Laggy.NET schrieb:
Wie wir alle wissen breitet sich das gesamte Universum aus. Seit dem Urknall wächst es unaufhörlich in rasender Geschwindigkeit.
Daraus wird auch klar, dass ausserhalb unseres Universums ein Nichts ist, sonst könnte es ja irgendwann nicht mehr weiterwachsen. Das Universum selbst ist also ein Raum im Nichts.
Das ist ja schonmal quasi als Fakt hinzustellen.
Das ist es ja was ich in Zweifel ziehe ...
Das Universum dehnt sich nicht aus, hat es nie und wird es auch nie. Die Aussage beruht mMn auf einer sprachlichen Ungenauigkeit die zu einem fundamentalen Mißverständnis führt.
Was wir beobachten sind Sterne und Galaxien die sich von einander entfernen. Alles von uns als drei dimensionale Objekte wahrgenommen. Somit beobachten wir keine Expansion des Universums, sondern "nur" eine Expansion des Raumes. Nun ist es halt so daß sich die meisten Menschen das Universum als einen riesengroßen Raum vorstellen, in dem sich ein Haufen Sterne und Galaxien befindet. Ging mir lange Zeit nicht anders, mache ich niemanden einen Vorwurf draus. Aber das führt halt zu dem Mißverständnis, daß die Expansion des Raumes mit der Expansion des Universums gleichgesetzt wird. Diese Gleichsetztung negiert aber die Vierdimensionalität des Universums, und ist somit mMn schlicht falsch.
Es gibt ja dieses nette anschauliche Bild vom Universum, wo man sich das Universum wie ein Luftballon vorstellt, der aufgeblasen wird. Auf dessen Oberfläche sind dann Sterne ( als Punkte ) gemalt, die sich dabei von einander entfernen.
Diese Oberfläche ist aber "nur" der dreidimensionale Raum, mit den Sternen als Momentaufnahme. Wöllte man dieses Modell um die vierte Dimension erweitern, so würde aus dem Ballon ein massiver Ball werden. Der Mittelpunkt wäre quasi der Urknall, die Sterne lange Fäden die den Ball durchziehen, deren eines Ende Richtung Mittelpunkt zeigt ( Beginn ) und deren anderes Ende Richtung Oberfläche zeigt ( Ende ) . Dieser Ball dehnt sich nicht mehr mit der Zeit aus, denn dieser Ball beinhaltet bereits alle Zeitzustände. Für ihn gibt es nur einen "Ist-Zustand" Das ist letztlich die Konsequenz daraus, daß die Zeit ( bzw die Dimension die wir als solche wahrnehmen ) integraler Bestandteil des Universums ist.
Wir nehmen allerdings "nur" die sich aufblasende Oberfläche wahr - weil wir eben die Welt drei und nicht vierdimensional sehen. Aber im Grunde ist es so ganz einfach zu sagen was "außerhalb" und was "innerhalb" dieses Ballons ist. Innerhalb ist das was wir als Vergangenheit ansehen, außerhalb das, was für uns Zukunft ist. Fürs Universum allerdings, sind das nur verschiedene Orte in einem vierdimensionalen Koordinatensystem, die gleichberechtigt nebeneinander existieren.
Edit: btw mein Beitrag für die OT Diskussion.
Der Mensch stammt nicht vom Affen ab, der Mensch
ist eine Affenart ... eine die sich für was besseres hält....
War natürlich provokant formuliert, aber Schimpansen und Menschen sind genetisch enger miteinander verwandt als Schimpansen und Gorillas. Dennoch schmeißt man Schimpansen und Gorillas zusammen in die "Affen - Schublade" und den Menschen läßt man draußen. Sehe ich ehrlich gesagt keinerlei biologische Begründung für.