News AMD spricht über die eigene Turbo-Technologie

Mal eine generelle Frage zu den Turbo-Modi, unabhängig ob AMD oder Intel:

Wenn ich eine Singlethreaded-Anwendung starte, sehe ich auf meinem Quad, dass alle Kerne zu einem viertel belastet sind. Was macht dann der Turbo? Die CPU bzw. Windows limitiert doch nicht selbstständig auf die Hälfte der Cores damit diese jeweils zu ~50% ausgelastet sind und der Turbo beide hochtakten kann.

Sehe ich es deshalb richtig, dass eine Anwendung, sofern sie vom Turbo profitieren will, selbstständig die korrekte Anzahl an Prozessoren wählen muss, auf denen sie läuft? Wenn ja... ist das ja ziemlich doof. Schließlich macht das doch kaum eine (reale) Anwendung.
 
Complication schrieb:
Nicht nur dass die 3 inaktiven Kerne nicht abgeschaltet werden.
Durch das fehlende Powergating bei AMD wird auch die Spannung für alle 6 Kerne erhöht wenn der Turbo anspringt

Bist du dir da sicher? Die aktuellen PhenomII können die Spannung aller Kerne doch schon unabhängig regeln, warum sollte der X6 dann nicht die Spannung nur für einen einzelnen Kern anheben können?
Das powergating ist doch nur das was es ermöglicht einzelne Kerne komplett abzuschalten oder nicht?
 
Bulldozer samt Turbo der 2ten Generation wird wieder ein großer Wurf. Dann kann sich neben Nvidia Intel auch warm anziehen. Die 6 Kerner mit Rubo werden sich sicherlich gut gegen die i Reihen von Intel positionieren und das zu preisen von denen man Intel nur träumen kann.
 
AndrewPoison schrieb:
Wenn ich eine Singlethreaded-Anwendung starte, sehe ich auf meinem Quad, dass alle Kerne zu einem viertel belastet sind. Was macht dann der Turbo? Die CPU bzw. Windows limitiert doch nicht selbstständig auf die Hälfte der Cores damit diese jeweils zu ~50% ausgelastet sind und der Turbo beide hochtakten kann.

Das stimmt so nicht - wenn du wirklich eine anspruchsvolle Singlethread Anwendundung hast (und wir davon ausgehen dass auf dem system sonst absolut nichts laufen würde, was aber natürlich nie der fall ist) dann wäre ein Kern zu 100% ausgelastet und die 3 anderen 0%.

Der Turbo würde diesen einen Kern dann hochtakten und somit mehr Leistung ermöglichen.

Das was du oben beschreibst ist das Verhalten einer Multithread Anwendung die sich selbst auf die Kerne aufteilt, in diesem Fall bringt der Turbo dann nichts.
 
Die Frage ist:
Was passiert wenn ich 4-6 Cores ein ganz kleines bisschen ausgelastet habe durch Multithread Anwendungen im Hintergrund.

Werden die dann umverteilt?
 
NoD.sunrise schrieb:
Bist du dir da sicher? Die aktuellen PhenomII können die Spannung aller Kerne doch schon unabhängig regeln, warum sollte der X6 dann nicht die Spannung nur für einen einzelnen Kern anheben können?
Das powergating ist doch nur das was es ermöglicht einzelne Kerne komplett abzuschalten oder nicht?
Das wäre mir neu dass die Phenom II für jeden Kern eine andere Spannung unterstützen. geht man nach der Anleitung hier für K10stat, so kann die Spannung nur für die jeweiligen P-states definiert werden und zwar für alle Kerne die identische Spannung:
http://www.greencomputingportal.de/index.php/artikel/phenom-ii-undervolting-mit-k10stat/3/
 
Ich habe K10states und Spannung werden ebenso wie Takt einzeln gesteuert.
Die Kerne können unterschiedliche P-States haben. ;)
 
Complication schrieb:
Das wäre mir neu dass die Phenom II für jeden Kern eine andere Spannung unterstützen. geht man nach der Anleitung hier für K10stat, so kann die Spannung nur für die jeweiligen P-states definiert werden und zwar für alle Kerne die identische Spannung:
http://www.greencomputingportal.de/index.php/artikel/phenom-ii-undervolting-mit-k10stat/3/
Ich benutze K10stat auch, und kann deine Aussage bestätigen, das alle Kerne, in den verschieden P-States, immer mit der gleichen Spannung laufen (siehe Grafik unten). Das selbe gilt für C'n'Q, da K10stat nur die Tabellen von C'n'Q ändert und somit K10stat das selbe wie Cool'n'Quiet ist.
Ich dachte auch, bevor ich mir den Phenom II gekauft hab, das jeder Kern eine eigen Spannung bekommt, aber leider ist das nicht der Fall, schade. Deswegen werde ich mir erst wieder eine neue CPU kaufen, wenn AMD die 32nm Teile bringt und da Power Gating einführt, dann sollte das auch mit den verschieden Spannungen klappen und die Kerne sollten auch abschaltbar sein.
 

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Weltenspinner schrieb:
Ich habe K10states und Spannung werden ebenso wie Takt einzeln gesteuert.
Die Kerne können unterschiedliche P-States haben. ;)
Ok ich habe k10stat noch nicht verwendet, doch die Phenoms können diese unterschiedliche Spannungen nur manuell eingestellt bekommen - eine automatische differenzielle Spannungsversorgung gibt es IMHO nicht auf dem PII
 
auch wenns von intel abgekupfert ist, find ichs echt gut und sinnvoll, sowas einzuführen, vorallem bei dieser kernzahl und wenn man singlethreaded programme nutzt.
weiter so:)
 
Hab das mal kurz nachgelesen, offenbar haben die alten Phenom (I) die Kerne unabhängig voneinander takten können, was aber große Probleme mit CnQ gab und daher hat man beim PhII den Takt wieder gebunden auch wenn die Architektur an sich die Kerne mit unabhängigem tak und spannung betreiben könnte.

http://www.anandtech.com/show/2702/6
 
@ gtfan

Naja direkt abgekupfert würde ich es nich nennen, is ja eher 'n logischer Schritt, dass wenn man nich alle Kerne braucht 'n paar davon runterregelt.
 
@nod_sunrise

das mit der unabhängigen Spannung ist ein Problem,
weil man dafür eine ziemlich aufwändige Spannungsversorgung am Mainboard benötigen würde, für jeden der sechs Kerne ein paar Spannungswandler.
Aktuell gibt's da für die CPU AFAIK. nur drei Spannungen. Für Vcore, für die Northbridge+L3 Cache und für den HT3-Link. Man könnte natürlich auf die Idee kommen, irgendwann für die in den Idle-Modus geschickten Kerne zusätzlich eine eigene Spannungsversorgung einzubauen, auf die dann bei Bedarf CPU-Intern umgeschaltet wird.
 
@NoD.sunrise
Danke für den Link - kannte ich noch nicht.
Ist aber witzig wenn man das liest und dann feststellt, dass CnQ das selbe ist wie Turbo. Offensichtlich hat AMD dies lediglich an das Win OS angepasst und dessen verhalten kompensiert die Last auf den Kernen zu "rotieren" - das unterbindet ja jegliche Stromsparfunktion, die lastabhängig geregelt wird.
 
Das mit den unterschiedlichen Spannungen seh ich ja ein, aber warum geht es nich Kerne komplett abzuschalten, das geht doch mit ACC auch, da kannste Kerne aktivieren aber auch deaktivieren. Hab zumindest die Option im Bios aber das Kerndeaktivieren noch nich selbst getestet.
 
NoD.sunrise schrieb:
Das stimmt so nicht - wenn du wirklich eine anspruchsvolle Singlethread Anwendundung hast (und wir davon ausgehen dass auf dem system sonst absolut nichts laufen würde, was aber natürlich nie der fall ist) dann wäre ein Kern zu 100% ausgelastet und die 3 anderen 0%.

Also bei mir ist es nur ganz selten so, dass eine Single-Thread-Anwendung, die 100% Last verursacht wirklich nur auf einem Kern läuft. Stattdessen laufen eben alle Kerne, aber nur zu einem viertel. Manchmal ist es auch so, dass ein Kern vlt. 50% Last hat und die anderen dann nur noch so ~16%. Ist wohl dieses typische Last-Sharing. Jede CPU darf mal rann ;)

/edit: gerade mal testweise Prime95 angeworfen und nur einen Torture-Test-Workerthread (Small FFT) erstellt - alle Kerne knabbern dran rum, mit wechselnder Auslastung. Aber nie nur einer alleine.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube das mit dem komplett deaktivieren ist ein problem auf physikalischer ebene - die kerne sind nunmal mit x leitungen verbunden und es ist daher nicht so einfach die wirklich abzutrennen. Hier kommt dann intels powergating zum einsatz und löst das problem.

Edit: @ AndrewPosion:
Wie gesagt du hast eben nie wirklich nur eine Anwendung am laufen, wenn du diese eine Anwendung startest verteilt Windows eben alle anderen Prozesse die so laufen auf die 3 übrigen kerne.

Lass doch mal etwas wie Prime95 mit nur einer Instanz laufen dann hast du auf einem Kern 100% und die anderen haben halt ihre Grundauslastung von zb 10% weil sie den Rest der Prozesse bearbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weltenspinner schrieb:
Ich habe K10states und Spannung werden ebenso wie Takt einzeln gesteuert.
Die Kerne können unterschiedliche P-States haben. ;)

Das ist eigentlich ja der Unterschied zwischen AM2 und AM2+ und müsste daher auch bei der erste Phenom-Generation schon funktionieren. Nach meinem Kenntnisstand wurde mit AM3 hieran auch nicht noch einmal etwas geändert, was mich auch Hoffnungsvoll macht, dass der Turbo auch in meinem AM2+-Board funktioniert. Wer dagegen noch ein normales AM2 hat, sollte das für die 6-Kern-CPUs dann aber auch mal entsorgen - zumal dort ja auch die 95 bzw. 125W voll anliegen, sobald auch nur _ein_ Kern ausgelastet wird.
 
@Thek
AMD hat das aber wieder Rückgängig gemacht mit den PII - siehe:
NoD.sunrise schrieb:
Hab das mal kurz nachgelesen, offenbar haben die alten Phenom (I) die Kerne unabhängig voneinander takten können, was aber große Probleme mit CnQ gab und daher hat man beim PhII den Takt wieder gebunden auch wenn die Architektur an sich die Kerne mit unabhängigem tak und spannung betreiben könnte.

http://www.anandtech.com/show/2702/6

Der Turbo funktioniert auch mit dem AM2+ Board, da alle Komponeten für den Turbo auf der CPU sitzen.
95W oder 125 W TDP können nicht voll anliegen und AMD macht den Turbo auch nicht von der Wärme abhängig wie Intel
 
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