU ein gutes Stück vor die Konkurrenz schiebt und nur knapp hinter dem A19 Pro des iPhone 17 Pro (Max) (Test) landet. Den zweiten Platz belegt der Snapdragon zudem nur bezogen auf die Single-Core-Leistung, den Multi-Core-Vergleich gewinnt Qualcomm mit mehr CPU-Kernen hingegen spielerisch.
- Geekbench 6.3 – Single-Core Total
- Geekbench 6.3 – Single-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Single-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Total
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – GPU (Metal/Vulkan)
- JetStream 2.1
- PCMark Work 3.0
- PCMark Storage 2.0
Adreno-GPU jagt Mali-GPU
GPU-Leistung für aktuelle Spiele gibt es mit der übertakteten Adreno 840 ebenfalls in allen (anspruchsvollen) Situationen. Die Grafik-Benchmarks lassen dann auch selbst Apple keine Chance mehr. Gut schlägt sich im Direktvergleich aber auch die große Mali-GPU von Arm im MediaTek Dimensity 9500. Vor allem die Raytracing-Benchmarks liegen der GPU, sodass teils auch Qualcomm zurückstecken muss. Die aktuellen SoC-Topmodelle von Apple, MediaTek und Qualcomm haben alle ihre Stärken und kaum Schwächen, wenn man sie denn überhaupt so nennen kann.
- 3DMark Unlimited – Steel Nomad Light (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Solar Bay (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Wild Life Extreme (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Wild Life (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Sling Shot Extreme (Metal/OpenGL ES 3.1)
- 3DMark Unlimited – Sling Shot (OpenGL ES 3.0)
- Basemark GPUScore: In Vitro – 1080p, 60% RT
Größere Vapor Chamber soll Wärme abführen
Samsung wirbt für den Chip zudem mit einer angepassten, in der Breite erweiterten Vapor Chamber, die Abwärme vom SoC-Package aufnimmt und über eine verdampfende und anschließend wieder kondensierende Kühlflüssigkeit und dann über die Fläche der Rückseite des Smartphones abgibt. Das reduziert den punktuellen Hotspot, der ansonsten direkt am Chip entstehen würde.
Speziell auf das Throttle-Verhalten ausgerichtete Benchmarks zeigen, wie gut oder schlecht ein Kühlsystem funktioniert und wie viel von der Spitzenleistung, die in den regulären Benchmark-Ergebnissen zu finden ist, nach längerer Belastung übrig bleibt.
Kaum besser unter Dauerlast als der Vorgänger
Die nachfolgende Tabelle hebt die Ergebnisse aus den Diagrammen noch einmal gesondert hervor und verdeutlicht, dass die neue Vapor Chamber nur eingeschränkt hilft. Im 3DMark Solar Bay gibt es in den frühen Durchläufen etwas mehr Leistung, nach hinten raus relativ betrachtet jedoch nicht. Im 3DMark Steel Nomad Light und 3DMark Wild Life gibt es anfangs sogar leichte Vorteile für den Vorgänger, während im späteren Verlauf Gleichstand herrscht. Für einen direkten Vergleich zu Apple wurden auch die Werte des iPhone 17 Pro Max mit aufgenommen.
| Benchmark | Durchlauf | Galaxy S26 Ultra | Galaxy S25 Ultra | iPhone 17 Pro Max | iPhone 16 Pro Max |
|---|---|---|---|---|---|
| 3DMark Solar Bay |
1 | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 5 | 76 % | 68 % | 83 % | 73 % | |
| 10 | 60 % | 60 % | 78 % | 72 % | |
| 15 | 54 % | 54 % | 73 % | 72 % | |
| 20 | 51 % | 50 % | 70 % | 71 % | |
| 3DMark Steel Nomad Light |
1 | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 5 | 66 % | 71 % | 85 % | 81 % | |
| 10 | 54 % | 63 % | 79 % | 81 % | |
| 15 | 52 % | 61 % | 74 % | 80 % | |
| 20 | 53 % | 60 % | 73 % | 79 % | |
| 3DMark Wild Life |
1 | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 5 | 73 % | 87 % | 86 % | 63 % | |
| 10 | 74 % | 68 % | 79 % | 66 % | |
| 15 | 68 % | 68 % | 78 % | 66 % | |
| 20 | 62 % | 61 % | 75 % | 65 % | |
| Prozentwerte zeigen Restleistung unter Dauerlast | |||||
Geboten wird demnach unter Dauerlast beim Spielen im schlechtesten Fall noch die Hälfte der Leistung, die das Galaxy S26 Ultra „kalt“ als Spitzenleistung zur Verfügung stellt. Und das ist unterm Strich aufgrund des allgemein schnelleren Prozessors stets mehr als beim Galaxy S25 Ultra, aber relativ zur Ausgangsleistung betrachtet keine Verbesserung zum Vorgänger.
Android 16 mit sieben Jahren Updates
Aufseiten der Software kommen die neuen Modelle von Samsung mit Android 16 und One UI 8.5. Einen großen Pluspunkt sammelt Samsung erneut für die sieben Jahre Updates bezogen auf die Hauptversionen des Betriebssystems und die monatlichen Sicherheitspatches.
Now Nudge kann den Bildschirm auslesen
Samsung Anpassungen am Betriebssystem von Google betreffen auch dieses Jahr in erster Linie die KI-Funktionen. Eine der größeren Neuerungen ist die sogenannte „Now Nudge“. Dabei handelt es sich um kontextbezogene Vorschläge oberhalb der Samsung-Tastatur (nicht beim Gboard) ausschließlich innerhalb von Messenger-Apps. Die Technologie dahinter ist einfach erklärt: Es handelt sich um einen Screenreader, der zwar nicht wie Recall in Windows 11 permanent Screenshots erstellt, der bei Verwendung aber dennoch den Bildschirm auswertet, um Vorschläge zu machen.
Das kann in der Praxis durchaus einen Zeitvorteil mit sich bringen. Wird im Messenger von dem Gesprächsteilnehmer zum Beispiel der letzte Urlaub erwähnt und darum gebeten, noch einmal die dort aufgenommenen Fotos zu zeigen, kann das Smartphone die in der Nachricht genannten Informationen wie Ort und Datum dazu verwenden, um in der Now Nudge einen entsprechenden Link zur Galerie und dort direkt mit einer Vorauswahl von Bildern zu ergänzen. Der Nutzer muss die Bilder dann nur noch auswählen und kann sie sofort verschicken, ohne selbst zwischen den Anwendungen hin und her springen und die Fotos selbst manuell heraussuchen zu müssen.
Die Now Nudge ist optional, ihr müssen bei Aktivierung auch keine allgemeinen Befugnisse erteilt werden. Es lassen sich einzelne Messenger explizit auswählen oder eben abwählen. Die Auswertung der vom Screenreader gesammelten Informationen soll zudem ausschließlich lokal auf dem Smartphone erfolgen.
Perplexity zieht neben Gemini und Bixby ein
Bei den KI-Assistenten ist der Einzug von Perplexity hervorzuheben. Perplexity ist auf den neuen Smartphones somit neben Google Gemini und Samsung Bixby zugegen. „Hey Plex“ ermöglicht Zugriff auf den KI-Agenten, der auch mit Apps wie Samsung Notes, Clock, Gallery, Reminder und Calendar zusammenarbeiten kann. Samsungs eigener Bixby-Assistent soll seine Vorteile hingegen in den Einstellungen ausspielen. Mit Bixby können Nutzer ihre Galaxy-Geräte in natürlicher Sprache steuern und navigieren, ohne genaue Bezeichnungen oder Befehle eingeben zu müssen.