News Ampere 32-Kern-ARM-CPU: AppliedMicros X-Gene 3 erlebt eine Wiedergeburt

Volker

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#1
Eine Führungsetage mit nahezu vollständigen Wurzeln bei Intel, dazu eine Adresse fast um die Ecke der alten Wirkungsstätte: Hinter der neuen Firma Ampere Computing steckt AppliedMicros ARM-Server-CPU, bei der sich viele Ex-Angestellte von Intel in einem Bereich versuchen, in dem sie zuvor nicht arbeiten konnten oder durften.

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DjangOC

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#2
Es klingt interessant, aber wie viel Rechenleistung darf man davon erwarten? Und welche Kerne möchte sie verwenden, ich mein die ARMv8 Grn hat relativ grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.
 
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#3
Bringt Nvidia nicht demnächst nach Volta meine ich, eine gpu generation auf den Markt die auf den namen Ampere hört
 

Vissi

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#4
Rechtschreibfehler: Die Verbindung dazu ist unter anderem in Renee James zu suche, die nun als CEO den Unternehmen vorsteht.
 

yummycandy

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#5
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#6
Da sieht man es wieder. Sobald man die ARM-Architektur etwas aufbohrt, um im Server-Segment halbwegs bestehen zu können, gehen die Effizienzgewinne praktisch dahin. Die begrenze Skalierbarkeit auf 1-Sockel kommt hier noch mit dazu.

Ich frage mich ernsthaft, wo für dieses Produkt noch eine Nische sein soll, bei der Konkurrenz.

AMD hat mit dem EPYC 7401P schließlich 24 Kerne, 48 Threads @ 2,0 GHz (3,0 GHz Turbo), 8-Kanal-Speichercontroller (max 16 DIMMs), 128 PCIe Lanes @ 180 Watt TDP. Ja, die TDP ist ein gutes Stück höher als bei dem Ampere, aber selbst bei einer cTDP von 125 Watt dürften die 24 Zen-Kerne inkl. SMT vermutlich keine große Mühe mit 32 ARM-Kernen haben. Bei einem Preis von etwas über 1.100 US-Dollar im üblichen Handel.

Wo bitte soll da der Preispunkt für so ein Ampere liegen, damit sich daraus irgendeine signifikante Ersparnis bei der Hardware ergibt, damit sich der Sprung auf eine CPU-Architektur lohnt, deren allgemeine Code-Basis im Enterprise-Bereich verglichen mit x86-Code ziemlich überschaubar ist.
 

yummycandy

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#7
@Simon,

der soll nicht unbedingt den EPYC, sondern den XEON angreifen. Und auch nicht im Preis, sondern über den maximal verfügbaren RAM und evtl. die max PCIe-Lanes. Der ARM bietet z.B. Octachannel-RAM.
 
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#8
@yummycandy
Man tritt nicht gegen einen bestimmten Hersteller an, sondern muss sich in einem kompletten Marktumfeld behaupten.

Dass der Ampere gegenüber den Xeon SP beim Speicherausbau punkten kann, ist unbestritten, aber das hilft doch wenig, wenn es dafür einen anderen Markteilnehmer gibt, der in den Spezifikationen im Zweifelsfall noch besser da steht und dazu noch über Kompatibilitäten zu fast jeder Software auf der Welt verfügt.

Die Industrie wollte einen Gegenspieler zum Xeon, um die allgemeine Preismacht von Intel zu brechen und hat zum Teil völlig übertriebene Hoffnungen in irgendwelche Startups gesetzt, die meinten, man nehme einfach eine andere CPU-Architektur, die bis dato ausschließlich im absoluten Low-Power-Segment (< 4 Watt) ihre Vorteile ausspielen konnte, vervielfache die Kerne auf 32/48/54 whatever, drehe die Taktfrequenz auf Regionen in Richtung oder über 3,0 GHz, um überhaupt ein wenig Single-Thread-Leistung rauszukitzeln, stopfe den Chip mit I/O-Einheiten (Speichercontroller, PCIe-Lanes, etc.) voll und erfreue mich dann einer doppelte so hohen Effizienz wie ein Xeon. Das ganze am liebsten so billig, dass die Unsummen an Portierungskosten für eventuell vorhandene Software auf eine gänzlich andere CPU-Architektur durch einen geringeren Hardware-Einkaufspreis sich am Ende keine Milchmädchenrechnung ergibt.

Schließlich hat man festgestellt, dass das offenbar doch nicht so einfach geht und die Projekte gingen reihenweise baden.

Den Gegenspieler gibt es jetzt von AMD in Form des EPYC und dementsprechend müssen sich die ARM-Dinger auch dagegen behaupten können.
 
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#9
Schließlich hat man festgestellt, dass das offenbar doch nicht so einfach geht und die Projekte gingen reihenweise baden.

Den Gegenspieler gibt es jetzt von AMD in Form des EPYC und dementsprechend müssen sich die ARM-Dinger auch dagegen behaupten können.
Nicht zu vergessen das es mit IBM und OpenPOWER noch Mitbewerber gibt welche auch ihren Teil vom immer größer werdenden Kuchen haben wollen. IBMs POWER9 ist mindestens eine Generation weiter als alles was es an Server CPU Designs auf Basis der ARM ISA gibt und wird bereits an Kunden ausgeliefert.

Auch mittel bis langfristig sehe ich kaum Möglichkeiten das die ARM ISA im Enterprise Bereich über Network und Storage in nennenswerten Umfang hinaus kommt. Selbst in China (durch die Regierung gelenkte langfristige Investments) hat man sich auf MIPS (ICT) und mittelfristig auf eigenständige x86 Designs festgelegt (Zhaoxin und THATIC).

Das AMDs K12 (ARMv8-A) praktisch wieder in der Schublade verschwunden ist spricht am Ende auch für sich.
 
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Holt

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#10
Der Markt für ARM Server CPUs dürfte überschaubar bleiben und deren Erfolg maßgeblich von der Energieeffizienz abhängen die sie bei der jeweiligen Anwendung dann erzielen können.
 
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#12
Bei NVIDIA sind das doch eh nur halboffizielle Codenamen für das spätere Produkt. Und das heißt dann GeForce, Titan oder wie auch immer.
 

Waelder

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#13
mal gespannt ob sie da Fuß fassen können, nicht gerade ein einfacher Markt wenn man sich die Konkurrenz anschaut...
Prominente Namen alleine helfen da auch nicht...
 

BLJ

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