Amtsärztliche Untersuchung vom Arbeitgeber

hansstramm

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Moin Freunde,
ich mache eine Ausbildung zum FISI bei einer großen Stadt.
Ich befinde mich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr.
Im ersten Ausbildungsjahr war ich leider häufig erkrankt.
Nun habe ich von meinem Arbeitgeber einen Termin bekommen für eine amtsärztliche Untersuchung.
Das ganze finden in einem Krankenhaus statt.

Da soll wohl abgeklärt werden ob es krankheitsbedingt Sinn macht die Ausbildung fortzusetzen.

Aus meiner Sicht ist das Blödsinn.
Ich habe keine chronischen Krankheiten.
Meine letzte Krankmeldung war eine Woche im Herbst 2024, da war ich erkältet.

Hat von euch schon mal jemand so eine Untersuchung mitgemacht?
Wie läuft das so ab?
Wie sollte ich mich am besten vorbereiten?


Mfg
 
Darauf vorbereiten kannste dich nicht, ich finde so Amtsarzt gedöhns eh bescheuert, dieser Mensch kennt dich halt auch 0,0 und geht nach "katalog".

Werden die üblichen dummen fragen gestellt.

Musste das auch 3x machen nur das es bei mir nie zu nem prsö gespräch gekommen ist und die nur über meine Krankenakte entschieden haben..

Wenn bei dir nix auffälliges drinne steht, was die Ausbildung nicht mehr zumutbar macht dann haste auch nix zu befürchten, dann kommts halt nur noch auf das an was du dem da erzählst.
 
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Danke für die schnelle Antwort.
Für so einen Blödsinn gehen meine Überstunden drauf, das ist schon ärgerlich.
Aber es bringt ja nichts, Augen zu und durch.

Weiß jemand ob der Amtsarzt meine gesamte Krankheitsakte vorliegen hat?
Oder bezieht sie das nur auf die Zeit während der Ausbildung?
 
hansstramm schrieb:
Aus meiner Sicht ist das Blödsinn.
Ich habe keine chronischen Krankheiten.
Weiß dein Arbeitgeber ja nicht. Was genau jetzt das Problem ist, wird weder Arzt noch Krankenkasse deinem Arbeitgeber erzählen - der bekommt nur eine Info von wann bis wann du krank geschrieben bist.
 
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@hansstramm Ich dachte immer, dass bei dir die Ausbildung sehr gut läuft und du dich richtig reinhängst?

Wir haben in meiner Abteilung auch mehr als genug 'auf Rezept erkrankte' Konzernbeamte, die meinen, sich alles erlauben zu können. Leider wird eine Vorstellung zum Betriebsarzt in der Regel nur dann gefordert, wenn zB ein Beamter mal wieder ein halbes Jahr am Stück ausfällt und auch danach eindeutige Anzeichen für Blaumachen bestehen.

Bei dir scheinte mir das bisher aber nicht der Fall zu sein? So eine Aufforderung zur Vorstellung beim Amtsarzt ist als großer Misstrauensbeweis dir gegenüber zu deuten. Ich würde versuchen, die Ausbildung noch abzuschließen und dann schnellstmöglich das Weite zu suchen!
 
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Und da es vom Arbeitgeber angeordnet ist, ist das auch Arbeitszeit und würde mir das aufschreiben.

Am Ende der Ausbildung dringend den Betrieb wechseln.
 
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hansstramm schrieb:
Im ersten Ausbildungsjahr war ich leider häufig erkrankt.
Was heißt denn häufig? Du sollst hier keine detaillierte Krankengeschichte hinterlegen, aber so eine ungefähre Prozentzahl von An- zu Abwesenheitstagen würde helfen.
hansstramm schrieb:
Meine letzte Krankmeldung war eine Woche im Herbst 2024, da war ich erkältet.
Die Diagnose kennt ja Dein Arbeitgeber nicht, es könnte ja auch was anderes dahinterstecken, allerdings wegen einer Erkältung eine Woche krank? Wer ist denn Dein Hausarzt ;)?
hansstramm schrieb:
Aus meiner Sicht ist das Blödsinn.
Ich habe keine chronischen Krankheiten.
Dann hast Du ja auch vermutlich nichts zu befürchten und bekommst das auch noch amtlich bestätigt.
 
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Also bei uns sind solche Untersuchungen regelmäßig alle 3 Jahre. Je nach Beruf können da ganz unterschiedliche Untersuchungen gemacht werden.

Sehtests, Hörtests, Lungenfunktionstests, usw...

Verstehe nicht was daran Blödsinn sein soll. Und wenn man dafür Überstunden nehmen muss dann sollte man definitiv den Arbeitgeber wechseln.
 
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Incanus schrieb:
allerdings wegen einer Erkältung eine Woche krank? Wer ist denn Dein Hausarzt ;)?
Ist doch besser als die Kollegen anzustecken?
Eine Woche krank bei Erkältung halte ich für völlig normal!
 
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Wegen einer Woche krank wurde er aber nicht zum Amtsarzt zitiert...

Ich sehs so, so eine Aufforderung kommt ja nicht völlig aus der Luft. Kann misstrauen sein, kann ernste Besorgnis sein. Letztlich ist der Amtsarzt eine neutrale, unvoreingenommene Partei, ganz im Gegensatz zum Hausarzt. Diesen Ruf hat ein Teil der Ärzteschaft leider über die Jahre ruiniert. Wenn der TE also wirklich schlicht krank war, hat er nichts zu befürchten und muss, aus meiner Sicht, auch keinen AG Wechsel in Betreacht ziehen. Ein AG hat eine Sorgfaltspflicht seinen Angestellten gegenüber. Dazu gehört zum einen, bei einer solchen Auffälligkeit dem AN eine weitere ärztliche Hilfe zukommen zu lassen (kann ja auch sein, dass der Hausarzt einfach nur krankschreibt, sich dem vorliegenden Problem aber nicht annimmt) oder eben auch, die anderen Mitarbeiter zu schützen, denn diese müssen die Mehrarbeit ja ausbügeln.

Einzig das mit den Überstunden macht mich stutzig. Angeordneter Amtsarzt ist doch Arbeitszeit?
 
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Tr8or schrieb:
Eine Woche krank bei Erkältung halte ich für völlig normal!
Kommt ja auch auf die Art der Arbeit an. Wegen einer simplen Erkältung bleibt man aber eher nicht zu Hause, bei einem grippalen Infekt sieht das natürlich anders aus.
 
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Erkältungen, egal welcher Schwere, wurden bisher bei allen Ärzten bei denen ich und mein Umfeld waren kategorisch für eine Woche krankgeschrieben, ohne Wenn und Aber. Musst ja bedenken: Was bei dir vielleicht nur etwas Schnupfen und Hustne ist, könnte dennoch für einen Kollegen heftiger ausarten. Du reagierst vielleicht auf ein Virus nicht in dem selben Ausmaß, trägst es aber eventuell in dir und gibst es weiter an jemanden, der empfindlicher reagiert. Hat also schon seinen Grund.
 
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hansstramm schrieb:
ich mache eine Ausbildung zum FISI bei einer großen Stadt.
Also öffentlicher Dienst?

hansstramm schrieb:
Da soll wohl abgeklärt werden ob es krankheitsbedingt Sinn macht die Ausbildung fortzusetzen.
Wie hier schon geschrieben wurde, weiß der Arbeitgeber ja nichts über Deine Krankheiten. Und bei ÖD könnte es sogar Vorschrift sein, dass so eine Untersuchung von oben aus Fürsorge angeordnet wird. Du könntest z. B. als Bäcker auf Mehl allergisch sein.

Ein Amtsarzt ist halt erstmal ein neutraler/unabhängiger Mediziner, die sich das ganze mal ansieht.

Bei euch gibt es aber sicher soetwas wie eine Arbeitnehmer-Vertretung, da würde ich direkt Kontakt aufnehmen. Vielleicht wissen die mehr über diese Vorgangsweise.

Falls Du wirklich weitergehende Probleme hast, könnte auch ein Gespräch mit dem Betriebsarzt bzw. berufsmedizinischen Dienst sinnvoll sein. Evtl. kann man die Ursache ja einfach abstellen.
 
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hansstramm schrieb:
Nun habe ich von meinem Arbeitgeber einen Termin bekommen für eine amtsärztliche Untersuchung.
Das ganze finden in einem Krankenhaus statt.

Da soll wohl abgeklärt werden ob es krankheitsbedingt Sinn macht die Ausbildung fortzusetzen.
Ist das wirklich der Grund?

Eine Arbeitsmedizinische Untersuchung ist an sich eigentlich nicht ungewöhnliches und ganz üblich in einem normalen Rhythmus, wobei die Art der Untersuchung von deiner Arbeitsstelle abhängig ist und kannst du auch für dich als Dokumentation betrachten, wenn du mal bei einer ernsthaften Erkrankung dich ggfls mal wegen Berufsunfähigkeit oder sonstigen mit der Krankenkasse oder dem BG streiten musst.

Wenn der Arbeitgeber/Ausbilder zweifel an dir hat und darüber versucht dich loszuwerden ist das für ihn ein sehr aufwändiger und komplizierter Weg, der eigentlich nur in deinem Vorteil endet.

Auf alle Fälle sollte hier ein Gespräch gesucht werden, wenn das wirklich darum geht, dass man dich loswerden soll. Das ist dann keine gesunde Beziehung zwischen AG und AN. Denke aber du interpretierst da zuviel rein.

Wenn dich der Arbeitgeber da hin schickt ist das Arbeitszeit.
 
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Also bei uns kommt es vor das Leute dahingeschickt werden um ihnen zu zeigen das man ein gewisses misstrauen in ihre tatsächliche Krankheitszeiten hat. Also wenn man sie für Querulanten hält die wegen aktuter Unlust zu oft zuhause bleiben.

Ist auch ÖD
 
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Corto schrieb:
Also bei uns kommt es vor das Leute dahingeschickt werden um ihnen zu zeigen das man ein gewisses misstrauen in ihre tatsächliche Krankheitszeiten hat.
Kenne ich auch nur so und habe es bei dem ein oder anderen Kollegen mitbekommen, da zählte dann auch nur noch die Krankenschreibung durch den Betriebsarzt. Im Endeffekt ist das ein Misstrauensbruch gegenüber dem AG und eigentlich sollte man sich dann eine neue Stelle suchen.

Habe ich alles in der freien Wirtschaft erlebt, keine Ahnung wie es im ÖD läuft, möchte ich auch nicht wissen ;)
 
wie es woanders ist weiß ich nicht, aber bei uns ist es schon relativ locker.

Krankschreibung erst ab drittem Tag, bis dahin einfach nur anrufen beim Vorgesetzten oder der Personalstelle.

Das ist aber eine freiwillige Regelung meiner Dienststelle, die für dauerhaft von Montagsunlust befallene aufgehoben werden kann. Die müssen dann ab dem ersten Tag zum Arzt, was oft hilft weil die sich da dann auch dumm vorkommen.
 
Die Untersuchung war heute.
Fand aber nicht im KH statt, sondern in einer Arztpraxis, die zum KH gehört.
Meine Vorgesetzte hatte mir die falsche Adresse geschickt.
Sie meinten sie wurden gebeten ein Gutachten zu erstellen aufgrund meiner "vielen" Krankheitstage.
Die wollten halt alles wissen, angefangen von meinem Lebenslauf.
Ich habe halt gesagt wie es ist und was ich hatte.
Die möchten jetzt halt noch die Diagnosen von meinem Hausarzt haben.

Ich habe wie schon geschrieben keine chronischen Krankheiten und die Krankheitstage liegen lange zurück.
Daher werden sie vermutlich nicht zu dem Schluss kommen, dass ich meine Ausbildung krankheitsbedingt nicht abschließen kann.

Meine Vorgesetzte meinte sie haben eine Fürsorgeflicht.
Ich habe nicht den Eindruck, dass man mich loswerden möchte.
Allerdings fand ich die Untersuchung schon sehr unangenehm.
Ich bin im ÖD tätig, Arztbesuche müssen bei uns mit Überstunden ausgeglichen werden.
Es war aber vom Arbeitgeber verpflichtend, daher fand ich es nicht so toll, dass ich meine Überstunden nutzen musste.
Aber mal abwarten, vielleicht war es ja auch nur ein Fehler meiner Vorgesetzten.
Ergänzung ()

Corto schrieb:
wie es woanders ist weiß ich nicht, aber bei uns ist es schon relativ locker.

Krankschreibung erst ab drittem Tag, bis dahin einfach nur anrufen beim Vorgesetzten oder der Personalstelle.

Das ist aber eine freiwillige Regelung meiner Dienststelle, die für dauerhaft von Montagsunlust befallene aufgehoben werden kann. Die müssen dann ab dem ersten Tag zum Arzt, was oft hilft weil die sich da dann auch dumm vorkommen.
Wurde bei mir auch angeordnet, krank ohne KS darf ich nicht mehr sein.
Ich hab das aber eh nie genutzt und bin immer direkt zum Arzt.
Ärgerlich finde ich nur, dass man mir damit unterstellt blau gemacht zu haben.
 
Ich unterstelle dir garnichts und ich weiß auch nicht ob das bei uns in der Dienststelle wirklich nach gusto entschieden wird oder ob wirklich bei der Personalstelle ein rotes lämpchen ab einer gewissen Prozentzahl an fehltagen aufploppt - genauso läuft es bei uns auch mit wiedereingliederung. Da gehts um stichtage und sonst nix.

Das du bei flexibler Arbeitszeit erstmal in Vorleistung gehst ist ja logisch - und hier genauso. Da würde ich aber einfach "Dienstgang" buchen falls ihr bereits ein Online System habt. Im Zweifel einfach mal bei der Personalstelle anrufen und fragen.
 
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hansstramm schrieb:
Für so einen Blödsinn gehen meine Überstunden drauf, das ist schon ärgerlich.
Wieso denn das, das ist doch absolut von der Abreit angeordnet und für mein Verständnis alles, mit An und Abreise, Arbeitszeit.
Tr8or schrieb:
Eine Woche krank bei Erkältung halte ich für völlig normal!
Eine Woche reicht in den meisten Fällen nicht mal unbedingt um das komplett auszukurieren.
hansstramm schrieb:
Ich bin im ÖD tätig, Arztbesuche müssen bei uns mit Überstunden ausgeglichen werden.
Es war aber vom Arbeitgeber verpflichtend, daher fand ich es nicht so toll, dass ich meine Überstunden nutzen musste.
Ich habe keine Ahnung, wie die Rechtslage im ÖD aussieht, aber in der freien Wirtschaft würde ich mir das über den BR nicht gefallen lassen. Wenn die Firma möchte, dass ich meine Freizeit deswegen opfer können die mich mal. Das ist Arbeitszeit, da gibt es m.M.n. keine zwei Meinungen.
 
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