BridaX
Captain
- Registriert
- Jan. 2009
- Beiträge
- 3.951
@Mustis
Sorry für den Wall of Text...
Das Ganze ist wirklich nicht so einfach. Erst einmal ist es eine Lebenseinstellung und individuell zu beurteilen.
Eigentum ist zunächst an einen festen Ort gebunden. Kauf und Verkauf bedeutet Mehrkosten. Zudem will niemand das selbst aufgebaute einfach so weggeben. Ich sehe seit 30 Jahren an meinem Vater, dass Eigenheim während der Erwerbstätigkeit eine enorme Einschränkung sein kann. Keine nahen Jobangebote = viel Pendelei, Stress, Unmut, verlorene Lebenszeit.
Günstiges Eigentum gibt es zunächst einmal auf dem Land. Gute bezahlte Jobs und Industrie befindet sich eher in urbanen Regionen. Dort kostet vergleichbares Eigentum aber ein vielfaches mehr.
Eigentumswohnungen eigenen sich dann eher für einen Single, bedeutet aber ebenfalls Abhängigkeit an eben diesen einen Ort. Vermieten wäre im Fall eines Auszugs eine Option - aber nichts für mich. An dem Punkt habe ich mich vor 3 Jahren für Aktien und gegen vermietete Immobilien entschieden.
Wer Eigenheim hat, der ist ständig am renovieren und sanieren. Der Mieter ist hingegen oft genügsamer. Instandhaltung übernimmt der Vermieter und Sanierungen haben einen geringeren Reiz. Mehr Geld, dass in Zinsprodukte fließen kann.
Und genau darum geht es, umso mehr Geld in Zinsprodukte fließen kann, desto schneller kann Vermögen aufgebaut werden. Das Geld fängt an für einen zu arbeiten. Dein Haus, abbezahlt oder nicht, wird dir weiterhin keine Rendite bringen. Höchstens nach deinem Tod als Erbe für deine Kinder, sofern man diese überhaupt möchte. Auch eine Lebensfrage. Allgemein spielt "Familie" für Eigentum eine extrem große Rolle.
Als Mieter bin ich wesentlich flexibler, genügsamer und kann Verhältnissmäßig mehr sparen und investieren.
Auf mich bezogen: Nur weil ich nach 15 Jahren "aufhören" möchte. Bedeutet das ja nicht, dass es die Regel für alle anderen ist. Rechne mal mit 20, 30 oder 40 Jahren. Dann komme ich auf Summen die ein Vergleichbarer Eigentumsbesitzer nie kommen würde. Eben weil dieser Hebel am Anfang der Ansparphase geringer ist oder ganz fehlt.
Die Argumentation geht aber wirklich nur dann auf, wenn der Mieter günstig mietet und das "gesparte" Geld (was beim Eigentümer ansonsten in die Immobilie fließen würde) Gewinnbringend investiert wird. Dieser Hebel ist das A und O.
Warum in Deutschland Eigentumsbesitzer dennoch vermögender sind als Mieter liegt daran, dass Eigentümer zum sparen gezwungen werden (schnelle Abzahlung der Immobilie, Instandhaltung, Sanierung, Renovierung...) und Mieter ihr Geld verkonsumieren. Die wenigsten möchten sparen und verzichten.
Sorry für den Wall of Text...
Das Ganze ist wirklich nicht so einfach. Erst einmal ist es eine Lebenseinstellung und individuell zu beurteilen.
Eigentum ist zunächst an einen festen Ort gebunden. Kauf und Verkauf bedeutet Mehrkosten. Zudem will niemand das selbst aufgebaute einfach so weggeben. Ich sehe seit 30 Jahren an meinem Vater, dass Eigenheim während der Erwerbstätigkeit eine enorme Einschränkung sein kann. Keine nahen Jobangebote = viel Pendelei, Stress, Unmut, verlorene Lebenszeit.
Günstiges Eigentum gibt es zunächst einmal auf dem Land. Gute bezahlte Jobs und Industrie befindet sich eher in urbanen Regionen. Dort kostet vergleichbares Eigentum aber ein vielfaches mehr.
Eigentumswohnungen eigenen sich dann eher für einen Single, bedeutet aber ebenfalls Abhängigkeit an eben diesen einen Ort. Vermieten wäre im Fall eines Auszugs eine Option - aber nichts für mich. An dem Punkt habe ich mich vor 3 Jahren für Aktien und gegen vermietete Immobilien entschieden.
Wer Eigenheim hat, der ist ständig am renovieren und sanieren. Der Mieter ist hingegen oft genügsamer. Instandhaltung übernimmt der Vermieter und Sanierungen haben einen geringeren Reiz. Mehr Geld, dass in Zinsprodukte fließen kann.
Und genau darum geht es, umso mehr Geld in Zinsprodukte fließen kann, desto schneller kann Vermögen aufgebaut werden. Das Geld fängt an für einen zu arbeiten. Dein Haus, abbezahlt oder nicht, wird dir weiterhin keine Rendite bringen. Höchstens nach deinem Tod als Erbe für deine Kinder, sofern man diese überhaupt möchte. Auch eine Lebensfrage. Allgemein spielt "Familie" für Eigentum eine extrem große Rolle.
Als Mieter bin ich wesentlich flexibler, genügsamer und kann Verhältnissmäßig mehr sparen und investieren.
Auf mich bezogen: Nur weil ich nach 15 Jahren "aufhören" möchte. Bedeutet das ja nicht, dass es die Regel für alle anderen ist. Rechne mal mit 20, 30 oder 40 Jahren. Dann komme ich auf Summen die ein Vergleichbarer Eigentumsbesitzer nie kommen würde. Eben weil dieser Hebel am Anfang der Ansparphase geringer ist oder ganz fehlt.
Die Argumentation geht aber wirklich nur dann auf, wenn der Mieter günstig mietet und das "gesparte" Geld (was beim Eigentümer ansonsten in die Immobilie fließen würde) Gewinnbringend investiert wird. Dieser Hebel ist das A und O.
Warum in Deutschland Eigentumsbesitzer dennoch vermögender sind als Mieter liegt daran, dass Eigentümer zum sparen gezwungen werden (schnelle Abzahlung der Immobilie, Instandhaltung, Sanierung, Renovierung...) und Mieter ihr Geld verkonsumieren. Die wenigsten möchten sparen und verzichten.
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