Amtsärztliche Untersuchung vom Arbeitgeber

Ich glaube, wir erfahren nicht ganz die Wahrheit vom TE. Der muss schon sehr häufig krank gewesen sein, bis sowas kommt. Er rückt ja auch nicht mit der Sprache raus, somit kann ich den Arbeitgeber sehr gut verstehen. Solche Blaumacher gibt es in jedem Unternehmen und wenn man es schlau anstellt, passiert da auch nix und selbst ein Amtsarzt kann da nicht viel ausrichten ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm, Skysnake, alf420 und eine weitere Person
Kommt auch darauf an, was man bei den Krankheiten ggü. dem AG sagt. Ich pflege da idR. eine recht offene Kommunikation mit meinen Vorgesetzten, was genau ich habe. Meistens sinds die üblichen verdächtigen Magen-Darm, Halsentzündung, Grippaler Infekt o.Ä. Seit noch Nachwuchs dazu kam, hat sich das nochmal verstärkt - was wohl ziemlich jeder mit Kindern genau kennt.
War aber auch schonmal länger zuhause wegen gebrochenem Zeh oder anderen Verletzungen. Wenn ich nunmal keine Sicherheitsschuhe tragen kann, ist das eben so. Damit hat man aber natürlich sofort eine hohe Krankheitsrate in dem Jahr.
Allerdings habe ich auch hier und da Termine wahrgenommen oder Arbeit erledigt wenn ich Krank zuhause war (kann auch bedingt mobil Arbeiten) was auch positiv aufgefasst wurde (zumindest aus den Gesprächen heraus).
Man ist in der Regel ja auch nicht die komplette Woche sterbenskrank mit einem Infekt, da kann man bei dringenden Themen schonmal aushelfen. So fahre ich seit Jahren recht gut damit und habe noch nie kritische Rückfragen o.Ä. erhalten.

Wenn man sich hier natürlich immer schön bedeckt hält und nie sagen möchte, was man hat (was auch völlig legitim ist) dann kommt man ggf. schneller in die Situation mit Attestpflicht und Amtsarzt. Oder sich hier und da vll ein Muster ergibt, das auf Vorsatz schließen lässt. (Häufig am Wochenanfang, Wochenende,) evtl. auch zu Hobbies die der Betroffene haben könnte und das einen Einfluss haben könnte.
In meinem alten Betrieb gabs mal einen Fußballer, der häufig Montag/Dienstag fehlte. Offiziell wegen Erkältung/Unwohlsein; inoffiziell haben sie sich in der Kreisklasse wieder auf die Knochen getreten und er hatte keine Lust, Montag auf Arbeit sich viel bewegen zu müssen (Handwerk). Der hatte dann nach 1,5 Jahren auch Attestpflicht und Amtsarztbesuche.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
Khaotik schrieb:
Kommt auch darauf an, was man bei den Krankheiten ggü. dem AG sagt. Ich pflege da idR. eine recht offene Kommunikation mit meinen Vorgesetzten, was genau ich habe.
In dem großen Industrieunternehmen wo ich in der Lehre war, wollte das ausdrücklich gar keiner Wissen. Man wollte auch keine Äußerungen hören wie ohje, ich glaube ich habe mir was eingefangen (Angekündigte Krankheit).

Khaotik schrieb:
Man ist in der Regel ja auch nicht die komplette Woche sterbenskrank mit einem Infekt, da kann man bei dringenden Themen schonmal aushelfen.
Zumindest sollte man bei einem Infekt solange wegbleiben um nicht andere Kollegen anzustecken und in der Arbeit ständig Bockmist zu verzapfen, was andere auslöffeln würden.

In der Schweiz gibt es glaube ich auch soetwas, dass man nur zu 50 % krankgeschrieben wird.


Khaotik schrieb:
So fahre ich seit Jahren recht gut damit und habe noch nie kritische Rückfragen o.Ä. erhalten.
Hier könnte man fragen: Wieviele unterschiedliche Arbeitgeber?

Khaotik schrieb:
Wenn man sich hier natürlich immer schön bedeckt hält und nie sagen möchte, was man hat (was auch völlig legitim ist) dann kommt man ggf. schneller in die Situation mit Attestpflicht und Amtsarzt. Oder sich hier und da vll ein Muster ergibt, das auf Vorsatz schließen lässt
Ich glaube man kann da insgesamt vieles erleben, einfach faule Säcke, ernsthafte erkrankte und auch Personalabteilungen die irgendwie nie richtig vernünftig damit umgehen können.
Letzteres habe ich zumindest noch nie erlebt. Eine HR-Mitarbeiterin, die das versucht hat wurde noch schneller gefeuert als der eigentliche Deliquent.

Hier hat die HR-Chefin dem Angestellten ausdrücklich verboten einen eigenen passenden Bürostuhl in die Firma zu bringen, obwohl sie wusste, dass er auf die dienstlich gelieferten Stühle keine 20 Minuten wegen Rückenprobleme aushält.

Khaotik schrieb:
(Häufig am Wochenanfang, Wochenende,) evtl. auch zu Hobbies die der Betroffene haben könnte und das einen Einfluss haben könnte.
Gab es da mal nicht einen Witz bei Dilbert? Oh, alle machen nur blau. 80 % der Krankmeldungen sind am Wochenanfang (Mo u. Di) oder Wochenende (Do. u. Fr.).

Khaotik schrieb:
In meinem alten Betrieb gabs mal einen Fußballer, der häufig Montag/Dienstag fehlte. Offiziell wegen Erkältung/Unwohlsein; inoffiziell haben sie sich in der Kreisklasse wieder auf die Knochen getreten und er hatte keine Lust, Montag auf Arbeit sich viel bewegen zu müssen (Handwerk). Der hatte dann nach 1,5 Jahren auch Attestpflicht und Amtsarztbesuche.
Ich will so ein blau machen generell oder wie von Dir gerade geschildert aber auch nicht im Schutz nehmen.

Andererseits habe ich auch schon mehrere Suizide und Drogenprobleme in meinem direktem Arbeitsumfeld mitbekommen, die eher auf die Arbeitsumgebung zurückzuführen sind.

Und da muss ich sagen, mir wäre es lieber wenn bestimmte Person dauerhaft bei vollen Lohnausgleich zu Hause bleiben würden und ich würde das solidarisch mitfinanzieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
Klaus_I schrieb:
Hier hat die HR-Chefin dem Angestellten ausdrücklich verboten einen eigenen passenden Bürostuhl in die Firma zu bringen, obwohl sie wusste, dass er auf die dienstlich gelieferten Stühle keine 20 Minuten wegen Rückenprobleme aushält.
Kann man in dem Fall von einer Historie an Rückenproblemen nicht vom Arzt eine Verordnung / Attest ausstellen lassen?


Ich hatte mal einen elektisch höhenverstellbaren Schreibtisch angefragt und vom Chef die Aussage bekommen, dass er ohne Arztbescheid keine elektrisch höhenverstellbaren Schreibtische mehr aufstellt, da die in einer Abteilung testweise aufgestellten Tische seiner Meinung nach nicht (regelmäßig genug) genutzt wurden.

Der Arzt wollte mir damals kein Attest ausstellen, da ich keine Historie bezüglich Rückenproblemen habe und den Schreibtisch eher präventativ haben wollte (auch weil ich zuhause einen habe und regelmäßig nutze).
Aber eine Empfehlung konnte der Arzt ausstellen und das hatte dann auch gereicht um den Tisch zu erhalten.

Kollegen mit akuten Rückenproblemen hatten bisher auch nie Probleme, entsprechende Ausrüstung zu erhalten.


Für einen ergonomischen Stuhl sollte die Situation ja ähnlich sein...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
Rickmer schrieb:
Kann man in dem Fall von einer Historie an Rückenproblemen nicht vom Arzt eine Verordnung / Attest ausstellen lassen?
Das war eine abstruse Geschichte. Der Kollege hat nichtmal einen besonderen Stuhl gebraucht, nur einen etwas höheren als üblich. Und der war nach Jahren defekt und nicht mehr im Lieferprogramm. Und Möbel durften nur von bestimmten Händlern gekauft werden, die auch nichts im Angebot hatten.

Letztendlich war es die Begründung für das Privatstuhl-Vebot der HR, dass über die Sozialversicherung (Schweiz) höhenverstellbare Schreibtische und ergonomische Stühle gefördert werden. Der war dann praktisch jede Woche die halbe Zeit krank, bis er Atteste usw. eingereicht hat.

Kurz vor der Genehmigung des höhenverstellbaren Schreibtisch wurde er entlassen (offiziell wegen Umstrukturierung). Der Bürostuhl wäre ohnehin nicht gefördert wurden, da er zu wenig gekostet hätte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm und Rickmer
Rickmer schrieb:
Ich hatte mal einen elektisch höhenverstellbaren Schreibtisch angefragt und vom Chef die Aussage bekommen, dass er ohne Arztbescheid keine elektrisch höhenverstellbaren Schreibtische mehr aufstellt, da die in einer Abteilung testweise aufgestellten Tische seiner Meinung nach nicht (regelmäßig genug) genutzt wurden.
Diese Regelung ist so ein - Entschuldigung - Bullshit.
Haben wir auch. Bzw. hatten wir, denn die Facility Abteilung hat "gepetzt" was unsere Moebel gekostet haben.
Die festen Tische waren vollkommen uebertrieben teuer, fast der doppelte Preis im Vergleich zu neueren hoehenverstellbaren Tischen.
Zugegeben, die hoehenverstellbaren sind keine Premiumvariante, aber die festen waren "Designertische"...

Im aktuellen Neubau stehen jetzt nur noch die hoehenverstellbaren, und ein paar wurden jetzt auch auf Wunsch der dort sitzenden bei uns im Buero aufgestellt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm und Klaus_I
Ranayna schrieb:
Diese Regelung ist so ein - Entschuldigung - Bullshit.
Da bin ich deiner Meinung. Die Nachfrage mit Begründung 'nutze ich aktiv' hätte mMn Grund genug sein sollen.
Aber immerhin - es ging auch ohne Attest.

Ranayna schrieb:
Die festen Tische waren vollkommen uebertrieben teuer, fast der doppelte Preis im Vergleich zu neueren hoehenverstellbaren Tischen.
... lol.

Unseres sind jetzt keine Billigmöbel*, aber die Tische sind alle vom selben Hersteller und die höhenverstellbaren damit eindeutig teurer.

*zumindest die neueren. Bei den alten Möbeln hat man gemerkt, dass das Unternehmen von einer ein-Mann-Bude mit geringem Budget gewachsen ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
Bei uns ist es wie bei allen anderen auch. Wir dürfen für private Arzttermine mitten währrend der Arbeit Überstunden frei nehmen und die festen Betriebsarzt Termine sind bezahlt, inkl Firmenwagen. Glaube selbst die freiwilligen Grippe Impfungen sind bezahlt. Wir wurden auch alle letztes Jahr wegen Isocyanaten zum BA geschickt, glaube aber der AG kriegt eh nur ein ja oder nein. Auch die Eingangsuntersuchung, da gabs auch nur Arbeitsfähig, mehr nicht.

Gerade die vielen Krankgeitstage sind doch ein gutes Argument für einen Obstkorb vom Arbeitsgeber. 😉
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
@TO

Sehr angenehm ist so etwas nicht, wenn der AG zu diesem Mittel greift, aber andererseits verständlich. Wie bereits schon angemerkt...keiner unterstellt Dir etwas, aber häufige Krankmeldungen können durchaus diese Reaktion provozieren.

Vorbereiten kann man sich auf so eine Untersuchung schlecht, da man nicht weiß, was einen erwartet. Ich würde den Ball flach halten und es auf mich zukommen lassen. Meint, abwarten, was der "andere" will, und dann entsprechend reagieren.

Was die Sache mit der Arbeitszeit angeht .....es ist schon ein Unterschied, ob es sich um einen privaten Arztbesuch handelt oder einen vom AG angeordnet. Bei letzterem würde ich auch dazu tendieren, daß es Arbeitszeit ist. Es kann aber sein, daß es in Eurem Betrieb eine entsprechende Vereinbarung für solche Fälle gibt, daher vorher informieren.

Meine persönliche Meinung....es ist schwierig, hier einen passenden Rat zu geben. Wenn die Situation schon so ist, daß aufgrund vieler Krankheitsfehltage eine amtsärztliche Untersuchung angeordnet wird, sollte man hellhörig werden, das ist nicht unbedingt positiv zu sehen. Klar, der AG hat natürlich auch eine Fürsorgepflicht, deshalb ist es auch möglich, daß man wissen möchte, wo genau das Problem liegt und wie man Dir ggfs. helfen kann. Das ist aber alles nur Spekulation.

Grundsätzlich ist es so, daß man sich schon darüber im klaren sein muß, daß viele Krankheitsfehltage nicht auf Begeisterung stoßen. Deine Arbeitskraft fehlt und muß während Deiner Fehlzeit immer von den Kollegen mit aufgearbeitet werden. Das mag keiner, und schon gar nicht über einer längeren Zeitraum.

Von daher auch die andere Seite sehen. Verstehe mich nicht falsch, ich bewerte das nicht, das steht mir auch nicht zu. Aber ein längerer und oft vorkommender Arbeitsausfall ist sensibel zu händeln. Macht man das nicht...sei es, daß man die "Atmosphäre" im Betrieb von den Kollegen ignoriert oder einfach nicht wahr nimmt, muß man sich über Konsequenzen nicht wundern.

Just my 2 c.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
hansstramm schrieb:
Ich bin im ÖD tätig, Arztbesuche müssen bei uns mit Überstunden ausgeglichen werden.
Es war aber vom Arbeitgeber verpflichtend, daher fand ich es nicht so toll, dass ich meine Überstunden nutzen musste.
Also da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn der AG dich auffordert den Amtsarzt aufzusuchen, dann ist das natürlich Arbeitszeit. Und da ist es auch vollkommen egal welches Arbeitszeitmodell Du hast.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm, P.Jay und cartridge_case
Wenn man vermutet das der AG einen wegen (zu) vieler Krankentage auf dem Kieker hat und deswegen zum Amtsarzt schickt, kann man natürlich dagegen vorgehen und weiter Stunk machen und auf seine Rechte bzgl Arbeitszeiten pochen.

Damit erklärt man sich einverstanden, dass der AG auch auf seine Rechte pochen kann, wodurch man IMHO langfristig eigentlich nur verlieren kann. Gerade in der Ausbildung wird es da für den AG Spielraum geben um seine eigene Meinung gegenüber dem TE kundzutun. Oder man wird andere Wege finden um sich einen “aufmüpfigen” AN zu entledigen.

Ich gehöre ja scheinbar zu der Randgruppe die an ihrem Arbeitsplatz auch willkommen sein will und sich nicht reingeklagt hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm und Pym
Axxid schrieb:
Oder man wird andere Wege finden um sich einen “aufmüpfigen” AN zu entledigen.
Einen Azubi loswerden ist schwierig, aber es besteht keine Verpflichtung, ihn zu übernehmen...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm, konkretor und Binge-Watcher
Axxid schrieb:
kann man natürlich dagegen vorgehen und weiter Stunk machen und auf seine Rechte bzgl Arbeitszeiten pochen.
Was hat denn Stunk machen mit dem Einfordern von seinem Recht zu tun? Jeder ,egal ob AG oder AN, sollte seine Pflichten und Rechte kennen.
Sind wir schon wieder soweit dass die Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten werden?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm, Samurai76 und Micha-
Danke für eure Beträge.

NeoHazard schrieb:
Ich glaube, wir erfahren nicht ganz die Wahrheit vom TE. ;)
Die Wahrheit habe ich gesagt.
Ich schreibe bei sensiblen Themen gerne Direktnachrichten, da dies nicht öffentlich ersichtlich ist.

Khaotik schrieb:
Kommt auch darauf an, was man bei den Krankheiten ggü. dem AG sagt. Ich pflege da idR. eine recht offene Kommunikation mit meinen Vorgesetzten, was genau ich habe.
Ich bin da eher zurückhaltend und teile meist dem AG nicht mit, was ich habe.
Das war vielleicht nicht so schlau von mir.
Allerdings bin ich der Meinung, dass niemanden angeht, was ich habe, auch nicht meinen Vorgesetzten.
Es könnten ja auch unangenehme Erkrankungen sein.

Schön fand ich das ganze nicht, ich denke, ich werde mir nach der Ausbildung einen anderen AG suchen.
Ist nicht schön, wenn der AG einem misstraut und einen bestraft für Sachen, für die man nichts kann und das dann als "Fürsorgepflicht" verkauft.
Mein letzter Krankheitstag war im Oktober 2024.
Bin trotz Erkältung arbeiten gegangen.
Die Bewertungen von meinen jeweiligen Ausbildern sind sehr gut.
(Ich wechsele die Referate durch)
Mein Notendurchschnitt liegt momentan bei 2. irgendwas.
Daher kann ich das Verhalten meines AG nicht nachvollziehen.


Mfg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dideldei, H1ldegunst, Klaus_I und eine weitere Person
hansstramm schrieb:
Ich bin da eher zurückhaltend und teile meist dem AG nicht mit, was ich habe.
Das war vielleicht nicht so schlau von mir.
Allerdings bin ich der Meinung, dass niemanden angeht, was ich habe, auch nicht meinen Vorgesetzten.
Es könnten ja auch unangenehme Erkrankungen sein.
Ich finde Dein Verhalten korrekt. Zunächst wäre ich auch immer zurückhaltend. Grundsätzlich reicht es sich wegen Krankheit abzumelden. Man kann höflicherweise noch den vermuteten Zeitraum angeben um die Planung zu erleichtern. Andererseits wird auch davon abgeraten, weil es dann in Richtung "angekündigte Krankheit" geht.

Eine andere Sache ist es bei Betriebsunfällen, dass muss ja sofort gemeldet werden und man bekommt evtl. sogar einen speziellen Arzt zugewiesen (Berufsunfallversicherung).

Bei durch die Arbeitsbedingungen veranlassten Krankheiten oder deren Vermutung sollte man nachfragen. Muss nicht unbedingt der Arbeitgeber sein, dass kann man auch bei Krankenkasse, Rentenkasse, Berufsgenossenschaft machen. Letztere haben oft Spezialisten für häufige Probleme.

Oder wenn der Krankheitsfall z. B. durch einen fremdverschuldeten Unfall eintritt, könnte der Arbeitgeber Regressansprüche an den Unfallverursacher richten.

In der Schweiz mit der obligatorischen Nicht-Berufs-Unfallversicherung sind auch z. B. Sportverletzungen mitzuteilen.

hansstramm schrieb:
Schön fand ich das ganze nicht, ich denke, ich werde mir nach der Ausbildung einen anderen AG suchen.
Ist nicht schön, wenn der AG einem misstraut und einen bestraft für Sachen, für die man nichts kann und das dann als "Fürsorgepflicht" verkauft.
...
Daher kann ich das Verhalten meines AG nicht nachvollziehen.
Konntest Du schon mit Personalrat/Arbeitnehmervertretung/Betriebsrat sprechen? Vielleicht war da in der Personalabteilung nur jemand unbedarft und übereifrig und sollte mal eingenordet werden?

Das würde ich tatsächlich als erstes nachfragen. Allzu blauäugig sollte man aber auch nicht sein, die klüngeln schon oft miteinander...
Ergänzung ()

Man darf halt auch nicht vergessen, dass es sehr große Unterschiede gibt beim Vertrauensverhältnis.

Ich war in Firmen,
1) Da war HR und CEO in Personalunion quasi mein gleichgestellter Kollege
2) Großkonzern wo ich über Jahre nie jemand von HR persönlich getroffen habe, nichtmal zur Einstellung
3) KMU wo der HR-Chef ständig am Fenster steht und Azubis anschreit, wenn sie zu langsam gehen oder beim Händewaschen zu viel Warmwasser verwenden.
4) KMU wo man in der Raucherecke ganz entspannt mit HR-Mitarbeiterinnen und auch manchmal mit deren Chef plaudern kann
5) Achja, Bundeswehr: Vertrau nie einem Spieß, wenn er mal freundlich ist (oder Dir Geschenke bringt)!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Col. Jessep und hansstramm
hansstramm schrieb:
Ich bin da eher zurückhaltend und teile meist dem AG nicht mit, was ich habe.
Das war vielleicht nicht so schlau von mir.
Allerdings bin ich der Meinung, dass niemanden angeht, was ich habe, auch nicht meinen Vorgesetzten.
Es könnten ja auch unangenehme Erkrankungen sein.
Ja, grundsätzlich steht das jedem Frei und ist auch immer eine Sache der persönlichen Beziehung und des allgemeinen Umgangs in der Firma.
Ich hatte da ggf. bisher auch einfach nur Glück. Kenne natürlich auch Berichte von Bekannten und deren AG, wo ich auch dazu übergehen würde, nur noch das Nötigste mitzuteilen. Scheint vor allem bei KMUs und Behörden so zu sein.
Unangenehme Krankheiten würde ich aber tatsächlich auch für mich behalten. Also wenn ich z.B. wegen Hämorriden operiert werde und nicht kommen kann, geht das auch keinen was an.
Aber bei einer "harmlosen" Krankheit wie Infekten oder Verletzungen, mache ich kein großes Geheimnis draus. Wenn ich Magen-Darm-Grippe habe, brauche ich niemandem erklären, warum ich nicht auf Arbeit komme.
Sich aber z.B. 5x im Jahr wegen "Unwohlsein" abzumelden, ggf. auch immer Montags und direkt eine Woche, mag zwar rechtlich ok sein, würde mir als Chef aber auch komisch vorkommen.
Wenn Leute etwas nicht wissen, ziehen sie ihre eigenen Schlüsse und fangen an, zu vermuten. Ist meistens dann nicht zu ihrem Vorteil.
 
cartridge_case schrieb:
Woher weißt du das?
Wurde mir so mitgeteilt, bevor ich das Formular unterschreiben musste.
Es hieß, es soll geprüft werden, ob es überhaupt Sinn macht, die Ausbildung weiter fortzusetzen aufgrund meiner "vielen" Krankheitstage.
Sie hätten als Betrieb das Fürsorgerecht.
Bestrafung deshalb, weil ich beispielsweise nicht mehr 3 Tage krank sein darf ohne Attest, das war beim Beginn der Ausbildung der fall.

Darf der Amtsarzt eigentlich meine Befunde vom Hausarzt an den AG übermitteln?
 
hansstramm schrieb:
Wurde mir so mitgeteilt, bevor ich das Formular unterschreiben musste.
Welches Formular denn jetzt plötzlich?
hansstramm schrieb:
Es hieß, es soll geprüft werden, ob es überhaupt Sinn macht, die Ausbildung weiter fortzusetzen aufgrund meiner "vielen" Krankheitstage.
Sie hätten als Betrieb das Fürsorgerecht.
Dagegen ist ja erstmal nichts einzuwenden.
hansstramm schrieb:
Bestrafung deshalb, weil ich beispielsweise nicht mehr 3 Tage krank sein darf ohne Attest, das war beim Beginn der Ausbildung der fall.
Hat mit der Untersuchung aber gar nichts zu tun. Solche Kulanzregelungen können immer geändert werden. Eine Bestrafung sehe ich da nicht hinter. So gehst du jetzt halt zum Arzt und wirst dann gleich eine ganze Woche krankgeschrieben und der AG hat das Nachsehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: hansstramm
Zurück
Oben