Kihel schrieb:
Mensch, Leute, die Diskussion in allen Ehren, aber geht das denn nicht auch mal, ohne die Leute pauschal zu diffamieren?
Wer diffarmiert hier pauschal?
Kihel schrieb:
Nun, du hast nach "Pro-Argumenten" für Feuerwaffen in den Händen von Privatleuten außer sportliches Schießen gefragt. Da Schießen für euch ja kein Sport ist, fallen mir nur zwei Antworten ein: Jäger und Leute, die zu ihrem persönlichen Schutz eine Waffe brauchen; das sind wohl eine Handvoll in Deutschland (oder so).
Schießen kann in meinen Augen ruhig als Sport gewertet werden ...
Was noch immer nicht begründet, warum Sportschützen ihre Waffe zu Hause brauchen ...
"Selbstschutz" mit der Waffe?! Nun ich denke doch, dass wir in Deutschland in diesem Punkt einfach mal vom Rest der Welt lernen können. Ein "normaler" Bürger der zu Hause seine Waffe hat um sich zu schützen richtet damit potentiell eher schaden an, als dass er jemanden schützt. Wer so gefährdet ist, dass er Schutz benötigt, der bekommt den Schutz von der Polizei ...
Kihel schrieb:
Ansonsten gibt es kein echtes Pro-Argument. Jedenfalls keins, mit dem man Leute, die Sportschützen per se für bescheuert halten, überzeugen könnte. Ich könnte jetzt den ein oder anderen Grund aufzählen, warum ich persönlich gern mit Großkaliberwaffen schieße. Aber das sind alles keine Pro-Argumente, wie du dir sie vorstellst.
Noch mal: Ich halte Sportschützen nicht für generell bescheuert. Also bitte teile uns deine Argumente mit ...
Was übrigens die großkalibrigen Waffen angeht: An diesem Punkt kann ich den reinen Sportgedanken eben nicht mehr so ganz folgen ... Ich würde es begrüßen, wenn zumindest im sportlichen Bereich ein umdenken statt findet und man sich weitestgehend auf KK Schießen beschränkt.
Kihel schrieb:
In erster Linie hat es was mit Spaß und Freude zu tun, wie wohl jedes Hobby. Da ist die Sammelleidenschaft. Habe ich eine Waffe, will ich das Zubehör auch haben. Das Bajonett, das Putzzeug, die Bedienungsanleitung und was es sonst so gibt. Wir sind ein paar Leute, denen das Sammeln große Freude bereitet. Die Sachen werden sorgfältig aufbewahrt; niemand rennt mit seinem Bajonett durch die Straßen und schlachtet Leute ab oder so.
Nein, die Waffen werden eben viel zu oft (vorsicht, keine Pauschalisierung) nicht ausreichend gesichert und eben nicht sorgfältig genug aufbewahrt. Es ist nun einmal de Facto so, dass die bisherigen gesetzlichen Regelungen nicht ausreichen um den Missbrauch von Waffen die zu Sportzwecken angeschafft wurden zu verhindern. Und die Umsetzung der geltenden Gesetze in den Privathaushalten ist oft mehr als schlampig. Auch hier kann ich wieder sehr gut aus eigener Erfahrung sprechen.
Also darf doch wohl überlegt werden ob
scharfe Waffen und Munition in private Haushalte gehören.
Wer zu Hause Waffen sammeln will, der kann sich demilitarisierte Waffen kaufen und diese zuhause vollkommen legal lagern.
Und es bleibt dabei, dass eine Waffe ein extrem gefährlicher Gegenstand ist, dessen eigentliche Zweckbestimmung das Vernichten von Leben ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Das aus dem Umgang mit diesen Waffen ein Sport geworden ist, stellt für mich kein Problem dar. Dennoch kann man bei Waffen eben nicht so argumentieren wie man es bei der Briefmarkensammlung von Opa machen kann.
Kihel schrieb:
Edit: Da waren Leute schneller...
Naja, dass es auch wirklich bescheuerte Leute unter den Sportschützen gibt, ist natürlich eine Tatsache...leider!
Und genau diese Vollidioten sind es, die dafür sorgen, dass ich vollkommen gegen die Lagerung von Schusswaffen im Hause der Sportschützen bin.
Wir sind und doch beide einig, dass bei den vielen Sportschützen die es in Deutschland gibt wohl kaum jeder Einzelfall betrachtet wird (und werden kann). Und genau hier liegt die Gefahr, wenn man verantwortungslosen Eltern eine Schusswaffe mit nach Hause gibt.
Und wenn der Sohn über dessen psychische Labilität durchaus bescheid wusste Zugang zu einer Waffe mit etlichen Schuss Munition bekommt, dann liegt unverantwortliches Handeln vor.
Unverantwortliches Handeln, welches mittelbar den Tod von Menschen zur Folge hatte. Denn wäre die Waffe für den Täter nicht frei zugänglich gewesen, dann würden die Opfer von Winnenden wohl heute noch leben.
Und genau hier ergibt sich für mich die zwingende Notwendigkeit neuer gesetzlicher Regelungen. Jeder der verantwortungsvoll mit seinem Sport und den Sportgeräten umgeht der müsste dies verstehen können ...
Und wenn die Lagerung in den Vereinshäusern keine Adäquate Lösung ist, dann muss man sich neue Dinge überlegen. Man muss nur einfach anfangen ...