Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden

suhl was soll der ständige Versuch einfach nur dagegen zu Argumentieren ?!

Mein Gott ich kenne die heute gesetzlich vorgeschriebenen Waffenschränke ... bei meinen Eltern steht einer zu Hause verdammt nochmal. Und das Ding hat ein mehr oder weniger klassisches Schloss und alles was ein solches Schloss hat, hat jemand mit etwas Fachkenntnis auch früher oder später geöffnet.

suhl510 schrieb:
Ist ja gut und schön, die Waffen im Verein zu lagern, aber wie oft wird denn nur auf der Anlage des Vereines geschossen?

Somit gelangt die Waffe auch wieder in die Öffentlichkeit, wenn sie zu einem anderen Schießstand transportiert wird. Wer kann dann kontrollieren, was damit geschieht?

Wenn man Abends von einem Wettkampf zurück kommt, kommen die Waffen wieder ins Vereinsheim und der Verschluss mit nach Hause. Und es gibt Verantwortliche im Verein die dafür zuständig sind, dass die Waffenkammer am Ende des Tages vollzählig ist. Sollten Waffen über mehr als nur eine Nacht mitgenommen werden, so muss der Grund dafür nachgewiesen werden und immer transparent sein wo sich die Waffe gerade befindet.

Und sollte es wirklich dazu kommen, dass ein Vereinsmitglied mit der Waffe Abends nicht mehr aufkreuzt um sie abzugeben, dann wird der betreffende angerufen und, sollte sich der Umstand nicht aufklären, die Polizei informiert.

All das gepaart mit Kontrollen der Vereine durch die Behörden und empfindlichen Strafen für den Verein und den Waffenbesitzer für den Fall, dass die Waffenkammer eben nicht vollständig und der Verbleib der Waffen sauber dokumentiert ist.

Mein Gott jede Kompanie bei der Bundeswehr bekommt es hin die Kompanie eigene Waffenkammer sauber zu führen ...

Vielleicht würde es die ganzen Diskussionen stark vereinfachen, wenn beide "Fronten" in Form von Lösungen denken würden anstatt die jeweils andere Seite für dumm zu verkaufen ...

/edit:

@Kihel:

Danke für die konstruktive Antwort.

Vielleicht würden sich die hohen Investitionen in komplexe Sicherheitseinrichtungen erübrigen wenn die im Verein gelagerten Waffen durch das Fehlen des Verschlusses für die potentiellen Diebe vollkommen nutzlos sind. Weiß das selbst nicht mehr so genau aber ich glaub so einen Verschluss bekommt man auch nicht ohne weiteres neu, oder?
 
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Adam_Smith schrieb:
Weiß das selbst nicht mehr so genau aber ich glaub so einen Verschluss bekommt man auch nicht ohne weiteres neu, oder?

Nein, denn der Verschluss ist einer der "wesentlichen Waffenteile" (Teile, die für die Funktion der Waffe essenziell sind), die als Einzelteile genauso behandelt werden wie die Waffe selbst. Das heißt, er ist genauso genehmigungspflichtig und daher genauso wenig auf legalem Weg einfach so zu bekommen.
 
Schaffe89 schrieb:
Ja...nur viele haben scheu daran überhaupt rankommen zu wollen.
Bei diesem Beispiel wie bei vielen haben die Eltern die Waffen, bzw sind in nem Schützenverein.
Amokläufe sind oft Kurzschlussreaktionen und da kann ich schnell zur Waffe greifen und meine Wut auslassen.
Zu sagen dass wenn man das vorhat dann schafft man das auch ist natürlich klar, aber das passt einfach nicht, man will ja schließlich sowas verhindern und dann wär das der sinnvollste schritt, eben Waffen teilweise zu verbieten bzw das Gesetz verschärfen.

AMokläufe sind eben KEINE Kurzschlussreaktionen, das ist ja das Ding.
Sowas planen die Täter sehr lang, meist über Jahre minutiös durch.
 
Das ändert nichts daran dassdas beste Mittel immernoch das Waffengesetz erheblich zu verschärfen wäre.
Du sagst Amokläufe sind keine Kurzschlussreaktionen, nunja...immer sind sie auch nicht geplant.
Ich denke das liegt bei 50 zu 50% ob etwas langwierig geplant ist oder nicht.
Aber darum gehts ja auch gar nicht.
In sehr vielen Fällen haben die Täter einfach zuhause auf Waffen zurückgegriffen, wären die nicht da gewesen wär das Ausmaß mit Sicherheit nicht so groß gewesen.
Alleine die scheu illegale Waffen zu besorgen etc... etc.. wird den Täter hin und wieder davon abbringen.
Niemand braucht xtausend Waffen zuhause und xtausend Kugeln Munition.
Ich versteh hier nicht warum das hier von vielen so abgetan wird.. und man sagt ja das man als Waffe n Küchmessern nehmen könnte oder n Kugelschreiber?^^
Zu behaupten das Amokläufe keine Kurzschlussreaktionen sind ist falsch, sowie zu behaupten dass sie welche sind auch. Deswegen das oft.
Kenne viele Fälle wo das eben noch in der nacht entschieden wurde, dass mans am nächsten Tag macht.
Die Täter haben sich natürlich schon öfter gedanken gemacht, klar, jedoch wurde der Tag der Tat oder sonstiges in verschiedenen Fällen genau erst n paar stunden vorher richtig geplant und dann umgesetzt.
Währen jetzt hier nicht Waffen im Haus, wäre auf jeden Fall nicht soviel Anreiz da gewesen bzw... die Mittel zum zweck.
Deswegen Waffen weg wo sie nix zu suchen haben und fertig.
Allein die Vorstellung dass jemand zuhause in seinem ach so toll gesichertem Waffenschrank 20Waffen usw.. rumstehen hat wird mir schlecht.
Ich frag mich echt was das soll.
Da soll der Staat doch endlich mal n Riegel vor solche Spinnereien schieben.
Wie willst du anders dagegen vorgehen? Welche Lösungsansätze @ Hier stand was falsches
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist euch auch schonmal in den Sinn gekommen, dass nicht die WAFFEN Schuld daran sind, das getötet wird?

Es steht außer Frage, das in dem Fall von Winnenden vom Vater des Täters grob fahrlässig gehandelt wurde.

Es steht auch außer Frage, das nun auch darauf in irgendeiner Weise reagiert werden muß, damit dies in der Art nicht wieder geschieht.

Darüber zu diskutieren, wie sowas dann aussehen kann, ist hier , denke ich mühselig, da kaum ein Regierungsmitglied diese Diskussion verfolgen wird.

Und versteht mich nicht falsch, nur das Waffengesetz wurde nach dem Amoklauf von Erfurt drastisch verschärft.

Wurden damit dann Amokläufe verhindert?

Wie sieht es mit dem Jugendlichen aus , der in Roth das Auto seiner Eltern geklaut hat un damit 3 seiner Freunde in den Tod gefahren hat?

Hat das zu einer Verschärfung des Gesetzes geführt?

Im Gegenteil, der Führerschein ab 17 Jahre ist erlaubt.

Ich will um Gotteswillen nichts schönreden, aber mir geht wes tierisch auf die Nerven, das nur auf Tötungen mit Waffen so extrem Reagiert wird.

Sind denn Todesfahrten weniger schlimm und tragisch?

Sicher, ich gehe regelmäßig mit Waffen um, wenn sich an das Gesetzt gehalten wird, ist der Umgang mit Waffen sehr sicher.

Aber es ist mit so vielen anderen Gesetzen doch das selbe, werden sie eingehalten passiert nichts, werden sie gebrochen........

Ich hoffe ich konnte meine Sichtweise ein wenig klarer darstellen, wie vielleicht in den anderen Posts rübergekommen ist.
 
@schaffe89

Es war zwar nicht Franky90, aber dafür haben sich andere Leute schon darüber unterhalten, wie man das Aufbewahren von Feuerwaffen in Privathaushalten überflüssig machen könnte. Und dass nicht alle, die Waffen zu Hause haben, spinnen, hatten wir auch schon festgestellt. Dass es Leute gibt, die spinnen, ist freilich schlimm genug und rechtfertigt die Diskussion.


@suhl150

Ich gebe dir grundsätzlich Recht. Aber leider neigt der Mensch dazu, auf Regeln zu sch...en. Ich hab selber eine Stinkwut auf Waffenbesitzer, die derart fahrlässig mit ihren Waffen umgehen. Würde jeder verantwortungsbewusst damit umgehen, wäre diese Diskussion hier überflüssig. Aber wie ich schon mal sagte: Mehr Kontrollen bei Waffenbesitzern wären schon mal ein verdammt guter Anfang.
 
Dem kann ich nur zustimmen, aber es geht für mich am Thema vorbei, den legalen Waffenbesitzer zu trietzen........
 
Ja damit muss der ach so tolle Waffenbesitzer leben, wenn er statt hundet Waffen vielleucht nur 5 behalten darf.^^
Wenn er seine Bude damit Schmücken will kann er sie ja untauglich machen lassen und dann präsentieren.
Oder wo abgeben wo gewährleistet ist dass da keine Falschen Hände rankommen.
@Kihel Natürlich sind letztendlich nicht die Waffem schuld, nur wenn ich in Deutschland mit nem Flugzeug 100000 Waffen mit Fallschirmen runterwerfe..ich denk gar nicht dran was dann passiert^^
Bestes Beispiel USA, wo jeder Trottel ne Waffe hat, nicht dafür sensibilisiert ist udn dann einfach schießt.
 
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Was hat denn das mit '' tollen '' Waffenbesitzern zu tun?

Warum denn nur wieder eine Gruppe?


Oder sprichst du auch von Jägern, Personenschützern und Polizei? Meinst du, die haben nur 2- 3 Waffen zu Hause?

Du hast vollkommen recht, wer sich ein '' toller '' Waffenbesitzer sieht, dem gehören die Waffen weggenommen............
 
@Schaffe89

Waffenbesitzer sind nicht "ach so toll". Wir sind einfach nur Menschen wie alle anderen auch. Mit allen guten und leider auch schlechten Seiten. Und es bemühen sich schon seit etlichen Seiten hier welche um eine sachliche Diskussion, um das Ausräumen von Vorurteilen und um mögliche Lösungsansätze. Dazu braucht man nicht ständig zu betonen, dass Leute, die Waffen zu Hause haben, spinnen oder "ach so toll" sind. Und man schmückt auch nicht seine Bude damit (jedenfalls, wenn man sich an die Gesetze hält)! Langsam verlier ich echt die Lust, hier immer wieder dasselbe zu schreiben. Ich komm mir langsam vor wie ein Papagei.

Und dass Waffen nicht jedem Hinz und Kunz in die Hände gehören, ist jawohl eine Selbstverständlichkeit. Gott sei Dank sind wir davon in Deutschland auch weit entfernt.
 
Wie viele Menschen haben in Deutschland Waffen zum Spass?

Ich war jedenfalls schonmal nachts im Wald und durfte am Ende dem Jäger die Füsse ablecken, das er mich nicht erschossen hat.
Es freut mich doch zu hören, das manche Gesellschaftschichten mehr Freiheiten als andere geniessen.

Früher habe ich tatsächlich geglaubt, Deutschland biete eine Freiheit. Heute ist mir bewusst, nachst herscht Ausgangsperre, der Wald wird zur Spielwiese der Jäger, die Spass am töten anderer Lebewesen, wie Rehe oder des Bauers Kühe haben.
 
Sicher auch unter den Jägern gibt es ''schwarze Schafe ''. Die Einstellung mancher Jäger kann ich manchmal auch nicht nachvollziehen.

Einige meinen wirklich, ihnen gehört der Wald und machen Jagd auf alles, was sich bewegt. Einige Unfälle zeugen sicherlich davon, das auch die Jäger nur Menschen sind.

Aber wurden deshalb die Gesetze verschärft? Müssen Jäger ihre Waffen abgeben? Nein sie brauchen sie zum Selbstschutz, falls nachts mal ein Keiler ins Bett hüpft.

Ohje, man darf doch nicht alle über einen Kamm scheren...........
 
Jäger töten das Vieh der Bauern? Man lernt doch nie aus...

Wahrscheinlich machen sie auch Jagd auf Kinder, nicht wahr?
 
Nein, Jagd auf erwachsene Menschen.
http://www.focus.de/panorama/welt/unfall_aid_136768.html
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,262206,00.html
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,317855,00.html
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/414139/index.do
http://www.rp-online.de/public/arti...5/Zwei-Jaeger-bei-Jagdunfaellen-getoetet.html
... ok,das habe ich eigentlich nicht gesucht, die ersten Seiten sind eben voll mit solchen Meldungen.

Hier wars doch gleich mit der Kuh:
http://www.abschaffung-der-jagd.de/...pfer/jagdunfaelleundstraftaten2004/index.html

06.01.04: Jäger erlegte Kuh
Jäger, der Kuh statt Wildschwein erlegte, gab Jagdschein ab
Zugleich betonte der Behördenleiter aber auch, dass der Plettenberger Waidmann mit Beginn des Jagdjahres am 1. April 2005 einen neuen Antrag auf Erteilung eines Jagdscheines stellen könne - seine »Strafe« sei dann komplett abgebüßt.
Ein Jahr Auszeit für sein Missgeschick, da bin ich beruhigt. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lese eigentlich immer nur von Unfällen, nicht von gezielter Jagd. Schlimm genug ist es natürlich trotzdem.

Wie man eine Kuh mit einem Keiler verwechseln kann, erschließt sich mir auch nicht. Lief die da im Wald rum oder was?

Trotzdem wäre es nett, wenn man nicht alle Leute über einen Kamm scheren würde.
 
Zugleich betonte der Behördenleiter aber auch, dass der Plettenberger Waidmann mit Beginn des Jagdjahres am 1. April 2005 einen neuen Antrag auf Erteilung eines Jagdscheines stellen könne - seine »Strafe« sei dann komplett abgebüßt.

Wow da wohn ich in der nähe.
Aber wie soll man bitte einen Menschen mit einem Fuchs verwechseln. Ich find das sehr unlogisch
 
Da hat wohl der Jägermeister wieder zugeschlagen.......;)
 
Ich mein mit ach so tollenWaffenbesitzern diejenigen die unverantwortlich damit umgehen und davon gibts anscheinend genug.
 
Hat schon jemand versucht, die Ursachen raus zu finden? Also nicht diese offensichtlichen wie offene Waffenschränke oder ähnliches, sondern die tiefer Liegenden? Ganz konkret: Hat man schon die Opfer gefragt, wie oft am Tag sie den späteren Täter gehänselt, gemobbt und fertig gemacht haben? Würde mich interessieren ob nicht eventuell der Umgang von Schülern untereinander auch ein Grund für solche Ausraster sein kann und man da eventuell dran arbeiten sollte den Jugendlichen wieder Respekt, gegenseitige Achtung, Anstand und Fairniss bei zu bringen.
 
Acrylium schrieb:
Ganz konkret: Hat man schon die Opfer gefragt, wie oft am Tag sie den späteren Täter gehänselt, gemobbt und fertig gemacht haben?

Ach immer diese "arme Mobbingopfer" Tour. Die ganzen Amoktaten zeigen doch, dass es sich nicht so einfach erklären lässt ...

Die meisten der Täter waren nicht einmal die klassischen Mobbingopfer. Nein vielfach waren sie einfach nur in sich gekehrt, grenzten sich teils selbst von dem Umfeld aus ...
Genetisch veranlagte Tendenzen die eine Depression fördern, dazu eine Familie die etwas "lieblos" ist, Kinder die den "Sonderling" nicht verstehen und sich lieber mit anderen Freunden beschäftigen dann noch ein paar "Schicksalsschläge" für die niemand etwas kann, ...

Die Einflussfaktoren sind vielfach und oftmals liegt nicht einmal ein Fehlverhalten vor, zumindest keins, dass sich richtig deutlich benennen lässt.

Und es wäre vollkommen Utopisch anzunehmen, dass man dafür sorgen könnte, dass bei 100% der Menschen solche Fehlentwicklungen zu 100% ausgeschlossen werden können.

Natürlich kann man auch in diesem Bereich mehr unternehmen. Schulpsychologen und endlich mal mehr "Bildung" im Bereich der elterlichen Erziehung wären ein paar Stichworte.
Aber es gibt nun einmal viele Bereiche in denen etwas getan werden müsste. Und das Waffenrecht zählt sehr wohl auch dazu.
 
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