Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden

Wenn du mit einem Messer, ob Teppichmesser oder Küchenmesser, in eine Schule rennst mit dem Ziel Menschen zu töten und so wahrgenommen zu werden von unserer verkorksten Gesellschaft, dann schaffst du das sicher.
Aber du wirst sehr schnell aufgehalten werden, da bin ich mir sicher, sobald du den ersten erstichst, kommen von hinten "starke Jungs" und überwältigen dich, da bin ich mir ganz sicher.
Wenn du eine Knarre hast, kannst du mit einem Magazin 7-20 Menschen umbringen, ohne dass dir einer nahe kommt.

Nur um deine Aussage zu relativieren...
 
Um es von Anfang an deutlich zu machen: Mein Posting beinhaltet keine Verharmlosung von Feuerwaffen. Und natürlich darf über diese auch diskutiert werden.

Natürlich ist ein Küchenmesser nicht das gleiche wie eine Feuerwaffe. Ich glaube, dass niemand hier wirklich so blöd ist, den Unterschied nicht zu erkennen.
Trotzdem gehen derartige Diskussionen auch an Messern und anderen "Nicht-Feuerwaffen" nicht vorbei. Warum gibt es wohl außer Feuerwaffen auch noch andere Dinge, die nicht mehr öffentlich getragen werden dürfen, wie z.B. Luftdruckwaffen, Einhandmesser oder Bajonette? Andere, wie z.B. Nunchakus, sind sogar verboten. Interessiert es da den Gesetzgeber, wieviele Leute man damit in welcher Zeit umbringen kann und wann der Täter wohl überwältigt wird?

Mir geht es darum, dass diese Diskussion wahrscheinlich eben nicht mit einer Beseitigung der Feuerwaffen aus Privatbesitz endet, sondern immer geführt werden wird. Es wird immer Leute geben, die sagen: Aber wenn man dies und jenes verbietet, dann kann das und das nicht mehr so leicht passieren. Und dann kommen wieder andere und sagen: Das bringt gar nichts.
Insofern sind die Hinweise der Leute, die sagen, dass nicht nur Feuerwaffen Waffen sind, nicht völlig unberechtigt. Der Gesetzgeber sieht's genauso. Fragt mich übrigens nicht, warum Nunchakus oder Butterflymesser generell verboten sind, 9mm-Pistolen (für Privatleute!) aber nicht. Die pöhse[TM] allmächtige Waffenlobby? Mag sein, aber ich weiß es wirklich nicht, was der Gesetzgeber sich bei den Regelungen für einzelne Waffen und Waffengattungen so denkt.

Edit: Hier wird immer nur von Typen geredet, die in Schulen rumrennen, um Leute zu killen. Klar, das ist das Thema des Threads. Aber, Jungs, es gibt auch noch andere Mörder auf der Welt; die gehen in keine Schule und in kein Gerichtsgebäude, die töten Leute (manchmal ihre eigenen Kinder) im Schlaf oder ein paar Omas "aus Mitleid" im Altenheim...da kommen keine starken Jungs von hinten - da bin ich mir ganz sicher. Die Welt besteht nicht nur aus School-Shootings. Klar, man muss irgendwo mal anfangen, was zu tun. Aber wo endet es? Wo sollte es enden? Wo muss es enden?

Im Übrigen hab ich irgendwie immer den Eindruck, dass manche Leute zu glauben scheinen, in Deutschland könnte jeder Depp ohne Ende und ohne Kontrolle Feuerwaffen horten, so wie in den USA. Dass das nicht so ist und was stattdessen ist (auch wenn es euch nicht ausreichen mag als Regelung), habe ich in diesem Thread bereits dargelegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist mir klar, allerdings dreht sich dieser Thread um den Amoklauf in der Realschule in Winnenden, darum bezog ich mich nur darauf.

Natürlich ist es in Deutschland viel schwieriger an eine Handfeuerwaffe zu kommen als in den USA, allerdings schafft man das, wenn man wirklich eine haben will, ich kenne mich nicht aus, aber da bin ich mir ganz sicher.
Wenn man 21 ist, ist das sowieso kein Problem mehr.
Dann muss man nur 3, 6 oder 12 Monate (weiß nicht mehr genau) Mitglied eines Schützenvereins sein, um daran zu kommen...

Aber klar...ich kann hier nicht in die Tanke gehen und nach dem Zahlen des Benzins sagen "Ach, und eine M3 Pumpgun bitte" á la USA
 
Ja...nur viele haben scheu daran überhaupt rankommen zu wollen.
Bei diesem Beispiel wie bei vielen haben die Eltern die Waffen, bzw sind in nem Schützenverein.
Amokläufe sind oft Kurzschlussreaktionen und da kann ich schnell zur Waffe greifen und meine Wut auslassen.
Zu sagen dass wenn man das vorhat dann schafft man das auch ist natürlich klar, aber das passt einfach nicht, man will ja schließlich sowas verhindern und dann wär das der sinnvollste schritt, eben Waffen teilweise zu verbieten bzw das Gesetz verschärfen.
 
Wenn man Waffen verbietet, haben nur Kriminelle welche und Amokläufer besorgen sich ne Illegale oder greifen auf Messer, Kugelschreibe oder bloße Hände zurück. :rolleyes:
 
CHAOSMAYHEMSOAP schrieb:
Wenn man Waffen verbietet, haben nur Kriminelle welche und Amokläufer besorgen sich ne Illegale oder greifen auf Messer, Kugelschreibe[...]

Man verschließe dich doch bitte nicht so vor der Realität! Mit Messer und Co. lässt sich das klassische Amok Szenario nicht umsetzen. Der Täter von Winnenden tötete aus Distanz und das nicht ohne Grund ... er schoss teilweise durch Türen und tötete dabei Menschen ...

Das Töten eines Menschen mit einem Messer ist sicher nicht so einfach wie man gemeinhin meinen mag ...

Ferner setzt das Töten mit solch einer Waffe immer eine direkte Nähe zwischen Täter und Opfer voraus. Diese Nähe ist es aber meist die die Täter scheuen und vermutlich würde es viele dieser psychisch labilen Menschen vollkommen aus der Bahn werfen, wenn sie den Todeskampf eines ihrer Opfer direkt miterleben und ihm dabei das Messer weiter in den Körper rammen müssen ...

Und das Szenario, welches hier bereits geschildert wurde ist gar nicht so abwegig. Eine Tötungstat mit dem Messer setzt eben voraus, dass man sich eine gewisse Zeit auf ein Opfer fixieren muss. In der Zeit ist es umstehenden ein leichtes gegen den Täter zu agieren.
Es muss ferner beachtet werden, dass für die Tötung mit Messern und Co. ein gewisses Maß an körperlicher Überlegenheit gegeben sein muss ...

Also bitte zieht diese ernsthafte Diskussion nicht ins Lächerliche indem ihr Vergleiche anstellt die einfach nur Lachhaft sind.

Eine Schusswaffe ist eine Waffe und nur eine Waffe. Neben dem sportlichen Aspekt dient eine Schusswaffe nur einem Zweck, sie soll Leben vernichten. Und genau an der Stelle muss man sich fragen warum in einer zivilisierten Welt eine Schusswaffe in Händen eines Privatmanns sein muss der damit nichts anfängt außer im Schützenverein zu ballern und sich zu Hause an seinen Waffen zu ergötzen?!

Für "pro" Argumente bin ich offen ...
 
Adam_Smith schrieb:
Eine Schusswaffe ist eine Waffe und nur eine Waffe. Neben dem sportlichen Aspekt dient eine Schusswaffe nur einem Zweck, sie soll Leben vernichten. Und genau an der Stelle muss man sich fragen warum in einer zivilisierten Welt eine Schusswaffe in Händen eines Privatmanns sein muss der damit nichts anfängt außer im Schützenverein zu ballern und sich zu Hause an seinen Waffen zu ergötzen?!

Für "pro" Argumente bin ich offen ...



Das ist ja wohl der größte Käse.

Kennst du denn Sportschützen?

Wieso schert man alle gleich wieder über den selben Kamm.

Sportschützen, das sagt schon der NAme, üben einen Sport aus. Das macht man um Leistung zu erziehlen und das erreicht man garantiert nicht durch '' sinnloses Rumgeballere ''.

Vielleicht sollten sich einige erstmal mit der Materie vertraut machen, als solch einen Unfug zu schreiben.

Was ist denn mit der Polizistin die ihren Partner auf dem Revier mit ihrer Dienstwaffe erschossen hat?

Ergözte die sich auch nur an ihrer Waffe und ballerte Sinnlos rum?
 
Den sportlichen Aspekt habe ich gar nicht in Absprache gestellt. Ich kenne genug Schützen und bin selbst in einer Familie aufgewachsen wo immer Waffen zu Hause lagerten.

Jeder soll diesen Sport machen, wenn er denn mag. Es geht einzig um die Frage warum die Waffe zu Hause lagern muss! Und genau für diese Frage gibt es IMO keine Antwort die dieses begründen kann.

Und man darf sicher unterstellen, dass ein nicht unerheblicher Teil der "Sportschützen" eben diese Faszination die von einer Waffe ausgeht (speziell bei Männern) deutlich mehr in den Vordergrund stellt als die sportliche Herausforderung. Wie gesagt, ich kenne schon den ein oder anderen Sportschützen ...
 
Macht es überhaupt _irgendeinen_ Sinn zu erklären, dass nicht jeder Sportschütze sich zu Hause an seinen Waffen "ergötzt"? Mensch, Leute, die Diskussion in allen Ehren, aber geht das denn nicht auch mal, ohne die Leute pauschal zu diffamieren?

Nun, du hast nach "Pro-Argumenten" für Feuerwaffen in den Händen von Privatleuten außer sportliches Schießen gefragt. Da Schießen für euch ja kein Sport ist, fallen mir nur zwei Antworten ein: Jäger und Leute, die zu ihrem persönlichen Schutz eine Waffe brauchen; das sind wohl eine Handvoll in Deutschland (oder so).

Ansonsten gibt es kein echtes Pro-Argument. Jedenfalls keins, mit dem man Leute, die Sportschützen per se für bescheuert halten, überzeugen könnte. Ich könnte jetzt den ein oder anderen Grund aufzählen, warum ich persönlich gern mit Großkaliberwaffen schieße. Aber das sind alles keine Pro-Argumente, wie du dir sie vorstellst. In erster Linie hat es was mit Spaß und Freude zu tun, wie wohl jedes Hobby. Da ist die Sammelleidenschaft. Habe ich eine Waffe, will ich das Zubehör auch haben. Das Bajonett, das Putzzeug, die Bedienungsanleitung und was es sonst so gibt. Wir sind ein paar Leute, denen das Sammeln große Freude bereitet. Die Sachen werden sorgfältig aufbewahrt; niemand rennt mit seinem Bajonett durch die Straßen und schlachtet Leute ab oder so.
Dann ist da - ja, doch, ich kann es euch nicht ersparen - der sportliche Aspekt. Was heißt überhaupt "Sport"? Findet da körperliche Ertüchtigung statt? Nun, man bewegt sich bei den allermeisten Schießdisziplinen nicht wirklich. Aber man tritt in einen Wettbewerb gegen andere. Es geht um Ringe, die man schießt, und es geht um Plätze. Um Urkunden, Nadeln und so weiter. Wie anderswo auch. Es ist übrigens streng verboten (vom Gesetzgeber selbst!), dass Zivilisten auf Scheiben schießen, die Menschen ähneln könnten, und das wäre auch Schwachsinn. Die Scheiben sind viereckig. Für's Flintenschießen werden Tontauben und Rollhasen verwendet.
Wer beim Schießen Erfolg haben will, darf übrigens eins überhaupt nicht tun: wild ballern. Wer ballert, verliert. Sportliches Schießen ist Konzentration, kein Kriegsspiel, auch nicht mit Großkaliberwaffen. Wildes Rumgeballer, dumme Machoposen und dieser ganze Blödsinn würde mich persönlich auch eher abschrecken.

Nun werden diejenigen, die bis hierher gelesen haben, sich fragen: Kann man das alles nicht auch ohne Schießen haben? Man kann doch auch Modellautos sammeln? Man kann doch auch einen anderen Sport machen? Klar kann man das. Aber warum sammelt wohl der eine Modellautos, der zweite Briefmarken und der dritte halt irgendwelches Zeug von der Schweizer Armee oder ähnliches? Warum spielt der eine Fußball, der zweite Schach und der dritte Baseball? Weil jeder halt andere Interessen hat.

Und wenn man schon schießen muss, warum dann nicht mit Luftdruck- oder Kleinkaliberwaffen? Das kann man tun; ich selbst habe jahrelang nur Luft- und KK-Gewehr geschossen, und es hat auch Spaß gemacht. Ich wollte halt noch mal was neues machen, und außerdem knallt es bei Großkaliber so schön laut, und es kommt Feuer vorne raus.

Wollen Sportschützen nicht nur ihren Penis verlängern und sich daheim an ihren Waffen "ergötzen"? Nun, das wird es sicher geben. Ich persönlich habe keinen Penis, kann daher auch keinen verlängern, und im Übrigen empfinde ich es auch nicht als Vorteil, die Waffen zu Hause zu haben. Zu Hause habe ich nichts davon, außer im Zweifelsfall Ärger. Ich kann sie aus dem Tresor holen und anglotzen, aber das bringt nichts. Die immer wieder geforderte Lagerung im Verein ist aus Gründen, die ich in diesem Thread schon ausgeführt habe, wohl kaum praktikabel, und die Polizei hätte viel zu tun, sich um Lagerung und Herausgabe zu kümmern.

Nun, falls der ein oder andere bis hierher gelesen haben sollte: Natürlich sind das keine Pro-Argumente. Ich habe halt nur immer noch die Hoffnung (sie wird allerdings kontinuierlich schwächer), dass man über das Thema Sportschützen auch mal sachlich und nicht diffamierend und vorverurteilend diskutieren kann.

Edit: Da waren Leute schneller...
Naja, dass es auch wirklich bescheuerte Leute unter den Sportschützen gibt, ist natürlich eine Tatsache...leider!
 
@Kihel

ich kann dir in deinen Ausführungen voll und ganz zustimmen.

Bescheuerte Leute gibt aber sicher nicht nur unter den Sportschützen. Auch in Deutschland ist es nicht unmöglich an Waffen zu kommen, ob nun als Sportschütze oder nicht.


Und wer schon einmal mit Vorderladerwaffen geschossen hat, weiß , das es durchaus eine sportliche Anstrengung ist, die Waffe zu laden und dann wieder konzentriert zu schiessen.

Oder die Disziplin KK 60 liegend. wer meint das man da nur faul rum liegt, sollte es selber mal ausprobieren und sich an seinen Schmerzen ergözen.

Und warum keimt diese Diskussion nicht auch bei den Biathleten auf? Schliesslich haben auch diese ihre '' eigene '' Waffe.........
 
KK 60 liegend hab ich früher gemacht. Das war wirklich alles andere als faul rumliegen. Mit den Vorderladerwaffen hast du auch recht. So hat eben jede Disziplin ihre Herausforderungen, und das macht es ja auch so spannend :)

Und ja, Biathleten sind allgemein akzeptiert. Das könnte unter anderem daran liegen, dass diese Sportart wahnsinnig populär ist. Und was populär und Massenspektakel ist, das will natürlich auch niemand verboten sehen...
 
Da hast du recht.

Ohne viel Werbung zu machen. Aber mein Freund war 2003 Dt. Meister mit der Steinschloßpistole. An die Öffentlichkeit ist das nie gekommen, eben weil der Schützensport sehr unpopulär ist.

Aber vielleicht ändert sich das auch mal............
 
ja, aber wie das so ist, sowas klappt nicht immer, aber nachfolgend war nochmal ein Vizemeistertitel drin...........
 
Kihel schrieb:
Mensch, Leute, die Diskussion in allen Ehren, aber geht das denn nicht auch mal, ohne die Leute pauschal zu diffamieren?

Wer diffarmiert hier pauschal?

Kihel schrieb:
Nun, du hast nach "Pro-Argumenten" für Feuerwaffen in den Händen von Privatleuten außer sportliches Schießen gefragt. Da Schießen für euch ja kein Sport ist, fallen mir nur zwei Antworten ein: Jäger und Leute, die zu ihrem persönlichen Schutz eine Waffe brauchen; das sind wohl eine Handvoll in Deutschland (oder so).

Schießen kann in meinen Augen ruhig als Sport gewertet werden ...
Was noch immer nicht begründet, warum Sportschützen ihre Waffe zu Hause brauchen ...

"Selbstschutz" mit der Waffe?! Nun ich denke doch, dass wir in Deutschland in diesem Punkt einfach mal vom Rest der Welt lernen können. Ein "normaler" Bürger der zu Hause seine Waffe hat um sich zu schützen richtet damit potentiell eher schaden an, als dass er jemanden schützt. Wer so gefährdet ist, dass er Schutz benötigt, der bekommt den Schutz von der Polizei ...

Kihel schrieb:
Ansonsten gibt es kein echtes Pro-Argument. Jedenfalls keins, mit dem man Leute, die Sportschützen per se für bescheuert halten, überzeugen könnte. Ich könnte jetzt den ein oder anderen Grund aufzählen, warum ich persönlich gern mit Großkaliberwaffen schieße. Aber das sind alles keine Pro-Argumente, wie du dir sie vorstellst.

Noch mal: Ich halte Sportschützen nicht für generell bescheuert. Also bitte teile uns deine Argumente mit ...

Was übrigens die großkalibrigen Waffen angeht: An diesem Punkt kann ich den reinen Sportgedanken eben nicht mehr so ganz folgen ... Ich würde es begrüßen, wenn zumindest im sportlichen Bereich ein umdenken statt findet und man sich weitestgehend auf KK Schießen beschränkt.

Kihel schrieb:
In erster Linie hat es was mit Spaß und Freude zu tun, wie wohl jedes Hobby. Da ist die Sammelleidenschaft. Habe ich eine Waffe, will ich das Zubehör auch haben. Das Bajonett, das Putzzeug, die Bedienungsanleitung und was es sonst so gibt. Wir sind ein paar Leute, denen das Sammeln große Freude bereitet. Die Sachen werden sorgfältig aufbewahrt; niemand rennt mit seinem Bajonett durch die Straßen und schlachtet Leute ab oder so.

Nein, die Waffen werden eben viel zu oft (vorsicht, keine Pauschalisierung) nicht ausreichend gesichert und eben nicht sorgfältig genug aufbewahrt. Es ist nun einmal de Facto so, dass die bisherigen gesetzlichen Regelungen nicht ausreichen um den Missbrauch von Waffen die zu Sportzwecken angeschafft wurden zu verhindern. Und die Umsetzung der geltenden Gesetze in den Privathaushalten ist oft mehr als schlampig. Auch hier kann ich wieder sehr gut aus eigener Erfahrung sprechen.

Also darf doch wohl überlegt werden ob scharfe Waffen und Munition in private Haushalte gehören.

Wer zu Hause Waffen sammeln will, der kann sich demilitarisierte Waffen kaufen und diese zuhause vollkommen legal lagern.

Und es bleibt dabei, dass eine Waffe ein extrem gefährlicher Gegenstand ist, dessen eigentliche Zweckbestimmung das Vernichten von Leben ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Das aus dem Umgang mit diesen Waffen ein Sport geworden ist, stellt für mich kein Problem dar. Dennoch kann man bei Waffen eben nicht so argumentieren wie man es bei der Briefmarkensammlung von Opa machen kann.

Kihel schrieb:
Edit: Da waren Leute schneller...
Naja, dass es auch wirklich bescheuerte Leute unter den Sportschützen gibt, ist natürlich eine Tatsache...leider!

Und genau diese Vollidioten sind es, die dafür sorgen, dass ich vollkommen gegen die Lagerung von Schusswaffen im Hause der Sportschützen bin.
Wir sind und doch beide einig, dass bei den vielen Sportschützen die es in Deutschland gibt wohl kaum jeder Einzelfall betrachtet wird (und werden kann). Und genau hier liegt die Gefahr, wenn man verantwortungslosen Eltern eine Schusswaffe mit nach Hause gibt.
Und wenn der Sohn über dessen psychische Labilität durchaus bescheid wusste Zugang zu einer Waffe mit etlichen Schuss Munition bekommt, dann liegt unverantwortliches Handeln vor.

Unverantwortliches Handeln, welches mittelbar den Tod von Menschen zur Folge hatte. Denn wäre die Waffe für den Täter nicht frei zugänglich gewesen, dann würden die Opfer von Winnenden wohl heute noch leben.

Und genau hier ergibt sich für mich die zwingende Notwendigkeit neuer gesetzlicher Regelungen. Jeder der verantwortungsvoll mit seinem Sport und den Sportgeräten umgeht der müsste dies verstehen können ...

Und wenn die Lagerung in den Vereinshäusern keine Adäquate Lösung ist, dann muss man sich neue Dinge überlegen. Man muss nur einfach anfangen ...
 
Sag mir, welcher Verein soll die Waffen von ihren Mirgliedern aufbewahren, wo es mehr als 100 oder 200 Mitglieder gibt?

Geh doch mal nur davon aus, das jeder nur 2 - 3 Waffen hat.

Und wer soll denn darauf aufpassen? Wer soll diese dann rausgeben? Möchtest du denn 7 Tage die Woche anwesend sein, um die Waffen rauszugeben?

Nein, die Waffen werden eben viel zu oft (vorsicht, keine Pauschalisierung) nicht ausreichend gesichert und eben nicht sorgfältig genug aufbewahrt. Es ist nun einmal de Facto so, dass die bisherigen gesetzlichen Regelungen nicht ausreichen um den Missbrauch von Waffen die zu Sportzwecken angeschafft wurden zu verhindern. Und die Umsetzung der geltenden Gesetze in den Privathaushalten ist oft mehr als schlampig. Auch hier kann ich wieder sehr gut aus eigener Erfahrung sprechen.

Könntest du erläutern, welche Erfahrungen du konkret gemacht hast?

Und wäre es nicht besser, deine Erfahrungen dem Ordnungsamt mitzuteilen, damit die ausreichenden gesetzlichen Bestimmungen auch eingehalten werden?
 
Adam_Smith schrieb:
Wer diffarmiert hier pauschal?

Es kam so rüber mit dem "an den Waffen ergötzen".

Adam_Smith schrieb:
Schießen kann in meinen Augen ruhig als Sport gewertet werden ...
Was noch immer nicht begründet, warum Sportschützen ihre Waffe zu Hause brauchen ...

Sie brauchen sie nicht zu Hause. Waffen zu Hause bringen im Zweifelsfall nur Scherereien (das sagte ich schon, oder?). Ich in mir nur nicht sicher, ob andere Lösungen praktikabel sind. Nun, wir können meinetwegen gerne ausprobieren, was passiert, wenn man scharfe Waffen und tausende Schuss Munition in abgelegenen Schützenhäusern lagert. Oder wie die Polizei das bewältigt, wenn die diese Aufgabe übernimmt. Mir soll es im Prinzip egal sein; ich brauche meine Waffen nicht daheim (aber das sagte ich ja schon, nicht wahr?).

Adam_Smith schrieb:
"Selbstschutz" mit der Waffe?! Nun ich denke doch, dass wir in Deutschland in diesem Punkt einfach mal vom Rest der Welt lernen können. Ein "normaler" Bürger der zu Hause seine Waffe hat um sich zu schützen richtet damit potentiell eher schaden an, als dass er jemanden schützt. Wer so gefährdet ist, dass er Schutz benötigt, der bekommt den Schutz von der Polizei ...

Ich spreche nicht von jedem Hinz und Kunz. Es gibt in D einige wenige Leute, die einen Waffenschein haben, und den bekommt man nicht so ohne weiteres, wie du sicher weißt. Normale Bürger brauchen keine Schusswaffen zur Selbstverteidigung; ich bin die Letzte, die so etwas propagieren würde.

Adam_Smith schrieb:
Noch mal: Ich halte Sportschützen nicht für generell bescheuert. Also bitte teile uns deine Argumente mit ...

Irgendwie dachte ich, ich hätte einen ganzen Roman geschrieben, versehen mit dem Hinweis, dass das alles keine objektiven Pro-Argumente sind. Ich _habe_ keine außer denen, die ich schon geschrieben habe. Was erwartest du von mir?

Adam_Smith schrieb:
Was übrigens die großkalibrigen Waffen angeht: An diesem Punkt kann ich den reinen Sportgedanken eben nicht mehr so ganz folgen ... Ich würde es begrüßen, wenn zumindest im sportlichen Bereich ein umdenken statt findet und man sich weitestgehend auf KK Schießen beschränkt.

Ja, ist ja akzeptiert. Es gibt übrigens durchaus Sportschützen, die das genauso sehen...

Adam_Smith schrieb:
Es ist nun einmal de Facto so, dass die bisherigen gesetzlichen Regelungen nicht ausreichen um den Missbrauch von Waffen die zu Sportzwecken angeschafft wurden zu verhindern. Und die Umsetzung der geltenden Gesetze in den Privathaushalten ist oft mehr als schlampig. Auch hier kann ich wieder sehr gut aus eigener Erfahrung sprechen.

Weiß ich. Das ist aber imho kein Problem der Regelungen (so schlecht sind die nun auch wieder nicht), sondern eins der Kontrollen. Und das wiederum wird zumindest unter anderem auch ein Problem mit dem Personal und damit mit dem Geld sein. Vielleicht wäre es schon mal ein guter Anfang, nicht immer am falschen Ende zu sparen.

Adam_Smith schrieb:
Also darf doch wohl überlegt werden ob scharfe Waffen und Munition in private Haushalte gehören.

Hab ich das abgestritten? Warum führen wir wohl diese Diskussion?

Adam_Smith schrieb:
Wer zu Hause Waffen sammeln will, der kann sich demilitarisierte Waffen kaufen und diese zuhause vollkommen legal lagern.

Ja, kann er. Das ist richtig.

Adam_Smith schrieb:
Und es bleibt dabei, dass eine Waffe ein extrem gefährlicher Gegenstand ist, dessen eigentliche Zweckbestimmung das Vernichten von Leben ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Das aus dem Umgang mit diesen Waffen ein Sport geworden ist, stellt für mich kein Problem dar. Dennoch kann man bei Waffen eben nicht so argumentieren wie man es bei der Briefmarkensammlung von Opa machen kann.

Nein, ich wollte das auch nicht gleichstellen. Ich wollte nur, da ich (auch im RL) immer wieder mit der Frage konfrontiert werde, warum man überhaupt was mit Waffen machen muss, es gäbe doch so viel anderes, dieser Diskussion vorbeugen. Dass Waffen gefährlicher sind als Briefmarken, ist mir schon aufgefallen ;)

Adam_Smith schrieb:
Wir sind und doch beide einig, dass bei den vielen Sportschützen die es in Deutschland gibt wohl kaum jeder Einzelfall betrachtet wird (und werden kann).

Natürlich kann man das nicht.

Adam_Smith schrieb:
Denn wäre die Waffe für den Täter nicht frei zugänglich gewesen, dann würden die Opfer von Winnenden wohl heute noch leben.

Ja, das würden sie wohl.

Adam_Smith schrieb:
Und wenn die Lagerung in den Vereinshäusern keine Adäquate Lösung ist, dann muss man sich neue Dinge überlegen. Man muss nur einfach anfangen ...

Ja. Das ist alles richtig, was du schreibst (auch das, was ich nicht zitiert habe). Mein Post bezog sich ja auch nicht nur auf deine Ausführungen, sondern allgemein auf das ständige Sportschützen-Bashing und die immer gleichen, gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderungen nach Verbot oder Lagerung im Verein. Wie ich schon sagte, halte ich eine Lagerung im Verein für eine sehr schlechte Lösung. Schlechter als eine Lagerung zu Hause. Ich hab es in einem anderen Posting schon mal geschrieben: In unser Schützenhaus wurde schon mindestens zweimal eingebrochen. Wenn da nun etliche Waffentresore gestanden hätten? Die kann man aufkriegen, vor allem, wenn, wie es sich gehört, keine Munition drin ist, und das Schützenhaus am A.... der Welt steht...
Ich will gar nicht wissen, was los ist, wenn es dazu käme und jemand käme mit einer dieser Waffen anschließend zu Schaden...

Eine neue Idee, was man tun könnte, hab ich leider auch nicht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mir gut vorstellen, dass man derartige Diebestouren nicht unbedingt fürchten muss wenn entsprechend viel Aufwand in die Sicherung der "Waffenlager" gesteckt werden würde. Klar der 08/15 Waffenschrank (Tresor) wie er zu Hause steht ist schnell geöffnet. Es gibt aber ja auch weitaus sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten.
Dazu eine moderne Alarmanlage die direkten Draht zur Polizei hat und schon ist die Sicherheit deutlich gesteigert.
Was natürlich keine absolute Sicherheit gewährleisten kann.

Noch ein paar Dinge die helfen könnten:

- Wenn die Vereine sich auf KK Schießen beschränken würden, so wäre die Gefahr des Diebstahls vermutlich allein durch das kleinere Kaliber schon deutlich minimiert. Wer klaut denn ne KK Waffe für seine illegalen Waffengeschäfte?!

- Vor ewigen Zeiten als heimische Waffenschränke bei Jägern noch aus Holz waren wurde bei uns im Hause immer der Verschluss der Waffe getrennt von den Waffen selbst gelagert.
Eine ganz einfache und praktikable Lösung wäre es vielleicht, wenn ein wichtiges Funktionsteil der Waffe vom Schützen mit nach Haus genommen werden würde und der Rest im Verein verbleibt.

Nur ein paar Denkansätze die zeigen sollen, dass man sicher irgendwie pfiffige Lösungen finden könnte.
 
Das mit dem Funktionsteil, das der Schütze mit nach Hause nehmen könnte, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Der Verschluss bietet sich da ja an.
Was die modernen Sicherungssystem angeht: Keine Ahnung, wie teuer sowas ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es für kleine Vereine vielleicht zu teuer sein könnte. Ist theoretisch aber ne Möglichkeit, ja.

Wie du schon richtig geschrieben hast, gibt es sowieso keine absolute Sicherheit. Auch mit KK-Waffen nicht (konnte man die nicht vor vielen Jahren mal legal ab 18 kaufen?). Aber das Risiko minimieren, das sollte man natürlich tun, ist ja klar.
 
Klar der 08/15 Waffenschrank (Tresor) wie er zu Hause steht ist schnell geöffnet.

Wo hast du nur sowas her?

Das aktuelle Waffengesetz ist dir aber schon ein Begriff?

Es sind durchaus keine 08/15 Waffenschränke, die zur Aufbewahrung von Waffen genommen werden dürfen.

Wie sovieles gibt es da genaue Vorschriften, die , nat. wenn sie eingehalten werden, sehr sicher sind.

Es liegt an der Kontrolle der Einhaltung der bestehenden Gesetze, nicht mehr und nicht weniger.

Ist ja gut und schön, die Waffen im Verein zu lagern, aber wie oft wird denn nur auf der Anlage des Vereines geschossen?

Somit gelangt die Waffe auch wieder in die Öffentlichkeit, wenn sie zu einem anderen Schießstand transportiert wird. Wer kann dann kontrollieren, was damit geschieht?
 
Zurück
Oben