Ab und zu plötzlicher Bluescreen und extrem langsames Booten

McHoff57

Cadet 3rd Year
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Hallo,
seit ca. 4-5 Tagen bootet mein PC nur noch sehr langsam, um die 5 Minuten, davor war es um die 1 Minute.
Dazu kommt dass seitdem bisher 3x der PC durch einen Bluescreen abgestürzt ist. Ganz plötzlich verzerrt sich das Bild und eine Sekunde später tritt der Bluescreen auf. Wo kann ich anfangen nach der Fehlerquelle zu suchen?
 
bsw.png
Ich hoffe du meinst das?
 
Die Übersicht wäre ganz gut, damit man sieht, ob die Fehlermeldung immer die gleiche ist.
 
Leider ist das der einzige der in den Zeitraum passt. Der Bluescreen von heute steht garnicht in der Liste.
 
Irgendwas übertaktet ? Lass mal Memtest+ einige male drüber laufen, wenn Fehler kommen, mach mal ein Foto wenn möglich.
 
Nichts übertaktet, habe Memtest+ ca. 3 Stunden laufen lassen, keine Fehler.
Ergänzung ()

Woran kann das denn grundsätzlich liegen? Die Bootzeit liegt zwischen 5-6 Minuten
Ergänzung ()

push
 
Mit welcher Begründung soll ich sie sofort austauschen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast den Bluescreen bekommen, weil die Festplatte nicht schnell genug reagiert hat. Wie FireW schon angedeutet hat: die Platte ist in einem sehr schlechten Zustand (u. A. schwebende + unkorrigierbare Sektoren).
 
Der Langzeittest von SeaTools sagt das gleiche, ich soll versuchen mit der DOS Version diesen nochmal durchzuführen.
Jedoch muss ich noch warten, da ich zurzeit keine externe Festplatte zur Datensicherung zur Verfügung habe.
Gibt es denn Hoffnung oder muss ich sie 100%ig einschicken?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bezüglich der Deutung der SMART Werte (C5 und C6) möchte ich jemanden zitieren, der mehr Ahnung als ich von der Materie hat: https://www.computerbase.de/forum/threads/wdc-wd10eacs-unkorrigierbare-sektoren.832882/#post-9043967

Ernst@at schrieb:
...
"Pending Sectors" sind jene, welche schlecht gelesen werden konnten, genauso wie "Offline Uncorrectable", die die Platte, wenn ihr langweilig war, bei der Durchsuche von selbst entdeckte. Diese können erst bei einer Neubeschreibung getestet werden und sind dann entweder in Ordnung, oder kommen zu den ausgeschiedenen.
...
Ob man jetzt lieber ein Tool zum Auslesen benutzt, welches 500 Pending Sectors als nicht weiter interessant findet, oder eines, welches schon beim ersten Anzeichen zur Vorsicht (und regelmäßiger Weiterbeobachtung) mahnt, ist Ansichtssache, denn spätestens wenn die interne Bewertung der Fehlerhäufigkeit den Schwellwert erreicht, melden alle Tools einen Defekt, aber dann kann es schon zu spät sein.
...
Auch sind einige wenige ausgelagerte Sektoren kein Grund zur Annahme, es wäre jetzt Feuer am Dach, solange die Werte nicht exzessiv ansteigen. Das kommt meist davon, dass die HDD erst nach und nach befüllt und diese Bereiche dann erst verwendet werden. Profis checken die Platten vorher komplett durch, bevor sie überhaupt wo eingebaut werden.
 
Grundsätzlich ist das, was Ernst@at schreibt richtig, wenn man sich nur die SMART-Werte anschaut. Hier kommt aber noch dazu, dass die Platte teilweise nicht mehr auf Befehle reagiert und es zu Bluescreens kommt.

Ich habe hier auch so ein Beispiel liegen: Eine 2TB Platte die immer in einem RAID-1 Verbund lief, hat ein paar defekte Sektoren angezeigt (6 waren es glaube ich). Dann wurde sie irgendwann aus dem Verbund rausgeschmissen. Mit HDAT2 habe ich dann festgestellt: Werden Daten am Ende des Speicherbereich geschrieben/gelesen rattert die Platte wie ein Weltmeister und nimmt kaum noch Befehle an. Andere Tools geben da schon auf und erkennen die Platte nicht mehr. Die Platte ist also nicht mehr zu gebrauchen (zumindest nicht der letzte Teil). Trotzdem liegt die Anzahl der defekten Sektoren immer noch unter 20.
 
Darlis schrieb:
Hier kommt aber noch dazu, dass die Platte teilweise nicht mehr auf Befehle reagiert und es zu Bluescreens kommt.

Der einen Dump ist (leider) kein eindeutiger Hinweis zu entnehmen, dass es zu Festplattenproblemen gekommen ist (das Gegenteil kann allerdings auch nicht ausgeschlossen werden).
Aber woher weist du, dass die Platte nicht mehr auf Befehle reagiert?
Im Betrieb scheint es ja keine Probleme zu geben.

McHoff57 schrieb:
Jedoch ist scheinbar nur der Bootvorgang davon betroffen, im Betrieb funktioniert die Festplatte ganz normal und ohne bemerkbaren Geschwindigkeitsverlust.

Bitte verstehe mich nicht falsch, ich bin mir nur nicht sicher, ob es tatsächlich an der Platte liegt. Wenn die (spürbaren) Probleme nur beim Booten auftreten, könnte es auch etwas anderes sein.
Mein erster Gedanke ging auch in Richtung Platte, deshalb habe ich ja die Überprüfung der Platte angeraten.
 
Ein Experte im Bereich Windows-Debugging bin ich nicht, aber der Fehler ist beim Zugriff auf eine Datei entstanden bzw. bei Abbruch:
Code:
nt!KeBugCheckEx
nt!KiBugCheckDispatch+0x69nt!KiPageFault+0x260
nt!IopCancelApcRequired+0xf2
nt!IopCancelIrpsInThreadListForCurrentProcess+0x88
nt!NtCancelIoFileEx+0xda
nt!KiSystemServiceCopyEnd+0x13
Natürlich könnte auch der IDE/AHCI-Treiber defekt sein, der müsste dann neu installiert/aktualisiert werden.
Es kann aber auch sein, dass die Platte nur in dem Bereich, in dem die Bootdateien liegen, beschädigt ist. Man könnte die Platte z.B. mit HDAT2 überprüfen (Read/Write/Read). Es kann aber auch sein, dass die dann komplett den Geist aufgibt. Also Daten sichern!
 
nt!IopCancelApcRequired+0xf2
nt!IopCancelIrpsInThreadListForCurrentProcess+0x88
nt!NtCancelIoFileEx+0xda

Hier sieht es nach Problemen in der IRP und APC Routine aus. Diese Routinen/Aufrufe werden regelmäßig von Treibern genutzt.
Würde vielleicht dann eher in die Richtung IDE/AHCI Treiber gehen.

Darlis schrieb:
Es kann aber auch sein, dass die dann komplett den Geist aufgibt. Also Daten sichern!

Das sollte er auf jeden Fall machen.
 
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