Xiaomi Mi4s im Test: Wenn gut und günstig trotzdem zu teuer ist

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Mahir Kulalic
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Glas trifft auf Metall

Xiaomi setzt für das Gehäuse des Mi4s auf eine Kombination aus Glas und Metall. Die Front wird von Gorilla Glass bedeckt, die Rückseite besteht laut Xiaomi ebenfalls aus Glas, fühlt sich allerdings an wie Kunststoff. Die glänzende Oberfläche zieht Fingerabdrücke magisch an. Für Zusammenhalt sorgt ein Rahmen aus Metall, der dem Smartphone einen widerstandsfähigen und stabilen Eindruck verleiht. Optisch erinnert das Mi4s unweigerlich an Sonys frühere Xperia-Z-Reihe vor den Z5-Modellen, die auf mattes Glas für die Rückseite setzten.

Die Verarbeitung des Mi4s überzeugt im Allgemeinen. Die Übergange und die Anschlüsse sind fein ausgearbeitet, die abgeschliffenen Kanten verleihen dem Gerät eine edle Anmutung. Durch die plane und glatte Rückseite verliert das Smartphone allerdings Rutschfestigkeit. Kompensieren kann dies in Teilen der abgerundete Metallrahmen, der für einen guten Halt sorgt. Die Spaltmaße sind gleichmäßig und fallen klein aus.

Alle Knöpfe (Einschalter und Lautstärkewippe) befinden sich auf der rechten Seite. Der Druckpunkt ist gleichmäßig, ein leises Klicken quittiert die Betätigung. Nicht bis ins Detail überzeugen kann die Rückseite: Diese knarzt nach Kraftaufwand vor allem links unterhalb des Xiaomi-Logos hörbar. Wie beim Redmi Note 3 platziert Xiaomi hinten einen kreisrunden Fingerabdrucksensor. Auf der linken Seite befindet sich der Hybrid-Schacht für zwei SIM-Karten oder eine SIM und eine microSD. Der Schacht schließt bündig mit dem Gehäuse ab. Unterhalb des Bildschirm platziert Xiaomi die vom Hersteller gewohnten kapazitiven Tasten zur Bedienung.

Insgesamt überzeugt das Mi4s durch eine gute Verarbeitung und eine edle Anmutung, bis in Detail kann die Verarbeitung aufgrund der knarzenden Rückseite aber nicht überzeugen. Trotzdem zeigt sich erneut, dass Xiaomi auch bei günstigeren Modellen hochwertige Smartphones bauen kann, die sich einen niedrigeren Preis als bei der westlichen Konkurrenz nicht direkt anmerken lassen.

Schwaches Full-HD-Display

Mit einer Diagonale von 5 Zoll und einer Auflösung in Full HD (1.080 × 1.920 Pixel) liefert das Mi4s ein scharfes Bild, das bei einer Bildpunktdichte von 441 ppi keine Fransen oder Treppenstufenbildung aufweist. Der Weißpunkt von rund 5.900 ist etwas warm, die Farbdarstellung ist aber natürlich. Farben und Kontrast lassen sich in den Einstellungen in gewissem Umfang anpassen.

Die Schwächen des Bildschirms überwiegen

Nicht überzeugen können die durchschnittliche Maximalhelligkeit von 353 cd/m² sowie der schwache Kontrast von 882:1. Bei Veränderungen des Blickwinkels büßt das Mi4s zudem sichtbar an Kontrast und Farben ein. Insgesamt überwiegen die Nachteile des Bildschirms. Gerade die schwachen Werte bei Helligkeit und Kontrast übertreffen selbst günstigere Mittelklasse-Modelle – auch aus den eigenen Reihen.

Diagramme
Display-Helligkeit max.
    • Apple iPhone SE
      587
      Weißpunkt: ca. 7.200
    • Xiaomi Mi5
      579
      Weißpunkt: ca. 7.000
    • Apple iPhone 6s
      578
      Weißpunkt: ca. 7.200
    • Sony Xperia Z5
      557
      Weißpunkt: ca. 7.200
    • Huawei P9
      548
      Weißpunkt: ca. 7.800
    • Samsung Galaxy S7
      542
      Weißpunkt: ca. 7.800
    • Honor 5X
      530
      Weißpunkt: ca. 8.100
    • Sony Xperia X
      526
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • ZUK Z1
      508
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Google Nexus 5X
      500
      Weißpunkt: ca. 6.700
    • Huawei Mate 8
      500
      Weißpunkt: ca. 7.700
    • Lenovo Moto G4 Plus
      497
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • LG G4
      442
      Weißpunkt: ca. 7.100
    • Xiaomi Redmi 3
      438
      Weißpunkt: ca. 7.200
    • HTC 10
      422
      Weißpunkt: ca. 7.400
    • Microsoft Lumia 950
      415
      Weißpunkt: ca. 7.200
    • Xiaomi Redmi Note 3
      376
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • LG G5
      373
      Weißpunkt: ca. 7.500
    • Xiaomi Mi4s
      353
      Weißpunkt: ca. 5.900
    • HTC One A9
      326
      Weißpunkt: ca. 6.600
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