14,16,20,28 nm bei Grafikkarten? Was bedeutet das ?

EisenPeet

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Servus Leute,

ich wollte mal fragen was diese nm Angaben bei den Grafikkarten für eine Bewandtnis haben. Welche Vorteile ergeben sich da?
Die neuen Skilake Prozessoren haben im Vergleich zu den früheren Architekturen keinen so großen Leistungsvorteil mehr, ist das bei der neuen Grafikkarten Generation auch so, oder ist mit viel mehr Leistung zu rechnen?

Mfg Moritz :)
 
Ursprünglich gab es an wie groß in etwa die Bauteile für die Grafikkarte sind. Je kleiner, je effizienter war die Regel. Inzwischen ist es aber nicht mehr als ein Marketingbegriff.
 
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Intel-Wir-haben-den-kleinsten-Transistor-2554788.html
Tabelle-Feature-Intel-14nm-7f6c642e65c6d5e1.png@jpg
 
Shaav schrieb:
Ursprünglich gab es an wie groß in etwa die Bauteile für die Grafikkarte sind. Je kleiner, je effizienter war die Regel. Inzwischen ist es aber nicht mehr als ein Marketingbegriff.

Sorry, aber...

:lol::lol::lol:

1. Je ... desto.
2. Gemeint ist natürlich die Strukturbreite, aus der sich indirekt sehr viele Vorteile ergeben, allen voran geringere Herstellungskosten und niedrigerer Stromverbrauch. Nachteil: Höhere thermische Leistungsdichte.
 
Zusätzlich nimmt die Transsistorgröße ab,also bekommt man mehr Transistoren auf die selbe Fläche,also mehr Leistung.

Aber in den letzten Jahren hat sich da nicht viel getan.Erst mit der neue Generation gibs einen neuen Fertigungsprozess.
 
Ganz simpel und sicher nicht vollkommen richtig und extrem laienhaft:

Für mehr Leistung benötigt man mehr Transistoren, da man nicht unbegrenzt hochtakten kann.
Damit die Geräte dann aber nicht immer größer werden, müssen diese Bauteile kleiner gefertigt werden.

Bei Grafikkarten dürfte sich in den nächsten Jahren so einiges tun in Sachen Leistung, denn aktuell überholen die Monitorhersteller die Grafikkartenhersteller doch gewaltig - zumindest was die benötigte Leistung von Grafikkarten im Bereich Gaming angeht.

Bei CPUs ist es in den letzten Jahren eher so, dass es in Richtung Effizienz geht, denn es fehlt im Grunde auch an technischen Neuerungen, die wirklich mehr Leistung zwingend benötigen - ma sehen, was hier aus dem Bereich Occulus Rift usw. an Anforderungen kommt.
 
Im Prinzip wurde es hier schon ein paar mal richtig angerissen:

die nm beschreibt die Strukturbreite, also eine nicht greifbare Größe im Fertigungsprozess von Chips. Zusammen mit den zusätzlichen Bezeichnungen des Fertigungsverfahrens (z.B. 14nm FinFET) lässt sich daraus UNGEFÄHR ein Vergleichswert zu anderen Verfahren ziehen. Wobei hier andere Fertiger andere Kenngrößen für die selbe nm-Zahl haben.

Eine kleinere Strukturbreite bietet folgende Eigenschaften gegenüber einer größeren:
- positiv: Bauteile werden kleiner, dadurch kürzere Leiterbahnen und auch geringere Verzögerungen und geringere Leckströme -> höhere Energieeffizienz.
- positiv: Bauteile werden kleiner, dadurch passen mehr Bauteile auf genormte Wafer, es kommen also aus einem fertigen Wafer mehr Chips raus -> geringere Herstellungskosten pro Stück. (Wafer sind große runde Scheiben die die Chips halten)
- positiv wie negativ: Bauteile können enger beeinander liegen, dadurch steigt die thermische Belastung pro Fläche und ein magnetoelektrisches Übersprechen der Bauteile droht. Lösung: geringere Spannung, was ebenfalls den Stromverbrauch reduziert.
- negativ: Kleinere Elemente sind weniger lange haltbar, da hier winzige Materialschäden (etwa ein gelöstes Atom) deutlich größere Auswirkungen hat. Spielt bei Prozessoren eine geringere Rolle, bei nicht-flüchtigen Speichern hingegen ist das relevant.

Zusätzlich werden die negativen Auswirkungen teilweise durch Tricks reduziert, die hier aber etwas zu weit gehen würden. FinFET ist ein solcher Trick, da kannst du dich ja einlesen, wenn es interessiert.

Vereinfacht könnte man sagen: Weniger Nanometer -> geringere Kosten & geringerer Stromverbrauch für das selbe Element. Oder wenn man bei den selben Kosten und dem selben Stromverbrauch landen will, dann bekommt man potentiell mehr Leistung.


Ist aber ohnehin eher Grundwissen, da es für den PC derzeit keine Chips gibt, die man in zwei verschiedenen Fertigungsverfahren bekommt. Zudem macht die Strukturgröße alleine nicht den Chip aus, im Fall von Prozessoren ist die Architektur in besonderem Maße entscheidend über die Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit.
 
Das ist die Strukturgröße bzw. Strukturbreite in der die CPU- oder GPU-Chips gefertigt werden.
Diese Angabe gibt an wie klein die kleinstmögliche Struktur, in man in diesem Fertigungsprozess herstellen kann, sein kann.

Angabe ist Nanometer. 1 Nanometer ist 1 / 1.000.000 Millimeter. Also verflucht winzig!
Bei einer Fertigung in 14nm wäre die kleinstmögliche Struktur also 0,000014mm groß.

Laienhaft meint man damit die Größe der Feldeffekttransistoren, obwohl in so einem Chip nicht nur Transistoren untergebracht sind.
Es kommt aber nicht nur auf die Fertigungsgröße an sondern auch auf die Fertigungsart.

Je kleiner die Strukturen werden
desto weniger Spannung benötigen sie im Betrieb, verbrauchen also weniger Strom.
desto kleiner werden die Schaltzeiten, die Taktrate steigt also an.
desto kleiner werden Leistungsverluste, die Effizienz steigt und die Abwärme sinkt.
aber
desto größer wird die Empfindlichkeit auf Störeinflüsse wie elektromagnetische Strahlung.
desto kleiner wird die Haltbarkeit, die Langzeitstabilität sinkt.
desto aufwändiger und komplizierter wird die Fertigung.

Je kleiner die Strukturgröße desto kleiner werden die einzelnen Chips. Also ist die Ausbeute größer für den Fertiger.

Heute sind wir fertigungstechnisch bereits in so kleine Bereiche vorgedrungen,
dass man beinahe zwingend nach neuen Fertigungsmethoden suchen muss, da bei den bewährten Verfahren kaum noch Optimierungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Und wir kommen langsam in Bereiche wo die einzelnen Strukturen nur noch aus wenigen Atomlagen bestehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die vielen Antworten.
Sehr angenehm, dass einige Antworten einigermaßen detailliert waren!:) Im Endeffekt ist es eig sehr logisch und ich hätte es bestimmt auch einfach googlen können, aber so bekommt man immer noch eure Meinung dazu
 
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