Am Anfang war Dunkelheit...und davor?

Thomas_NOH schrieb:
Wenn es einen "Urkanll" gegeben hat, was war denn davor?
Eventuell hilft Dir ja diese Lektüre von Bojowald Licht ins dunkel zu bringen.

Eines ist sicher, die kostenlose Lieferung ist keine Hypothese :freaky:
 
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1668mib schrieb:
@nein23: Zeitachse? Sowas gibt es eigentlich gar nicht... zumindest mal nicht "die" Zeitachse... du meinst vielleicht "Zeit" im Allgemeinen, und Zeit kann es nur mit Raum geben...
ich meine die zeit als mathematische achse in einem koordinaten system, mit desssen hilfe das standart modell beschrieben wird. und in diesem fall ist hier tatsächlich die zeit gemeint. wie sich also daraus ergibt existierte noch keine "zeit" "vor" dem urknall, was besagt das es kein "vor" dem urknall gibt oder gab. wie gesagt....das is kopfschmerz stoff. man kann sich einige physikalische pehnomäne einfach nicht vorstellen. dazu sind wir als menschen einfach nicht fähig. man kann das gnaze zwar mathematisch beweisen, herleiten oder auch veranschaulichen aber man wird niemals wirklich erfassen und begreifen können.
im grunde versucht die physik durch zuhilfenahme der mathematik anhand der fortschreitenden ausdehnung des universums zurück auf den ursprung zu schliessen. also sozusagen zurück zu rechenen. allerdings ist man zz. nicht in der lage den konkreten nullpunkt sondern nur einen winzigen zeitpunkt davor zu errechnen. da die uns bekannte mathematik hier an ihrer grenzen gestossen ist und nurnoch +/- unendlich ausspuckt, wurden messungen angestrengt(siehe projekte wie cern), die neue rechenwerte lieferten um so auf den "urknall" zu schliessen. allerdings ist das ganze dadruch kein schlüssiges beweisverfahren mehr. deshalb bleibt das ganze die urkanll "theorie"
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem Urknall ist Raum und Zeit erst entstanden, davor gab es einfach keinen Raum, genau das sagt die Urknalltheorie aus, es gab nur ein "Innen" in dem sich die Materie befunden haben muss.

@cookii
Übrigens, dass aus dem Nichts nichts entstehen kann ist unter Umständen nicht ganz richtig (siehe Casimir Effekt) ;)


nein23 hat es im Prinzip richtig gesagt, die Diskussion die hier geführt wird basiert ja im wesentlichen auf der Urknalltheorie, diese besteht allerdings auch zu einem Großteil nur aus hypothetischen Bestandteilen, was ist z.B. wenn unser Universum nur eines von vielen ist und es in einem riesen Pool Milliarden anderer Universen entstand (demnach würde es ein "davor" geben), da wir uns in einem geschlossenen System befinden und nicht sagen können was außerhalb dessen ist können wir diese Möglichkeit zumindest nicht ausschließen ....

Alles in Allem ein wirklich sehr interessantes Thema :) .....
 
Thomas_NOH schrieb:
Wenn es einen "Urkanll" gegeben hat, was war denn davor?
da erst mit dem "urknall" alles angefangen hat (raum, zeit, materie, energie, ...), gibt es kein "davor".

wenn dir das nicht gefällt, musst du ins philosophische, religiöse oder esoterische gehen. eine eindeutige antwort auf wissenschaftlicher basis wirst du in keinem fall bekommen, da es - wie gesagt - kein "davor" gibt!
 
Es gibt sehr wohl wissenschaftlich begründete Theorien mit einem "davor", man muss sich nur die Mühe machen, sie in der Fachliteratur / im Netz zu suchen. (Stichwort Multiversen usw.)
 
Ein davor würde allerdings eine vom Universum unabhängige Zeit voraussetzten, und die gibts nicht laut Relativitätstheorie. Geht an streng nach Einstein, ist das Universum womöglich gar nicht mit dem Urknall ( besser Ursprungssingularität ) entstanden, sondern der Urknall ist nur ein besonderer Punkt in unserem Universum, so wie es zB der Nordpol auf der Erdoberfläche ist ( was ist nördlich vom Nordpol ? ). Denn seiner Meinung nach ist Zeit nur eine Illusion

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/bdw/tid-8332/physik_aid_229939.html

http://www.das-zeitlose-selbst.de/Themen/Zeitillusion.htm

Warum wir eine fließende Zeit wahrnehmen, ohne das selbige existieren muß wird hier beschrieben ...

http://evans-experientialism.freewebspace.com/hameroff.htm

Zugegeben, ein sehr gewöhnungsbedürftiger Gedanke ... :D - aber das Problem mit dem Urknall wäre damit gelöst - das Universum ist nie entstanden, da das Universum selbst zeitlos ist.
 
Ich denke nicht, dass Zeit ist eine Illusion ist, wenn ein Auto von A nach B fährt und das Auto somit sozusagen seinen Zustand ändert, lässt sich diese Änderung mit der Zeit beschreiben, somit ist Zeit auch real, denn wenn Zeit eine Illusion wäre, würde es diese Differenz (Zustandsänderung) ja nicht wirklich geben was zur Folge hätte, dass sich das Auto eigentlich nicht bewegt hätte ?!


Das ist fast schon eine philosophische Frage^^ , was wäre z.B. wenn alles was wir empfinden, sehen, riechen, schmecken etc. auch bloß eine Illusion ist, wer gibt uns die Garantie, dass das was uns unser Hirn vorgaukelt tatsächlich real ist ? ....
 
Zuletzt bearbeitet:
Zeit ist auch aus meiner Sicht eine menschliche Illusion, denn der Natur ist sie egal.
Die Natur ist zeitgleich überall im Universum! Würde man der Natur eine Zeit zuordnen, so müsste man einen Standort für den Zeitnullpunkt finden. In der herrschenden Urknalltheorie ist der Urknall dieser Nullpunkt, welcher sich dann ungleichmäßig ausbreitet (Grund übrigens meines Wissens noch nicht bekannt).

Im Bereich der Multiversentheorie ist dies sehr unwahrscheinlich.
Wir kennen die Energieerhaltungssätze --> Energie verschwindet nicht, sie wird nur umgewandelt. Es ist der Natur egal "wie spät es ist" und sie kann aus meiner Sicht auch nichts damit anfangen, "den einzelnen Ortspunkt im Universum mit der Zeit beschreiben zu können".
 
Zeit ist für mich nur eine Interpretation des Gehirns um bestimmte Dinge plausibel auszuwerten.
Das wäre genauso wie wenn ich fragen würde ob es Wärme und Kälte gibt, beides ist nur eine Interpretation unseres Gehirns auf bestimmte Reize.
Genausowenig existiert übrigens Das Gute und Das Böse, alles ist sozusagen gleichzeitig gut und böse, es kommt immer nur auf die Interpretation an ....
 
ThomasK_7 schrieb:
Zeit ist auch aus meiner Sicht eine menschliche Illusion, denn der Natur ist sie egal.

Nein. Denn die Zeit sorgt dafür, dass nicht alles auf einmal passiert.
Hat zumindest Harald Lesch mal so gesagt.

Ohne die Zeit wäre unser Universum nicht 15 Milliarden Jahre alt geworden.
 
wer sagt den das alles dunkel war?

was wenn alles hell war und dann wurde es dunkel?
was wenn es die ufos waren?
was wenn alles nur ein zufall ist?

Warum ist "kaum" etwas passiert in den letzten 1000 jahren? oder 2000...

Man sollte sich besser fragen, was wird der mensch machen,
wenn ein Fussballstadion grosser brocken ins meer plumst oder in der wüste?
Aber da eh alles in Amerika passiert, was macht der mensch dann?
und was wenn zwei Fussballstadion grosse brocken sich treffen?

Wenn Gott alles erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?! Zeus?

Was tat Gott, bevor er Himmel und Erde schuf? Er machte die Hölle für diejenigen, die solche Fragen stellen. Schrieb Augustinus. Die Physiker schreckt das nicht. Die offizielle Version lautet zwar: Es gibt kein »vor dem Urknall«, denn auch die Zeit ist erst mit dem Big Bang entstanden. Wenn Kosmologen unter sich sind, spekulieren sie aber munter über die Zeit vor dem Urknall.

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/01/Titelstrecke-Frage5-Urknall



lg

2006
 
estre schrieb:
Ich denke nicht, dass Zeit ist eine Illusion ist, wenn ein Auto von A nach B fährt und das Auto somit sozusagen seinen Zustand ändert, lässt sich diese Änderung mit der Zeit beschreiben, somit ist Zeit auch real, denn wenn Zeit eine Illusion wäre, würde es diese Differenz (Zustandsänderung) ja nicht wirklich geben was zur Folge hätte, dass sich das Auto eigentlich nicht bewegt hätte ?!

Damit hatte ich auch erst meine Schwierigkeiten, aber im Grunde ist es tatsächlicht so, daß sich das Auto nicht bewegt und nicht verändert. Du nimmst es nur aus deiner Perspektive nicht so wahr.

Vielleicht ist dieses Beispiel anschaulich .... ( hoffe ich :) )

http://www.youtube.com/watch?v=oIwkX8CquW0

Das Video zeigt eine CT eines Schädels. Blendet man das erstmal aus, und betrachtet nur das Video, so sieht man ein zweidimensionales Objekt, das aus dem nichts entsteht, wächst und sich verändert. Weitere Objekte entstehen die sich auch bewegen und verändern und schließlich wieder verschwinden.

All dieses Entstehen und Vergehen findet ( im Zeitrahmen der Aufnahme ) aber am dreidimensionalen Objekt nicht statt. Der Eindruck von Veränderung entsteht allein dadurch, daß du von einem dreidimensionalen Objekt lediglich einen zweidimensionalen Querschnitt siehst, und die dritte Dimension sich nur aus einer Abfolge von Bildern erschließt.

Ähnlich wäre es demnach mit dem Auto - aus Sicht des Universums ( so zusagen ) ist es ein vierdimensionales Objekt, das sich nicht bewegt und nicht verändert und im Grunde "schon immer" so war. Wir nehmen davon jedoch nur einen dreidimensionalen Querschnitt wahr, die vierte Dimension ist für uns eine Abfolge von Bildern, die wir dann als Zeit wahrnehmen. Dadurch entsteht der Eindruck von Bewegung und Veränderung.


Das ist fast schon eine philosophische Frage^^ , was wäre z.B. wenn alles was wir empfinden, sehen, riechen, schmecken etc. auch bloß eine Illusion ist, wer gibt uns die Garantie, dass das was uns unser Hirn vorgaukelt tatsächlich real ist ? ....

Die Garantie kann dir niemand geben :D. Es ist halt nur so - wenn dir dein Hirn eine Welt vorgaukelt die in Wirklichkeit nicht existiert, aber du dich so verhälst als würde sie existieren ist das kein Problem. Wenn du allerdings davon ausgehst, daß dir dein Hirn alles vorgaukelt und du dich entsprechend verhältst, aber dem dann nicht so ist - da sehe ich dann einige Probleme auf dich zukommen .... :D
 
Haudrauff schrieb:
Nein. Denn die Zeit sorgt dafür, dass nicht alles auf einmal passiert.
Hat zumindest Harald Lesch mal so gesagt.

Ohne die Zeit wäre unser Universum nicht 15 Milliarden Jahre alt geworden.

Alles nur Theorie. Auch die Evolutions(theorie) ist eben genau das. Nur eine Theorie. Bis heute kann die Wissenschaft nichts davon beweisen.

Ich habe grossen Respekt vor Herrn Lesch. Mag seine Art zu präsentieren. Allerdings gibt es auch die Theorie, dass bereits alles passiert ist. Du bist schon geboren und sogar schon gestorben. Aber wir erleben alles noch einmal im Zeitraffer, damit wir dass _Leben_ bewusst aufnehmen können und uns daran erinnern können. Das würde auch erklären, warum wir manchmal vorahnungen etc haben. Weil wir eben schon mal alles erlebt haben. Und ich persönlich finde auch, dass Zeit eine Illusion ist. Vor allem aber hängt sie meines Erachtens vom Betrachter ab. 24 Stunden sind für eine Ameise sicher mehr, als nur 24std für den Menschen. Daraus könnte man schlussfolgern, dass 10 Millionen Jahre auf der Erde für Gott vielleicht nur ein Augenzwinkern ist.
 
Wer sagt denn, das vor dem angenommenen "Knall" nichts war? Wir "wissen" doch nur, was mit der Materie im Raum passiert, nicht aber, was mit dem Raum an sich passiert... weil wir es nicht messen und erfassen können. Es könnte doch zum Beispiel ein immer wiederkehrendes Ereignis sein.. das, was wir "Urknall nennen. Ein Raum, der immer gleich bleibt... in diesem Raum schwebt freie Materie, ähnlich wie Staub in einem Zimmer... diese Materie zieht sich immer weiter zusammen, bis sie sich auf einem Punkt im Raum konzentriert. An diesem Punkt kommt es zur Energiefreisetzung und dadurch zur Expansion der Materie. Die Expansion erfolgt bis zum... ich nenne es mal oberen Totpunkt ;)... danach "stürzt" die Materie wieder auf einen Punkt im Raum zusammen und das Spiel wiederholt sich.

Und was ist denn "Zeit"? Nichts anderes als das subjektive Wahrnehmen von Abläufen. Und ich glaube auch nicht, das die "Zeit" durch Gravitation beeinflußbar ist. Es sind vielmehr die Meßinstrumente, die durch die Gravitation beeinflußt werden. Ob das jetzt biologische Prozesse in unserem Körper sind oder mechanische/elektronische Meßinstrumente, spielt letztlich keine Rolle.

Mal so ganz einfach als Laie gedacht... ;)

Und solange die Menschen eine Religion brauchen, um ihre Umwelt akzeptieren zu können, werden sie diese Umwelt nicht verstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
:lol:
Haudrauff schrieb:
Nein. Denn die Zeit sorgt dafür, dass nicht alles auf einmal passiert.
Hat zumindest Harald Lesch mal so gesagt.

Ohne die Zeit wäre unser Universum nicht 15 Milliarden Jahre alt geworden.
Von maximal 4% der für uns messbaren Materie auf das Alter unseres Universums zu schließen, halte ich persönlich für gewagt.
Ich habe aber auch ein Problem mit der Begründung, dass die Zeit dafür Sorge tragen würde, dass nicht alles auf einmal passiert. Meinem Empfinden nach passiert alles in unserem Universum "zeitgleich", auch wenn das Licht für die Übertragung dieser Information zu unserer Erde z. Bsp. 10 Millionen Lichtjahre benötigt. Ist das Beispielereignis jetzt vor 10 Millionen Jahren passiert oder "sind wir 10 Millionen Lichtjahre der Zeit hinterher"?

Gedankenxperiment:
Wie sieht dies z. Bsp. ein Beobachter vom Rand unserer Milchstraße aus? Angenommen unsere Erde würde Morgen explodieren und er sieht dies in 60.000 Lichtjahren. Wann ist die Erde explodiert?
a) Morgen ? oder
b) erst in 60.000 Lichtjahren? oder
c) Morgen und vor 60.000 Lichtjahren ? oder
d) in 30.000 Lichtjahren, wenn sich die Bildinformationen kreuzen? oder
e) in rd. 16.000.030.000 Lichtjahren vom Nullpunkt Urknall aus gerechnet?

Je nach Betrachtungsstandpunkt dürfte a) bis e) richtig sein. a) bis d) inkludieren aber unendlich viele Zeiten, weil unendlich viele Ortstandpunkte im Universum existieren, erst recht für die Natur und ihre Naturgesetze.
Falls e) als einzige singulare Lösung richtig sein sollte, wofür braucht die Natur dies? Wird sie ihr Verhalten (ihre Naturgesetze) ändern, weil irgendwann ein Zeitlimit erreicht wird?
Theoretisch vielleicht ja, zum Beginn einer Implosionsphase, einer Rückentwicklung unseres Universums zum Nullpunkt. Leider ist dies bei der herrschenden Urknalltheorie aber so gar nicht vorgesehen (nur bei kontrahierenden Theorien-kann ich mich persönlich anfreunden).

Ansonsten ist es der Natur meines Erachtens völlig egal, zu welchem Zeitpunkt sich Energie umwandelt. Auch der Energieumwandlungsprozess bedarf meines Erachtens keiner Zeiteinteilung, um sicherzustellen, dass nicht alles auf einmal passiert - weil eben alles auf einmal passiert - weil für die Natur "immer jetzt ist"!


Das die Zeit für den Menschen dafür sorgt, dass in der Natur nicht alles auf einmal passiert, ist richtig. Aber eben mit der Einschränkung "für den Menschen"!

Die Zeit ist meines Erachtens lediglich eine Hilfsgröße des Menschen, für die Natur ist sie völlig entbehrlich. Nimm der Natur die Zeit weg und sie wird trotzdem noch existieren. Energie wird sich weiter ständig umwandeln, in Materie, Antimaterie, dunkle Energie usw.
Weil der Mensch ein "end of life" hat (= eigene Vergänglichkeit) ist für ihn die Zeit eine wichtige Messgröße, vielleicht sogar eine der wichtigsten.
Die Natur wirkt aber ständig und jederzeit an jedem Ort im Universum.

Warum soll es für die Natur Sinn machen, nach Zeit zu unterscheiden ? ? (zwei, weil so wichtig)
Braucht die Natur die Lichtinformation der Zeit für Ihr Wirken ?
Braucht die Natur die Zeit der Lichtinformation für Ihr Wirken ?
 
Unabhängig von den anderen Antworten, hier meine Ansicht:


Wie wir alle wissen breitet sich das gesamte Universum aus. Seit dem Urknall wächst es unaufhörlich in rasender Geschwindigkeit.

Das ist ja schonmal quasi als Fakt hinzustellen.

Daraus wird auch klar, dass ausserhalb unseres Universums ein Nichts ist, sonst könnte es ja irgendwann nicht mehr weiterwachsen. Das Universum selbst ist also ein Raum im Nichts.

Wäre es ein Raum im Raum, käme wieder die Frage auf, was ausserhalb des zweiten Raums ist. Man muss also einfach akzeptieren, dass dass es auch ein "nichts" gibt, das in keinster Weise definiert werden kann.

Denn ein "nichts" hat keinen Raum und keine Zeit. Man kann nicht hinein gehen, sonst wär es ein Raum. (Erst das sich ausbreitende Universum definiert den Raum). Somit für uns als solches nicht wirklich zu verstehen.

Einfach mal ein bisschen drüber nachdenken....


Was vor dem Universum da war bzw wie es erst zum urknall kommen konnte, bleibt ein großes Rätsel. Es ist IMHO unmöglich, soetwas für unsere Gedanken erklären zu können. Egal, wie es geschehen ist, wir würden es mit Sicherheit nicht richtig verstehen können.


Meine Theorie wäre ja, dass unser Universum bestandteil eines Atoms (bzw einer noch kleineren Einheit) in einem anderen Universum ist bzw jedes jedes Atom in unserer Welt auch galaxien enthält - wahrscheinlich für uns so klein, dass wir es in unserem Universum nie erblicken werden. Vielleicht ähnlich einem Physikalischem gesetz - Wer weis das schon?

Hier bleibt aber auch wieder die Frage: Gab es einen Anfang? Irgendwo muss ja alles herkommen.
Würde man sagen: Unser universum kam von da und dort, und entstand so, käme wiederum die Frage auf wie entstand das "da" und "dort".

Wie du siehst, ich muss hierfür wieder Ortsangaben in einem (vielleicht) "nichts" angeben. Ein Widerspruch in sich.

Wie gesagt, würde es eine Antwort geben, würden wir sie nicht verstehen bzw. so eine Information könnten wir nicht in Schrift oder gar Gedanken festhalten, da wir es uns in keinster weise vorstellen können.

Entweder man akzeptiert das Nichts, oder man akzeptiert die unendlichkeit der universen im universum im universum im universum usw....


Wir sind nur dumme Menschen. Das Universum steht einfach über uns. Würden wir es vollständig verstehen können, wären wir wahrscheinlich sowas wie die Vollkommenheit des Seins...

Denn wer weis, was es neben Raum und Zeit noch so alles gibt? Wir haben nur die Mittel und sinne, die wir nunmal haben. Wir können nur das definieren, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen oder mit unseren von uns gebauten maschinen messen können und mit unseren Gedanken formulieren können. Wer sagt aber, dass das schon alles ist? Es könnte ja auch weitere Universen geben, in denen alles komplett anders funktioniert. Das kann man einfach nicht wissen.

Wer sagt, dass wir mit unseren Mitteln und wissen am Rande des universellen Maßstabs sind? Für andere Spezies könnten wir primitiv wie ein kleines Bakterium sein. Dann hätten wir nichtmal nen Bruchteil derer Sinnenesmöglichkeiten und Gedanken, und wären dann auch in keinster Weise in der Lage, auch nur einen Bruchteil von allem zu verstehen.


Man muss sich einfach damit abfinden, nicht alles wissen und verstehen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ThomasK_7
Die Zeit ist ein Naturgesetz wie alle anderen auch.
Ein Proton braucht nun mal eine bestimmte Zeit, um den Atomkern zu umrunden.
Darauf baut unser Universum auf. Im Großen wie im kleinen.

Warum soll es für die Natur Sinn machen, nach Zeit zu unterscheiden ?

Die Natur funktioniert sowieso nur nach ihren Gesetzen.
Die Natur ist nur die Summe ihrer Naturgesetze. Mehr nicht.
Aber ohne eine feste Konstante, der Zeit, wäre sie nicht so entstanden wie wir sie kennen.
Natürlich ist feste Konstande relativ zu betrachten^^

Zu deinen Beispielen a-e sag ich nur: a, morgen wird sie explodieren. auch vom Rand des Universums aus betrachtet.

Oder würde für dich eine Rakete erst dann explodieren, wenn du nach 3 Sekunden in über 1km Entfernung den Knall wahrnimmst?

Wann passiert etwas und wann kann ich es wahrnehmen? Sind zwei verschiedenen Dinge.

Falls e) als einzige singulare Lösung richtig sein sollte, wofür braucht die Natur dies?
Fragst du jetzt nach einem Sinn? Es ist, wie so viele andere Dinge, so wie es ist.

Ansonsten ist es der Natur meines Erachtens völlig egal, zu welchem Zeitpunkt sich Energie umwandelt. Auch der Energieumwandlungsprozess bedarf meines Erachtens keiner Zeiteinteilung, um sicherzustellen, dass nicht alles auf einmal passiert - weil eben alles auf einmal passiert - weil für die Natur "immer jetzt ist"!

Natürlich ist es der Natur egal. Nicht egal kann es nur einen emotiongesteuerteren Lebewesen sein.
Aber der Energieumwandlungsprozess bedarf unbedingt einer Zeiteinteilung. Ohne Zeiteinteilung könnte die Reaktion vor der Aktion sein.
Das geht nicht.
Nicht im unserem Universum.

PS: Computer würden ohne ein bestimmtes festes Naturgesetz auch nicht funktionieren. Ratet mal welches ich meine?
 
cal1s schrieb:
Alles nur Theorie. Auch die Evolutions(theorie) ist eben genau das. Nur eine Theorie. Bis heute kann die Wissenschaft nichts davon beweisen.

Da bist Du wohl der Propaganda des Aberglaubens aufgesessen. Was Du meinst ist eine Hypothese! Oder betrachtest Du die Gravitationstheorie auch 'nur' als Theorie die vielleicht gar nicht existiert?
 
Zu deinen Beispielen a-e sag ich nur: a, morgen wird sie explodieren. auch vom Rand des Universums aus betrachtet.
Hhm, das Universum breitet sich ja nicht gleichmäßig aus. Also ist sie je nach Außenstelle einmal vor z.Bsp. 60.000 Lichtjahren und vor anderer Stelle aus z. Bsp. vor 50.000 Lichtjahren explodiert. Verstehst Du meinen Gedankengang? (Gleichzeitigkeit bei Lesch)

Oder würde für dich eine Rakete erst dann explodieren, wenn du nach 3 Sekunden in über 1km Entfernung den Knall wahrnimmst?
Ich sprach bislang nur von einer Informationsquelle, dem Licht. Aber wenn Du so fragst: für mich explodiert sie mit der erstmaligen überzeugenden Wahrnehmung. Falls ich keine Explosion sehe, dann mit dem Explosionsknall. Und wenn ich weder die Explosion sehe noch höre, dann mit der erstmaligen Wahrnehmung der Trümmer inkl. einer Rückrechnung aus Erfahrungswerten. Man könnte auch eine Rakete mit definierter Selbstzerstörung nach 3 Sekunden abschießen und den Beobachter in einen schall- und lichtdichten Bunker setzen. Wann explodiert die Rakete a) für den Betrachter und b) für das Universum?
Wann passiert etwas und wann kann ich es wahrnehmen? Sind zwei verschiedenen Dinge.
Dadurch gibt es z. Bsp. mind. zwei verschiedene Zeiten für das gleiche Ereignis!

Aber der Energieumwandlungsprozess bedarf unbedingt einer Zeiteinteilung. Ohne Zeiteinteilung könnte die Reaktion vor der Aktion sein.
Das geht nicht.
Nicht im unserem Universum.
Was ist Aktion, was ist Reaktion in unserem Universum? Eine willkürliche Festlegung des Menschen. Ich meine, die Natur agiert in sich auf Grund der Quantenmechanik (Aufhebung Ursache/Wirkung) o.ä., nicht auf Grundlage eines abzuarbeitenden Zeitstrahls.

Würden in unserem Universum im Kontrahierungsfall unsere Uhren rückwärts gehen?
Würde sich das Alter der Sterne/Materie von rd. 14 Mrd. Jahren dann wieder verjüngen?

Das sind jetzt keine Scherzfragen!


Das Wort "Prozess" und die Worte "vor" und "danach" stammen aus dem dreidimensionalen menschlichen vergänglichen Blickwinkel auf die Natur. Im höherdimensionalen Raum (>3) kann es durchaus sein, dass z. Bsp. die kürzeste Entfernung zwischen 2 Punkten nicht eine Gerade ist. Hier komme ich aber wieder in den Breich der Multiversen, den ich aus Zeit- und Wortgründen hier jetzt nicht erklären kann.
Wie auch immer, wir bewegen uns hier aktuell im sogenannten Randbereich der aktuellen wissenschaftlichen Forschung. Mehrere Theorien konkurrieren miteinander und eine wird sich in den nächsten Jahrzehnten wohl durchsetzen. Ich bin gespannt, welche das sein wird.
 
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