News Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind

Ok, kannte ich bisher anders, frühestens nach zwei Jahren ist ein Wechsel möglich.
 
Also aktuell taucht kein Glasfaser irgendwo im Verfügbarkeitscheck auf, außer beim ausbauenden Unternehmen. Da dieses im Antragsformular schon den Vertragsabschluss bewirbt und möglich macht, weit bevor überhaupt der Ausbau mit den Hausbesitzern konkret besprochen ist, ist das ein inhärenter Vorteil, Gesetz zur "frühestmöglichen Zugänglichmachung für andere" hin oder her. Viele die keine Ahnung haben werden sicher direkt einen Vertrag abschließen (extrem teuer ist er ja nicht, allerdings ungewöhnlich langsamer Einstiegstarif).
 
Also ich wohne am Land, Streusiedlung, 25 Häuser maximal. 20 km zur nächsten Stadt. Das Glasfaserkabel hat unser Bauer hier an einem Tag mit dem Traktor quer durchs Feld verlegt mit so einem Kabelpflug ......billiger gehts nicht....
 
Wenn ich 60 Euro im Monat zahlen soll
sind das 720 Euro im Jahr
3600 in 5 Jahren.
Das ist irre.
 
Bummi schrieb:
Wenn ich 60 Euro im Monat zahlen soll
sind das 720 Euro im Jahr
3600 in 5 Jahren.
Das ist irre.
Zahle ich seit ca. 1/2 Jahr.

Zusätzlich waren es noch 99.- Einschaltgebühr, 299,- Anschlussgebühr und der Elektro Firma so 400.- für Kabel im EFH verlegen.

Da wir nur eine 30.000 Einwohner "Stadt" sind, bin ich da sehr froh, dass es mit der Glasfaser geklappt hat.

Natürlich sind die mtl. Kosten so hoch, da dadurch auch der Ausbau mit subventioniert wird.
 
Bei uns wurde das komplett vom Land Baden-Württemberg bezahlt.
Inklusive freier Provider-Auswahl.

Ich gehe davon aus, dass die Firma der Stadt/dem Land eine deutlich höhere Rechnung stellt als bei Beauftragung von einer Privatperson.
Der Anschluss durfte pro Haushalt bis zu 5000 Euro kosten.
 
Zuletzt bearbeitet:
St3ppenWoLF schrieb:
Weil es sinnvoller ist, wenn erst dort ausgebaut wird, wo "nichts" vorhanden ist?
ich weiß nicht, wann du meinen beitrag zitiert hast, aber ich habe kurz nach abschicken schon solche antworten erwartet und deshalb noch explizit erklärt, dass hier auf dem land 1gbit/s schon vorhanden war und jetzt noch grlasfaser dazu, in der stadt dagegen max 40mbit/s und der ausbau nur für irgendwann mal angekündigt wurd.
 
ich warte hier seit 23 jahren auf den ausbau und warte wohl noch mal 10 jahre - quasi ein halbes leben.

die bundesrepublik deutschland hat sich in eine absolute handlungsunfähigkeit verwaltet, maßgeblich vorangetrieben bzw. zurückgehalten von der CDU.
 
J3FF schrieb:
Bei uns haben die Stadtwerke in Eigenregie ohne Fördermittel ausgebaut.
Insofern etwas teurer und logischerweise ist auch kein Open Access geplant.

[IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/tarife-jpg.1699515/[/IMG]
Ist hier ebenso, bis 2027 wenn alles gut geht hat die ganze Stadt von den Stadtwerken ein Glasfasernetz was selbstständig und ohne Telekom & Co. erstellt wurde. Nur was Preise angeht, bin ich da doch ein wenig besser aufgestellt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: J3FF
Ich kann Glasfaser langsam nicht mehr hören...

Wir haben in der Firma eine Niederlassung auf dem Land und haben Glasfaser dort hin legen lassen, aus eigener Tasche. 6 Stelliger Betrag.

Die GENEHMIGUNG hat 2 Jahre gedauert, weil 3 Meter (3 !!!! Meter von etlichen Kilometern) durch ein Naturschutzgebiet führen. Genau übers Eck.

Als ob das jetzt den ganzen Regenwald zerstört hätte.... Und da wundert man sich, dass es mit dem Ausbau nicht voran geht. RIP Deutschland...
 
Was ich nicht ganz verstehe, warum kombiniert man in den ländlichen Gebieten (vorallem mit wenig Häusern) die Anbindung nicht über Funk?
Wäre ein mit Glasfaser angeschlossener Mast nicht sinnvoller in der Kostenaufstellung und auch späteren Wartung (upgrade)?Wäre das nicht eine sinnvollere Strategie, welche auch viel schneller umsetzbar wäre und ist das nicht auch schon der neue Trend in Südkorea? Ich war vor kurzem in einem kleinen Kaff im Harz und dachte nur diese Kleinstadt auf Glasfaser umzurüsten muss der absolute Alptraum sein, insbesondere mit den Straßen und Häusern an den Hängen.
Ich bin kein Ingenieur und bin auch nicht in dieser Materie beruflich unterwegs, aber die ambitionierten Ziele (wahrscheinlich nur Druckmittel) der EU scheinen für mich absolut unrealistisch.
 
@Hornblower Ich verstehe am allerwenigsten warum man auf dem platten Land die Faser nicht an die bestehenden Masten zu der Kupferleitung nagelt... Die Dinger stehen eh in der Gegend rum.
 
Man hofft also auf bessere Marktbedingungen, wenn die Konkurrenz (=Kupfer) wegfällt. Die sind ja optimistisch.

Es ist schlicht so, dass man oft gute Alternativen hat, auch dank der Fernsehverkabelung, über die Kabel Deutschland / Vodafone auch 1gbit liefern kann. Der Vorteil von Glasfaser ist vor allem, dass es 1gbit Download und Upload liefert, was aber nur die wenigsten brauchen, daher muss man sich nicht wundern, wenn es eben dauert bis die Menschen auf Glasfaser wechseln. Das gilt insbesondere auch, wenn Glasfaser bei ähnlicher Leistung teurer ist als herkömmliche Anschlüsse.
 
coxon schrieb:
Damals hat der Ausbau funktioniert, komisch, dass das heute nicht mehr geht.
Heute geht es ja nur noch ums Geld. Und von den Politikern man nichts mehr erwarten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bummi
Salamimander schrieb:
Die 1400€ würde ich für mein EFH sofort bezahlen wenn ich Glasfaser dafür bekomme @Telekom hilft ;)

Wir haben Glasfaser vor dem Grundstück (DSL100.000), aber der Anschluss ans Haus zieht sich seit Jahren.

Ich war sogar mal bereit 3-6k zu bezahlen aber die machen nichts für Individuen.
 
Wir waren hier auch OPAL geschädigt, DSL/VDSL Ausbau war erst 2020 ... davor hatten wir uns selber mit Richtfunk beholfen was eine Qual war da zu viele dran hingen. Bevor hier Glasfaser ausgebaut wird bin ich lange tot ... bis dahin müssen meine ca. 280Mbit reichen, mehr geht nicht. Wohne zum Glück direkt neben dem Verteiler.
 
Ach was, die Anschlusskosten pro Haushalt sind geringer, wenn sich ein größerer Teil der Strecke geteilt wird (MFH)?
Ach was, Glasfaser gibt es bisher vor allem dort, wo es gefördert wird und damit dort, wo die Anbindung vorher besonders schlecht war und damit auf dem Land?
Na gut, dass es diese Studie gibt :D
 
Weyoun schrieb:
Wir haben 1997/98 OPAL Glasfaser bis in den Keller gelegt bekommen. Dumm nur, dass die Telekom seitdem nie was damit anfangen konnte bis auf ISDN mit Kanalbündelung.
OPAL war damals modern, aber als point-to-multipoint bzw. Stern/Baum nicht für das geeignet, was wir heute brauchen (point_to_point). Da DSL damals zwingend Kupfer ab dem HVT brauchte ging in den OPAL-Gebieten auch kein DSL.
 
Bummi schrieb:
Wenn ich 60 Euro im Monat zahlen soll
sind das 720 Euro im Jahr
3600 in 5 Jahren.
Das ist irre.
Das isn Schnapper. Scheinbar hat da jeder andere Ansichten.
Ich hätte für meinen Glasfaseranschluss auch 5.000€ bezahlt.
Besser als 5Mbit über DSL zu haben.
 
Zurück
Oben