7 Tage Woche, 200 Std. pro Monat für 400€ als SGB II empfänger...

@ hardwarekäufer

Der arme Kerl rackerte 50 Stunden die Woche, hatet effektiv keinen Tag frei, die ARGE bezahlte weiterhin die Krankenversicherung, er wurde unter aller Sau behandelt -- und da soll er sich noch freuen?

Ist nicht Dein Ernst.

Der Arbeitgeber ist eine Drecksau, die Wehrlose ausbeutet. Ganz großes Kino. Dem Kerl wünsche ich, dass es ihm genauso ergeht -- möglichst lange, damit er mal merkt, wie das so ist.
 
War die richtige Entscheidung!
Hoffe Du findest nen Job in dem du Anerkennung findest. :-)

Die Beiträge von hardwareverkäufer passen ins Bild eine großen Teiles der Bevölkerung gegenüber ALG II Beziehern.
Die meisten sehen es nämlich so "Hauptsache Arbeit". Und das ist der absolut falsche Ansatz, denn es müsste "Haupsache anständige und faire Arbeit" heißen.
Niemand darf sich nötigen lassen für ein paar Kröten im Monat den Sklaven machen zu müssen.
Leider gibt es zu viele Arbeitnehmer, die genau so mit sich umspringen lassen. ALG II ist derzeit ein Freischein für Arbeitgeber den Markt zu drücken, Löhne zu reduzieren und AN's auszubeuten wo es nur geht. Das Jobcenter spielt denen dabei oft noch fleißig zu.
Schließlich liegt es im interesse der Wirtschaft, was zählen da schon ein paar Menschen.

Zuerst mal müssten diese Vermittlungsgutscheine verschwinden und Lohnzuschüsse für langzeitarbeitslose sollten nur im Ausnahmefall gezahlt werden. Das macht es für Arbeitgeber weniger interessant sich einen ALG II Sklaven für billig Geld zu besorgen. Er müsste sich Gedanken um seine Angestellten machen und um deren Lohn. Dieser ganzen staatlich subventionierten Ausbeuterei wäre damit der Wind aus den Segeln genommen, zumindest zu einem sehr großen Teil.
 
Du hast sicher schon eine absolut endgültige Entscheidung getroffen - hast du ein klärendes Gespräch probiert?
Wenn das nichts bringt, dann sei es eben so und beide Streitparteien haben eben Konsequenzen zu tragen. (damit meine ich nicht, dass du dich auch nur einen weiteren Tag ausnehmen lässt)
 
mal im Ernst...
Würdest du denn so ein Gespräch suchen, nachdem man dich über Monate so behandelt hat, dem Gegenüber deine Einwände egal sind, ebenso wie Urlaubsansprüche und auf deine Gesundheit geschissen wird?
Klären dürfte sich allenfalls, daß ihm der Arbeitgeber sagt das er raus ist.

Sprechen würd ich einzig mit dem Jobcenter.
 
Ich kam heute 16Uhr bei der Arbeit an und nicht wie gewohnt um 15Uhr. Hatte einen defekt am Fahrrad. Gefragt werde ich aber nicht ob alles in ordnung ist, nein. "Wieso bist du überhaupt gekommen? ... Aus dir wird kein richtiger Arbeiter..." sind die Kommentare. Ich könnte so aus der Haut fallen.

Naja, heute bin ich mit dem BigBoss alleine im Laden. Soll ich ihm sagen das er noch eine Woche hat einen neuen Skaven zu finden? Oder besteht dabei die möglichkeit das ich mein Geld nicht mehr bekomme?

Nicht verwirrt sein, auf Arbeit haben wir einen WLAN Router und die haben ein Laptop. Ich nehm immer mein Netbook mit und bin wenigstens erreichbar oder kann mich zwischendurch durchs Netz klicken.
 
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Klären dürfte sich allenfalls, daß ihm der Arbeitgeber sagt das er raus ist.
Du stimmst mir zu, dass der TE nichts zu verlieren hat. (es kann ja wohl schlecht so weitergehen)

Würdest du denn so ein Gespräch suchen, nachdem man dich über Monate so behandelt hat, dem Gegenüber deine Einwände egal sind, ebenso wie Urlaubsansprüche und auf deine Gesundheit geschissen wird?
Warum nicht? Vielleicht muss man den Chef nur mal vor die Augen führen, was er alles dem TE angetan hat. Es ist ja nichts verhaut, wenn man mal kurz anspricht, dass dieser illegal Beschäftigungsstatus nicht mehr weiter gehen kann. Und dass man soviel arbeitet, dass die Gesundheit darunter leidet. Vielleicht signalisiert der Chef ein Entgegekommen. Wenn nicht --> kennen beide Seiten die Konsquenzen.

Außerdem bringt ein Arbeiter immernoch etwas der Firma und nicht umgekehr.

Oder besteht dabei die möglichkeit das ich mein Geld nicht mehr bekomme?
Das kann dir keiner mehr nehmen. Im schlimmsten Fall musst du es einklagen. Du bekommst imho von Amtswegen einen Arbeitsrecht-Anwalt zur Seite gestellt. (infomiere dich)
 
Sentionline schrieb:
Ich kam heute 16Uhr bei der Arbeit an und nicht wie gewohnt um 15Uhr. Hatte einen defekt am Fahrrad. Gefragt werde ich aber nicht ob alles in ordnung ist, nein. "Wieso bist du überhaupt gekommen? ... Aus dir wird kein richtiger Arbeiter..." sind die Kommentare. Ich könnte so aus der Haut fallen.

Auch wenn Dich Dein Chef sonst unter aller Sau behandelt, so ist Pünktlichkeit doch Pflicht.

Nicht falsch verstehen, so wie Du es hier schilderst bin ich ganz auf Deiner Seite und kann Dein Verhalten auch verstehen - aber die meisten von uns würden bei gehäufter Unpünktlichkeit wahrscheinlich Maßnahmen von Abmahnungen bis zur Kündigung erhalten.
 
Hast Du kein Handy um bei einem Defekt am Fahrrad mal anzurufen? Ich habe fast acht Jahre lang als Aushilfe bei IKEA gearbeitet und hab auch dann Ärger bekommen wenn mein Chef mich unter der Woche umgeplant hat und ichs nachweislich nicht wissen konnte. Ich will nicht sagen dass du an der aktuellen Sitution Schuld bist aber suche auch immer nach Deinen individuellen Fehlern, weil an denen wirst Du scheitern wenn Du mal einen guten AG hast. Ja, die gibt es noch und manche nehmen auch Leute mit einem "krummen" Lebenslauf. Aber dann darf Dir halt sowas nicht passieren. 9 Cent von nem Prepaid Handy wären wohl noch drinnen gewesen.

Nochmal, ich gebe Dir bei deinem aktuellen AG keine Schuld. Rede heute NICHT mit Deinem Chef. Heute, wo Du zu spät gekommst bist, hat er ne super Ausrede dass es an Dir lag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Handy hab ich ja, Guthaben aufgeladen => nicht. Neben den Unkosten mit dem Fahrrad soll ich mich um mein Handy bemühen, nur um mein "Arbeit-geber" kontaktieren zu können. Ich glaub ich fall vom Baum. Soll der ne Std. warten.

Am Telefon werd ich in so einem Fall sowieso zusammengeschissen. Von daher eher Desinteresse am Telefonkontakt mit dem Arbeitgeber und demnach => Kein geladenes Handy.

Mehr Pünklichkeit und Leistung bin ich nicht bereit zu bringen.
 
Nix für Ungut, du hättest einfach anrufen können und sagen können dass Du heute ne Stunde später kommst und bums fertig aus, wärst Du fein raus gewesen. Du hast Dir Deine nach Deiner Darstellung sehr guten Ausgangslage (gut gearbeitet, immer da gewesen, keine Fehler erlaubt) auch für heute selbst kaputt gemacht.

Wenn Du sagst du bist um 15:00 da und der AG sagt "ok" und Dein Fahrrad geht kaputt dann ist es Deine Aufgabe da anzurufen und Bescheid zu geben.

Dass die Gesamtsituation an Ausbeutung grenzt ist ne andere. Aber Du bist 29, hast keine Ausbildung und zu einem Stück auch selbst an Deiner Situation schuld. Frag Dich doch einfach mal, wieso es soweit gekommen ist, dass Du heute diese Probleme hast. Reflektiere sie, arbeite an ihnen, such Dir nen guten AG und Du wirst glücklich werden. Solange Du nicht an Deinen Fehlern arbeitest wirst Du auch bei guten AG mit solchen Verhaltensweisen Probleme bekommen.
 
Dein Erster Beitrag ist fast nen Monat her, wieso hast du nicht nach der Übergabe des Dezembergehaltes ihm die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt bekomm ich nun nen Vertrag oder nicht?

Wenn ja soweit ok, wenn nein hättest Du zum Arbeitsamt gehen können und denen die Zustände melden können. Wieso ist das bisher nicht geschehen?
 
turbofoen schrieb:
Zuerst mal müssten diese Vermittlungsgutscheine verschwinden.....

Richtig. Ein Bekannter von mir hat eine private Arbeitsvermittlung.
Manche meinen ja, dass die Vermittler sich ans Telefon hängen, um Arbeitgeber zu kontaktieren, oder direkt bei den Firmen vorbeifahren, dem ist nicht so.
Er macht nichts anderes, als Jobangebote im Netz z.B. bei der Arbeitsagentur rauszusuchen, vor Allem Zeitarbeitsangebote, die da in der Überzahl vorhanden sind.

Diesen Vermittlungsgutschein kann man sich in den meisten Fällen also sparen und sich die Arbeitsangebote im Internet selbst raussuchen und dann selber Bewerbungen schreiben, bzw bei den Firmen anrufen und sich vorstellen gehen, dafür brauche ich keinen Vermittlungsgutschein.

@Sentionline

Das klingt so, als wenn du andauernd zu spät bei deinem Job erscheinst?
Dass der Chef dann zögert, dir einen festen Arbeitsvertrag zu geben, kann ich nachvollziehen, denn wer will schon einen Angestellten haben, auf den man sich nicht verlassen kann?

Um auf den Kernpunkt deiner momentanen Situation zu kommen, dieser Job ist Ausbeuterei und das solltest du auch nicht längerfristig so hinnehmen.
Dein Chef freut sich ein zweites Loch in den Hintern, dass er einen "Doofen" gefunden hat, der quasi für Lau schuftet.

Diese Hinhaltetaktik von ihm ist auch unter aller Kanone. Enweder will er dich fest einstellen, oder eben nicht. Er soll nicht um den heissen Brei herumreden. Jede Woche, die du länger als Minijobber bei ihm arbeitest, spart ihm eine Menge Geld, was er wahrscheinlich auch so handhabt.
Hast du die Schnauze voll (auf gut Deutsch), dann sucht er sich halt den nächsten Doofen, der sich ein paar Monate für ein Apfel und ein Ei zur Schnecke machen lässt.

Frag ihn klipp und klar (an einem pünktlich erschienenen Tag), ob und wann er dich fest einstellt. Wenn er das immer wieder rauszögtert, dann ist das nur Hinhaltetaktik und es wird monatelang so weitergehen, das kann ja nicht Sinn der Sache sein.
Du macht dich am Ende ja noch selbst kaputt damit.
Mit solchen Aktionen,wie einfach nicht erscheinen und nicht ans Telefon gehen macht es aber auch nicht einfacher, den Arbeitsvertrag zu bekommen, denn er muss sich ja auch auf dich verlassen können.
 
Jo, absolut rautiert. Er hätte nach dem Januargehalt Dir sagen können Job ja nein fertig. Dafür braucht er ja keinen Papierkram und der AV hätte ja nicht fertig auf dem Tisch liegen brauchen.

ABER Du hättest ein Zu- oder eine Absage gehabt. Er hat doch null Motivation daran etwas an der jetzigen Situation zu ändern und nimmt die Fehler die Du definitiv machst zum Anlass Dir die Schuld zuzuschieben.
So Aktionen wie frei nehmen und nicht ans Handy gehen gehen auch absolut garnicht, unabhängig davon was Dein AG mit Dir macht. Das ist dann Dein Fehlverhalten, auch wenn jeder (Außenstehende) für Dein Anliegen Verständnis hat. Wenn ers ablehnt kannst Du ja immer noch zum Arbeitsamt gehen. Im Notfall kannst Du auch sagen "ich mach nun trotzdem frei" [an einem Sonntag z.B.] und kommst nicht, dann weiss er aber wenigstens Bescheid. Mit nicht Handy drangehen und nicht kommen machst Du Dich einfach nur angreifbar.
 
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Nun, ich merke schon, die Meinungen hier gehen weit auseinander. Die einen meinen das ein Vollzeit Arbeitnehmer mit geringem Einkommen/behandlung/beachtung sollte Monatelang Fehlerfrei arbeiten und dem Chef immer Luft lassen, die anderen meinen das man sich das nicht lange bieten lassen sollte.

Ich habe den Mittelweg genommen, aber es bringt nix. Ich habe auch ehrlich gesagt kein Interesse einen Chef zu behalten, der so schluderig ist und nur an seinen Interessen arbeitet. Alle "nicht Cheftauglichen Arbeiten" werden mittlerweile auf mich übertragen. Rumsitzen, Quatschen, eher nachhause gehen, einen Tag frei nehmen und 1500€ Brutto verdienen ist nur den Vollzeit angestellten erlaubt. Der "geringfügig Beschäftigter" kann keine Rechte geltend machen, solange er hier und da mal hakt. Komme ich eine Stunde zu spät, gehe ich die nächsten Tage eben 2 Std früher zur Arbeit. Kostet ja nicht die Welt, nur meine Zeit und Einsatz.
 
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Sentionline schrieb:
Nun, ich merke schon, die Meinungen hier gehen weit auseinander. Die einen meinen das ein Vollzeit Arbeitnehmer mit geringem Einkommen/behandlung/beachtung sollte Monatelang Fehlerfrei arbeiten und dem Chef immer Luft lassen, die anderen meinen das man sich das nicht lange bieten lassen sollte.

Ich habe den Mittelweg genommen, aber es bringt nix. Ich habe auch ehrlich gesagt kein Interesse einen Chef zu behalten, der so schluderig ist und nur an seinen Interessen arbeitet. Alle "nicht Cheftauglichen Arbeiten" werden mittlerweile auf mich übertragen. Rumsitzen, Quatschen, eher nachhause gehen, einen Tag frei nehmen und 1500€ Brutto verdienen ist nur den Vollzeit angestellten erlaubt. Der "geringfügig Beschäftigter" kann keine Rechte geltend machen, solange er hier und da mal hakt. Komme ich eine Stunde zu spät, gehe ich die nächsten Tage eben 2 Std früher zur Arbeit. Kostet ja nicht die Welt, nur meine Zeit und Einsatz.

Dass Du mit dieser eklatanten Fehleinschätzung Probleme beim Erreichen schulicher Ziele und mit Deiner generellen Einstellung Probleme auf dem Arbeitsmarkt hast wundert mich nicht.
Nochmal - NIEMAND heißt das Gebahren Deines AG gut. Aber Du darfst Dich nicht eingreifbar machen. Denkst Du eigentlich Leute sagen das in ihrer Freizeit zum Spaß oder um Dich zu ärgern? Was denkst Du was passiert wenn Du zum AA gehst und erzählt denen was Dir widerfahren ist?
Dann kommen genau so Punkte vom AG und dann fragt dich das AA:
a.) Wieso haben Sie das solange mitgemacht?
b.) Wieso haben Sie uns nicht früher informiert?
c.) Wieso kamen Sie ständig zur spät zur Arbeit?
d.) Wieso kamen Sie zur spär zur Arbeit und haben nicht Bescheid gegeben?
e.) Wieso sind Sie garnicht zur Arbeit gekommen und haben nicht Bescheid gegeben?

Für Dich und auch für mich mögen diese Punkte alle gerechtfertigt sein aber Du hast Dich einfach angreifbar gemacht. Und weil Du ja gerade betonst, dass "Rumsitzen, Quatschen, eher nachhause gehen, einen Tag frei nehmen und 1500€ Brutto verdienen ist nur den Vollzeit angestellten erlaubt", Dir aber nicht - zumindestens im CB Forum scheinste ja ab und zu mal posten zu können.

NOCHMAL - und nur im Guten: NIEMAND heißt die Gebahren Deines AG's gut. Mach Dich nicht angreifbar, frag nach nem AV. Wenns keinen gibt, beschwer dich beim AA und gut ist. Es werden bessere Zeiten kommen.

Ein derartiges Verhalten des AG stellt einen erheblichen Verstoß gegen geltendes Recht dar. Du könntest ihn verklagen.
Willst Du bei ihm arbeiten? Dann frag nach nem Vertrag. Willst Du da nicht arbeiten? Beschwer dich beim AA und verklag ihn.

Man Man Man
 
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