@matrix8
Danke für den Link, blöderweise ist die Seite (bin an der Arbeit) gesperrt. Aber heut abend werd ichs mal lesen...
Ich vermute aber, dass es wieder nur eine mathematische Vorrechnerei sein wird und keine Hinweise auf die Hörbarkeit enthalten wird, oder?
matrix8 schrieb:
...dort sieht man auch tabellarisch die db-Abweichungen bei verschiedenenen Dämpfungsfaktoren. Bis 50 wird man es an einem aktiv Chassis hören (ist mir ja selbst aufgefallen beim Woofer -> auch wenn der dann nur 1-2db abweicht vom Frequenzgang, kommen die Bässe merkbar weniger kontrolliert und präzise rüber).
So eine Rechentabelle ist keine Raketenwissenschaft, aber 1-2dB Abweichung? Bei einem DF von 10 ist die maximal mögliche Abweichung 0,83dB! Bei DF=50 sind es 0,17dB! Beides unhörbar, zumal im Bassbereich, wo das Gehör sehr unempfindlich ist...
Und dass dir so ein Klangunterschied auffällt, heißt noch lange nicht, dass es einen Unterschied tatsächlich gab. Allein dadurch, dass du weißt, etwas wurde geändert, wird dein Gehör eine Veränderung wahrnehmen! Siehe McGurk-Effekt
Und je niedriger die impedanz des Chassis ist (<1Ohm), umso mehr hört man es.
Hier missverstehst du den Dämpfungsfaktor! Dieser ist bezogen auf die Minimalimpedanz des LS (zumindest fast, denn das Impedanzminimum darf die DIN-Impedanz um 20% unterschreiten, ein 4-Ohm-LS darf also ein Impedanzminimum bei 3,2Ohm haben)!
Bei Lautsprechern mit passiven Frequenzweichen wie im Home HiFi üblich, kann man das aber wirklich fast vernachlässigen und da reicht auch ein DF >10 aus. Da hast du recht.
Die Gesetzte ändern sich nicht, ob der LS nun aktiv oder passiv befeuert wird.
Und wegen der Blindtests: die werden meistens bei Zimmerlautstärke gemacht und da ist es sehr sehr schwer Unterschiede heraus zu hören. Erst bei höheren Lautstärken kommt eine saubere Leistung der Endstufe immer mehr zur Geltung (gerade digitale AMPs produzieren mit steigender Leistungsabgabe immer mehr Klirr)...
Das Auditorium sucht sich den Hörpegel aus, bei dem es meint, Unterschiede am deutlichsten herauszuhören - alles Andere wäre ja auch praxifremd. Der Blindtest (besser Doppel-Blindtest) ist die einzige Möglichkeit, die subjektive Erwartungshaltung auszuklammern und ein Minimum an Objektivität sicherzustellen!
Und dass der stärkere Verstärker später ins Clipping fährt und länger geringere Verzerrungen liefern kann, ist eine Selbsverständlichkeit. Dass die Endstufe in der Lage ist, die LS bis an den gewünschten Maximalpegel zu treiben, sehe ich als Voraussetzung und lasse ich als klangentscheidendes Kriterium nicht gelten...
Das wäre ja dasselbe als würde ein Autotester einen Sportwagen schlecht bewerten, weil er aufgrund der aufgezogenen Winterreifen nur 160km/h fahren konnte... So nicht, mein Lieber!
Ich würde ja auch sagen, dass für den Klang hauptsächlich die Lautsprecher verantwortlich sind, doch die Endstufe sollte auch saubere Leistung bringen und das ist durchaus hörbar. 2/3 für Lautsprecher und 1/3 für den AMP ist etwa optimal finde ich
Da stimme ich dir solange zu, bis der LS-Preis die 2000€-Region erreicht... Mehr als 1000€ in einen Verstärker zu investieren, bringt -
klanglich - nämlich nichts! Es gibt aber auch schon günstigere Amps, die klanglich vollkommen transparent sind.
Und umgekehrt heißt das natürlich nicht, dass alle >1000€-Amps transparent sind! Da gibt es so viel Bullshit mit 5-Stelligem Preisschild zu kaufen, dass man sich die Haare raufen könnte!