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Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden
- Ersteller Affe007
- Erstellt am
Adam_Smith
Lt. Commander
- Registriert
- Aug. 2007
- Beiträge
- 1.548
Leider werden derartig schreckliche Ereignisse viel zu selten zum Anlass genommen um Dinge wirklich tiefgreifend und mit einer langfristigen Strategie zu ändern...
Aber gerade auch deswegen sollten die Bürger sich nicht untereinander bekämpfen nach dem Motto: "Wenn der eine nichts gibt / leistet, dann müssen wir das auch nicht."
Denn das passiert immer wieder:
- PC Spieler dreschen auf Waffenbesitzer und die Familienpolitik.
- Waffenbesitzer dreschen auf PC Spieler und die Schulen
- Die Regierung scheut sich davor bei der Schul- und Familienpolitik langfristige Strategien umzusetzen und drischt auf PC-Spieler und vllt. noch die Waffenbesitzer ...
Und die Medien suchen sich das Opfer raus, was am meisten Quote bringt.
Am Ende passiert nichts tiefgreifendes und alle warten gespannt auf den nächsten Amoklauf.
Dieses Verhalten sieht man bei Politikern ebenso stark wie hier im Forum.
Proaktiv wäre dabei eher die Herangehensweise zu hinterfragen, was im eigenen Bereich getan werden kann / muss.
- D.h. die PC Spieler überlegen sich ob wirklich alle Spiele erlaubt sein sollten oder ob es bei der Gewaltdarstellung nicht auch klar definierte Regeln geben sollte.
- Die Waffenbesitzer überlegen sich wie man denn die eigenen Waffen noch besser vor Missbrauch schützen könnte (das dies gehen kann zeigte unsere Diskussion auf der letzten Seite)
- Die Eltern überlegen sich zusammen mit der Politik wie man sie besser bei der Erziehung der Kinder unterstützen könnte. (Warum zur Hölle gibt es so wenige Seminare wo den Eltern die Kindererziehung beigebracht wird?!)
- Die Schulen überlegen zusammen mit der Politik wie man Menschen mit psychischen Problem in den Schulen besser entdecken kann
- ...
Doch fängt man an im eigenen Bereich kritische Fragen zu stellen, wird man viel zu schnell zum Nestbeschmutzer, gibt irgendwann auf und nichts passiert.
Klassisches Beispiel ist dieses Forum hier ...
Aber gerade auch deswegen sollten die Bürger sich nicht untereinander bekämpfen nach dem Motto: "Wenn der eine nichts gibt / leistet, dann müssen wir das auch nicht."
Denn das passiert immer wieder:
- PC Spieler dreschen auf Waffenbesitzer und die Familienpolitik.
- Waffenbesitzer dreschen auf PC Spieler und die Schulen
- Die Regierung scheut sich davor bei der Schul- und Familienpolitik langfristige Strategien umzusetzen und drischt auf PC-Spieler und vllt. noch die Waffenbesitzer ...
Und die Medien suchen sich das Opfer raus, was am meisten Quote bringt.
Am Ende passiert nichts tiefgreifendes und alle warten gespannt auf den nächsten Amoklauf.
Dieses Verhalten sieht man bei Politikern ebenso stark wie hier im Forum.
Proaktiv wäre dabei eher die Herangehensweise zu hinterfragen, was im eigenen Bereich getan werden kann / muss.
- D.h. die PC Spieler überlegen sich ob wirklich alle Spiele erlaubt sein sollten oder ob es bei der Gewaltdarstellung nicht auch klar definierte Regeln geben sollte.
- Die Waffenbesitzer überlegen sich wie man denn die eigenen Waffen noch besser vor Missbrauch schützen könnte (das dies gehen kann zeigte unsere Diskussion auf der letzten Seite)
- Die Eltern überlegen sich zusammen mit der Politik wie man sie besser bei der Erziehung der Kinder unterstützen könnte. (Warum zur Hölle gibt es so wenige Seminare wo den Eltern die Kindererziehung beigebracht wird?!)
- Die Schulen überlegen zusammen mit der Politik wie man Menschen mit psychischen Problem in den Schulen besser entdecken kann
- ...
Doch fängt man an im eigenen Bereich kritische Fragen zu stellen, wird man viel zu schnell zum Nestbeschmutzer, gibt irgendwann auf und nichts passiert.
Klassisches Beispiel ist dieses Forum hier ...
Naja, ich als schon älterer erwachsener PC-Spieler möchte schon selber entscheiden, was ich möchte und was nicht. Da ich ein Fan der Resi-Serie bin, hoffe ich, das eine ordentliche PC-Umsetzung des 5 Teils demnächst erscheint. Diese Serie wäre ohne die explizite Darstellung von Gore und Splatter dem Genre überhaupt nicht gerecht. Jüngst gibt es mal wieder eine Hetzreportage von Rainer Fromm über genau dieses Spiel und andere:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Brutale_Computerspiele_-_Forscher_warnen/739498?inPopup=true
Diese eindimensionale und propagandistisch anmutende Berichterstattung ist schlichtweg unterste Schublade einer journalistischen Recherche zu einer speziellen Thematik der virtuellen Darstellung von verschiedenen Handlungen und Abläufen. Das Vokabular kommt denn auch schön reisserisch rüber, um der älteren ZDF-Generation zu zeigen, wie verdorben doch unsere heutige Jugend ist. Kein einziges Wort, von dem, was gezeigt wird, das die Mehrzahl der gezeigten Spiele erst ab 18 Jahre zugelassen sind. Wirklich sehr seriös das Ganze.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Brutale_Computerspiele_-_Forscher_warnen/739498?inPopup=true
Diese eindimensionale und propagandistisch anmutende Berichterstattung ist schlichtweg unterste Schublade einer journalistischen Recherche zu einer speziellen Thematik der virtuellen Darstellung von verschiedenen Handlungen und Abläufen. Das Vokabular kommt denn auch schön reisserisch rüber, um der älteren ZDF-Generation zu zeigen, wie verdorben doch unsere heutige Jugend ist. Kein einziges Wort, von dem, was gezeigt wird, das die Mehrzahl der gezeigten Spiele erst ab 18 Jahre zugelassen sind. Wirklich sehr seriös das Ganze.
Adam_Smith
Lt. Commander
- Registriert
- Aug. 2007
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- 1.548
Paradebeispiel für meinen vorhergehenden Post ...
Wieso wäre sie dann nicht gerecht?!
Was hat übertriebene Gewaltdarstellung denn mit Gerechtigkeit zu tun?
Aber wenn man selbst nicht anfängt vor seiner Haustür zu kehren, dann wird nie was aus der besseren Welt.
Ich für meinen Teil bin sicherlich ein Freund von PC Games und spiele auch gerne mal Shooter. Aber es gibt eben Grenzen und die beginnen genau da wo man Sätze wie den oben zitierten hört ...
Wenn nämlich die Gewaltdarstellung derart essentiell für dieses Spiel zu sein scheint, dann ist das Spiel einfach krank, menschenverachtend und hat auf dem Markt nichts zu suchen. Meine Meinung!
Und wenn dann die Medien etwas reißerisch über derartiges Machwerk berichten, dann ist das vielleicht suboptimal aber keinesfalls verwerflich. Du lieber Mosla hast in der Vergangenheit auch so manche reißerische Quelle zur Unterstützung deiner eigenen Argumentation benützt ...
Diese Serie wäre ohne die explizite Darstellung von Gore und Splatter dem Genre überhaupt nicht gerecht.
Wieso wäre sie dann nicht gerecht?!
Was hat übertriebene Gewaltdarstellung denn mit Gerechtigkeit zu tun?
Aber wenn man selbst nicht anfängt vor seiner Haustür zu kehren, dann wird nie was aus der besseren Welt.
Ich für meinen Teil bin sicherlich ein Freund von PC Games und spiele auch gerne mal Shooter. Aber es gibt eben Grenzen und die beginnen genau da wo man Sätze wie den oben zitierten hört ...
Wenn nämlich die Gewaltdarstellung derart essentiell für dieses Spiel zu sein scheint, dann ist das Spiel einfach krank, menschenverachtend und hat auf dem Markt nichts zu suchen. Meine Meinung!
Und wenn dann die Medien etwas reißerisch über derartiges Machwerk berichten, dann ist das vielleicht suboptimal aber keinesfalls verwerflich. Du lieber Mosla hast in der Vergangenheit auch so manche reißerische Quelle zur Unterstützung deiner eigenen Argumentation benützt ...
th3o
Admiral
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- Aug. 2004
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- 9.056
Gore und Splatter gehören definitiv in bestimmten Genres, wie zb in Fantasyspielen, die sich an eine Welt bevölkert von Orcs, Untoten etc anlehnen dazu. Aktuellste Beispiele sind etwa die Gameplay-Videos von Diablo 3. Dass Gore oder Splattereffekte zu Gewalt anregen würden, ist ziemlicher Humbug, da diese "Nebeneffekte" nun mal per definitionem zu dieser Fantasywelt gehören. Ich weiß nicht wie glaubwürdig es wäre, wenn beim Zerbersten eines Monsters statt Körperteile und Blut dann Blümchen und Gummibärensaft sich über den Boden verteilen würden. Ich glaube dass jeder, der in diesem Genre beheimatet ist, sich einfach nur verarscht vorkommen würde.
Bevor man sich überlegt, dass man die Pixelwelten von Gewalt befreien sollte, sollte man lieber vorher die reale Welt von ihrer strukturellen Gewalt befreien, den Hunger auf der Welt abschaffen (die technischen Möglichkeiten sind schon lange dafür da), die Kriege um Macht, Reichtum, Religion abstellen usw. usf. Verglichen damit nimmt sich die Diskussion um die Darstellung von Splattereffekten in Videospielen wie eine Diskussion für gelangweilte Wohlstandbürger aus und wirkt einfach nur panne.
Bevor man sich überlegt, dass man die Pixelwelten von Gewalt befreien sollte, sollte man lieber vorher die reale Welt von ihrer strukturellen Gewalt befreien, den Hunger auf der Welt abschaffen (die technischen Möglichkeiten sind schon lange dafür da), die Kriege um Macht, Reichtum, Religion abstellen usw. usf. Verglichen damit nimmt sich die Diskussion um die Darstellung von Splattereffekten in Videospielen wie eine Diskussion für gelangweilte Wohlstandbürger aus und wirkt einfach nur panne.
Wintermute
Fleet Admiral
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- 14.729
Adam_Smith schrieb:Wenn nämlich die Gewaltdarstellung derart essentiell für dieses Spiel zu sein scheint, dann ist das Spiel einfach krank, menschenverachtend und hat auf dem Markt nichts zu suchen. Meine Meinung!.
Passt gerade ...
RTL2 News zeigten gerade um 20:06 wie ein Mann gefoltert, Sand in den Mund gestopft bekommt, knappt neben ihm in den Sand geschossen wird und er dann am Ende von einem SUV überfahren wird. Wenigstens haben sie ausgeblendet, bevor der Reifen den zusammengekrümmten Mann erreichte. Allerdings tat das schon weh genug ... wenn man auch nur ein wenig Fantasie besitzt, weiß man was gleich mit ihm passiert.
Ich glaub´ ich Spinne ... oO Um 20:00 sitzen noch die ein oder anderen Kids mit dabei aufm Sofa, die knapp das zweistellige Alter erreicht haben.
Und dann auf den bösen Spielen rumreiten. Sicherlich gibts da auch Grenzen, aber was im TV teilweise abgeht ist schlimmer. Denn es ist die Realität.
Vorher wurde erwähnt, dass man an allen Bereichen arbeiten sollte. Genau das stimmt. Meine Fresse ...
//edit:
Mal sehen, was dazu in der Bild stehen wird. Also welche Bilder die verwerten werden.
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walter09
Lt. Commander
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hm, ist schon ne Weile her, aber trotzdem das ganze mal aus ner anderen Sicht (Vorsicht, Prof. Pfeiffer inside!):
http://www.emma.de/amok_recht_auf_wahrheit_2009_3.html
http://www.emma.de/ermittlungen_winnenden_2009_05_28.html
http://www.emma.de/teaser_beinahe_amoklaeufer_sven_2009_3.html
http://www.emma.de/amok_recht_auf_wahrheit_2009_3.html
http://www.emma.de/ermittlungen_winnenden_2009_05_28.html
http://www.emma.de/teaser_beinahe_amoklaeufer_sven_2009_3.html
sverebom
Vice Admiral
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Adam_Smith schrieb:Ich für meinen Teil bin sicherlich ein Freund von PC Games und spiele auch gerne mal Shooter. Aber es gibt eben Grenzen und die beginnen genau da wo man Sätze wie den oben zitierten hört ...
Wenn nämlich die Gewaltdarstellung derart essentiell für dieses Spiel zu sein scheint, dann ist das Spiel einfach krank, menschenverachtend und hat auf dem Markt nichts zu suchen. Meine Meinung!
Der Meinung kann ich mich anschließen und vielleicht ist die Frage, welche Spiele auch ohne ihre Gewaltdarstellung funktionieren würden bzw. auf welche Gewaltdarstellungen verzichtet werden kann, ein guter Ansatzpunkt, um die "echten Killerspiele" von den "normalen gewalthaltigen" Spielen zu unterscheiden. Klar, so einfach wie es klingen mag, ist es dann doch nicht, denn für einen müssen Blutlachen und um Gande winselnde Gegner dazu gehören, für den anderen wiederum nicht.
Far Cry 2 kommt ohne Frage nicht ohne Gewalthandlungen aus. Man muss die gegnerischen Guerillakämpfer, die einen angreifen oder im Handlungsverlauf im Wege stehen, eliminieren. Dies geschieht aber in Far Cry 2 und den meisten anderen Ego-Shootern so zurückhaltend wie möglich. Bei einem Treffer spritzt ein wenig Blut, dass in der Regel nicht in riesigen Lachen zurück bleibt, und tödlich getroffene Gegner schreien kurz "Aaaah" und fallen um. Nichts für Kinder, aber auch keine unmenschliche Zurschaustellung von Gewalt gegen wehrlose Menschen. Vor allem aber leben die meisten Ego-Shooter wie Far Cry oder Half Life von ihrer Geschichte, von ihrer virtuellen Umwelt und von der mal mehr mal weniger großen Herausforderung, gegen die KI und geskriptete Ereignisse zu bestehen. Der Spieler wird nicht mit dem Spielziel, möglichst viele Menschen möglichst brutal abzuschlachten, in das Spiel geworfen und diese Spiele bieten auch keine Szenarien, ein solches Spielziel, dass man ja durchaus auch für sich selbst wählen kann, umzusetzen.
Grenzwertig sind da für mich Shooter wie Stalker oder F.E.A.R. Bei Stalker ist mir im Gedächtnis geblieben, dass die getroffene Menschen auch mal sterbend über den Boden robben und um den Gnadenschuss betteln. Solche Handlungen finde ich absolut unnötig und unangemessen. Das Spiel bräuchte diese Handlungen nicht, um eine noch dichtere Atmosphäre zu schaffen. Und für die Story von Stalker sind derartige Details ebenso absolut überflüssig. An der Stelle bin ich der Meinung, dass sich die Industrie auch mal hinterfragen lassen muss und vor allem noch lernen muss, wo der Gewaltdarstellung Grenzen gesetzt sein sollten. Nun wird wieder jemand sagen, dass er genau solche Spielinhalte einfordert, dass er sie braucht und dass ihm gefälligst niemand vorzuschreiben habe, wie er seine Freizeit verbringt. Aber ich finde es durchaus bedenklich, wenn jemand von sich behauptet, dass er sowas braucht, um seine Freizeit genießen zu können. Wie mag sich ein Mensch, der seine Freizeit mit extremen Gewaltdarstellungen füllt, in einer extremen Stresssituation verhalten? Merke: Die Entwicklung wird nicht erst dann schlimm, wenn jemand mit einer Waffe in seine Schule oder in seine Firma rennt und ein Dutzend Menschen tötet. Es ist schon dann schlimm, wenn jemand in Stresssituation eher zu Gewalt (nicht zwangsläufig körperliche Gewalt) neigt, nur weil er sich jahrelang in seiner Freizeit mit extremen Gewaltdarstellungen berieselt hat.
Gore und Splatter gehören definitiv in bestimmten Genres, wie zb in Fantasyspielen, die sich an eine Welt bevölkert von Orcs, Untoten etc anlehnen dazu. Aktuellste Beispiele sind etwa die Gameplay-Videos von Diablo 3. Dass Gore oder Splattereffekte zu Gewalt anregen würden, ist ziemlicher Humbug, da diese "Nebeneffekte" nun mal per definitionem zu dieser Fantasywelt gehören. Ich weiß nicht wie glaubwürdig es wäre, wenn beim Zerbersten eines Monsters statt Körperteile und Blut dann Blümchen und Gummibärensaft sich über den Boden verteilen würden. Ich glaube dass jeder, der in diesem Genre beheimatet ist, sich einfach nur verarscht vorkommen würde.
Aber braucht Diablo 3 Splattereffekte? Braucht Stalker Menschen, die im sterben liegend um Gande winseln? In beiden fällen lautet die Antwort sicherlich nein. Wofür also derartige Szenen in diese Spiele integrieren? Wer jetzt darauf antwortet "Na weil es voll geil ist!", der sollte sich mal den Kopf waschen lassen und mal in sich gehen. Und nein, ich glaube nicht, dass Diablo-Spieler durch platzende Pixelhaufen zu Gewalt animiert werden, sträube mich aber dennoch dagegen, dass derartige Szene in Spiele einfügt, die diese Szenen gar nicht brauchen. Im Übrigen spiele ich Fantasyspiele seit dem Zeitpunkt, da Heimcomputer in Lage sind, mehr darzustellen als Textadventures, und ich bin mir sicher, dass Fantasyspiele derartige Szenen nicht brauchen und nie gebraucht haben.
Bevor man sich überlegt, dass man die Pixelwelten von Gewalt befreien sollte, sollte man lieber vorher die reale Welt von ihrer strukturellen Gewalt befreien, den Hunger auf der Welt abschaffen (die technischen Möglichkeiten sind schon lange dafür da), die Kriege um Macht, Reichtum, Religion abstellen usw. usf. Verglichen damit nimmt sich die Diskussion um die Darstellung von Splattereffekten in Videospielen wie eine Diskussion für gelangweilte Wohlstandbürger aus und wirkt einfach nur panne.
Ich denke, dass es für die Motivation von Tim K. ziemlich egal war, ob in Zentralafrika Kinder an Hunger sterben. Im Übrigen hat das eine wenig bis gar nichts mit dem anderen zu tun. Man kann nicht alles damit legitimieren, dass man mit dem Finger auf noch größere Probleme in der weiten Welt weisen kann.
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Frontplayer
Lieutenant
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Ich dachte in einem Rechtsstaat benötigt man einen Grund etwas verbieten zu können und nicht einen Grund etwas nicht verbieten zu dürfen.
Die Prämisse ist: Alles ist erlaubt.
Ausnahme: Ein Verbot ist notwendig/verhältnismäßig.
Und nur weil Politiker es nicht wagen "die Wurzel des Bösen" beim Namen zu nennen, weil diese Wurzel nunmal auch Wählerstimmen hat, kann dies schwerlich ein Verbot von solchen Spielen rechtfertigen.
Denn wer selbst noch nie Verantwortung übernommen hat, kann dies auch nich von anderen verlangen.
Mal vollkommen abgesehen davon, dass ein solches Verbot in keinster Weise zielführend ist. Jemand der Suizidgedanken hat, depressiv ist und einen Rundumschlag "in sich trägt" wird mittel und Wege finden an solche Titel ranzukommen. Oder ist hier jemand dem Irrglauben erlegen, dass jeder "Killerspiel-Spieler" sich das Game im tatsächlich Laden kauft.
In den sog. Familiendramen in denen meist der Vater aus welchen Gründen auch immer seine Familie abschlachtet steht fest, dass er entweder im Zeitpunkt der Tatbegehung alkoholisiert war und/oder sich über lange Zeit hinweg in eine Depression "hineingesoffen" hat. Was ist die Ursache? Der Alkohol?
Oder Flatratesaufen. Was ist die Ursache? Da kommen Sprüche wie "Die Jugend von heute ist so verkommen". Alkoholverbot? Um Gottes Willen.
Monokausal ist das wenigste. Aber wenn wir so tun können als täten wir was....kann uns ja keiner etwas nachsagen. Auch, wenn wir versuchen Kühen das Fliegen beizubringen.
Die Prämisse ist: Alles ist erlaubt.
Ausnahme: Ein Verbot ist notwendig/verhältnismäßig.
Und nur weil Politiker es nicht wagen "die Wurzel des Bösen" beim Namen zu nennen, weil diese Wurzel nunmal auch Wählerstimmen hat, kann dies schwerlich ein Verbot von solchen Spielen rechtfertigen.
Denn wer selbst noch nie Verantwortung übernommen hat, kann dies auch nich von anderen verlangen.
Mal vollkommen abgesehen davon, dass ein solches Verbot in keinster Weise zielführend ist. Jemand der Suizidgedanken hat, depressiv ist und einen Rundumschlag "in sich trägt" wird mittel und Wege finden an solche Titel ranzukommen. Oder ist hier jemand dem Irrglauben erlegen, dass jeder "Killerspiel-Spieler" sich das Game im tatsächlich Laden kauft.
In den sog. Familiendramen in denen meist der Vater aus welchen Gründen auch immer seine Familie abschlachtet steht fest, dass er entweder im Zeitpunkt der Tatbegehung alkoholisiert war und/oder sich über lange Zeit hinweg in eine Depression "hineingesoffen" hat. Was ist die Ursache? Der Alkohol?
Oder Flatratesaufen. Was ist die Ursache? Da kommen Sprüche wie "Die Jugend von heute ist so verkommen". Alkoholverbot? Um Gottes Willen.
Monokausal ist das wenigste. Aber wenn wir so tun können als täten wir was....kann uns ja keiner etwas nachsagen. Auch, wenn wir versuchen Kühen das Fliegen beizubringen.
sverebom
Vice Admiral
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Frontplayer schrieb:Mal vollkommen abgesehen davon, dass ein solches Verbot in keinster Weise zielführend ist. Jemand der Suizidgedanken hat, depressiv ist und einen Rundumschlag "in sich trägt" wird mittel und Wege finden an solche Titel ranzukommen. Oder ist hier jemand dem Irrglauben erlegen, dass jeder "Killerspiel-Spieler" sich das Game im tatsächlich Laden kauft.
Man sollte an der Stelle nicht unter den Tisch kehren, dass es Fälle gibt, in denen Täter und Beinahetäter berichtet haben, dass sie erst durch Gewaltmedien auf die Idee gekommen sind, mit einer Waffe durch eine Schule oder eine Firme zu rennen und Leute zu erschießen. Gewaltmedien sind schon ein Teil des Problems und ich bin auch der Meinung, dass Grenzen gesetzt werden müssen, und zwar in allen Medien. Aber pauschale Verbote, die u.a. dazu führen, dass die Probleme und Gefahren vergessen werden, weil man glaubt, die Probleme und Gefahren beseitigt zu haben (vergleiche ähnliche Mechanismen, die bei den Internetsperren eintreten würden), sind nicht der richtige Weg.
pancakeboy
Cadet 2nd Year
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Erstens würde ich einen Irren niemals als seinen eigenen Gutachter akzeptieren und zweitens gibt es ja längst Grenzen bei Medien in Deutschland.
In Österreich gibt es übrigens keine FSK oder uSK, soweit ich weiss. Wieviele Amokläufe haben die da?
In Österreich gibt es übrigens keine FSK oder uSK, soweit ich weiss. Wieviele Amokläufe haben die da?
Frontplayer
Lieutenant
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GevatterTod schrieb:Man sollte an der Stelle nicht unter den Tisch kehren, dass es Fälle gibt, in denen Täter und Beinahetäter berichtet haben, dass sie erst durch Gewaltmedien auf die Idee gekommen sind, mit einer Waffe durch eine Schule oder eine Firme zu rennen und Leute zu erschießen. Gewaltmedien sind schon ein Teil des Problems und ich bin auch der Meinung, dass Grenzen gesetzt werden müssen, und zwar in allen Medien. Aber pauschale Verbote, die u.a. dazu führen, dass die Probleme und Gefahren vergessen werden, weil man glaubt, die Probleme und Gefahren beseitigt zu haben (vergleiche ähnliche Mechanismen, die bei den Internetsperren eintreten würden), sind nicht der richtige Weg.
Es ist sicher richtig, dass manche erst durch solche Medien "Anreizpunkte" oder "Vorbilder" finden. Dennoch ist das "Gewaltmedium niemals, und davon bin ich felsenfest überzeugt, die Inizialzündung "des Unheils". Ein Mensch geht nicht, weil er "The Saw" gesehen hat in den Hornbach und fragt nach einer Benzinkettensäge, weil er aufgrund des Filmes plötzlich erkannt hat, dass er seine Umgebung hasst und gerne mal was ablassen will.
Die innere Unruhe, Unzufriedenheit, der Hass auf die Umwelt ist des Übels Wurzel. Ist jemand nicht so voller Hass auf seine Umwelt und hat von seinen Eltern und seiner Umgebung ein einigermaßen sachgerechtes Bild, wird das passieren was mir passiert, wenn ich mit solchen Gewaltmedien in Kontakt komme. Ich spiele brav meine Killerspiele, gehe alle 14 Tage meine Kiste paint beim Paintball verblasen und setze mich danach mit den Leuten hin und trinke gemütlich was. Bis jetzt habe ich weder eine Körperverletzung irgendeiner Art (die mit Einwilligung wie etwa Fußball oder Paintball zählen hoffentlich nicht) begangen. Ich bin zwar auch der Meinung, dass solche Filme wie "The Saw" keinerlei Wert für mich persönlich haben. Jedoch bin ich mir auch im Klaren darüber, dass meine Wertschätzung bzgl. Kunst, Film oder vielen anderen Dingen schwerlich eine Maßstab für ein eventuelles Verbot sein kann.
Mich packt jedoch der blanke Zorn und die Verzweiflung, wenn ich sehe wie sich die Massen von dem Dummgeschwätz(so dürfen wir sie ja mittlerweile beim Namen nennen) unserer sog. politischen Elite blenden lässt. Das Problem ist de facto nicht die Existenz von sog. "Gewaltmedien". Und nur weil die Politik sich nicht mit komplexeren Dingen auseinandersetzen kann, lasse ich mir nicht solche Phrasen an den Kopf werfen und sitze still da.
Es ist die Unfähigkeit der Gesellschaft Verantortung für ihre eigenen Fehler zu übernehmen.
WIR haben die Pflicht uns unseres Nachwuchses anzunehmen, WIR haben die Pflich unseren "Nächsten" nicht wie Dreck zu behandeln.
PS: Wie grenzenlos dumm unsere politische "Elite"(die wenigen Ausnahmen sind schon fast keiner Erwähnung wert) ist, erkennt man wieder an der gestrigen Oraldiarrhoe von Herrn Steinmeyer bzgl. Herrn Guttenberg. Und von solchen Figuren lasse ich mir bestimmt mein Weltbild nicht formen.
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub man kann es drehn und wenden wie man will.
Die Kernkomponente ist und bleibt der Mensch.
Sofern wir nicht wie bei Kampfhunden einen "Wesenstest" einführen wir es immer wieder zu "Ausrastern" kommen (und selbst mit Test lässt sich das nicht ausschließen).
Aber ein solcher Test würd gegen jedes Menschenrecht/Würde verstoßen und wohl selbst in China und Nord-Korea nicht durchführbar sein.
Es ist zwar bedauerlich daß es zu entsprechenden Opfern kommt, jedoch sterben tagtätlich weit mehr Menschen an anderen Ursachen. Vll sollte man erstmal da ansetzen!
Die Kernkomponente ist und bleibt der Mensch.
Sofern wir nicht wie bei Kampfhunden einen "Wesenstest" einführen wir es immer wieder zu "Ausrastern" kommen (und selbst mit Test lässt sich das nicht ausschließen).
Aber ein solcher Test würd gegen jedes Menschenrecht/Würde verstoßen und wohl selbst in China und Nord-Korea nicht durchführbar sein.
Es ist zwar bedauerlich daß es zu entsprechenden Opfern kommt, jedoch sterben tagtätlich weit mehr Menschen an anderen Ursachen. Vll sollte man erstmal da ansetzen!
sverebom
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@Frontplayer
Ich wollte nicht sagen, dass Gewaltmedien der initiale Auslöser für die Entwicklung eines Amoktäters sind. Das sind sie ganz gewiss nicht. Ich wollte nur fest halten, dass Gewaltmedien bei einem Menschen, der äußerst labil, verwirrt und voller Hass ist und bereits das Potential für eine Amoktat entwickelt hat, durch Gewaltmedien den letzten Kick oder die Idee, ihre abnormalen Probleme und Wesenszüge in Gewalt gegen sich und andere zu entlanden, erhalten kann. Gewaltmedien sind nicht das ursächliche Problem, aber sie sind nach meinem Dafürhalten ein Teil des Problems und verdienen meiner Meinung nach einer Untersuchung aber kein pauschales Verbot.
Ich wollte nicht sagen, dass Gewaltmedien der initiale Auslöser für die Entwicklung eines Amoktäters sind. Das sind sie ganz gewiss nicht. Ich wollte nur fest halten, dass Gewaltmedien bei einem Menschen, der äußerst labil, verwirrt und voller Hass ist und bereits das Potential für eine Amoktat entwickelt hat, durch Gewaltmedien den letzten Kick oder die Idee, ihre abnormalen Probleme und Wesenszüge in Gewalt gegen sich und andere zu entlanden, erhalten kann. Gewaltmedien sind nicht das ursächliche Problem, aber sie sind nach meinem Dafürhalten ein Teil des Problems und verdienen meiner Meinung nach einer Untersuchung aber kein pauschales Verbot.
Frontplayer
Lieutenant
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GevatterTod schrieb:@Frontplayer
Ich wollte nicht sagen, dass Gewaltmedien der initiale Auslöser für die Entwicklung eines Amoktäters sind. Das sind sie ganz gewiss nicht. Ich wollte nur fest halten, dass Gewaltmedien bei einem Menschen, der äußerst labil, verwirrt und voller Hass ist und bereits das Potential für eine Amoktat entwickelt hat, durch Gewaltmedien den letzten Kick oder die Idee, ihre abnormalen Probleme und Wesenszüge in Gewalt gegen sich und andere zu entlanden, erhalten kann. Gewaltmedien sind nicht das ursächliche Problem, aber sie sind nach meinem Dafürhalten ein Teil des Problems und verdienen meiner Meinung nach einer Untersuchung aber kein pauschales Verbot.
Jo, war jetzt auch nicht gegen dich gerichtet. Hab grad nur mal an meinem Ventil gedreht
Der frustrierte, psychisch labile Mensch wird um sich schlagen.
Mit welchen Mitteln tut dann fast nichts mehr zur Sache. Nur jedes Mal, wenn jemand eine der geistigen Nullen zitiert und objektiv falsches Zeug "erspricht" ohne selbst mal nachzudenken, bekomme ich Schaum vorm Mund. Ich höre sogar von Volljuristen, denen man ja einen einigermaßen gut ausgeprägten Menschenverstand nachsagt, dass ein Killerspielverbot die Lösung ist. Und die Tatsach, dass ein großer Teil unseres geistigen Präkariats in der Politik eine juristische Ausbildung hat, entwertet die Ausbildung massiv.
Wie ULTRA schon sagt. Solange wir an der "Unfehlbarkeit" des Menschen festhalten wird das wohl vor dem vierten Weltkrieg nichts mehr mit der Einsicht.
O
Onkelhitman
Gast
Das ist doch alles nur Wahlkampfgetue.
Viel sicherer wäre es doch ein generelles Waffenverbot einzuführen. Wer dann noch eine hat wird verknackt wenn er erwischt wird. Das ist nicht gegen Jagdvereine oder dergleichen, man kann das Zeug ja dann dort lagern. Aber zu hause braucht eben NIEMAND Waffen. Und bitte nicht mit Argumenten der Selbstverteidigung, denn das wäre nichts anderes als eine Erklärung des kalten Krieges und der völlig sinnlosen: Aber wir können die Erde einmal mehr sprengen als ihr! Bätsch!
So ein Unfug wird heutzutage immer noch getrieben. Dann sollen die Großmächte halt ihren Schrott abbauen. 1 mal die Erde zerstören zu können reicht locker aus, können ja alle mal zusammenwerfen....
Und so ist das auch mit Waffen zu hause. In meinen Augen muss kein Sportschütze zu hause 5-10 oder sogar nur eine Waffe haben. Bin ich Jäger von Beruf ist das was anderes, Polizisten kann ich davon auch nicht ausschließen. Aber Privatleute müssen sowas nicht haben.
Und wenn jemand Ärger/Unfug/Amok laufen will, so macht der das. Da haben die Medien, die Erziehung, die Familiengeschichte vielleicht einen Bruchteil mit zu tun, aber man kann nicht alles ausmerzen.
Ich hatte mal einen Lehrer in der Schule, der kam eines Tages etwas zerknischt in die Klasse, hat aber den Unterricht gemacht. Nach und nach wurde es dann besser. Nach 3 Monaten wurde uns ein neuer Lehrer zugeteilt. Wir haben dann als wir etwas älter waren mal nachgefragt, war er doch ein sehr guter Lehrer, mit dem Drang uns etwas selber erkennen zu lassen und den Unterrichtsstoff auch mal mit "probieren" von statten gehen lies. Es stellte sich heraus: Beim ersten mal ist seine Tochter bei einem Autounfall gestorben. Beim zweiten mal , genau 3 Monate später ist seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Man hat ihn daraufhin eingewiesen, da er apathisch wurde.
Was in SO einem Menschen dann vorgeht wage ich nicht zu erklären. Es gäbe genug Leute die das zum Anlass genommen hätten aus der Haut zu fahren und eben eine dieser Gräueltaten zu begehen. Andere wiederum hätten evtl. als Lehrer weiter praktiziert. Alles in allem ist der Mensch so vielfältig, dass man einfach nicht in jeden reingucken kann. Ihn Einzuschränken im Gedankengut (welches das auch immer ist, der neue Rambo Film oder völlig obskure Computerspiele) liegt einfach außerhalb der Zuständigkeit in meinen Augen. Vielmehr sollte man über die Waffenabschaffung nachdenken, dann dann werden solche Sachen eben minimiert, aber niemals abgeschaltet.
Wie mit den Terrorgesetzen von Herrn S. Was bringen die dem kleinen Mann? In D-Land kam in den letzten Jahren niemand wegen Terror um, die Freiheit von ca. 80 Millionen Menschen zu beschränken war aber kein Problem. Wohin soll das führen?
Viel sicherer wäre es doch ein generelles Waffenverbot einzuführen. Wer dann noch eine hat wird verknackt wenn er erwischt wird. Das ist nicht gegen Jagdvereine oder dergleichen, man kann das Zeug ja dann dort lagern. Aber zu hause braucht eben NIEMAND Waffen. Und bitte nicht mit Argumenten der Selbstverteidigung, denn das wäre nichts anderes als eine Erklärung des kalten Krieges und der völlig sinnlosen: Aber wir können die Erde einmal mehr sprengen als ihr! Bätsch!
So ein Unfug wird heutzutage immer noch getrieben. Dann sollen die Großmächte halt ihren Schrott abbauen. 1 mal die Erde zerstören zu können reicht locker aus, können ja alle mal zusammenwerfen....
Und so ist das auch mit Waffen zu hause. In meinen Augen muss kein Sportschütze zu hause 5-10 oder sogar nur eine Waffe haben. Bin ich Jäger von Beruf ist das was anderes, Polizisten kann ich davon auch nicht ausschließen. Aber Privatleute müssen sowas nicht haben.
Und wenn jemand Ärger/Unfug/Amok laufen will, so macht der das. Da haben die Medien, die Erziehung, die Familiengeschichte vielleicht einen Bruchteil mit zu tun, aber man kann nicht alles ausmerzen.
Ich hatte mal einen Lehrer in der Schule, der kam eines Tages etwas zerknischt in die Klasse, hat aber den Unterricht gemacht. Nach und nach wurde es dann besser. Nach 3 Monaten wurde uns ein neuer Lehrer zugeteilt. Wir haben dann als wir etwas älter waren mal nachgefragt, war er doch ein sehr guter Lehrer, mit dem Drang uns etwas selber erkennen zu lassen und den Unterrichtsstoff auch mal mit "probieren" von statten gehen lies. Es stellte sich heraus: Beim ersten mal ist seine Tochter bei einem Autounfall gestorben. Beim zweiten mal , genau 3 Monate später ist seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Man hat ihn daraufhin eingewiesen, da er apathisch wurde.
Was in SO einem Menschen dann vorgeht wage ich nicht zu erklären. Es gäbe genug Leute die das zum Anlass genommen hätten aus der Haut zu fahren und eben eine dieser Gräueltaten zu begehen. Andere wiederum hätten evtl. als Lehrer weiter praktiziert. Alles in allem ist der Mensch so vielfältig, dass man einfach nicht in jeden reingucken kann. Ihn Einzuschränken im Gedankengut (welches das auch immer ist, der neue Rambo Film oder völlig obskure Computerspiele) liegt einfach außerhalb der Zuständigkeit in meinen Augen. Vielmehr sollte man über die Waffenabschaffung nachdenken, dann dann werden solche Sachen eben minimiert, aber niemals abgeschaltet.
Wie mit den Terrorgesetzen von Herrn S. Was bringen die dem kleinen Mann? In D-Land kam in den letzten Jahren niemand wegen Terror um, die Freiheit von ca. 80 Millionen Menschen zu beschränken war aber kein Problem. Wohin soll das führen?
H3rby
Lt. Commander
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Man kann es auch anders sehen:
Um so weniger Waffen haben, um so mehr Macht haben die, die eine haben...
Und die Angst vor dem Gegenschlag des anderen hat 40 Jahre lang den Weltfrieden gesichert..
Außerdem zerstören viele der "kleinen" Leute die Erde auch so Stück für Stück..
Um so weniger Waffen haben, um so mehr Macht haben die, die eine haben...
Und die Angst vor dem Gegenschlag des anderen hat 40 Jahre lang den Weltfrieden gesichert..
Außerdem zerstören viele der "kleinen" Leute die Erde auch so Stück für Stück..
O
Onkelhitman
Gast
"Und die Angst vor dem Gegenschlag des anderen hat 40 Jahre lang den Weltfrieden gesichert.."
Ohohoh, ich hoffe das war ein sarkastischer Satz. Soll das bedeuten, dass wenn wir hier wie in Amerika alle ne Waffe hätten, die Kriminalität nach unten geht? Weltfrieden ist ja mal was anderes wenn man an die Unterdrückten und Schwachen denkt, die man hätte mit dem ganzen Geld was in Rüstung investiert worden ist, gefördert hätte. Dann hätten die es auch einfach zu überleben.
Stattdessen diskutieren wir hier über Ausnahmefälle. Denn nichts anderes ist es, wenn jemand den Schalter umlegt im Kopf. Ob der dazu in eine Menge rast mit nem Auto, durch eine Menge grast mit nem Messer oder aber sich selber sprengt. Das kann man alles nicht verhindern. Man kann zwar nachher sagen: "Ja hätten wir doch mal gedeutet..." aber dann bin ich wieder in der Annahme, dass JEDER ein potentieller Attentäter und suizidgefährdeter Irre ist. Das kann man einfach nicht pauschalisieren.
Und das Stück für Stück wird doch in Kauf genommen. Anstatt sich endlich mal richtig zusammen zu setzen zum Thema Klimawandel (der ja AUF EINMAL, ganz PLÖTZLICH kam), wird wieder ellenlang diskutiert, dass man die Emissionen um 10% verringert. Asien, Indien und USA lachen darüber. Und dann bringt das nichts. Jetzt kann man wieder sagen: "Mit gutem Beispiel voran gehen." Ja, und? Das wäre so, als wenn man im Kongo alle Waffen abgibt. Das bringt gar nichts denn der Rest von Afrika ist überschwemmt davon. Genauso sieht es mit dem CO2 aus. Was nützt es wenn Europa aufhört, die großen Nationen aber weiter verpulvern? Nichts.
Ich hör auf sonst wirds eine Grundsatzdiskussion die ich unendlich fortsetzen kann.
PS: Das tolle an verstrichenen Dingen ist, man kann sagen: "Was wäre gewesen wenn,...." Aber die Überlegung ist falsch. Was wäre wenn ist das schlimmste was man sagen kann, weil man die Alternative nämlich überhaupt nicht kennt.
"Was wäre wenn Pamela Anderson mich geheiratet hätte?"
"Ihr wärt im Feuer umgekommen."
"Welches Feuer."
"Das, welches hätte passieren können."
Das ist reine Fiktion. Man kann eben nichts ungeschehen machen. Was wäre wenn es die beiden Weltkriege nicht gegeben hätte? Vielleicht wäre die Erde bei einem Atomtest explodiert. Man kann sich nie sicher sein, was geschähen wäre.
Ohohoh, ich hoffe das war ein sarkastischer Satz. Soll das bedeuten, dass wenn wir hier wie in Amerika alle ne Waffe hätten, die Kriminalität nach unten geht? Weltfrieden ist ja mal was anderes wenn man an die Unterdrückten und Schwachen denkt, die man hätte mit dem ganzen Geld was in Rüstung investiert worden ist, gefördert hätte. Dann hätten die es auch einfach zu überleben.
Stattdessen diskutieren wir hier über Ausnahmefälle. Denn nichts anderes ist es, wenn jemand den Schalter umlegt im Kopf. Ob der dazu in eine Menge rast mit nem Auto, durch eine Menge grast mit nem Messer oder aber sich selber sprengt. Das kann man alles nicht verhindern. Man kann zwar nachher sagen: "Ja hätten wir doch mal gedeutet..." aber dann bin ich wieder in der Annahme, dass JEDER ein potentieller Attentäter und suizidgefährdeter Irre ist. Das kann man einfach nicht pauschalisieren.
Und das Stück für Stück wird doch in Kauf genommen. Anstatt sich endlich mal richtig zusammen zu setzen zum Thema Klimawandel (der ja AUF EINMAL, ganz PLÖTZLICH kam), wird wieder ellenlang diskutiert, dass man die Emissionen um 10% verringert. Asien, Indien und USA lachen darüber. Und dann bringt das nichts. Jetzt kann man wieder sagen: "Mit gutem Beispiel voran gehen." Ja, und? Das wäre so, als wenn man im Kongo alle Waffen abgibt. Das bringt gar nichts denn der Rest von Afrika ist überschwemmt davon. Genauso sieht es mit dem CO2 aus. Was nützt es wenn Europa aufhört, die großen Nationen aber weiter verpulvern? Nichts.
Ich hör auf sonst wirds eine Grundsatzdiskussion die ich unendlich fortsetzen kann.
PS: Das tolle an verstrichenen Dingen ist, man kann sagen: "Was wäre gewesen wenn,...." Aber die Überlegung ist falsch. Was wäre wenn ist das schlimmste was man sagen kann, weil man die Alternative nämlich überhaupt nicht kennt.
"Was wäre wenn Pamela Anderson mich geheiratet hätte?"
"Ihr wärt im Feuer umgekommen."
"Welches Feuer."
"Das, welches hätte passieren können."
Das ist reine Fiktion. Man kann eben nichts ungeschehen machen. Was wäre wenn es die beiden Weltkriege nicht gegeben hätte? Vielleicht wäre die Erde bei einem Atomtest explodiert. Man kann sich nie sicher sein, was geschähen wäre.
Zuletzt bearbeitet:
nicoc
Fleet Admiral
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Onkelhitman schrieb:"Und die Angst vor dem Gegenschlag des anderen hat 40 Jahre lang den Weltfrieden gesichert.."
Ohohoh, ich hoffe das war ein sarkastischer Satz. Soll das bedeuten, dass wenn wir hier wie in Amerika alle ne Waffe hätten, die Kriminalität nach unten geht?...
... der Weltfrieden wurde damals tatsächlich durch gegenseitiges Aufrüsten gewahrt, also durch die Angst des "Gegenschlags".
... nicht wenn jeder eine Waffe hat sondern im Gegenteil, wenn keiner eine Waffe hat. Sorum wars von @H3rby gedacht denke ich.