News Alexa, Cortana, Siri und Co.: Mehrheit sieht Datenschutz kritisch, will sie aber nutzen

@mcdexter
Natürlich.
Das Problem ist ja auch nicht die Spracherkennung, sondern dass heute alles "in der Cloud" landen muss, d.h. ich habe nicht ein lokales Gerät das ich unter Kontrolle habe sondern ich habe einen "Sender" der ständig Informationen über mich an einen Unbekannten überträgt.
 
Langfristig wird sich das alles leider (in anderer Form) durchsetzen. Der technologische Fortschritt lässt sich nicht bremsen.
Ich werde gewisse Dinge radikal verweigern und notfalls auch Freunde daran verlieren. Mir völlig egal.
Jeder der sich technisch auskennt und weiß was da heute schon mit gemacht wird, bekommt das grausen. Es wird noch viel schlimmer.
Gleichzeitig wird die Masse der Menschen immer dümmer. Man merkt es ja in Deutschland sehr stark derzeit.
 
Köf3 schrieb:
Entweder man nutzt diese Geräte samt ihrer Datenerfassung, oder man legt wert auf Datenschutz und nutzt sie eben nicht.

Du kannst vom Volk doch nicht einfach so verlangen, konsequent zu sein. ;)



Könnte man auch alles ohne Wolke machen, aber dann bekäme man die Trainings- und Stimmdaten der Leute ja nicht. Mozilla hat mit Common Voice gezeigt, daß das geht.

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@pmkrefeld: Nett gemeint, aber Alkoholismus ist nicht mit Datenschutz zu vergleichen. Man kann nicht ein bißchen schwanger sein – entweder sind deine Daten in der Wolke oder nicht.
 
Die Kollegen im Büro würden ja durchdrehen wenn jeder seine E-Mail vorlesen und diktieren würde.


Es reicht ja schon der Pegel vom vielen Telefonieren.



Das die ganzen eingaben auch noch extern gespeichert werden spricht nicht für diese Systeme.
 
snickii schrieb:
3..2..1 let's got mit den Aluhüten in den Kommentaren.
Facebook/WhatsApp nutzen und sich hier quer stellen. ;-)

Alexa ist super! Ich sage ihr einen Musiktitel und Sie spielt ihn. Mehr brauche ich nicht.
Man steht unter der Dusche und sagt "Alexa spiel ...." :)

Nutze weder Facebook noch Whatsapp (ich nutze Telegram - und siehe da alle die ich kenne und mit denen ich kommuniziere ebenfalls. Einfach weil ich da konsequent bin). Nicht aus Paranoia sondern weil mir beide maximal unsympathisch sind und ich wenigstens ein Mindestmaß an Datenschutz betreibe. Alexa finde ich völlig sinnfrei, Ich brauch sowas einfach nicht. Ich bin jetzt nicht besonders alt aber ich brauche nicht für alles Internet oder einen "künstlichen Lichtanschalter".
Schön, wenn es für dich von Nutzen ist, für mich ist es einfach nur eine alberne Spielerei vergleichbar mit "Klatschlampen" für die ich nicht bereit wäre zu zahlen. Ich kenne mich gut genug und weiß, dass ich genau einmal ein Lied unter der Dusche hören würde und dann nie wieder.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich nutze FaceBook, und Whatsapp.
Hier habe ich aber, sowohl im Handy und am PC die Kameras und das Mikro stets manuell ausgestellt.
Bei der Dose kann man das Mikro im Betrieb nicht ausstellen, denn dann funktioniert das Ding ja nicht mehr.
Trotzdem würde ich mir so eine Dose auch aus anderen Gründen nie in die Wohnung stellen.

Nicht nur wegen dem Datenschutz allein, sondern weil es mir einfach zu doof und zu primitiv ist, einer Dose tonale Befehle zu erteilen, solange die nicht die Intelligenz vom Enterprise D Computer, oder von Data inne hat. Und dann hätte die Dose wieder so etwas wie Würde, und ich würde aufgrund der Würde keine Befehle erteilen, sondern eine Unterhaltung starten.
Die Dose ist für mich also bis zu einem alter von 10 Jahren maximal Spielzeug mit Abhörpotential, oder eine Alternative für einige dieser Hundehalter (nicht alle), denen man schon ansieht, dass bis auf den Hund und der Dose sonst eh keiner auf deren Befehle hören oder eingehen wird. :D

Alexa, die Kompensationsdose mit Zusatzfunktion. :D
 
leckerKuchen schrieb:
Schön, wenn es für dich von Nutzen ist, für mich ist es einfach nur eine alberne Spielerei vergleichbar mit "Klatschlampen" für die ich nicht bereit wäre zu zahlen. Ich kenne mich gut genug und weiß, dass ich genau einmal ein Lied unter der Dusche hören würde und dann nie wieder.

Das ist ja kein richtiger Nutzen, ist auch eher eine Spielerei.
Selber würde ich mir das Ding nie kaufen, habs ja nur weil ichs geschenkt bekommen habe und es über einen Prime Account läuft den ich nicht bezahle.
Und Telegramm ist sicherer? Bei mir nutzt jeder WhatsApp, Altersgruppe ist 25-35.
 
Blueline56 schrieb:
... verstehe eh nicht wie man sich "Alexa" und ähnliches antun kann, hat doch letztendlich keinen wirklichen Mehrwert...
Doch, hat es. Die ganzen Spielereien mal außen vor gelassen, ist mir alleine die Möglichkeit, das Licht in meiner Wohnung per Sprache zu steuern, zwei Alexa wert. Theoretisch könnte man auch die Heizung darüber steuern, aber Temperatur auf Zuruf macht keinen Sinn. Da braucht es laufende automatische Überwachung und Anpassung.
 
Zuhause halte ich Sprachassistenten noch für recht sinnlos, besonders je kleiner die Wohnung. Aber im Auto nicht nur nützlich sondern in meinen Augen die Zukunft. Ich sehs am Google Assistant im Verbund mit Navi, das ist jeglicher anderen Eingabemethode sowas von überlegen. Und wenn wir mal Autonomie-Level 4,5 erreicht haben werden wir unser Hände und Füße gar nicht mehr brauchen um ein Auto zu bedienen.
 
snickii schrieb:
Nenne mir mal einen Unterschied den du nun im Leben hast.
Einfach nur wegen dem Gedanken: "Jetzt kann keiner meine Daten haben und ich kann nicht ausspioniert werden" oder warum?

Das ist doch ganz offensichtlich.
-Letztendlich landen die Informationen bei einer Datenkrake und fügen deinem Profil noch weitere Informationen zu. Wofür dieses Profil in Zukunft - ausser Werbung - verwendet werden könnte, ist unklar. Mögliche Szenarien gibt es viele und wurden schon oft diskutiert.
-Je mehr Leute solche Produkte kaufen und benutzen, desto mehr generelle Akzeptanz gewinnen ähnlich bedenkenswerte Produkte und in Zukunft auch mögliche Lockerungen, die das Datenschutzgesetz und dessen Durchsetzung betreffen.

Alle dieser Services und Geräte sind letztendlich ein Tradeoff: Komfort und Nutzen gegen persönliche Daten. Diesen Tradeoff und die entsprechende Grenze muss jeder selbst bestimmen. Für Dich ist der Komfort und Nutzen offensichtlich wichtiger. Für andere eben nicht.
 
Sprachassistenten werden auf jeden Fall die Zukunft sein. Aber eine Internetanbindung alla Siri und Google hat nichts mit dem Assistent zu tun. Ich ziehe auf jeden Fall meinem Aluhut fester auf. Wenn man sich ansieht was schon so vor dem Jahr 2000 abgehört wurde ... Nein danke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Cai-pirinha schrieb:
also mir kommt sowas nicht ins haus..

^ Genau das. Es gibt so ein paar Sachen, die sind einfach absolutes No-Go Material für mich. Dazu gehören z.B. Chrome, der Windows Store und eben auch solche Lauschangriffsoftware. Das geht einfach gar nicht.
 
DeusoftheWired schrieb:
@pmkrefeld: Nett gemeint, aber Alkoholismus ist nicht mit Datenschutz zu vergleichen. Man kann nicht ein bißchen schwanger sein – entweder sind deine Daten in der Wolke oder nicht.

Es ging mehr um die Einstellung: "Alles oder nichts", weniger um den konkreten Fall.

Ich glaube uns steht eine schwierige Aufgabe bevor zu bestimmen was, wie und wo gesammelt werden kann.
Auf der einen Seite Konzerne die es für selbstverständlich halten dass sie alles machen dürfen was denen so einfällt, auf der anderen Seite Nutzer du ihren kompletten Datenbestand für einen Emoji hergeben.
Dahingehend hat mich die DSGVO positiv überrascht, wir können das Problem nicht ewig vor uns hinschieben bis wir den Punkt erreichen an der Schaden nicht mehr zu reparieren ist.
 
Also ich habe Alexa und nutze sie auch fleißig. Vieles ist noch nicht ausgereift und brauch noch ein paar Jahre. Besonders auch in Bezug auf Smarthome. Ich nutze eine Phillips Hue Lampe und vieles hat noch den Charakter eines Betatestes von Seiten der Hersteller. Trotzdem finde ich es interessant was für Möglichkeiten sich prinzipiell eröffnen. Nicht alles macht mit Sprachsteuerung Sinn aber vieles durchaus. Am Ende wird es so sein wie mit allen anderen Technologien. Es gibt Risiken die ausgeblendet werden wenn der Nutzen deutlich grösser ist auch wenn es nur um Bequemlichkeit geht. Ja die Dinger können prinzipiell zum Abhören genutzt werden, sie könnte sogar Kameras einschalten sofern vorhanden. Keine Frage aber all das ist mit normalen Smarttelefonen usw. auch möglich. Trotzdem verzichtet kaum jemand auf das Handy. Rein theoretisch kann auch der TV Überwachungsaufgaben erfüllen. Wenn die Geheimdienste und andere interessierte Parteien jemanden abhören oder dergleichen wollen wird es gemacht werden. Egal ob da Alexa und Co. vorhanden sind. Die machen es vielleicht etwas einfacher aber auch nur vielleicht.
 
Für mich bisher nur eine Spielerei an der ich wohl schnell den Spaß verlieren würde, bzw. reizt es mich jetzt schon nicht. Besteht der Sinn darin, daß man sich überhaupt nicht mehr bewegen muß? Ich vermisse bisher nichts.
Dagegen finde ich es faszinierend, welchen Erfolg diese Gadgets haben.
 
@gucky10: Es kann abgehört werden ist die mich falsch. Das gesprochenen Wort wird auf einen Server übertragen und gespeichert. Das ist für mich schon abhören. Alleine die Möglichkeit des übertragens ist für mich schon grenzwertig.
 
@pmkrefeld: Also meine Erfahrung zeigt mir, daß man beim Datenschutz mit der Devise „alles oder nichts“ durchaus am besten fährt. Daten, die nicht erhoben wurden, lassen sich nicht weitergeben oder stehlen.

Kein Smartphone: keine Universalüberwachung
Kein Handy am Mann: keine Einbuchungen in Zellen
Kein Facebook-Konto: kein Cambridge-Analytica
 
@homerpower. Seh ich nicht ganz so kritisch. Abhören ist es erst dann wenn die anfallenden Gespräche für Sachen genutzt werden die nicht der ursprünglichen Funktion entsprechen. Es muss übertragen werden um es auswerten zu können. Technisch nicht anders machbar. Auch ein Telefongespräch wird übertragen. Sonst geht's halt nicht. Speichern ist in meinem Verständnis eher ein Zugeständnis an den Datenschutz. Nämlich um Transparenz zu schaffen was eigentlich übertragen wird. Natürlich auch um die KI , die es ja so auch nicht gibt, zu füttern um den Service zu verbessern. Man kann jederzeit löschen wenn man will.
 
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