N-rG schrieb:
branhalor, wenn ich mir deine Thread durchlese, dann fällt mir auf, dass du immer am Modden und "tunen" bist. Ist ja auch ok, aber bitte nicht über die Hersteller meckern, wenn mal etwas schief geht.
Irrtum - ob es jetzt jemand glaubt oder nicht, aber das einzige "Modding", das ich betreibe, ist, meinen jetzigen CPU-Lüfter nach oben zu regeln mittels Speedfan - und seit der HD3870 (also mit keiner anderen Karte vorher!) den GPU-Lüfter nach oben zu regeln mittels Rivatuner.
Das hätte Dir eigentlich auch auffallen können, wenn Du meine Threads genauer gelesen hättest. Und daß man vor dem "Einfrieren" einer Einstellung erstmal verschiedene Varianten testet und prüft (in meinem Fall nur der Lüfter!), versteht sich ja wohl von selbst. Alles andere ist in der Tat grobe Fahrlässigkeit und gehört bestraft - da sind wir uns absolut einig.
Ich bin in meinem ganzen Leben bisher noch nicht einmal ans "echte" Overclocking oder ähnliches gegangen. Weder hab ich per BIOS oder sonstwie Spannungen verändert, noch durch einfachere Maßnahmen wie den CCC meine Taktraten verändert. Mein alter PC (2,4 GHZ, X800GTO) läuft seit 4-5 Jahren auf den absoluten Standard-Start-Hersteller-Werten, ohne daß ich irgendwo "dran" gewesen wäre. Und bei meinem aktuellen sind's wie gesagt die CPU- und die GPU-Lüfter, weil mir dieser "Silent"-Wahn echt gegen den Strich geht, wenn die Komponenten dadurch gleichzeitig an ihr Temperaturlimit gehen. Was nützt mich das ASUS-BIOS-QFan-Profil, wenn meine CPU mit dem Prime95 auf 60-61°C geht, aber laut Intel auf maximal 63,5°C spezifiert ist!
Klar ist da sicher ne Reserve drin - so gesehen gebe ich Dir recht. Sonst würd auch meine Northbridge (an der ich nix modifiziert habe!

) nicht mehr laufen, weil der ASUS-Support mir sagte, 45°C seien dauerhaft zu hoch...
Nur meiner Meinung nach heutzutage nicht mehr genug bzw. qualitätstechnisch über die Serienproduktion gesichert genug.
Und wie schon früher geschrieben:
Das Risiko ist mir dann zu hoch! Je kühler ich ne Komponente bekomme, umso lieber ist mir das, bevor ich am Ende tage- und wochenlang auf ne Austauschkarte warte, die's vielleicht schon gar nicht mehr gibt.
Und wie gesagt: Lediglich die Lüfter-Geschwindigkeiten zu modifizieren -
und zwar nach oben (sorry für den Fettdruck, aber das
Hochregeln übersieht man bisher wohl leicht

), fällt für mich jetzt nicht unter "Modding" in dem Sinne, wie Du es gemeint hast.
Würde ich dadurch jetzt gleichzeitig die Taktraten anheben - ok, könnten wir drüber reden; hast Du Recht.
Aber die laufen auf den ATi-Standard-Vorgabe-Taktwerten - sowohl im CCC wie auch im Rivatuner sind die Einstellungsfenster bei mir noch "original" gelocked! Da bin ich noch nicht einmal im Traum dran gewesen, weil die 5% Mehrleistung (oder wieviel es dann auch immer sind) nicht lohnen: Unterhalb von 20fps bringen sie nix, und oberhalb von 30-40fps bringen sie auch nicht viel (meiner Meinung nach - aber das ist jetzt auch wieder ne Frage der Philosophie

).
So gesehen:
Glaub mir - ich weiß, wovon ich rede. Oder bilde es mir zumindest ein - aus Erfahrung

(BTW: An dem geschilderten GraKa-Ausfall war übrigens auch keine Veränderung meinerseits Schuld - die Karte lief bis zum Austausch in absolut jeder Hinsicht (also auch GPU-Lüfter) auf Hersteller-Werten, ebenso wie die direkte Vorgängerin der HD3870, meine alte X1950pro, die ich zwischenzeitlich einbauen "mußte". War ja auch kein Bedarf, weil die Temp gerade der X1950pro mit max. 50°C mehr als im grünen Bereich war.
Nur Temps gegen 90°C find ich irgendwie nicht lustig - dazumal mir die Hitze von der Kartenrückseite auf die Northbridge abstrahlt (s.o.). Aber ich will dieses Detail jetzt mal nicht weiter auswalzen

)
PS: Bei den Gewinnmargen, die auf PC-Komponenten drauf sind, können sich die Hersteller den ein oder anderen Garantiefall durchaus leisten. In meinen Augen ist das sogar teilweise einkalkuliert... jetzt nicht im Sinne, daß es passieren soll oder muß. Aber wenn's passiert... so what...
PPS: Und am "Modden" (nur in lüfter-technischer Hinsicht - will das nochmal betonen

) bin ich auch erst, seitdem sich seit einigen Jahren die Berichte über abrauchende Komponenten und speziell GraKas häufen... Und daß das ein Fakt ist, wird wohl kaum jemand bestreiten, der sich hier mal durch-liest
PPPS: (und dann will ich's mit der Antwort hier erstmal lassen) Habe selbst auch BWL studiert: Theorie und Praxis stimmen selten überein... ist zumindest meine berufliche Erfahrung und auch die von Kollegen

Unternehmen sind Gewinnmaximierer, und jeder Manager wird nur daran gemessen, was er innerhalb seiner 2-4 Jahre an Gewinn einfährt. Was danach kommt, interessiert niemanden in solchen Positionen... zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem es der Fall sein sollte, um bspw. die Kundschaft auch wirklich zu halten. Garantieleistungen sind teilweise wirklich kalkuliertes Risiko.