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News Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind
- Ersteller Andy
- Erstellt am
- Zur News: Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind
@Incanus Selbst nette Vermieter, die viel für die aktuellen Mieter und ggf. für bessere Weitervermietbarkeit tun, haben Grenzen. Nur für die nachträgliche Glasfaserverlegung im Haus gibt nicht jeder 10k€ oder mehr aus (Maurer, Maler und Elektriker sind in Summe halt teuer). Und dann gibt es natürlich noch die von dir angesprochenen "Profitmaximier-Vermieter", die nix machen und dennoch alles aus dem Mieter rausquetschen.
Keine Probleme sehe ich derzeit einzig bei Neubauten, wo man dafür Leerrohre vorsieht.
Keine Probleme sehe ich derzeit einzig bei Neubauten, wo man dafür Leerrohre vorsieht.
Das gruselige Aussehen von Aufputz FTTH Kabeln kommt den Providern vermutlich nicht ganz ungelegen. Man stelle sich vor - da kommt dann der zweite Provider oder dritte Provider im Haus mit seinen eigenen Kabelkanälen in Treppenhaus und jedem Wohnungsanschluß (oder der dann die Wände für Unterputz erneut aufreißt - Dauerbaustelle Treppenhaus.. Jahr für Jahr für ..)
Es kann nur einen geben .. am besten mit Knebelvertrag mit der Wohnbaugesellschaft der Exklusivität im Haus gegen Backschisch zusichert ..
Irgendwie scheint's da doch noch an Absprachen zwischen den verschiedenen Parteien und Ausbaustandards (wie das optische Patchfeld mit 1 oder 2 Dosen je Wohnung) im Keller/Anschlußraum) für ein gedeihliches und zügiges Miteinander und Vorankokmmen des FTTH Ausbaus zu fehlen .. der eine will dies der andere nur zwei der 4..5 Parteien wünschen sich dabei Wettbewerb und niedrige Kosten .. (Mieter und Staat)
Es kann nur einen geben .. am besten mit Knebelvertrag mit der Wohnbaugesellschaft der Exklusivität im Haus gegen Backschisch zusichert ..
Irgendwie scheint's da doch noch an Absprachen zwischen den verschiedenen Parteien und Ausbaustandards (wie das optische Patchfeld mit 1 oder 2 Dosen je Wohnung) im Keller/Anschlußraum) für ein gedeihliches und zügiges Miteinander und Vorankokmmen des FTTH Ausbaus zu fehlen .. der eine will dies der andere nur zwei der 4..5 Parteien wünschen sich dabei Wettbewerb und niedrige Kosten .. (Mieter und Staat)
Zuletzt bearbeitet:
Incanus
Fleet Admiral
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Habe ich ja auch nicht gesagt, es gibt solche uns solche. Aber irgendwann ist halt eh mal eine Renovierung fällig.Weyoun schrieb:Nur für die nachträgliche Glasfaserverlegung im Haus gibt nicht jeder 10k€ oder mehr aus
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- Juli 2019
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Die Gerontokratie, 16 Jahre Merkel und der gute alte Lobbyismus haben mit Sicherheit nichts damit zu tun, dass wir als Industrienation so hinterher hängen.
Wer glaubt das der Inhouse Ausbau vom Vermieter oder Provider bezahlt wird glaubt an den Weihnachtsmann. Das landet schon auf der Mietabrechnung oder auf der Festnetzrechnung. Egal was es kostet. Und Versuche des Staates diese Kosten zu deckeln sind vermutlich genauso erfolgreich wie bei der Miete selbst.Incanus schrieb:Habe ich ja auch nicht gesagt, es gibt solche uns solche. Aber irgendwann ist halt eh mal eine Renovierung fällig.
Die 540€ (9J x 5€ mtl. Mietaufschlag) war ja mal ein netter Versuch .. aber Provider und Vermieter wollen wohl mehr - viel mehr. Der Provider auch noch Exklusivität: es kann nur einen geben mich .. Während Provider und Vermieter gefälligst auch ne Dauerzahlung erwarten. 9J pfff.
Incanus
Fleet Admiral
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Am Ende zahlt es natürlich immer der Nutzer, denn er zahlt die Miete und Nebenkosten aus der alle anfallenden Zahlungen geleistet werden müssen. Aber was genau willst Du damit denn sagen? Das könnte man ja auch erweitern, nicht der Mieter zahlt es sondern sein Arbeitgeber. Oder dann auch dessen Kunden und so weiter und so weiter.
Ein Einfamilienhaus auf dem Land kostet im Durchschnitt 3.000 Euro.
Blutomen schrieb:Schon wieder dieser dumme Quatsch ... dir ist schon bekannt, dass man die Glasfasern die man damals verbuddelt hatte, später entsorgen musste? Weil die überhaupt nicht für heutige Technik geeignet waren? Also komm - nimm dir nen Taschentuch und hör auf unnötig zu heulen.
Aber die Leerrohre hätten gelegen, das ist ja das was heute den Löwenanteil verschlingt.
Das einblasen neuer Fasern ist dagegen ein Witz.
Was man aber gerade im Osten vorwerfen muss, ist das als in den 90ern das Telefonnetz aufgebaut wurde, zu 90% oberirdische Verlegung gemacht wurde und wenn schon unterirdisch keine Leerrohre verwendet wurden und wenn doch dann ohne Reserve, wo man jetzt GF einblasen könnte.
St3ppenWoLF
Captain
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- 3.183
Weil es sinnvoller ist, wenn erst dort ausgebaut wird, wo "nichts" vorhanden ist?alyk.brevin schrieb:warum wird dann bei uns zuerst aufm land und später erst in der stadt ausgebaut?
Hauptproblem in den 80ern waren auch die Kosten, z.B. für die Medienwandler.modena.ch schrieb:Das was man zu Kohls Zeiten an Glas hätte verbuddeln können, könnte man Stand heute zu nichts mehr gebrauchen.
Die Pläne von Schmidt Anfang der 80er basierten ja auf der Erwartung, dass bis 1985 die Technik einsatzreif wäre, insbesondere für den Massenmarkt. Konkret wurde 1981 beschlossen dass die Bundespost erstmal die Technik verschiedener Hersteller evaluieren sollte, was dann nach dem Regierungswechsel 1984 begann.
Noch 1985 war dann geplant bei dem Ausbau der ersten Städte einen Fokus auf gewerbliche Kunden zu legen. Begründet wurde das mit den Kosten. Für die 90er hoffte man dann den Ausbau auch für Privatkunden zu starten. Nur waren die OPAL-Netze die dann ab 1990 gebaut wurden eben technisch auch nur ein Kompromiss, da die Technik für Glasfaser bis in jeden Haushalt immer noch zu teuer war.
Auch sonst hat kein Land in den 80ern und 90ern FTTH-Netze für Privatkunden gebaut, obwohl es da Pläne gab (z.B. in Frankreich). Das begann erst ab der Jahrtausendwende. Das ist der Grund warum ein Vierteljahrhundert nach Schmidts Glasfaserplänen erst in elf Länder mehr als 1% der Haushalte FTTB/H nutzten:
J3FF
Lt. Junior Grade
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Bei uns haben die Stadtwerke in Eigenregie ohne Fördermittel ausgebaut.
Insofern etwas teurer und logischerweise ist auch kein Open Access geplant.
Aber auf der anderen Seite ist das Netz super!
Super Peerings, minimalste Latenzen, keine Ausfälle (seit 7 Monaten).
Also ja, locker ein 10er Scheinchen mehr als bei dem einfachen DSL-Tarif vorher, aber irgendwer muss ja den Ausbau bezahlen und ob sich das überhaupt mal rentiert... kein Plan, aber ich bin happy mit der Leitung.
Insofern etwas teurer und logischerweise ist auch kein Open Access geplant.
Aber auf der anderen Seite ist das Netz super!
Super Peerings, minimalste Latenzen, keine Ausfälle (seit 7 Monaten).
Also ja, locker ein 10er Scheinchen mehr als bei dem einfachen DSL-Tarif vorher, aber irgendwer muss ja den Ausbau bezahlen und ob sich das überhaupt mal rentiert... kein Plan, aber ich bin happy mit der Leitung.
Muntermacher
Lt. Commander
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Schöne Analyse, danke dafür. In Zukunft sollte man immer investieren. Und wer GF auf dem Land ablehnt und gleichzeitig Helmut Kohl verurteilt, sollte sich fragen, ob in 40 Jahren auch jemand über die Weigerung drn Kopf schüttelt.

Hey, komm nicht mit Fakten beim beliebten Konservativenbashing, die werden partout ausgeblendet.Blutomen schrieb:Schon wieder dieser dumme Quatsch ... dir ist schon bekannt, dass man die Glasfasern die man damals verbuddelt hatte, später entsorgen musste? Weil die überhaupt nicht für heutige Technik geeignet waren? Also
eastcoast_pete
Commander
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- Juni 2020
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Im Dorf meiner Eltern (Gemeindeverbund mit unter 3000 Einwohnern (aber Tendenz steigend), aktuell überwiegend mit DSL 50k versorgt) kann sich aktuell der letzte Teil der Haushalte auf kostenlosen Glasfaserausbau (Rentabilitätslücke zu 100% gefördert: 90% Land, 10% Gemeindemittel) bewerben. Sogar für ein Grundstück, das noch gar kein Bauland ist, aber an der Straße liegt und irgendwann eins werden könnte, gab es nen Brief dass man das erschießen kann.
Hat mich schon etwas staunen lassen. Leider gibt es wenig Kommunikation dazu, wer danach darüber Verträge verkaufen darf, aber ich denke mal wegen der Förderung hoffentlich nicht nur das ziemlich unbekannte "lokale" Unternehmen, das den Zuschlag für den Ausbau erhalten hat... Ich habe jedenfalls nicht direkt einen (Internet-)Vertrag bei denen abgeschlossen trotz subtil angedrohter Gebühren für den in-house Ausbau/Freischaltung später. Denn eigentlich brauchen meine Eltern das noch länger nicht. Die Faser bis zum Haus/Grundstück nimmt man natürlich mit.
Hat mich schon etwas staunen lassen. Leider gibt es wenig Kommunikation dazu, wer danach darüber Verträge verkaufen darf, aber ich denke mal wegen der Förderung hoffentlich nicht nur das ziemlich unbekannte "lokale" Unternehmen, das den Zuschlag für den Ausbau erhalten hat... Ich habe jedenfalls nicht direkt einen (Internet-)Vertrag bei denen abgeschlossen trotz subtil angedrohter Gebühren für den in-house Ausbau/Freischaltung später. Denn eigentlich brauchen meine Eltern das noch länger nicht. Die Faser bis zum Haus/Grundstück nimmt man natürlich mit.
Bei gefördertem Ausbau gibt es eine Pflicht andere Anbieter auf das Netz zu lassen. Wenn Bundesfördergelder im Spiel sind (sehr wahrscheinlich) müssen auch zumindest Vorleistungen zu diesen Konditionen angeboten werden.Thorakon schrieb:Leider gibt es wenig Kommunikation dazu, wer danach darüber Verträge verkaufen darf, aber ich denke mal wegen der Förderung hoffentlich nicht nur das ziemlich unbekannte "lokale" Unternehmen, das den Zuschlag für den Ausbau erhalten hat...
Die wichtige Frage ist dabei, welche Anbieter werden ein Interesse daran haben. Je kleiner der Anbieter, desto geringer im Allgemeinen das Interesse.
Incanus
Fleet Admiral
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Aber nicht von Anfang an. Wie Du aber schon sagst heißt das nicht, dass es danach andere Interessenten gibt, bei uns hat sich noch keiner gefunden.T1984 schrieb:Bei gefördertem Ausbau gibt es eine Pflicht andere Anbieter auf das Netz zu lassen.
J3FF schrieb:Also ja, locker ein 10er Scheinchen mehr als bei dem einfachen DSL-Tarif vorher, aber irgendwer muss ja den Ausbau bezahlen und ob sich das überhaupt mal rentier
Das Problem ist aber daran, das selbst wenn die Ausbaukosten doch dann wieder drin sind, nen Teufel getan wird, billigere Tarife anzubieten.
Das ist doch das großes Problem bei einen nicht staatlichen Ausbau.
Das klingt in der Rahmenregelung anders:Incanus schrieb:Aber nicht von Anfang an.
Der effektive Zugang auf Vorleistungsebene soll so früh wie möglich vor Inbetriebnahme des Netzes für mindestens zehn Jahre und für passive Infrastruktur (einschließlich Kabel, wie unbeschaltete Glasfaser) für unbegrenzte Dauer gewährt werden. Falls der Netzbetreiber auch Endkundendienste anbietet, muss der Zugang sechs Monate vor Inbetriebnahme gewährleistet sein mit dem Ziel, ein zeitgleiches Angebot auch durch den oder die anderen Anbieter zu ermöglichen.
(Seite 8)