20% Speicherplatz frei lassen?

RipperJoe

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Apr. 2008
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Hallo, ich hätte da mal ne fräge :D
und zwar , wieso sollte man bei ner SSD 20% des Speicherplatzes frei lassen? Gilt diese regel immer noch?
 
Eine SSD ist eigentlich immer gleich schnell, egal wieviel Speicherplatz belegt ist.
 
Man sollte woh besser ein wenig frei lassen, 10% reichen aber.
 
die regel ist eigentlich eher 10-15%, aber man muss es immer noch tun und wird es bestimmt auch noch ne lange zeit müssen, da sonst das/der GC nicht mehr richtig arbeiten kann. Schau mal bei Wiki danach^^
 
Normalerweise haben SSDs genug Reserve-Zellen die von Dir nicht belegt werden können, aber für das WEAR-Leveling und das Write-Combining von der Firmware genutzt werden.
Bei aktuellen Sandforce-SSDs sind es gut 8%.
Ausserdem weiß eigentlich jeder dass sein System abschmiert wenn es keinen Platz mehr hat, also lässt man doch automatisch was frei *koppschüttel*
20% vom kostbaren Platz freilassen versteh ich überhaupt nicht.
 
Ich habe mal nen Test zu der OCZ Vertex 2 gelesen,weiß aber nicht mehr wo genau.Die haben die SSD auch im Alltagstest voll zu gepackt ,längeren Zeitraum natürlich.Haben kein Performance Einbruch bemerkt.
 
sandforce lässt auch mit abstand am meisten frei, schon weil das dann als cache benutz wird.
 
BeeKind schrieb:
Ich habe mal nen Test zu der OCZ Vertex 2 gelesen,weiß aber nicht mehr wo genau.Die haben die SSD auch im Alltagstest voll zu gepackt ,längeren Zeitraum natürlich.Haben kein Performance Einbruch bemerkt.

Ist doch klar, der Sandforce komprimiert die Daten und wenn er als Systemlaufwerk arbeitet, dann werden immer einige GB durch Kompression gewonnen die als zusätzliche Reserve dienen. Wenn man 30GB an Windows und Programmen auf einer SSD hat, so sind nach der Kompression vielleicht nur 15 bis 20GB belegt. Egal wieder der Rest gefüllt wird, so 20% hat die SSD dann immer mindestens frei.
Spielt man aber 60GB nicht komprimierbarer Daten wie Video, mp3 Audio, zip, rar, 7z Archive etc, darauf, so sind von den 64GB installiertem Flashspeicher 60 auch wirklich belegt und damit keine 10% mehr frei.
 
ich weiß ja nicht wofür du deinen PC einsetzt,

aber Windows + die wichtigsten "kritischen" Programme auf die SSD da gibts doch kaum Probleme mit dem Platz.
Vielleicht auch noch den virtuellen Arbeitspeicher auf der SSD? dann ändern

Office,Spiele etc auf ne ander Platte gut ist, die SSD ist fürs System (Windows)
die ganzen meisten Programme können getrost auf ne normale HDD, ob nun nen Spiel 2sec schneller startet? =)
das Betriebssystem profitiert ungemein von ner SSD das es viele kleine Blöcke laden muss, die meisten Spiele und Programme laden sich komplett ins Ram

Datenbaken und Arbeitsdateien können jedoch gern auf die SSD.


zu Sandforce:
die haben doch sowieso mehr Blöcke als Reserve als sie bräuchten,allein um fehlerhafte Sektore mit der Zeit zu ersetzen
komprimierte Daten belegen doch nicht den unkomprimierten Platz hab ich jetrzt 80GB real Daten und wird zu 60GB komprimiert vom Controller dann sind die restlichen 20 doch frei oder (hab keine Sandforce lass mich gerne korrigieren), sonst macht doch ne Komprimierung keinen Sinn. Die extended editions haben doch auch anstatt 50 z.B 60GB und dass sind doch die "überflüssigen" Zellen.
Durch so ne Komprimierung hätte ja man ne Reserve zur Reserve und einige Zelle würden wohl ohne fehlerhafte Zellen nie überschrieben, oder erst dann wenn alle Reserve Zellen fehlerhaft sind
, naja bezweifel ich mal stark ;)

aber falls wer mal Lust hat kann er mal ne große Txt Datei erstellen bei ner Sandforce und dort mal schauen bei Eigenschaften Größe der Datei, und Größe auf Datenträger.
Dabei sollte die Datei auf dem Datenträger kleiner sein, wonach sich der Speiceherplatzverbrauch richtet

gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
soyd, halbrichtig. Dir Kompression der Daten ist transparent, man sieht also anders als bei den komprimierten Dateien einer NTFS Partition nicht, wieviel Platz die Datei auf der Disk (bzw. dem Flash) wirklich verbraucht. Dies dient natürlich dazu, mehr Reserve zu haben und dadurch weniger Performanceprobleme bei "voller" Platte zu haben. Andererseits erreicht man nur so die beworbenen Übertragungsraten.

Durch so ne Komprimierung hätte ja man ne Reserve zur Reserve und einige Zelle würden wohl ohne fehlerhafte Zellen nie überschrieben, oder erst dann wenn alle Reserve Zellen fehlerhaft sind
Alle "Zellen" werden eigentlich regelmäßig neu beschrieben, das ist eine Aufgabe des WearLevelings. Damit wird eben genau verhindert einzelne Blöcke in Bereichen die immer wieder beschrieben werden (etwa durch eine log Datei oder das pagefile) zu schnell "verschleisse", was nichts anderes ist also die möglichen Löschzyklen aufzubrauchen. Deswegen kann man SSDs auch gar nicht defragmentieren, denn die LBA die das Filesystem anspricht werden vom Controller immer wieder auf anderen physikalische Flashadressen übersetzt. Das muß schon alleine deshalb so sein, weil man sonst nie schnell eine bestehende Datei überschreiben könnte, denn dann müßte der Controller immer erst einen langsamen Löschzyklus durchführen.
So aber schreibt der Controller den Bloch an eine andere, freie Stelle und marktiert den vorher vom gleichen logischen Block genutzten Bereich als ungültig und löscht ihn dann später beim GC.
 
Genau defragmentieren ist das schlimmste, was man einer SSD antuen kann und zugleich auch das überflüssigste.
Randvoll sollte man keine Platte zuballern. Das gilt demzufolge auch für SSD. Immer etwas Luft lassen. Einfache Regel. %-Angaben stiften oft auch mehr Verwirrung als Nutzen. Lasst je nach Kapazität 5-10 GB frei und gut ist.
Alles andere kann man unbedenklich so belassen. Die zahlreichen Optimierungstipps im Internet sind alle veraltet und relativieren teils sogar die Vorteile einer SSD drastisch. Dann braucht man sich keine anschaffen, wenn man die Leistung sowieso nicht nutzt.
 
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