Hmm, ich kann mich nur noch daran errinnern, dass ich und ein Kumpel mal die Geschwindigkeit beim Encodieren eines Videos mit Videomach verglichen haben, da brauchte sein Barton @ 3200+ etwa 12 Minuten, während mein Pentium 4 @ 3,0 GHz die ganze Sache in 5 Minuten erledigte. Okay, mein Speicher war vielleicht ein bisschen schneller (DDR 500 vs. DDR 333), aber trotzdem. Und wenn man sich Benchmarkergebnisse ankuckt wie z.B.
das, sieht man, dass der Athlon 64 gegenüber dem XP bei Multimedia-Bearbeitung so gut wie keinen Vorteil hat. D.h. der Unterschied bei Multimediabearbeitung zwischen Intel Pentium 4 und AMD Athlon 64 ist weitaus schwerwiegender als die paar Frames mehr in Spielen. Ich gestehe ein, dass der Athlon 64 ein sehr guter Prozessor zum Spielen ist, aber wenn selbst wenn du 50% spielst/50% arbeitest, würde ich eher zum P4 greifen, da dieser ein Multitalent ist, während der A64 eher an die Gamer gerichtet ist.
Damals hätte man noch sagen können, AMD hat das bessere Preis/Leistungsverhältnis, aber eine Athlon 64 Plattform ist mindestens genauso teuer wie ein P4 System, und wenn du dich nicht gerade zu den Hardcore Gamern zählst, würde ich davon abraten. Keiner weiß, wann Windows XP 64 Bit kommt, zwar wird der A64 dann schon deutlich von der Entfaltung seiner Möglichkeiten profitieren, aber bis dahin zählt er auch wieder zum alten Eisen. Dann bleibt noch der Punkt Hyper-Threading: Nach meinen Erfahrungen ein sehr nützliches Feature. Ich habe bei den hochgezüchteten XP's von meinen Bekannten erlebt, dass es zu Stocken beginnt, sobald mehrere rechenintensive Prozesse gleichzeitig laufen. Bei mir hatte ich nie solche Probleme gehabt, HT sei dank.
Ist mir egal, ob es jetzt negatives Karma hagelt, ich wollte nur die Gründe verdeutlichen, warum ich mich für ein P4 System entschieden habe. Wenn dein Freund aber nur Luftkühlung verwenden will, würde ich eher zum Northwood greifen, da dieser aufgrund der geringeren Verlustleistung mit LuKü bessere Übertaktungsresultate ermöglicht und gleichgetaktet schneller ist.
Ein Vorteil fällt mir noch ein für den Athlon 64: Dein Freund macht sich damit beliebter. Die meisten unwissenden halten Intel für ein großes, böses Monopol, gegen das man mit aller Kraft vorgehen sollte. Und 64 Bit klingen marketing-technisch sinnvoller als Hyper-Threading. Ganz abgesehen davon, dass AMD in der Vergangenheit einen deutlich besseren Ruf hatte, weil sich Intel damals viele Patzer erlaubt hat (der P4 Willy mit RAMBUS, den kein Mensch bezahlen konnte etc.). Eigentlich sollte es jedem selbst überlassen sein, für was für einen Hersteller man sich entscheided, aber abgesehen von Autos fällt mir spontan kein besseres Beispiel ein für einen Markenkrieg, der so von Klischees überladen ist, wie die Glaubensfrage nach dem CPU-Hersteller.