AC Speicher für bestehende PV Anlage

SaxnPaule

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Hallo Community,

ich wurde gefragt, welchen Speicher ich für eine bestehende PV Installation empfehlen würde.
  • Richtige PV Installation (kein BKW) ohne hybrid WR
  • Kein Smart-Home vorhanden
  • Soll Plug n Play funktionieren
  • Speicher soll zwischen 4 und 6kWh haben und verbrauchsabhängig regeln können.

Ich denke der Marstek Venus E 3.0 in Kombination mit einem ecoTracker oder Shelly Pro 3 EM sollte P/L mäßig recht gut sein.
Einstecken, in der App mit dem Smartmeter verbinden, im MaStR registireren, fertig.

Oder habt ihr noch bessere Vorschläge?

Wie sieht es mit der Anmeldung bei solchen AC Speichern aus? Kann man die Dinger mit 800W Ausgabeleistung selbst anmelden? Was ist bei 2500W Ausgabeleistung?
 
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Moin ich habe eine SolarEdge PV-Anlage auch ohne Hybrid-Wechselrichter und stand vor ien paar Jahren vor der Herausforderung "Wie einem Batteriespeicher nachrüsten?".

Ich habe es einphasig mit der Schieflastgrenze von 4,6 kVa wie folgt umgesetzt:

  • Victron Energy MultiPlus-II 48V 6K5 100-50 GX
  • VM-3P75CT Energiemeter
  • 4x Pytes V5a LiFePO4-Batterie 5,12kWh

Die effektive Entladeleistung liegt bei ca. 4900 Watt, was mir bei meinem Use-case zu Hause ausreicht. Mit einem Deye Wechselrichter kann man es auch dreiphasig umsetzen und diesen als Batterielader missbrauchen. Fand ich nur etwas teuer im Vergleich zu dem Victron Setup :-D


Wenn du wirklich etwas "Plug n Play" suchst, dann musst du tiefer in die Tasche greifen:
https://sax-power.net/produkte/sax-power-home-5-8kwh/
Wird AC-Seitig vom Elektriker installiert und funktioniert einfach :-)
 
Weby schrieb:
Wenn du wirklich etwas "Plug n Play" suchst, dann musst du tiefer in die Tasche greifen
Ist denn der von mir verlinkte Venus-E nicht plug n Play? Knapp 1.000 EUR für 5kWh finde ich preislich schon okay, dafür dass man nix basteln muss.
 
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Klugscheißerei. Ja, natürlich ist es ein DC Speicher. AC gekoppelt.
Ich ging davon aus, dass jeder der halbwegs Ahnung von der Materie hat, weiß was gemeint ist.

Vielleicht kannst du ja noch etwas Sinnvolles zum Thema beitragen.
 
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SaxnPaule schrieb:
Ist denn der von mir verlinkte Venus-E nicht plug n Play? Knapp 1.000 EUR für 5kWh finde ich preislich schon okay, dafür dass man nix basteln muss.
Absolut. Selber basteln geht schon, hat sich vor 3 Jahren auch noch richtig gelohnt. Inzwischen ist es das kaum noch wert
 
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Preis/Leistung sieht bei dem Marstek schon gut aus, zusammen mit einem Shell bist da dann bei etwa 1275 EUR.
Zum Vergleich mit Victron und Pylontech wären es etwa 1625 EUR.

Victron Energy Multiplus II GX 48V - 5000VA - 70A
747,86 €​
PYLONTECH US5000-1C 48V 4.8kWh
735,25 €​
Victron Energy VM-3P75CT
126,00 €​
PYLONTECH US2000 / US3000 / US5000-1C Solarbatteriekabelpaket
16,76 €​

Hier wäre die Leistung allerdings auch etwas höher: 4,2kW Ausspeisen (20A Schieflastgrenze in Deutschland) und 3,6kW Ladeleistung.

Den Multi muss man allerdings auch konfigurieren können, aber da gibt es zahlreiche Anleitungen und ich kann dich da gerne auch unterstützen.
 
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Die Venus-E Lösung liegt bei ~1.000 EUR Straßenpreis inkl. ecoTracker.

Ich will mich mit dem Support gar nicht beschäftigen. Ich möchte guten Gewissens eine Lösung empfehlen, die der jenige bestellen und anschließen kann.

Die 2,5kW Entladeleistung sind auch absolut ausreichend. Wir reden hier ja nur über 5kWh Speicherkapazität.
 
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Das genannte MARSTEK Venus E Gen 3.0 Gerät kann nur mit max. 2500 Watt Laden und Entladen. Mir persönlich wäre dies zu wenig, außer man will nur das Grundrauschen vom Kühlschrank und Standby-Geräte in der Nacht abdecken.
 
Weby schrieb:
außer man will nur das Grundrauschen vom Kühlschrank und Standby-Geräte in der Nacht abdecken
Genau darum geht es. Hausbewohner sind tagsüber nicht da und es soll nur das abendliche Standardprogramm (TV, Licht, ...) abgedeckt werden.

Da bringt eine höhere Entladeleistung auch nix, wenn dann der Akku 22 Uhr schon leer ist.

Der Marstek war aber nur das Ergebnis meiner Recherche. Evtl. hat ja jemand noch Erfahrungen mit anderen PnP Lösungen und kann die als Option mit in die Runde werfen. Hoymiles, Anker und Zendure haben ja auch entsprechende Lösungen.
 
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Wäre noch wichtig zu wissen, welche PV-Leistung die vorhandene Anlage hat und wie sie angebunden ist (1-phasig/3+phasig).
Der Marstek Venus E ist ein einphasiger Speicher, kann also nur einphasig geladen werden und auf einer Phase abgeben. Aus der Venus E 5,12 kWh bekommt man so in der Regel rund 4,5 kWh heraus, weil eine Entladetiefgrenze von 88% fix vorgegeben ist. Mit einem Marstek-smartmeter (ct002) kann man auch noch weitere Venus E auf den anderen Phasen nachrüsten (Max. 9 Stück) , die dann alle vom smartmeter gesteuert werden. Bei Fremdsmartmetern geht in der Regel nur 1 Venus zu steuern, mehrere nur per Kaskadenschaltung und weiteren smartmetern in der Kaskade).

Die Venus E hat auch keine vollwertige USV-Funktionalität, weil nur eine Backup-Steckdose für 2.500 Watt vorhanden ist, die bis zum Aufbrauchen der nutzbaren 4,5 kWh nur liefert.

Technisch eleganter sind die neuen 3-phasigen Speicher der Konkurrenz, welche neu eine echte USV-Funktion haben und die Solaranlage bei Stromausfall weiter laufen lässt (Inselbetrieb). Kosten zwar rd. 1.500€, aber dieser Aufpreis ist es dem Interessenten vielleicht wert. Damit hätte er sein ganzes Haus mit Notfallstrom abgesichert.

So als Einstieg geht auch eine Venus E. Verkaufen kann man die ja immer wieder, wenn man einmal mehr möchte. Man sollte nur auf ein sehr gutes WLAN-Signal am Standort achten oder besser auf LAN gehen, weil die Venus E echt schwaches WLAN hat und es Probleme mit dem Zusammenspiel smartmeter zu Venus E geben kann (eine sehr häufige sporadische Fehlerquelle). Mit der jüngsten Firmware (V148) ist sogar die App echt brauchbar.
 
ThomasK_7 schrieb:
Wäre noch wichtig zu wissen, welche PV-Leistung die vorhandene Anlage hat und wie sie angebunden ist (1-phasig/3+phasig).
Irgendwas zwischen 10 und 15kW. Gehe also von 3-phasig aus

ThomasK_7 schrieb:
Der Marstek Venus E ist ein einphasiger Speicher, kann also nur einphasig geladen werden und auf einer Phase abgeben.
Ist mir bewusst.

ThomasK_7 schrieb:
Die Venus E hat auch keine vollwertige USV-Funktionalität
Ist mir bewusst. Wird nicht benötigt/gewünscht

ThomasK_7 schrieb:
Technisch eleganter sind die neuen 3-phasigen Speicher der Konkurrenz, welche neu eine echte USV-Funktion haben und die Solaranlage bei Stromausfall weiter laufen lässt (Inselbetrieb). Kosten zwar rd. 1.500€, aber dieser Aufpreis ist es dem Interessenten vielleicht wert.
Kannst du das bitte mal verlinken? 3-phasig ist dann aber sicher kein Plug n Play mehr und muss vom Elektriker installiert/abgenommen werden. Der Preis klingt jedoch ziemlich gut und es wäre tatsächlich eine Überlegung wert das Feature mitzunehmen.

ThomasK_7 schrieb:
Man sollte nur auf ein sehr gutes WLAN-Signal am Standort achten oder besser auf LAN gehen, weil die Venus E echt schwaches WLAN hat und es Probleme mit dem Zusammenspiel smartmeter zu Venus E geben kann
m.E. ein Pluspunkt für Venus-E.
Schuko Steckdosen hat man überall im Haus. LAN Dosen auch. Somit ist man sehr flexibel bei der Aufstellung.

ThomasK_7 schrieb:
Mit der jüngsten Firmware (V148) ist sogar die App echt brauchbar.
Die App wird hoffentlich nur einmalig zur Einrichtung benötigt.
 
Schau dir Zendure an.
Den Speicher kann man auch ganz einfach Nachrüsten, indem man das Hauptgerät über die Erweiterung drauf stappelt. Bis 5 Stück.
Mit HEMS kann man eine Nulleinspeisung realisieren (unterstützt Shelly 3EM, sowie diverse Steckdosen).

Ich habe den Solarflow 800 Pro und Plus (war preislich günstiger als der verlinkte, aber halt weniger Lade/Entlade-Leistung) und steure ihm in HA (offizielles HACS AddOn vorhanden). Kann zumindest 2x 800W Einspeisen 😉
 
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