Beim Lesen der Kommentare hatte ich den Eindruck, dass die etliche nicht wissen, was Markdown überhaupt heißt und wozu es gut ist.
Mal als Startpunkt die
Wikipedia-Seite: Die Kernidee hinter Markdown ist, dass der Ersteller weiterhin alles in einfachen Text halten kann. Aber ein paar Zeichen zu einer anderen Formattierung sorgen, z.B. hebt "# Überschrift" eine Zeile dick vor.
Der Editor dieses Forums (basierend auf phpBB) funktioniert im Grunde genommen nicht anders. Der unerfahrene Nutzer wird im Menü auf das Icon "Fett" drücken, wenn er Fettdruck will. Der erfahrene phpBB-ler tippt direkt [ b ] und [ / b ] (ohne Leerzeichen) um den Abschnitt, der fett gedruckt werden soll. Sprich er ergänzt speziellen Text, der dann als Formattierungshinweis interpretiert wird.
Nun: Wozu braucht man das? Ein typischer Anwendungsfall sind Doku-Seiten zu Quellcode. Würde man das rein mit ASCII-Zeichen machen, fehlt irgendwann doch die Übersichtlichkeit. Gleichzeitig haben rein auf Text basierte Dateien den Vorteil, dass man die sehr gut per Textvergleich auf Änderungen prüfen kann. Spätestens wenn man ein ausgefeiltes Revisionsmanagement hat (Git / SVN z.B.), sind solche textbasierten Vergleiche viel wert.
Markdown kombiniert sozusagen das beste aus beiden Welten. Die ursprüngliche Datei bleibt im Editiermodus reiner Text, und fügt sich damit ideal in die textbasierte Welt der Quellcodes und Git-Codeverwaltung ein. Andererseits kann man mit einem Klick auf "Lesemodus" umschalten und hat dann auf einmal Überschriften, Aufzählungslisten, und vieles mehr.
Was heißt das für den Artikel: Microsoft erfindet nicht das WordPad neu. Sondern möbelt nur den Editor auf, dass es einen 20 Jahre alten Standard nutzen kann. Wo man Microsoft genausogut vorwerfen könnte: Warum erst jetzt

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