2 reallocated sectors nach Absturz

unknown_user

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Hi! Ich habe heute eine frisch gelieferte Samsung HM160HC an meinen PC angeschlossen, um einige Images darauf wiederherzustellen, was auch schnell und ohne Probleme vonstatten ging.

Im Notebook eingebaut, konnte XP nicht gebootet werden, weil die Platte natürlich noch keinen MBR für Windows hatte. Fixmbr von der XP-CD brachte keinen Erfolg, also wieder an den PC angeschlossen und mit MBRFix einen Windows-MBR geschrieben. Da Fixmbr offenbar eine Partition gekillt hatte, habe ich das Image dieser Partition noch einmal zurückgespielt.

Das ging nun brechend langsam, ganz im Gegensatz zum letzten Mal. Die LED für die Samsung-Platte leuchtete permanent, aber es wurde kein Fortschritt angezeitg. Irgendwann, als der Vorgang scheinbar endlich abgeschlossen war, blieb True Image bei "Synchronisation mit dem Betriebssystem" hängen, wobei die LED ganz schwach weiterleuchtete.

Da mir das nun endgültig zu blöd wurde, habe ich auf "Abbrechen" geklickt, doch auch das ging nicht, weil das Programm eingefroren war. Also Reset gedrückt. Dann die Platte komplett gelöscht und mit HD Tune getestet: Die Schreibgeschwindigkeit am Ende der Platte lag bei 2 MB/s.

In den SMART-Werten (die ich ganz am Anfang ausgelesen hatte und die da noch perfekt waren) waren nun 2 ersetzte Sektoren und 4 write errors zu sehen:

HM160HC_HD_TUNE_SMART.jpg


An einem anderen Rechner habe ich die Platte dann nochmal mit HD Tune getestet und siehe da: Traumhafte Schreibgeschwindigkeiten von 68 MB/s am Anfang bis 29 MB/s am Ende der Platte. Und auch am ersten PC ist nun plötzlich alles wieder normal, bis auf die zwei defekten Sektoren.

Meint ihr, ich kann die Platte normal weiter benutzen? Normalerweise tausche ich jede Platte mit reallocated sectors sofort aus, weil das ja auf einen schlechten Zustand der Plattenoberfläche hindeutet. Aber das hier kann ja nur von dem Absturz beim Wiederherstellen des Images kommen, obwohl ich noch nie erlebt habe, dass eine Platte von sowas defekte Sektoren bekommt. Was meint ihr?

EDIT: Die Platte ist definitiv inkompatibel zu dem GBB36X-Controller meines Mainboards (an diesem ist auch der Absturz passiert). An einem älteren PC an der SB des KT266A und an dem ersten PC an einem Ultra133 TX2 sind die Ergebnisse in HD Tune perfekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist ganz normal das bei HDDs in den ersten paar Stunden Betrieb die defekten Sektoren markiert werden.

Wichtig ist nur dass der Wert nicht ununterbrochen weiter steigt.
 
Evt. solltest du mal per Jumper auf SATA I mit 150gbit/s runterdrosseln, wenn sie inkompatibel sein sollte.
 
@GlenRothes: Es ist eine PATA-Platte...

Also, bis eben lief die Platte einwandfrei. Dann wollte ich nochmal was an der Partitionierung ändern; Disc Director verlangte dazu nach einem Neustart. Nach dem Neustart kam dann eine Meldung, dass er die Platte nicht findet. Und tatsächlich, auch nach mehreren Neustarts tauchte sie nirgendwo mehr auf. Dann fiel mir auf, dass sie beim Einschalten hochdreht, den Motor dann wieder abschaltet und über die Zugriffs-LED einen Fehlercode mitteilt: 5x lang, 11x kurz. Das macht sie an allen meinen PCs.

Diese Art der "Direktkommunikation" kannte ich auch noch nicht. Ihr wisst nicht zufällig, was der Code bedeutet oder wo man das nachsehen kann? Naja, ich schätze jetzt ist sie endgültig hinüber :mad:
 
Ich habe heute eine frisch gelieferte Samsung HM160HC
Estools laden und testen, wenn defekt einschicken (bei Garantie), sonst weg damit. Teste allerdings auch mal die Kabel in den Rechnern, kann sein das sie verknickt sind und deshalb auch die Platte nicht mehr/manchmal nicht erkannt wird oder mal die Jumperung kontrollieren.
PS: Nimm das Kabel aus dem Rechner an dem sie läuft.

Was mich nur wundert, wie bekommst Du eine Notebookplatte in einem normalen Rechner ans laufen, der hat ja nur 40 adriges / 80 poliges Kabel, die Platte aber 44 poliges IDC?

Samsung M5 160GB (HM160HC)

Samsung SpinPoint M5 Series - Festplatte - 160 GB - ATA-100 - 5400 rpm - Puffer: 8 MB
Gerätetyp: Festplatte - intern
Schnittstellen: 1 x ATA-100 - IDC 44-polig
Kompatible Einschübe: 1 x intern - 6,35 cm (2.5")
Formfaktor: 6,35 cm (2.5")
Kapazität: 160 GB
Schnittstellen Typ: ATA-100
 
Jo, hab nochmal gründlich getestet, außer zu "morsen" macht die Platte leider nichts mehr. Die geht heute gleich wieder zurück, versuche es jetzt mal mit WD. Das Traurige: Erst gestern musste ich die gleiche Platte zurückschicken, weil Sie es beim Schreiben nur auf < 10 MB/s brachte, und zwar an allen Controllern die ich hier habe. Da kann ich nur schwer an einen Zufall glauben, obwohl die Platte überall hoch gelobt wird...

Ach ja, für den Anschluss gibt es Adapter ;)
 
Zum Phänomen der niedrigen Kommunikationsrate:
Sieh doch mal im Gerätemanager in die Eigenschaften des JMB(GBB)363 Controllers.
Bei Kommunikationsfehlern schaltet der in den PIO-Mode zurück. Das wirst Du nur wieder los, wenn Du den Controller aus der Konfiguration entfernst (beim nächsten Neustart wird er als neues Gerät erkannt und wieder aktiviert mit "UDMA-Mode, wenn möglich".

Woher die Fehler kommen können:
- fehlerhaftes Kabel - ist das ein 40- oder 80-poliges? Mal ein anderes probieren.
- Kabel verkehrt herum eingesteckt? das lange Ende gehört ans Board.
- hängt ein zweites Gerät an dem IDE-Channel? wenn ja, beide auf "cable select"(CS) jumpern, wenn sonst nichts dranhängt, die Platte als Master ans Ende des Kabel.

Verwunderlich an den SMART-Daten sind die G-sense Error Rate von 97 und 4 Write-Errors und die Zahl der Load/Unloads, sowie die Power-Off Retracts...
Kontaktprobleme des Power-Anschlusses am Adapter?

Bei der nächsten Platte mach den SMART-Auszug gleich nach erstmaligem Einschalten und heb den auf. Eine neue Platte sollte nach Lieferung einige Stunden bei Zimmertemp in der Verpackung bleiben, bevor sie verwendet wird.

Dann fiel mir auf, dass sie beim Einschalten hochdreht, den Motor dann wieder abschaltet und über die Zugriffs-LED einen Fehlercode mitteilt: 5x lang, 11x kurz. Das macht sie an allen meinen PCs.
Diese Art der "Direktkommunikation" kannte ich auch noch nicht. Ihr wisst nicht zufällig, was der Code bedeutet oder wo man das nachsehen kann?

Kommt das an der allgemeinen HDD-LED oder hat der Adapter eine eigene drauf?
Tritt das auf, wenn der Bootvorgang von dieser Platte abgebrochen wird, nach Booten des Disk Directors von CD, oder liegt der auf einer anderen Platte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Cytrox schrieb:
Es ist ganz normal das bei HDDs in den ersten paar Stunden Betrieb die defekten Sektoren markiert werden.

Wichtig ist nur dass der Wert nicht ununterbrochen weiter steigt.
Normalerweise blendet der Festplattenhersteller defekte Sektoren direkt bei der Produktion aus. Das geschieht nicht erst beim Endkunden. Dass in den ersten Betriebsstunden defekte Sektoren ausgetauscht werden ist auf jeden Fall nicht normal.

Ernst@at schrieb:
Verwunderlich an den SMART-Daten sind die G-sense Error Rate von 97 und 4 Write-Errors und die Zahl der Load/Unloads, sowie die Power-Off Retracts...
Kontaktprobleme des Power-Anschlusses am Adapter?]Verwunderlich an den SMART-Daten sind die G-sense Error Rate von 97 und 4 Write-Errors und die Zahl der Load/Unloads, sowie die Power-Off Retracts...
Kontaktprobleme des Power-Anschlusses am Adapter?
Die hohe Zahl bei Load/Unloads ist eine Krankheit aktueller Notebook-Platten (schau mal hier: klick!). Auch bei mir haben zwei Samsung HM160HC die Köpfe alle 5 bis 6 Sekunden geparkt und sofort wieder ausgefahren. Das ist natürlich durch Klacken gut hörbar. Die Lösung dieses Problems bestand darin, dass ich einfach APM komplett deaktiviert habe. Seit dem habe ich Ruhe.

APM lässt sich beispielsweise mit Crystal Disk Info unter Windows oder mit HDAT2 (was von einer Diskette oder CD/DVD gebootet wird) einstellen bzw. deaktivieren.
 
Power Off Retract Count wird erhöht, wenn die Platte in Panik den Zugriffsarm auf die Rampe schmeißt, weil der Saft weg ist oder Aussetzer hat.

durch Energy Save Options verursachte "normale" unloads schlagen sich im Load/unload cycle count nieder. Ein/Aus des Rechners im "Power Cycle Count".

Bemerkenswert ist die Anzahl der Retracts bei nur 1 Betriebsstunde...
auch die load/unload retries sind nicht normal
 
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Ach ja, für den Anschluss gibt es Adapter
Die bei neueren Platten evtl. nicht mehr funktionieren, wenn doch nur im PIO MOde, weil sie nicht für ATA 100/133 ausgelegt sind. Versuch es mit einem Gehäuse für 2,5 " Platten. Habe auch so einen Adapter, an dem laufen die neueren Notebook-Platten auch nicht, bevor Du sie einschickst, geh in einen Laden und teste sie, evtl ein externes Gehäuse.
 
Hi, danke für eure Antworten. Ich hatte die Platte in einem 3,5"-Wechselrahmen betrieben, der natürlich mit 80-adrigem Kabel (richtig herum ;) ) angeschlossen ist und in dem bisher jede Platte ohne Probleme gelaufen ist.

Der Adapter ist übrigens eine simple elektrische 1:1-Verbindung zwischen dem 40-poligen und dem 44-poligen Anschluss, wobei die überschüssigen Pins für die Stromversorgung als Molex-Stecker herausgeführt sind. Er enthält keinerlei Elektronik und muss daher auch nicht für bestimmte Übertragungsraten ausgelegt sein. Außerdem habe ich damit in den letzten 8 Jahren schon einige ATA100-Notebookplatten gebackupped und wiederhergestellt, ohne jegliche Probleme. Und mit Ausnahme des Betriebs am GBB36X lief die Samsung bis zu ihrem plötzlichen Komplettausfall ja auch mit einer sehr schönen Geschwindigkeit über den Adapter. (EDIT: hier ist er zu sehen)

Was den Blinkcode angeht: Der kommt dann, wenn der Controller die angeschlossenen Geräte erkennt. Der Wechselrahmen hat eine eigene LED, an der es mir zuerst aufgefallen ist. An einem IDE-USB-Adapter dann dasselbe, und im Notebook auch. Habe es heute nochmal getestet, es bleibt dabei. Natürlich kann ich die Platte schnell zurückschicken und eine neue bestellen, aber der Grund, warum gleich zwei HM160HC nacheinander Ausfälle zeigen, würde mich schon interessieren...
 
Zuletzt bearbeitet:
eine simple elektrische 1:1-Verbindung zwischen dem 40-poligen und dem 44-poligen Anschluss
Das stand ja nirgends.
Evtl hast Du ja "Montagsplatten" erwischt oder saufen die in Korea an anderen Tagen? :lol:
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung ist wohl nicht meine Stärke. :lol)
werkam schrieb:
Das stand ja nirgends.

Gibts denn auch andere? Die Signale sind ja dieselben, nur die Steckerform ist anders, da braucht man absolut keine Elektronik. Was anderes wäre natürlich ein Adapter von ATA-44 auf SATA.

werkam schrieb:
Evtl hast Du ja "Monatgsplatten" erwischt oder saufen die in Korea an anderen Tagen? :lol:

Der war gut :D
 
Die alten Adapter waren für UDMA 100/133 nicht geeignet und liefen nur an den alten grauen 40 poligen IDE Kabeln, bei 80er UDMA Kabeln sind die nicht zu gebrauchen und man müsste ans Board ein altes IDE Kabel anschliessen um den Adapter benutzen zu können. Das Board meckert zwar das es kein UDMA an dem Anschluss machen kann, aber der Adapter wird unterstützt.
Wenn Du eine UDMA Platte hast, die neueren NB Platten können das ja auch schon, einen alten Adapter an einem UDMA Kabel benutzt, können Fehler bei der Datenübertragung entstehen, die Geschwindigkeit wird auf PIO MOde runtergesetzt, usw..., bis hin zu Datenverlusten, weil das Adapterstück kein UDMA kann. Nun verstanden?
 
Sorry, ich will ja keinen auf Besserwisser machen, aber ich glaube du hast mich nicht verstanden.

Erst einmal ist auch mit 40-adrigen Kabeln UDMA möglich (nicht nur PIO), und zwar bis UDMA33. Für alles ab UDMA66 aufwärts braucht man ein 80-adriges Kabel, bei dem neben jeder Signalleitung eine Masseleitung verläuft. Diese Anordnung bietet signaltechnisch bessere Eigenschaften.

Was nun die "alten Adapter" angeht, weiß ich nicht genau, auf was für Adapter du dich beziehst. Mein Adapter ist wie schon erwähnt ein simpler Verbinder ohne Elektronik, der muss kein "UDMA können", dem ist egal, was da für Signale durchgehen.

Zu der Aussage "die neueren NB Platten können das ja auch schon" kann ich nur sagen, dass ich bereits 2002 ein Notebook mit einer UDMA100-fähigen Platte (Fujitsu MHR2040AT) hatte, wahrscheinlich gabs die noch früher. Und seitdem hatte ich hier keine UDMA100-Platte, die nicht problemlos auf UDMA100 über den Adapter gelaufen wäre. (Die wirklich neueren NB-Platten können kein UDMA mehr, sondern SATA ;) )

Vielleicht kannst du mir ja mal so einen Adapter zeigen, der nicht auf UDMA-100 läuft; ich kann mir nämlich nicht vorstellen, wie man es hinkriegen kann, eine Verbindung zwischen zwei pinkompatiblen Anschlüssen herzustellen, die derartig die Signalqualität verschlechtert, dass kein UDMA-100 mehr möglich ist. (Ok, vorstellen könnte ich es mir schon, man müsste den Adapter nur als langes, lediglich 40-adriges Kabel ausführen. Aber sowas hab ich noch nicht gesehen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau das Teil, was Du verlinkt hast, benutze ich auch seit Jahren als Adapter für NB Platten und habe festegestellt, wenn ich an diesem Adapter ein UDMA 100/133 Kabel anschliesse und mit eine UDMA 100/133 fähigen Platte anschliesse, das es nicht klappt. Wenn es bei Dir bisher geklappt hat, hast entweder Du Glück gehabt oder ich bisher nur Pech, oder mein Adapter hat einen Schaden (daran habe ich bisher aber nicht gedacht/gegalubt und es auf inkompatibilität gemünzt). Habe mir dann für diese Zwecke ein kleines 2,5" Gehäuse geholt und den Adapter nicht mehr benutzt. Aber jetzt wo Du es mir so beschreibst, glaube ich dann wohl der Adapter ist im Eimer und ich das es daran liegt von 80 adrig auf 40/44 und dann wieder auf 80, woraus dann falsche Terminierung entstehen würde.

Die Stecker haben wie gewohnt 40 Pole, der Hostadapter-seitige Stecker hat jedoch eine besondere Kodierung, an der der ATA-Hostadapter erkennen kann, dass ein solches Kabel benutzt wird. Erst dann schaltet der Hostadapter die schnelleren Modi von größer 33,3 MB/s frei. Verwendet man das alte, 40-adrige Kabel (>>> was ich nun auf den Adapter umgemünzt habe), so warnen (manche) BIOSe und verweigern höhere Modi. Bei modernen 80-adrigen ATA-Kabeln ist zur Kennzeichnung des Hostadapter-seitigen Kabelendes der Stecker an diesem Ende blau. Beim Anschluss der ATA/ATAPI-Geräte mit einem solchen Kabel ist deshalb darauf zu achten, dass das blaue Kabelende an die Hauptplatine bzw. den ATA-Hostadapter angeschlossen wird.
 
werkam schrieb:
[...]das es daran liegt von 80 adrig auf 40/44 und dann wieder auf 80, woraus dann falsche Terminierung entstehen würde.

Naja, nicht ganz. In der Tat reduziert sich die Aderzahl beim Übergang vom Kabel zum Adapter von 80 auf 40, aber das tut sie auch, wenn man das 80-adrige Kabel (ohne Adapter) an eine 3,5"-Platte anschließt. Die im Kabel neben jeder Signalleitung verlaufende Masseleitung fällt ja in Stecker/Buchse, auf dem Mainboard und auf der Platine der Festplatte sowieso weg, da ist alles 40- (genauer 39-)adrig (Ok, auf der Platine gibt es eine Massefläche, aber bei den Platten, die ich gesehen habe, dringt die nicht in jeden Zwischenraum der Signalleiterbahnen vor). Der Adapter bewirkt also lediglich, dass der 40-adrige Teil der Leitung (wenn man "Leitung" als die Leiterbahnen auf den Platinen, die (40-pinnigen) Stecker/Buchsen und natürlich die "eigentliche" Leitung, das Kabel, definiert) vielleicht 2 cm länger wird, und das sollte nicht ins Gewicht fallen.

Falls dich der Grund für das Einfügen der Masseleitungen interessiert: Bei einer Leitung, bei der Signal- und Masseleitung parallel verlaufen, bilden Signal- und Masseleitung mit der Isolierung dazwischen einen Kondensator, die Signalleitung bildet eine "Spule" (auch ein gerader Leiter hat eine Induktivität). Aus diesem einfachen Modell wird sofort klar, warum Signale eine gewisse Zeit brauchen, um durch die Leitung zu laufen: Ein Kondensator muss erst aufgeladen werden, bis sich eine Spannung (zwischen Masse und Signalleitung) aufbaut, was umso länger dauert, je größer seine Kapazität ist. Diese wiederum ist um so größer, je kleiner der Abstand zwischen Masse- und Signalleitung ist. Die Induktivität dagegen verzögert den Stromfluss.

Genau genommen muss man sich die gesamte Leitung aus vielen kleinen Kondensatoren und Spulen aufgebaut vorstellen. Wenn der erste Kondensator aufgeladen ist und die Spule den Strompuls durchlässt, muss dieser den nächsten Kondensator aufladen usw...

Es ist also offensichtlich, dass der Abstand zwischen Masse- und Signalleitung bestimmt, wie schnell sich die Signalwelle ausbreitet, und natürlich sollten alle parallel übertragenen Signale gleich schnell durch die Leitung laufen.

Wenn nun nur ein paar Masseleitungen vorhanden sind (wie im 40-adrigen Kabel), haben die Signalleitungen alle einen anderen Abstand von den Masseleitungen, und die Signale laufen unterschiedlich schnell durch das Kabel. Genau dieses Problem wird verhindert, wenn man neben jede Signalleitung eine Masseleitung setzt, da dann der Abstand Masseleitung-Signalleitung für alle Signale derselbe ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Signalleitungen besser gegen elektromagnetische Einkopplungen geschützt sind.

Terminierung bedeutet übrigens, dass eine Leitung mit einem ganz bestimmten Widerstand abgeschlossen ist, der u. a. von der Induktivität und Kapazität des Kabels pro Meter abhängt. Nur in diesem Fall gibt es keine rücklaufende Signalwelle. Je mehr der tatsächliche Widerstand am Ende der Leitung von diesem sog. Wellenwiderstand abweicht, desto größer ist der am (nicht korrekt terminierten) Leitungsende reflektierte Anteil der ursprünglichen Signalwelle, der nun bis zur Signalquelle zurückläuft und sich mit der nächsten von dort kommenden Signalwelle überlagert, was dann verschiedene ungünstige Folgen haben kann.

Sorry, ich seh grade, es ist eine halbe Physikvorlesung geworden :rolleyes:
 
Sorry, ich seh grade, es ist eine halbe Physikvorlesung geworden
Und deshlab habe ich auch nichts davon verstanden, aber dennoch gut gemacht. :lol:
 
Ja, nach so einem Studium ist man so geschädigt, dass man gar nicht mehr merkt, dass einen nicht jeder versteht, wenn man so was von sich gibt :D
 
unknown_user schrieb:
[...]
Genau genommen muss man sich die gesamte Leitung aus vielen kleinen Kondensatoren und Spulen aufgebaut vorstellen. Wenn der erste Kondensator aufgeladen ist und die Spule den Strompuls durchlässt, muss dieser den nächsten Kondensator aufladen usw...
[...]

Ich weiß nicht wieso, aber bei diesen Kabeleigenschaften (ähnlich bei bei Impedanz & co. bei Lautsprechern) versteh ich am Ende nie so wirklich was denn nun das Problem (bzw. die Lösung) ist, obwohl mir die Funktion/Eigenschaften der einzelnen (grundlegenden) Bausteine durchaus klar ist. :x
 
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