macht es sinn in einem unternehmen zu arbeiten, was es mir fast unmöglich macht genug geld für meinen lebensunterhalt zu verdienen? Und 1200€ sind für eine familie mit kindern einfach zu wenig.
Ich bitte dich etwas auf dem Teppich zu bleiben. Der Lokführer bei der DB AG hat einen Brutto Stundenlohn von round about 20€ (je nach Alter, Erfahrung, ...).
Das Jahreseinkommen eines Lokführers bei der DB AG liegt zwischen 31.000 und 33.000 Euro im Jahr. Das macht im Monat 2583 bis 2750 Euro brutto. Netto kommen da selbst bei einem Single ohne Kinder ca. 1600 Euro raus.
Also bitte, von einem Lohn der nicht zum Lebensunterhalt reicht, kann keine Rede sein! Hier wird gerne von Seiten der GDL überdramatisiert.
die heutige jugend ist sehr sensibel auf die einkommensmöglichkeiten geworden, wenn die bei der bahn nicht stimmen wird spätestens dann wenn diese jugend groß geworden ist die bahn die löhne erhöhen müssen, um überhaupt noch arbeiter zu bekommen.
Ich denke die heutige Jugend hat vielfach eine völlig falsche Einstellung zum Lohn! Wer 1600 Euro als wenig empfindet, der muss sich wirklich mal fragen in was für Relationen er eigentlich lebt.
wenn du von der schwächung der volkswirtschaft sprichst, dann ist eine privatisierung so ziemlich das allerdümmste, was man tun könnte um eine solche zu verhindern.
Die Bahn ist bereits privatisiert. Diese Entwicklung konnte weder ein Herr Mehdorn noch die TRANSNET, GDBA oder GDL beeinflussen. Alle diese Parteien müssen sich nun aber mit den Gegebenheiten abfinden und auf Basis der heutigen Rahmenbedingungen Lösungen finden.
gäbe es also solche gegenströmungen wie die GDL nicht, wäre der volkswirtschaftlcihe schaden immens größer als ohne solche.
Sorry aber das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen!
Was haben die Tarifforderungen der GDL mit der Privatisierung der DB AG zu tun?
Wenn es keine privatisierte DB AG gäbe, dann hätte die GDL nichts zu melden. Die GDL profitiert also von der Privatisierung und wirkt ihr nicht entgegen.
meint die GDL also jetzt, sie könne nach belieben alles lahmlegen, so wäre ich mit einem erneuten streikverbot im fernverkehr durchaus einverstanden, weil es nicht sinn eines streiks ist, solch kollateralschaden zu verursachen. allerdings denke ich dass die GDL wohl schlau genug ist, es nicht soweit kommen zu lassen.
Wollen wir hoffen, dass die GDL dies auch so sieht. Allerdings befürchte ich, dass es anders kommen wird.
Die DB AG hat bereits mehrfach deutlich klar gemacht, dass es keinen vollkommen losgelösten Tarifvertrag für die GDL geben wird. Damit bewegt sie sich im Rahmen der Vereinbarungen die Resultat des Moderatorenverfahrens waren, denn dies beinhaltete, dass die GDL mit der TRANSNET zusammen eine Lösung findet.
Die DB AG selbst wäre auch gerne bereit weitere Streiks in Kauf zu nehmen um dieses Ziel zu erreichen. Letztlich wird es wohl die einzige Chance für die GDL sein wenn sie den Druck auf die DB AG erhöht indem sie dafür sorgt, dass nicht nur die DB AG Opfer des Streiks wird. Und daher denke ich, dass es wohl zu derartigen Kollateralschäden kommen wird, wenn die Bahn nicht vorher klein bei gibt und sich die Tarifforderungen der GDL aufzwingen lässt.
Die GDL zeigte ja bereits bei den letzten Streiks, dass sie diese Schäden auch in Kauf nimmt. Oder denkst du es gab keine "Opfer" bei den Streiks im Regionalverkehr? Was meinst du wie viele Arbeitnehmer an den Streiktagen nicht zur Arbeit kommen konnten bzw. mehrere Stunden Anfahrtsweg in Kauf nehmen mussten.
/edit:
Zur Kompromissbereitschaft der Bahn:
Die Bahn war bereit die Tarifabschlüsse mit TG und GDBA noch zu erhöhen. Sie war ferner bereit Lokführern die durch ihre Arbeit besonders belastet werden (unregelmäßige Arbeitszeiten, viele Fahrten ins Ausland, ...) Sonderleistungen zukommen zu lassen. Ferner hat sie immer erklärt, dass dies ihre Verhandlungsbasis ist und alles weitere am Verhandlungstisch entschieden werden soll.
Einziger Punkt wo die DB AG nicht kompromissbereit war und ist: Es wird keinen
eigenständigen Tarifvertrag für die GDL geben.
Nun die GDL verharrt seid Monaten auf ihren Forderungen. Sie fordert offiziell noch immer 31% mehr Lohn und lässt selbst nach den Morderationsgesprächen nicht von der Forderung nach einem völlig losgelösten Tarifvertrag nicht ab.
Ferner ist die GDL seid Wochen nicht bereit Verhandlungen mit der DB AG aufzunehmen.
In meinen Augen ist es die GDL die sturr und nicht Kompromissbereit ist, nicht die DB AG.