Deadlock
Lt. Commander
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Moin zusammen,
Vorgeschichte
Ich wollte Partitionsgrößen auf einem RAID1 unter Windows ändern. Das Drittanbietertool ist gecrashed, woraufhin das System nicht mehr bootet. Meine Behebungsversuche haben definitiv nichts verbessert.
Ziele
Alles plattzumachen und eine frische Installation von Windows 11 zu machen. Da hängen Arbeitswochen von Konfigurationsaufwand in der Teleskopsteuerung usw. dran.
Hardware
Dokumentierung der Schritte seit Eröffnung dieses Threads:
Diesen Punkt werde ich entsprechend erweitern, so dass der Status immer hier ablesbar ist.
Jop, ich habe ziemlich verkackt und bin mit meinem Latein eigentlich schon länger am Ende. Bitte Hilfe
Danke und viele Grüße,
Deadlock
Vorgeschichte
- Ich bin Linux-Admin einer AG an der Uni. Ab und an kommen Leute auf mich zu, weil ich gerne und gut PCs zusammenstelle. So habe ich 2020 einen Windows-PC zur Steuerung usw. eines Teleskops hier zusammengestellt. Zwecks Ausfallsicherheit der Daten und Einstellungen hat das Teil ein RAID 1 aus 2TB großen Intel-NVME-SSDs.
- Nun sollte der PC von Windows 10 auf Windows 11 geupgradet werden. Dazu war die OS-Partition mit 100GB zu klein. Kein Problem, dachte ich, muss man einfach nur die sowieso kaum genutzte Partition mit den Beobachtungsdaten verkleinern und die OS-Partition vergrößern. Das geht unter Windows verwunderlich umständlich und nur mit Drittanbieter-Tools, insbesondere angesichts des RAID1.
- Partitionsvergrößerung über Acronis Irgendwas angeworfen und über Nacht laufen lassen -> Crash. Mist.
- Über einen Linux-Bootstick nachgesehen: Die Daten sind alle noch da. Gut.
Jetzt beginnt das Chaos. - An diesem Punkt hätte ich ein Image der OS- und Datenpartition machen sollen. So viel habe ich mittlerweile gelernt.
- Stattdessen habe ich, soweit ich mich erinnere, weil sich das jetzt schon über 3 Wochen zieht, in etwa folgendes gemacht:
- Ich wollte das RAID1 auflösen, um die Partitionen einfacher verändern zu können. Also habe ich die Partitionen auf SSD2 gelöscht (nicht überschrieben).
- Partitionen auf SSD1 auf die korrekte Größe verändert. Die Daten sind immer noch da. Gut.
- Windows 10 bootet nicht, weil das Windows-Tool irgendwas zerschossen hat.
- Ich versuche, mit dem Linux-ISO bootrepair den defekten Windows-Bootmanager zu reparieren. Kein Erfolg.
- Ich versuche, mit einem Windows 11- und einem Windows 10-Bootstick, dem Terminal bei "Computerreparatur" und diskpart den Bootmanager erst zu überreden, das vorhandene OS zu erkennen und zu booten. Später versuche ich, den Bootmanager neu zu installieren. Alles erfolglos. In dem Zuge konvertiere ich fröhlich Partitionseigenschaften (ja, das war richtig dumm, ich weiß) im Rahmen von Anleitungen im Internet, die immer an obskuren Fehlermeldungen scheitern.
- Gut, dann kann ich ja auch direkt einfach Windows 11 auf die 2. SSD installieren und später die Bootpartition transplantieren... Oder irgendwie so. Dachte ich. Der Stick erkennt nicht mehr, dass irgendwelche Datenträger installiert sind. Hervorragend.
- Ich lasse mir das Gerät von der mittlerweile wirklich unangenehm kalten Beobachtungskuppel in mein Büro verfrachten. Hier kann ich Lösungen nicht nur von meinem Smartphone ansehen, sondern sogar produktiv auf CB nachfragen...
- Ich verbaue eine dritte SSD, auf der ich sowohl Windows 11 als auch Xubuntu 24 installiere. Damit sollte ich ausreichend Diagnose- und Reparaturmöglichkeiten haben.
- Gerade lasse ich auf SSD2 (wo an sich nur die Partitionstabelle gelöscht wurde) unter Xubuntu von SSD3 die Datenrettung von GParted laufen. Die auf SSD2 sichtbaren Partitionen sind: 100MB EFI, 1MB LDM metadata partition, 127MB Microsoft reserved partition, 1,86TB LDM data partition.
Ich wollte Partitionsgrößen auf einem RAID1 unter Windows ändern. Das Drittanbietertool ist gecrashed, woraufhin das System nicht mehr bootet. Meine Behebungsversuche haben definitiv nichts verbessert.
Ziele
- Windows 10 mit bereits erfolgten Änderungen der Partitionsgrößen wieder zum Starten bewegen
- RAID 1 erneut aufsetzen
- Auf Windows 11 upgraden
- Alternativ: "Daten retten, den PC ohne RAID 1 neu aufsetzen, Daten einspielen"
Alles plattzumachen und eine frische Installation von Windows 11 zu machen. Da hängen Arbeitswochen von Konfigurationsaufwand in der Teleskopsteuerung usw. dran.
Hardware
- Ryzen 7 3700X
- 16GB RAM
- ASRock B450 Steel Legend
- 2x Intel SSD 660p 2TB, ehemals im Software-RAID1
Dokumentierung der Schritte seit Eröffnung dieses Threads:
Diesen Punkt werde ich entsprechend erweitern, so dass der Status immer hier ablesbar ist.
- Datenrettung von GParted auf SSD2 angeworfen... Und nach 48h ergebnislos abgebrochen.
- Images der beiden SSDs auf eine externe HDD gezogen
- GParted -> Partition -> Check für die OS- und Datenpartition auf SSD1 ermöglicht das Mounten der Windows- und der Datenpartition.
- Alle Datenträger bis auf SSD1 entfernt, mit Windows-Bootstick in die Eingabeaufforderung gebootet, ich folge jetzt Anleitung 1
-
endet mit "Zugriff verweigert". Zur Lösung folge ich Anleitung 2Code:
bootrec /fixboot -
zeigt mir unter "Status" für die SSD1 "ungültig" an, außerdem ist der Datenträger dynamisch und vom Typ GPT.Code:
list disk - Versuch via testdisk und Anleitung 3, SSD1 von einem dynamischen in einen "basic"-Datenträger umzuwandeln.
Zwischenergebnis:
The harddisk (2048 GB / 1907 GiB) seems too small! (< 3572 GB / 3327 GiB)
Check the harddisk size: HD jumper settings, BIOS detection...
The following partitions can't be recovered:
Liste von vier Partitionen, von denen eine in Klammern den Partitionsnamen dran hat
Was nun? - Installation von Windows 11 auf SSD2, rsync der gemounteten OS- und Datenpartition aus Schritt 3
- Windows 11 bootet nicht, Reparatur mit Bordmitteln ändert nichts.
Aus Gründen zeigt mir diskpart keine Partition an, die den Laufwerksbuchstaben C hat. Das gefällt Windows nicht. bootrec /fixmbr funktioniert, bootrec /fixboot streikt. Nach Schritt 6 von Anleitung 2 ist der Booteintrag verschwunden und der PC bootet direkt ins UEFI.
Jop, ich habe ziemlich verkackt und bin mit meinem Latein eigentlich schon länger am Ende. Bitte Hilfe
Danke und viele Grüße,
Deadlock
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