Ärger mit Inkassounternehmen

methadron

Commander
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Ahoi,

ich habe gerade ziemlich Ärger mit einem Inkassounternehmen. Der Fall liegt schon ein paar Jahre zurück. Bei einem Handyanbieter einen Vertrag abgeschlossen, irgendwann kam der Anruf, dass ich in einen günstigeren Vertrag wechseln könne, dazu würde der alte auf 15€ Grundgebühr gesetzt, die mir im neuen Vertrag gutgeschrieben würden. Das ganze hat nicht funktioniert und ich habe den neuen Vertrag widerrufen und den alten gekündigt. Anstatt der ursprünglichen Kündigungsfrist hat sich mein Vertrag dann wieder um zwei Jahre verlängert und der Anbieter war nicht in der Lage auf meine Beschwerde einzugehen. Also habe ich die Zahlung eingestellt und dem Mahnbescheid widersprochen. Dann habe ich zwei Jahre nichts gehört und gedacht, dass es sich erledigt hat, bis ich einen bitterbösen Brief von einem Anwalt im Briefkasten hatte, Inhalt ungefähr "zahlen Sie oder es wird richtig teuer". Ich habe dann den Widerspruch zurück genommen und mich mit dem Anwalt auf Ratenzahlung geeinigt. Zwei Wochen später hatte ich dann den Vollstreckungsbescheid im Briefkasten und der Anwalt reagierte nicht auf meine Schreiben. Drei Wochen später hatte ich dann ein Schreiben eines Inkassounternehmen im Briefkasten und mein Konto wurde gepfändet. Ich habe mich dann an das Inkassounternehmen gewendet und auf die Ratenvereinbarung verwiesen, keine Reaktion. Das Konto also in ein Pkonto umgewandelt und immer fleißig die Raten per Dauerauftrag gezahlt. Laut meiner Bank liegt der gepfändete Betrag bei 411€, von denen ich mittlerweile 300€ abbezahlt habe. Nach diversen Briefen des Inkassounternehmens inkl einer Ratenvereinbarung (wozu) und der Androhung den Gerichtsvollzieher zu schicken habe ich heute mal wieder Post bekommen, dass nachdem ich die 300€ getilgt habe noch 250€ offen sind, die ich binnen einer Woche zu zahlen habe, ansonsten würde man das gerichtliche Mahnverfahren gegen mich einleiten.
Mittlerweile geht mir dieses Inkassounternehmen unfassbar auf den Keks, auf meine Mails bekomme ich nur Textbausteinbriefe zurück und scheinbar weiß da niemand was eigentlich los ist.
Meine Sorge ist jetzt, dass die Pfändung nach Zahlung der Letzten Rate nicht entfernt wird, sondern ständig weitere Forderungen erfunden werden.
Was kann ich tun, um mich zu wehren?
 
Bisschen spät aus den Hufen gekommen.

Als erstes solltest Du Dir vom Inkassounternehmen die offenen Forderungen detailliert zeigen lassen. Dazu sind sie zwingend verpflichtet.

Und zum Rest. Schwer zu sagen so aus der Ferne und anhand Deine Schilderung. In der Geschichte lief wohl so einiges schief.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast gekündigt, der Anbieter hat auf die Kündigung nicht reagiert? Deswegen hast du die Zahlungen eingestellt, bis sich irgendwann ein Anwalt gemeldet hat?

Wenn die Kündigung korrekt war, wieso hast du überhaupt einen Cent bezahlt?
 
Die Kündigung war eben nicht korrekt, durch die Vertragsänderung entstand eine neue 24 Monatsbindung. Eines der Sachverhalte, der in dem Text klar zu verstehen ist.
 
Er hat den neuen Vertrag doch widerrufen. Und den alten gekündigt.

Ansonsten stelle ich doch nicht einfach so Zahlungen ein, wenn ich genau weiß, dass der Vertrag gültig ist. Da ist es doch völlig klar, dass man damit nicht durchkommt und eh zahlen muss.
 
Um kurz auf den Vertrag einzugehen, auch wenn das ganze zwar der Auslöser war, aber mittlerweile (leider) für den Fall unerheblich ist. Mir wurde nicht gesagt, dass sich durch die Änderung auf 15€ im Monat die Laufzeit zurück setzt, wäre ja auch alles nicht so schlimm gewesen, hätte der neue Vertrag so funktioniert, wie versprochen. Ich habe den alten fristgerecht gekündigt, bis es dann seitens des Anbieters hieß, dass der noch 1 Jahr laufen würde, wogegen ich mehrfach schriftlich Beschwerde eingelegt habe.
@Blubbs: ich habe zwei Forderungsaufstellungen eine vom Pfändungsbescheid und eine aktuelle, das Problem ist, dass die Zahlen auf nicht identisch sind. Ich komme auch irgendwie nicht weiter mit denen, es kommen immer nur Textbausteinbriefe, die mit der Thematik nichts zu tun haben.
 
Nicht falsch verstehen, aber bei solchen Summen hätte ich mich schon nach der ersten Forderung an einen qualifizierten Rechtsbeistand gewendet, damit der sich dann um sowas kümmert. Mit Nachdruck wenn es denn sein muss.

Was sollen die Leute dir denn sagen? Sie kennen keine Fristen, keine Auflistung aus den Schreiben und auch keine sonstigen Details. Inkassounternehmen sind das Letzte (imao) und die machen auch nicht den Anschein, als würden sie dich aktuell ernst nehmen.

Ich bin bei rechtlichen Auseinandersetzungen eh kein Freund von E-Mails, schon allein der Beweisbarkeit wegen. Ja, Briefe kosten Geld, aber bei solchen Beträgen, was machen da ein paar Euro?

Edit: Falls du keine Rechtsschutzversicherung hast, versuch es doch mal mit dem Verbraucherschutz. Eine Erstberatung beim Anwalt kostet auch nicht die Welt. Aber dann hast du wenigstens Sicherheit.
 
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wär mir neu das ein inkassounternhemen mal eben so dein konto verpfänden kann
meine da muss schon mehr passieren und du müsstest vorher mal besuch vom gerichtsvollzieher bekommen haben!?!?
 
@ damn80

So sieht's aus. Der TE erzaehlt so einiges nicht. Eine Bank darf einem Inkasso-Unternehmen keinen Zugriff gestatten. Gut moeglich, dass der TE seine Post nicht geoeffnet hat und ihm damit entgangen ist, dass er haette Widerspruch einlegen muessen.

So, wie das geschildert wird, ist es schlicht nicht glaubwuerdig.
 
@ Bazza2006

Was willst du uns mit diesen Links jetzt sagen? Die beweisen nur, dass Pfaendungen stattfinden -- was niemand bestritten hat. Was wir bestreiten, ist, dass ein Inkasso-Unternehmen das einfach selber machen kann. Ohne Vollstreckungstitel wird das schon mal gar nichts, heisst, man hatte vorher Zeit, davon Notiz zu nehmen.

Das ist der Knackpunkt. Das Konto wird nicht einfach so gepfaendet, ohne dass man darueber informiert worden waere, und schon gar nicht von einer privaten Koerperschaft.
 
Bitte bitte lies meinen Text nochmal genau. Natürlich liegt der Vollstreckungsbescheid vor. Darum geht es auch überhaupt nicht, ich habe direkt von Anfang an nicht richtig gehandelt, bzw hätte sofort zum Anwalt gehen müssen.
Ich möchte auch keine Tipps, was ich besser hätte machen können, sondern was ich in der jetzigen Situation unternehmen kann, so dass das Inkassounternehmen nicht einfach weitere Forderungen stellt.
Der Pfändungsbetrag liegt bei 411€, davon habe ich 300€ abbezahlt, gestern kam ein Schreiben, dass noch über 200€ offen sind.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch bei einer titulieren Forderung einfach willkürlich Gebühren erhoben werden dürfen, die ich zu zahlen habe, da sonst die Pfändung nicht aufgehoben wird.
 
Das dürfte am besten mit einem Anwalt zu klären sein, dem Du dann alle Unterlagen vollständig vorlegen solltest.
 
Stimmt, da war was . . . wobei du eigentlich vorher, schon vor dem Titel, darueber haettest informiert werden muessen. Mahnung und so. Wenn die nicht zurueckgewiesen wird, das ganze Blah-Blah.

Zu deiner Frage: Was willst du HIER erreichen? Ab zum Anwalt, vorzugsweise einem, der sich darauf spezialisiert hat! Hier sind ueberwiegend juristische Laien unterwegs, deren Aussagen so belastbar sind wie nasses Klopapier. Auch diejenigen, die Juristen sind bzw durchblicken lassne, das zu sein, sind mit Vorsicht zu geniessen, da sie fuer ihre Aussagen nicht geradestehen muessen, es ihnen also Wurst sein kann, ob sie da was durcheinanderbringen oder nicht.

Tu' dir also selbst einen Gefallen und beweg dich zum Anwalt oder konsultiere den Verbraucherschutz. Kostet nicht die Welt und gibt dir ein Stueck Rechtssicherheit, denn zumindest ein Anwalt steht dann auch fuer das Zeug ein, das er von sich gibt.
 
Da ist einiges wirr in diesem Thread.

Wie kam es zu dem erwähnten Vollstreckungsbescheid und wer hat diesen erlassen? Basiert dieser auf einem rechtsgültigen Titel (z.B. Versäumnisurteil)?

Und wieso droht das Inkassounternehmen wiederholt durch ein Mahnverfahren, wenn dieses bereits abgeschlossen wurde?

Vor allem aber verlange eine ausführliche Forderungsaufstellung.
 
methadron schrieb:
Der Pfändungsbetrag liegt bei 411€, davon habe ich 300€ abbezahlt, gestern kam ein Schreiben, dass noch über 200€ offen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch bei einer titulieren Forderung einfach willkürlich Gebühren erhoben werden dürfen, die ich zu zahlen habe, da sonst die Pfändung nicht aufgehoben wird.

Und ich sag es nochmal: Keinem hier liegen detailierte Forderungen des Inkassobüros vor. Was schuldest du dem Vertragsanbieter, was dem Inkassounternehmen? Deine monatlichen Gebühren für den Tarif sind das eine, zusätzliche Gebühren für den Vorgang den das Eintreiben der fälligen Beträge mit sich bringt das andere.

Will dir das Inkassobüro das nicht mitteilen, nimm dir einen Anwalt oder such dir die Passagen aus den entsprechenden Gesetzestexten raus, die sie dazu verpflichten. Sende denen ein Einschreiben mit deinen Forderung nach genauer Aufschlüsselung, setze Fristen. Was bringt dir denn das aufgeregte "Was soll ich jetzt tun? Aber keine gutgemeinten Ratschläge bitte!"? Du solltest dir schleunigst Beistand suchen.


EDIT: Keine Ahnung wie verlässlich das ist http://www.inkassogebuehren-rechner.de/index.php#rechner

411€ (aus dem Tarif?) - 300€ hast du gezahlt, fehlen 111€ + ca. 1xx€ an Gebühren = 2xx die angeblich noch gezahlt werden müssen? Ist doch nicht mal so abwägig. Aber wer kann das ohne genaue Aufstellung der Forderungen schon sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die gut gemeinten Ratschläge bezogen sich eher auf das was im Vorfeld gelaufen ist.
Ich habe doch eine Forderungsaufstellung hier, daraus ergeben sich 411€, der Betrag der auch meiner Bank als Pfändung vorliegt, davon habe ich mittlerweile 300€ abbezahlt, gestern kam ein Schreiben nach Eingang der 300€ ergibt sich eine Restforderung von ca 250€, das ist genau der Punkt um den es mir geht. Es wurden 411€ gepfändet und jetzt sind es plötzlich 550€. Das verstehe ich einfach nicht, das Inkassounternehmen stellt sich taub und reagiert nicht auf Briefe bzw Mails. Ich möchte wissen, ob es noch eine andere Möglichkeit außer dem Anwalt gibt, da Beschwerde einzulegen.
 
Warum willst du keinen Experten hinzuziehen? Bist du so geil darauf, noch mehr Aerger zu bekommen? Ein Brief vom Anwalt hat ein ganz anderes Gewicht als der eines normalen Buergers. Der Anwalt wird naemlich ernst genommen, und dann WIRD das Inkasso-Unternehmen gezwungen sein, die tatasechlichen oder angeblichen Kosten offenzulegen. Von einem Privatmann lassen die sich gar nichts sagen. Warum sollten sie auch? Wenn das kein Jurist ist, kennt der die Fallstricke schon mal gar nicht. Genau deshalb ist KOMPETENTE Rechtsberatung so verdammt wichtig, und die findest du nun mal NICHT in einem solchen Forum.

Aber, nur zu, du kannst natuerlich weiterhin dahinduempeln und gelassen Forderungen entgegensehen, ohne auch nur im Mindesten irgend etwas zu tun.

Anders laesst sich der Vollstreckungsbescheid naemlich nicht erklaeren. Du hast zu 100% vorher Kenntnis erhalten, dass das auf dich zukommt, wenn du nicht reagierst. Du hast es offensichtlich ausgesessen bzw. einfach gar nichts gemacht, und jetzt versuchst du die gleiche Nummer schon wieder, denn dieses in einem Forum fragen ist genauso gut, wie gar nichts zu tun.

Ein letztes Mal: Nur ein SPEZIALIST kann dir da Rechtssicherheit verschaffen. Die Inkasso-Firma ist offensichtlich an Gespraechen mit dir nicht interessiert (was, so schaetze ich, daran liegen koennte, dass du in der Vergangenheit die Kommunikation zu sehr hast schleifen lassen -- die Forderungen sind ja nicht umsonst an diese Firma abgetreten worden).

1. Anwalt
2. Verbraucherschutz. Was anderes kann dir niemand raten (ausser, er will dich auf die Fresse fallen sehen).
 
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3. wenn die nicht auf Mails und Briefe antworten, dann Ruf doch mal da an!
 
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