Der DAX ist aber auch furchtbares Beispiel, wenn es um die Vor- und Nachteile von ETFs geht. Einfach weil da nur 30 Positionen drin sind. Die kann man sich auch einzeln kaufen. Auf Trade Republic kostet mich das einmalig 30 € und das wars. Beim ETF hat ja immer noch die TER.
Ansonsten beschreibst du
@Holt ja eine Strategie, die gegen das strikte Indexing geht. Dabei geht es ja darum einen Index möglichst 1:1 nachzubilden. Egal ob über Einzelkäufe oder ETFs. Du beschreibst eine Strategie in der du eine Position hältst, auch wenn sie den Index verlässt. Damit folgt dein Portfolio nicht mehr 1:1 dem Index und damit ist der ETF auf diesen Index schon von vorne herein das falsche Produkt für diese Strategie.
Anders sieht es z.B. beim MSCI ACWI aus. Da sind ~3000 Positionen drin. Das kann man mal nicht so einfach mit Einzelkäufen nachbilden. Da "muss" man dann damit leben, das unten mal ein paar rausfallen, aber bei ~3000 Positionen machen die eh meist weniger als 0,01% vom Volumen aus. Oder man nimmt einen ETF auf den MSCI ACWI IMI.
Aber hier auch wieder. Wenn man dem Index nicht 1:1 folgen will, weil man glaubt über Stock-Picking oder Market-Timing besser zu sein als der Index, dann ist der ETF auf den Index auch nichts für einen.
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Anderes Thema: Weil vor ja ein paar Seiten das Thema "Übernahme Comdirect" aufkam wollte ich mal kurz meine Erfahrungen zu Consors teilen. Hintergrund: Ich hab meine alten aktiven Fonds verkauft und habe mir davon ETFs gekauft, ich bin also nicht wegen der Übernahme gewechselt. Und für "Buy-and-Hold-ETF-Sparplan-Sparer" hat Consors ein paar nette Features. Zum einen werden Ausschüttungen zu Sparplan-Kosten wieder angelegt. Man kann sich so quasi seinen eigenen "steueroptimierten thesaurierer" bauen. Und wenn man bis zum 1. bzw. 15. warten kann, kann man auch Einmalkäufe zu Sparplan-Kosten ausführen. Beides besonders vorteilhaft, wenn es ein kostenloser Aktions-ETF ist.
Zum Telefonsupport: Man bekommt schnell jemand an die Leitung, es scheint aber kein Warteschlangen-System für die Fachabteilung zu geben. Entweder man wird direkt verbunden oder man muss später noch mal anrufen. Kann aber auch an Corona liegen, dass die Call-Center weniger stark besetzt sind.
Die Webseite und die App find ich wenige hübsch und übersichtlich wie bei der Comdirect. Aber man schaut ja in der Regel nur ein mal im Monat drauf, daher verschmerzbar.
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@KamikazeOli
Ein bisschen was wurde ja schon zur Steuer gesagt. Generell sollte man da ein Auge drauf haben, aber die Comdirect als deutscher Broker macht das meiste schon für dich. Bei Gewinnen (Vorabpauschale, Ausschüttungen, Verkauf) prüft die, in wie weit dein Freistellungsauftrag schon ausgeschöpft ist, und wenn er ausgeschöpft ist, wird die Steuer direkt ans Finanzamt überwiesen und du bekommst nur den Nettobetrag aufs Konto. Nur für die Vorabpauschale sollte etwas Geld auf dem Verrechnungskonto liegen, weil die direkt davon abgebucht wird.
Deshalb sollte man seinen Freistellungsauftrag immer optimal verteilen. Man kann zwar über die Steuererklärung das wieder zurückholen, wenn man den Freistellungsauftrag nicht bzw. nicht optimal gesetzt hat, aber das ist ein Aufwand, den man sich sparen kann, denn den Freistellungsauftrag einzurichten bzw. anzupassen geht recht fix.
Sonst: