3D-Drucker ~400 Euro

Osiris1

Lt. Junior Grade
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Feb. 2008
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Hallo zusammen,

die Überschrift sagt eigentlich schon das meiste. Ich suche eine 3D-Drucker in ca. der Preiskategorie.
Damit will ich verschiedene Plastikteile drucken (Halterungen etc.). Am wichtigsten ist mir eigentlich möglichst präzise drucken zu können. Wobei ich nicht weiß worauf ich sonst noch so achten sollte.

Bei Recherchen sind mit die beiden immer wieder untergekommen:
  • Comgrow Creality 3D Ender 5
  • ANYCUBIC I3 Mega

Gedanken/Vorschläge dazu? Bzw. worauf muss ich achten?

Danke schon mal im Voraus. Sollten Infos fehlen, bitte einfach fragen. :)
 
Schau Dir den mal an: ELEGOO MARS UV LCD 3D Drucker
Wäre aktuell meine Wahl :) (Nur leider keine Zeit für diese Hobby)
 
Ich habe den Ender 5 und bin sehr zufrieden damit, außer mit dem weißen Filament von Eryone. Deshalb das direkt "drauf achten": selbst identischer Filamenthersteller scheint bei verschiedenen Farben deutlich unterschiedlich von der Verarbeitungsqualität zu sein = es braucht ein wenig bis man das/die "richtige(n)" Filament(e) findet.
Wenn Du den Ender 5 kaufst, würd ich direkt ein ausreichend langes, passendes USB-Kabel mit dazunehmen. Das SD-Card-Jonglieren finde ich persönlich nicht zu prickelnd.
 
Was heißt denn möglichst genau?
Habe selber einen Anycubic I3 Mega und der druckt je nach Größe des Teils zwischen ± 0.1mm bis 0.3mm genau.
Beim Anycubic sollte man (für die Lautstärke) unbedingt die Treiber und Lüfter tauschen, dann kann man selbst nachts problemlos den Drucker laufen lassen.
 
Wie groß sollen die Teile werden. Sprich welcher Bauraum und muss für 400€ auch ein nachgerüstetes beheitztes Gehäuse dabei sein?
 
Ich persönlich habe den Anycubic i3 mega s. Soweit ist er zu empfehlen für das Geld. Die Druckqualität ist relativ gut und mit dem s wurden ein paar bekannte Probleme/Schwachstellen die der Normale hat behoben für einen vertretbaren Aufpreis. Mehr Genauigkeit gibts nur für deutlich mehr Geld. Im Zweifel gibt es ein paar Teile, die man austauschen könnte, wenn es einen stört. Lüfter wurden oben genannt. Ich musste nach ein paar Monaten ein paar Lager austauschen. Da hat man im direkten Vergleich schon die Qualitätsunterschiede gesehen. Es ist halt alles ziemlicher "Chinamist", aber in der Regel nichts Problematisches. Dafür ist er relativ preiswert. Ein Bekannter hat den Drucker ebenfalls und sowohl bei mir als auch bei ihm war die Druckplatte definitiv außerhalb der Toleranz. Es wird mit einer relativ geringen Parallelität der Druckplatte geworben und die wurde in beiden Fällen definitiv nicht erfüllt. Aber auch das ist kein Beinbruch. Falls du ihn im selben Raum stehen hast ist er aber relativ laut. Ich rate davon ab. Als Custom Firmware kann man Marlin empfehlen. Falls du ihn dir kaufen willst, guck mal auf der Herstellerseite. Da ist er nochmal deutlich günstiger als auf Amazon (Stand jetzt: 229 Dollar vs. 350€).
 
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Reaktionen: Ati_gangster
@blubberbirne:
Das ist ein Resindrucker oder? Sind die in der Handhabung nicht umständlicher? Oder anders gefragt: Ist die Genauigkeit derart besser, dass man den Mehraufwand in kauf nimmt (zumal der Drucker nicht so einen großen Druckraum hat)?

@TorenAltair:
Für den Anfang werde ich wohl hauptsächlich in schwarz drucken. Mit dem Filament werde ich etwas experimentieren müssen. Gut zu wissen, dass der Ender USB und SD-Karten unterstützt!

@Ati_gangster:
Da ich mit 3D-Druckern nur wenig Erfahrung habe (nur mal vor Jahren mit einem Ultimaker auf der Uni), kann ich das nicht beantworten. Für eine Verbesserung von 0,25 auf 0,1 mm Genauigkeit würde ich eventuell 100 Euro mehr ausgeben. Für Für eine Verbesserung von 0,1 auf 0,05 mm aber vermutlich nicht mehr. Das sind halt auch grobe Schätzungen, da ich nicht weiß wie sich das in der Praxis auswirkt.

@Michael-Menten:
Auch eine gute Frage. Mindestens 15x15x15 cm wären schon praktisch. Nicht weil ich große Skulpturen drucken will, sondern weil ein Teil ja durchaus sperrig sein kann. Vor allem in eine Richtung (Breite oder Tiefe) wäre etwas Spielraum gut, falls ich längere "Träger" oder dergleichen drucken will.

@Kronos_:
Ich würde durchaus auch selbst herumbasteln und verbessern. Ich will aber den 3D-Drucker nicht derart teuer aufrüsten, dass ich mir um das Geld gleich einen besseren hätte kaufen können. Das macht irgendwie wenig Sinn. Was heißt "geringe Parallelität" der Druckplatte? Wenig parallel zu was? Der Drucker steht jedenfalls nicht im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Andererseits heißt das auch, dass ich ihn nicht immer zu 100% beaufsichtigen kann. Anzünden darf er meine Wohnung also nicht (es reicht, wenn meine Kaffeemaschine das versucht :/).
 
Resin Drucker(SLA) sind in der Tat viel genauer man begrenzt sich nur selber in der Materialauswahl und der größe des Druckbettes.
Für Teile wie Figuren und andere nicht zu große Bauteile kann man das nur Empfehlen.
Dafür musste aber etwas mit dem Zeug rumpanschen.

Aber der Elegoo bietet für sein Geld ne Gute Performance.
 
Osiris1 schrieb:
@Ati_gangster:
Da ich mit 3D-Druckern nur wenig Erfahrung habe (nur mal vor Jahren mit einem Ultimaker auf der Uni), kann ich das nicht beantworten. Für eine Verbesserung von 0,25 auf 0,1 mm Genauigkeit würde ich eventuell 100 Euro mehr ausgeben. Für Für eine Verbesserung von 0,1 auf 0,05 mm aber vermutlich nicht mehr. Das sind halt auch grobe Schätzungen, da ich nicht weiß wie sich das in der Praxis auswirkt.
Für 0.05mm Genauigkeit out of the Box müsste man noch tiefer in die Tasche greifen (Faktor 10?)
Man kann natürlich versuchen den Drucker zu kalibrieren (E-Steps der Schritt motoren einstellen) Mein i3 Mega druckt meistens 0.1mm bis 0.2mm großer - mir reicht das vollkommen.
Wie bereits oben erwähnt, würde ich dir auch die Marlin Firmware empfehlen.
Was noch sehr zu empfehlen ist, ist Octoprint mit einem Raspberry Pi.
Damit brauchst du nicht mehr jedes Mal mit der SD Karte zum Drucker rennen sondern kannst ihn ganz bequem über eine Weboberfläche oder per App steuern. Damit kann man auch gleich Bett und Hotend vorheizen, Programm übertragen und start drücken. Dann schau ich meistens nur noch nach dem ersten Layer.
 
Osiris1 schrieb:
@blubberbirne:
Das ist ein Resindrucker oder? Sind die in der Handhabung nicht umständlicher? Oder anders gefragt: Ist die Genauigkeit derart besser, dass man den Mehraufwand in kauf nimmt (zumal der Drucker nicht so einen großen Druckraum hat)?

@TorenAltair:
Für den Anfang werde ich wohl hauptsächlich in schwarz drucken. Mit dem Filament werde ich etwas experimentieren müssen. Gut zu wissen, dass der Ender USB und SD-Karten unterstützt!

@Ati_gangster:
Da ich mit 3D-Druckern nur wenig Erfahrung habe (nur mal vor Jahren mit einem Ultimaker auf der Uni), kann ich das nicht beantworten. Für eine Verbesserung von 0,25 auf 0,1 mm Genauigkeit würde ich eventuell 100 Euro mehr ausgeben. Für Für eine Verbesserung von 0,1 auf 0,05 mm aber vermutlich nicht mehr. Das sind halt auch grobe Schätzungen, da ich nicht weiß wie sich das in der Praxis auswirkt.

@Michael-Menten:
Auch eine gute Frage. Mindestens 15x15x15 cm wären schon praktisch. Nicht weil ich große Skulpturen drucken will, sondern weil ein Teil ja durchaus sperrig sein kann. Vor allem in eine Richtung (Breite oder Tiefe) wäre etwas Spielraum gut, falls ich längere "Träger" oder dergleichen drucken will.

@Kronos_:
Ich würde durchaus auch selbst herumbasteln und verbessern. Ich will aber den 3D-Drucker nicht derart teuer aufrüsten, dass ich mir um das Geld gleich einen besseren hätte kaufen können. Das macht irgendwie wenig Sinn. Was heißt "geringe Parallelität" der Druckplatte? Wenig parallel zu was? Der Drucker steht jedenfalls nicht im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Andererseits heißt das auch, dass ich ihn nicht immer zu 100% beaufsichtigen kann. Anzünden darf er meine Wohnung also nicht (es reicht, wenn meine Kaffeemaschine das versucht :/).
Die Druckplatte ist in der Mitte höher als außen. Das muss bei dir aber logischerweise nicht zwangsläufig so sein. Es kann auch sein, dass bei dir alles im Rahmen ist. Wenn ich bei mir mit einem Blatt Papier levele, kratzt es in der Mitte extrem und außen habe ich praktisch keine Berührung. Ich habe aber auch schon Sachen mit Abmaßen von 180 mal 180 mm gedruckt. Das hat auch ohne Probleme funktioniert. Das ist im Prinzip auch nicht tragisch. Ich wollte nur darauf hinaus, dass die mit einer guten Parallelität der Druckplatte werben und es nicht so ist. Das lässt sich vermutlich auf alle Komponenten übertragen. Bei dem Preis sind vermutlich alle Komponente eher Chinaqualität, aber es ist nicht so, dass du zwangsläufig irgendetwas austauschen musst. Bei mir lag damals noch direkt als Ersatzteil ein 2. Extruder dabei und ich habe ihn bis heute nicht gebraucht. Im Prinzip kannst du alles modifizieren und deutlich hochwertigere/leisere/wasauchimmer Komponenten verbauen, musst du aber nicht.
 
Die "Genauigkeit" hängt bei "Filament-Druckern" nicht direkt vom Preis ab. Die benutzen allesamt Schrittmotoren mit 1,8° Schrittwinkel. Gewisse "unsauberkeiten" können noch von schlechtem mechanischem Aufbau/Design kommen (Plastikrahmen, eiernde Wellen etc). Das meiste macht eine saubere Kalibrierung der Achsen und Druckparameter aus. Das kommt mit der Erfahrung.
Und etwas Schwund ist immer drin. Kunststoff schrumpft etwas beim abkühlen, Kreise werden durch die Umwandlung in Polygone etwas kleiner als designt, etc.

Resindrucker sind vor allem für feine Modelle geeignet. Resin (Kunstharz) darf nicht mit der Haut in Kontakt kommen, muss mit Isopropanol abgespült, und mit UV-Licht ausgehärtet werden. Handschuhe, Atemmaske und gute Belüftung sind Pflicht. Also nicht gerade etwas für den leichten Einstieg...

Hier mal ein (schlechtes) Handybild von einem Druckversuch mit 0.25 mm Düse (Standard ist 0,4 mm). Material ist PETG.
Ist etwas "geschummelt", da ohne absetzten mit einer einzigen Linie gedruckt. Mit Unterbrechungen gedruckt würde es nicht mehr so sauber aussehen.
(Der Drucker ist ursprünglich ein miserabler Chinadrucker, nach zahlreichen Umbauten aber ganz brauchbar.)

Präzise genug? :)

pyramide.jpg
(Klicken für größer)
 
Bei sowas empfielhlt sich wieder nen SLA wie der Mars.
Mit nem FDM wirds da etwas schwierig.
Ich dachte immer 0,2 wären standard Düsengrößen^^
 
@HyperSnap:
Figuren will ich damit eigentlich nicht herstellen. Da ist mir das größere Druckbett wichtiger (115 x 65 x 150 sind etwas gar klein).

@Michael-Menten:
Was würde das beheizte Gehäuse bringen?

@Kronos_:
100% eben sind vermutlich nur Glasplatten. Haben die andere Nachteile.

@Ati_gangster:
Gegen solche Basteleien hätte ich nichts einzuwenden. Ist sicher ein lustiges Projekt. Zur Genauigkeit: Ich schätze, dass 0,2 - 0,1 mm Genauigkeit schon ein Erfolg sind.

Wenn man dem hier glauben darf: https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=26663 ist der Anycubic wohl die bessere Idee.
 
Osiris1 schrieb:
@Ati_gangster:
Gegen solche Basteleien hätte ich nichts einzuwenden. Ist sicher ein lustiges Projekt. Zur Genauigkeit: Ich schätze, dass 0,2 - 0,1 mm Genauigkeit schon ein Erfolg sind.

Wenn man dem hier glauben darf: https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=26663 ist der Anycubic wohl die bessere Idee.
Zum Einstieg eignet sich der i3 Mega (S) wirklich sehr. Zu Beginn druckt man meist Upgradeteile für den Drucker selbst, eignet sich perfekt um ins Thema reinzukommen.
Schau dich mal auf dem Youtube Kanal von Philipps 3D Druck um. Der macht echt coole Videos zum Thema 3D Druck und hat auch selbst einen i3 Mega.
 
Michael-Menten schrieb:
Leider nicht. Wäre vermutlich für dich ungeeignet da z.B. PETG die zerstören.

Ich drucke seit über zwei Jahren mit PETG auf einer normalen Floatglasschscheibe (Fensterglas). Immer noch auf der ersten.
Wenn das Glas abkühlt, fallen die Teile fast von selbst runter.

Wirklich zerstört habe ich mit PETG den Buildtek-Clone, der beim Drucker dabei war. Da hab ich kaum ein Teil runter bekommen, ohne ein Loch in der Druckfolie zu hinterlassen. Der Anycubic scheint so was ähnliches drauf zu haben...
 
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Ich arbeite ja mit Glasplatte und 3DLAC wenn alles noch warm ist hat man immer Angst das Glas zu zerstören^^
Aber wenn man das Zeug bissel stehn lässt wirds Easy wie Mr. Robot das sagt.

Für nen Anfänger würde Ich mir erstmal nicht soviel Gedanken um alles machen.
Erstmal mit dem Standard zeug anfangen und aufrüsten kann man später immer noch.
 
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@Mr. Robot Genau gegenteilige Erfahrung bei meiner Glasplatte reißen leider Stücke raus und auf dem Anycubic läuft es ohne Probleme.

andere optionen sind
CR-10: deutlich größeres Bauvolumen
Prusa mini: europäisch und paar weitere Vorteile dafür kleinere Bauraum sowie aktuell lange Lieferzeit

Ein upgrade was man machen kann ist ein e3d oder microswiss all metall hotend falls man höhere Temperaturenbraucht.
 
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