Samsung Galaxy Z Fold 8 im Test: Leistung, Software, Laufzeiten, Kamera und Fazit

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Nicolas La Rocco
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Galaxy Z Fold 8 im Benchmark

Obwohl das Fold 8 im Portfolio knapp unterhalb des Fold 8 Ultra positioniert ist, setzt Samsung mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“ auch in diesem Modell auf den gleichen leistungsstarken Qualcomm-Prozessor. Mehr Leistung ist im Android-Segment nur selten anzutreffen, wie vor allem das Galaxy S26 Ultra (Test) untermauert.

Diagramme
Geekbench 6.3 – Single-Core Total
    • Apple iPhone 17 Pro Max (iOS 26.0.1)
      3.905
    • Samsung Galaxy S26 Ultra (Android 16.0)
      3.770
    • Honor Magic 8 Pro (Android 16.0)
      3.703
    • Oppo Find N6 (Android 16.0)
      3.553
    • Samsung Galaxy Z Fold 8 (Android 17.0)
      3.544
    • Vivo X300 Ultra (Android 16.0)
      3.465
    • Oppo Find X9 Pro (Android 16.0)
      3.150
    • Samsung Galaxy Z Fold 7 (Android 16.0)
      3.049
    • Motorola Razr 60 Ultra (Android 15.0)
      2.717
    • Google Pixel 10 Pro XL (Android 16.0)
      2.329
    • Huawei Pura 80 Ultra (EMUI 15.0)
      1.260
Einheit: Punkte

Dauerlast verträgt das Fold 8 schlechter

Das kleinere Smartphone kommt nicht in jedem Benchmark an die Peak-Leistung der klassischen Modelle heran, und unter Dauerlast zeigt das dünne Gehäuse ebenfalls, dass es die Wärme teils deutlich schlechter abführen kann und somit geringere Reserven für das Beibehalten der hohen Leistung hat. Keine Frage: Das Fold 8 ist in der alltäglichen Bedienung sehr schnell, das Maximum verbleibt häufig aber beim Galaxy S26 Ultra.

Metal/Vulkan
3DMark Solar Bay Unlimited Stress Test (Metal/Vulkan)
04.0008.00012.00016.00020.000Punkte 1. Durchlauf2. Durchlauf3. Durchlauf4. Durchlauf5. Durchlauf6. Durchlauf7. Durchlauf8. Durchlauf9. Durchlauf10. Durchlauf11. Durchlauf12. Durchlauf13. Durchlauf14. Durchlauf15. Durchlauf16. Durchlauf17. Durchlauf18. Durchlauf19. Durchlauf20. Durchlauf

Technische Daten des Galaxy Z Fold 8

Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra Samsung Galaxy Z Fold 8 Samsung Galaxy Z Fold 7
Software Android 17 Android 16
Display innen 8,0 Zoll, 2.504 × 2.256, Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex, HDR, 120 Hz 7,6 Zoll, 1.848 × 2.448, Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex, HDR, 120 Hz 8,0 Zoll, 2.184 × 1.968, Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex, HDR, 120 Hz
außen 6,5 Zoll, 2.520 × 1.080, Super AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass Ceramic 3 5,5 Zoll, 1.972 × 1.248, Super AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass Ceramic 3 6,5 Zoll, 2.520 × 1.080, Super AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass Ceramic 2
Bedienung Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy Qualcomm Snapdragon 8 Elite for Galaxy
GPU Adreno 840 Adreno 830
RAM 12 GB/16 GB LPDDR5X
Speicher 256 GB/512 GB/1 TB UFS 4.0
Kameras hinten Weitwinkel 200 MP, f/1.7, Quad Pixel AF, OIS 50 MP, f/1.8, Dual Pixel AF, OIS 200 MP, f/1.7, Quad Pixel AF, OIS
Ultraweitwinkel 50 MP, f/1.9, Quad Pixel AF 50 MP, f/1.9, Quad Pixel AF 12 MP, f/2.2, Dual Pixel AF
Tele 10 MP, f/2.4, AF, OIS 10 MP, f/2.4, AF, OIS
vorne 10 MP, f/2.2
innen 10 MP, f/2.2
Mobilfunk GPRS/EDGE, HSPA+, LTE Advanced Pro, 5G NSA/SA
WLAN/BT Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, UWB
Ortung A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS
Weitere Standards USB-C 3.2 Gen 1, NFC
SIM 2 × Nano-SIM + 1 × eSIM
Akku 5.000 mAh (fest verbaut), kabelloses Laden 4.800 mAh (fest verbaut), kabelloses Laden 4.400 mAh (fest verbaut), kabelloses Laden
Größe aufgeklappt 158,4 × 143,2 × 4,1 mm 123,9 × 161,4 × 4,5 mm 158,4 × 143,2 × 4,2 mm
zugeklappt 158,4 × 72,8 × 8,9 mm 123,9 × 81,9 × 9,7 mm 158,4 × 72,8 × 8,9 mm
Schutzart IP48
Gewicht 214 g 201 g 215 g
Preis 2.199 Euro (256 GB)
2.399 Euro (512 GB)
2.799 Euro (1 TB)
1.999 Euro (256 GB)
2.199 Euro (512 GB)
2.599 Euro (1 TB)
2.099 Euro (256 GB)
2.219 Euro (512 GB)
2.519 Euro (1 TB)

Android 17 mit 7 Jahren Software-Support

Das Fold 8 kam vor anderthalb Wochen mit einer Software in die Redaktion, die auch schon auf den Geräten zum Hands-on-Termin in London aufgespielt war. Bei dieser waren Benchmarks gesperrt und der Google Play Store neigte zu Abstürzen und hoher SoC-Auslastung, was die Temperaturen nach oben trieb. Zum Marktstart dürfte Samsung entweder ein Update verteilen oder die Smartphones für Käufer direkt mit „finaler“ Software ausliefern. Davon abgesehen lief das Fold 8 aber durchweg stabil im Test.

Samsung liefert die neuen Foldables mit dem aktuellen Android 17 in Kombination mit dem eigenen One UI 9 aus. Wie bei Googles eigenen Pixel-Smartphones kommen die Geräte von Samsung mit sieben Jahren Betriebssystem- und Sicherheitsupdates.

Akku mit Silizium-Kohlenstoff-Anode

In dem vergleichsweise kleinen Smartphone steckt ein größerer Akku als noch letztes Jahr im großen Fold 7. Für die neue Batterie setzt nämlich jetzt endlich auch Samsung auf eine Silizium-Kohlenstoff-Anode und erreicht damit 4.800 mAh im Fold 8 und 5.000 mAh im Fold 8 Ultra. Beim letztjährigen Fold 7 war analog zum vorherigen Fold 6 (Test) hingegen schon bei 4.400 mAh Schluss.

Schnelleres Laden mit bis zu 45 Watt

Parallel dazu hat sich Samsung getraut die Ladeleistung anzugehen, die jetzt bei 45 Watt statt vorher 25 Watt (Fold 7) liegt. Das Laden wird auch beim kleineren Modell mit 45 Watt per USB-C oder mit 20 Watt drahtlos unterstützt. In der Praxis lassen sich damit knapp über 60 Prozent innerhalb einer halben Stunde erreichen, ein vollständiger Ladevorgang war – je nach Raumtemperatur – nach rund 75 Minuten abgeschlossen.

Laufzeiten für YouTube und PCMark

Auf die Laufzeiten bezogen sorgen die 4.800 mAh für einen deutlichen Sprung vor alle anderen bislang auf den Markt gebrachten Foldables von Samsung. Sowohl die Laufzeiten für das äußere als auch das innere Display (bei 200 cd/m²) liegen allesamt im guten Bereich, was das YouTube-Streaming und produktives Arbeiten anbelangt. Am eigenen Galaxy S26 Ultra mit 5.000 mAh kommt das Fold 8 nur mit dem kleinen Display vorbei, für das Oppo Find N6 (Test) mit 6.000 mAh reicht es aber nicht. Das neue Modell stellt eine signifikante Verbesserung für Samsung dar.

Diagramme
YouTube-Akkutest 200 cd/m²
    • Oppo Find X9 Pro (Android 16.0)
      36:59
    • Oppo Find N6 (außen) (Android 16.0)
      35:14
    • Vivo X300 Ultra (Android 16.0)
      30:53
    • Honor Magic 8 Pro (Android 16.0)
      30:08
    • Apple iPhone 17 Pro Max (iOS 26.0.1)
      30:06
    • Samsung Galaxy S26 Ultra (Android 16.0)
      28:48
    • Oppo Find N6 (innen) (Android 16.0)
      28:12
    • Samsung Galaxy Z Fold 8 (Android 17.0) (außen)
      26:37
    • Motorola Razr 60 Ultra (Android 15.0)
      24:14
    • Google Pixel 10 Pro XL (Android 16.0)
      22:53
    • Huawei Pura 80 Ultra (EMUI 15.0)
      22:41
    • Samsung Galaxy Z Fold 8 (Android 17.0) (innen)
      22:18
    • Samsung Galaxy Z Fold 6 (Android 14.0)
      21:02
    • Samsung Galaxy Z Fold 7 (Android 16.0)
      18:47
Einheit: Stunden, Minuten

Dual-Kamera mit zweimal 50 Megapixel

Der Blick auf die zwei rückseitigen Kameras zeigt schon eher, dass sich das Fold 8 im Portfolio hinter dem Fold 8 Ultra einsortiert. Anstelle der Hauptkamera des Galaxy S26 Ultra kommt die des normalen Galaxy S26 zum Einsatz, demnach 50 MP auf einem 1/1,56" großen Sensor anstelle von 200 MP auf 1/1,3". Die Ultraweitwinkelkamera mit ebenfalls 50 MP liefert dann aber wieder das Niveau von Fold 8 Ultra und S26 Ultra.

Rückseite mit zweimal 50 MP für Weit- und Ultraweitwinkel
Rückseite mit zweimal 50 MP für Weit- und Ultraweitwinkel

Das Teleobjektiv wird nicht vermisst

Auf ein Teleobjektiv mit dreifacher Vergrößerung wie im Fold 8 Ultra oder S26 Ultra muss man im Fold 8 verzichten. Angesichts des uralten 10-MP-Sensors mit einer Größe von lediglich 1/3,94", den Samsung seit dem Galaxy S21 mitschleppt, ist der Verzicht aber leicht zu ertragen. Die dreifache optische Vergrößerung lässt sich problemlos mit einem Crop auf der Hauptkamera realisieren, selbst wenn das nicht ganz dasselbe ist.

Samsung Galaxy Z Fold 8 im Test – Kamera

Das Gerät kombiniert somit Samsungs Einsteigerkamera der Galaxy-S-Serie mit dem aktuell besten Ultraweitwinkel derselben Serie. Die Aufnahmen punkten Samsung-typisch mit guten Ergebnissen vor allem bei Tageslicht, die selbst bei zweifachem „Zoom“ im Sensor noch ihre hohe Qualität behalten. Die Stärken sind in bekannten Bereichen wie Dynamikumfang, Weißabgleich, Kontrast und Farben zu finden, während manche feineren Details durch das Pixel-Binning auf 12 MP ein wenig verloren gehen. Die Ultraweitwinkelkamera verfügt über einen Autofokus und wechselt im Nahbereich (auf Wunsch) automatisch in den Makromodus, der im Test scharfe Details lieferte.

Selfies wahlweise mit der Hauptkamera

Für Selfies stehen zwei Kameras mit jeweils 10 MP zur Verfügung, die in die beiden Bildschirme eingelassen sind. Für eine bessere Qualität bei Selbstporträts lässt sich im geöffneten Zustand aber auch zur Hauptkamera wechseln, woraufhin das äußere Display als Sucher genutzt wird.

Videomodus reicht bis 8K30

Im Videomodus gibt es beim Fold 8 das volle Paket, obwohl es kein „Ultra“ ist. Neben 4K30 und 4K60 bedeutet das auch 8K30 und wahlweise die Nutzung des APV-Codecs anstelle von H.265. Dabei handelt es sich um einen intermediären Lossless-Codec, der für die semiprofessionelle Videoproduktion vorgesehen ist. Im Videomodus lässt sich zudem die „Superstabil“-Funktion aktivieren, die zwar auf QHD-Auflösung beschränkt ist, dann aber sehr stabile Aufnahmen selbst bei extremem Verwackeln ermöglicht.

Fazit

Der Reiz des Galaxy Z Fold 8 ist in erster Linie im neuen, kleineren Format zu finden, das zugleich ein kleines Smartphone und ein mittelgroßes Tablet ermöglicht. Dabei ist das Gerät im Vergleich zum Fold 7 oder neuen Fold 8 Ultra mehr für den Medienkonsum ausgelegt, wie sich bei der Nutzung als digitales Fotoalbum herausstellte. Das Fold 8 ist damit das einzige Smartphone, das Urlaubsfotos und mehr randlos und in voller Pracht darstellen kann. Das Wischen durch Aufnahmen im 4:3-Format, das beinahe alle Smartphone-Kameras standardmäßig nutzen, erwies sich immer wieder als Highlight.

Der innere Bildschirm mag zwar groß und für Fotos bestens geeignet sein, bei Videos waren aber kaum Vorteile festzustellen, wenn damit die großen Hollywood-Produktionen im Breitbildformat gemeint sind. Auf einem Galaxy S26 Ultra lassen sich Filme und Serien ebenso gut betrachten, zumal dort die Lautsprecher besser positioniert sind. Vorteile ergeben sich erst ab 16:9, das allerdings immer weniger Produktionen nutzen, oder bei noch höheren Formaten. Das Außendisplay in 16:10 liefert bei Videos weniger schwarze Balken, jedoch bei weniger Fläche.

Doch gerade der äußere Bildschirm reicht mit seinen 5,5 Zoll im Alltag meistens völlig aus. So schafft das Fold 8 sehr gut den Spagat zwischen handlichem Smartphone und größerem Tablet. Das Fold 8 ist dabei auch nicht weniger gut für den produktiven Einsatz geeignet als das Fold 8 Ultra. Der innere Bildschirm bietet mehr als genug Fläche und mit dem Snapdragon-Prozessor und 12 GB RAM steht genügend Leistung zur Verfügung. Abgerundet wird das Paket durch einen großen Akku, der im Test für lange Laufzeiten sorgte. Nicht ganz zur Preisklasse passen die Kameras, hier sind Geräte wie das Galaxy S26 Ultra weiterhin überlegen.

Samsung Galaxy Z Fold 8 im Test
Samsung Galaxy Z Fold 8 im Test

Das verwässert aber nicht den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck zum Fold 8. Es bringt frischen Wind in den Foldable-Markt und ermöglicht schon heute eine Vorschau auf das, was aller Wahrscheinlichkeit nach auch Apple mit dem iPhone dieses Jahr vorhat. Samsung hat sich über viele Jahre ein stabiles Standbein mit Foldables aufgebaut, das mit dem Galaxy Z Fold 8 sein bislang interessantestes Modell hinzugewonnen hat.

Samsung Galaxy Z Fold 8 (256 GB)
03.08.2026
  • Kompaktes Design
  • Perfektes Format für Fotos
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr helle, farbenfrohe Display
  • Sehr hohe Spitzenleistung
  • Multitasking-Fähigkeiten
  • Sieben Jahre Software-Updates
  • Verbesserte Akkulaufzeiten
  • IP48-Schutz
  • Konnektivität ohne Abstriche
  • Wird schnell warm, reduziert Leistung
  • Lautsprecher-Positionierung geöffnet
  • Kameras hinter Ultra-Flaggschiffen

ComputerBase wurde das Galaxy Z Fold 8 leihweise von Samsung zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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