News Analysten bewerten Chrome OS eher kritisch

Patrick

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Die verspätete Markteinführung von Chrome OS wird von Analysten des Marktforschungsinstituts Gartner kritisch bewertet. Gegenüber der „New York Times“ äußerten sich zwei hochrangige Gartner-Mitarbeiter eher zurückhaltend als optimistisch.

Zur News: Analysten bewerten Chrome OS eher kritisch
 
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Canopus

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Stimmt das, Chrome ein Betriebssystem ist, welche alle Daten ins Web auslagern will und ständig mit dem Web verbunden sein muss, um überhaupt zu funktionieren?
 

BobbyBest

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Ich sehe das eigentlich gar nicht so kritisch.
Die - zugegeben relativ spät - aufkeimenden Netbook-OS, Chrome OS, MeeGo, Jolicloud etc... werden zwar wohl keine Wiederbelebung des Netbookmarktes herbeiführen.
Allerdings glaube ich, dass viele Menschen, die bereits Netbooks besitzen es sehr zu schätzen wissen werden, dass das wahrscheinliche Hauptgebiet ihrer kleinen Begleiter, nämlich das Spinnen sozialer Netze, wesentlich besser integriert ist, als in W7.

Chrome OS hat sogar als einziger unter allen diesen Plattformen die Möglichkeit monetarisiert zu werden, da Google überhaupt als einziger die entsprechende Werbeinfrastruktur hat.
 

Slashchat

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wurde mal so beschrieben, vielmehr würde mich freuen wenn chrome os zur neuen spiele und multimetia platform wird, eine grafikschnittstelle wie directx 11 oder sogar eine kompatibile schnittstelle und keiner braucht ein windows mehr, das os überhaupt noch geld kosten kann man ja nur ms verdanken.
 

Knuddelbearli

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Chrome OS ist ein Linux deriviat
 

davidzo

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Netbooks? Als mobile Plattform ist chromeOS doch absolut untauglich, da man mobil nun nicht immer kurze latenzen und genug bandbreite zur verfügung hat, wenn üpberhaupt internet.

ich kann mir da eher 20-24" große all in ones mit integriertem ARM SOC vorstellen, ähnlich wie GoogleTV.
Die Geräte kämen als Monitor mit Tastatur +Maus auf den markt und wären kaum teurer als normale Monitore (200-300€), jedenfalls viel billiger als bisherige AllinOnes (600-1000€).
Die Anwendungen würden dann als Software-as-a-Service von Google gemietet werden. Dadurch würde es keinerlei leistungsengpässe und kein upgrading mehr geben. Ein tegra oder ähnliche arm socs ist locker genug um einen hd bildschirm anzusteuern, maus und tastatureingaben aufzunehmen und dabei daten über 1gbit zu schubsen.

Könnte mir vorstellen dass das für unternehmen eine sehr flexible sache wäre. Die Softwarebereitstellung erfolgt per mausklick, egal ob es eine windowssoftware ist, linux oder mac - sie läuft ja nicht auf dem client, sondern in einer virtuellen maschine auf einem server. Die Verwaltung großer Rechnerpools ist supereasy und der energiebedarf ein paar Größenordnungen geringer als mit den bisherigen Kisten.
200€ ein arbeitsplatz und sehr überschaubare folgekosten, weil die Software auf gemieteten virtuellen maschinen läuft, deren kosten man kennt und kalkulieren kann und deren anwendungen nahtlos eingebunden werden - ThinClient per internet, eine Servercloud als Terminalserver.

Im Zweifelsfalle kann man das Gerät auch als einfachen Monitor für den bisher vorhandenen PC benutzen, der Umstieg erfolgt also ganz sachte. So kann ein Unternehmen sicher gehen keine fehlinvestitionen zu machen...
 
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Jocotty

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Stimmt das, Chrome ein Betriebssystem ist, welche alle Daten ins Web auslagern will und ständig mit dem Web verbunden sein muss, um überhaupt zu funktionieren?

Jap, leider.

Google Chrome hat ein unglaubliches Potenzial, verspielt es aber wieder weil man immer on sein muss.
Ich zumindestens möchte nicht abhängig vom Internet sein...

wurde mal so beschrieben, vielmehr würde mich freuen wenn chrome os zur neuen spiele und multimetia platform wird, eine grafikschnittstelle wie directx 11 oder sogar eine kompatibile schnittstelle und keiner braucht ein windows mehr, das os überhaupt noch geld kosten kann man ja nur ms verdanken.

So sehr ich mir es auch wünschen würde, glaube ich nicht, das Chrome das schafft bzw überhaupt erreichen möchte.

1. Die Benutzeroberfläche zeigt schon welche Nutzer angesprochen werden sollen.
Die Bürorechner-Garde. Absolute DAUs wie meine Mutter die einfach nur Emails abholen wollen, Bilder anschauen wollen, Sachen schreiben wollen und vielleicht noch nen bisschen Chatten.

2. Google hat als eine Beispielapp eine Flashseite gezeigt.
Sie sehen als "Spiele" für ihre Betriebssystem anscheinend Flashspiele an...

3. Ich glaube das ein Teil der Gamer nicht so eingeengt werden möchte wie bei Chrome OS.
Ich zumindestens bleibe bei Ubuntu und solange wie nötig bei Windows für Spiele...


Fazit:
Chrome wird etwas für DAUs, scheint das aber - Googletypisch - sehr gut zu machen.
Für mich und allen Leuten (also auch DAUs) denen ich was installieren und empfehle wird es allerdings nichts, weil ich das Abhängig machen von einem weiteren Medium (Internet) nicht gut finde!

Deswegen kaufe ich mir ja auch DRM SP und Lan Spiele schon nur zum absoluten Budgetpreis...
 

HighTech-Freak

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Michael Gartenberg – ebenfalls Gartner-Analyst – bestätigt die noch nicht erfolgte Festlegung des Kurses. Seiner Meinung nach hat Google noch nicht festgelegt, „[...] wie Chrome und Android nebeneinander existieren sollen.“. Und Gartenberg ist davon überzeugt, dass irgendwann ein Punkt erreicht wird, „[...] an dem die Leute sagen: Wie war Steve Jobs Telefon-Nummer gleich nochmal?“.
Aha... Wie Android und Chrome nebeneinander exisitieren sollen sei nicht festgelegt? :lol:
Schonmal was ARM und x86 gehört? Anscheinend nicht? Die Bedienung ist außerdem eine ganz andere -und damit die Anforderung an das OS.
Der Unterschied zwischen einem Touch-OS (für Handys) und einem Desktop OS (dass ggf. auch noch eine Breitbandverbindung mit niedrigen Latenzen braucht) ist letzlich aber doch etwas größer als nur das GUI. Und den Steve deswegen anrufen? Um Ihn zu fragen, was der Unterschied ist zwischen iOS und OSX? Na viel Spaß!
Die News liest sich wie wenn ein paar eingrauchte Typen Ihre Meinung abgeben und das als Marktforschung bezeichnen. Jede Diskussion hier im Forum ist mMn seröser als deren sogennante "Marktforschung".

MfG, Thomas
 
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Google Chrome hat ein unglaubliches Potenzial, verspielt es aber wieder weil man immer on sein muss.
Ich zumindestens möchte nicht abhängig vom Internet sein...

Ich möchte nicht abhängig von Google sein. :rolleyes:

Wenn mit dem dem Chrome-Browser auf Youtube gehst und AdBlock benutzt, wird dir erstmal gesagt, dass du das Plugin deaktivieren sollst. :rolleyes:
Ich denke das reicht für eine abschließende und allgemein greifende Meinung über Google.
 

Patrick

Rear Admiral
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Aha... Wie Android und Chrome nebeneinander exisitieren sollen sei nicht festgelegt? :lol:
Schonmal was ARM und x86 gehört? Anscheinend nicht? Die Bedienung ist außerdem eine ganz andere -und damit die Anforderung an das OS.
Der Unterschied zwischen einem Touch-OS (für Handys) und einem Desktop OS (dass ggf. auch noch eine Breitbandverbindung mit niedrigen Latenzen braucht) ist letzlich aber doch etwas größer als nur das GUI.
Es geht dabei um die Situation auf den Märkten der jeweiligen Plattformen. Mit Android deckt Google Smartphones und Tablets ab, zwei absolute Wachtstumsmärkte. Chrome OS hingegen ist (in der jetzigen Form) nur für Tastatur-basierte Geräte geeignet, was ja auch im Artikel erwähnt wird. Dabei spielt es weniger eine Rolle, welche Hardware nun benötigt oder unterstützt wird. Wichtiger ist eher, welchen Bereich bei mobilen, mit Tastaturen versehenen Geräten Google mit Chrome OS abdecken will. Da bleiben nur Netbooks, Notebooks entsprechen aufgrund der Leistung und der im Vergleich zu Netbooks deutlich geringeren Mobilität nicht dem Prinzip von Chrome OS. Selbst wenn der Netbook-Markt kurz- und mittelfristig wieder deutlich wachsen würde, die Aufgaben die Chrome OS erfüllen soll, erfüllen die aktuellen Smartphones und Tablets schon ganz gut, die kommende Generation wird das noch besser können.

Und den Steve deswegen anrufen? Um Ihn zu fragen, was der Unterschied ist zwischen iOS und OSX? Na viel Spaß!
Und hier schließt sich dann der Kreis. Es geht nämlich mit der Anspielung auf Apple nicht um den Unterschied der beiden Plattformen, sondern um die nahezu perfekte Koexistenz beider System nebeneinander. Beide Systeme konkurrieren eigentlich in keinem Bereich miteinander, iOS ist als "Consumer-Plattform" konzipiert, OS X als "Produktiv-Plattform". Sicher gibt es Überlappungen, diese sind aber marginal.

Die News liest sich wie wenn ein paar eingrauchte Typen Ihre Meinung abgeben und das als Marktforschung bezeichnen. Jede Diskussion hier im Forum ist mMn seröser als deren sogennante "Marktforschung".
Als neutraler Beobachter muss man beiden aber leider Recht geben. Der Netbook-Zug ist abgefahren, da hat Google mit der schnellen und guten Weiterentwicklung von Android ja selber einen gewissen Anteil dran. Das Ergebnis der "Forschung" ist ja recht eindeutig und auch nachvollziehbar: Google muss an der Ausrichtung beider Plattformen arbeiten, im besten Falle verschmelzen beide miteinander.
 

Patrick

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Jocotty

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Ich möchte nicht abhängig von Google sein. :rolleyes:

Wenn mit dem dem Chrome-Browser auf Youtube gehst und AdBlock benutzt, wird dir erstmal gesagt, dass du das Plugin deaktivieren sollst. :rolleyes:
Ich denke das reicht für eine abschließende und allgemein greifende Meinung über Google.

Es gab letztens einen total interessante Diskussion über das Internet auf ZDF:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kana...g/video/1004980/nachtstudio-vom-11-April-2010

Dort wurde unter anderem die These aufgestellt, dass der Nutzer die Macht weitergibt.

Google hat so viel "Macht", weil so viele Nutzer sie benutzen.
Sobald es allerdings was besseres gibt, wechseln die Nutzer und entziehen so macht.
Das gleiche gilt auch für Chrome OS, weil es ein Betriebssystem ist.
Noch dazu kann jeder Chrome OS umschreiben wie er lustig ist und somit solche Sachen aus dem weg räumen.
Ich z.B. nutze kein Chrome und wenn ich die Meldung bei Chrome bekommen hätte, hätte ich die Seite von da an mit dem Browser nicht mehr benutzt ;)
 
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Toll, dann hat der Nutzer nur einen Vorteil von der Installation:
Er kann es wieder deinstallieren.

Zumindest sagst du das so.
 

Jocotty

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Toll, dann hat der Nutzer nur einen Vorteil von der Installation:
Er kann es wieder deinstallieren.

Zumindest sagst du das so.

Ja richtig und was folgt daraus?
Er hat die Wahl!

Ich bin an Windows gebunden, weil ich zocken möchte!
Ich fluchte über Windows immer und immer wieder und trotzdem bleibe ich da.
Warum?
Weil es ein (Quasi)Monopol ist.

Als zusätzliches Problem für andere Leute kommt noch das "Gewohnheitstier" hinzu.

Mein Schwager hätte mich wohl am liebsten verdroschen als ich mit meiner Schwester abgemacht habe, dass auf den Laptop Ubuntu drauf kommt.
Er saß dann skeptisch während der Installation und dem einrichten (dabei hab ich ihm auch alles erklärt) daneben und nun empfiehlt er nur noch Ubuntu...

Das 2. Problem ist, dass viele Windows-Pros, sobald Linux installiert wird, ihr ansehen verlieren werden und deswegen garantiert nicht Linux empfehlen werden.

Ich selber habe von Windows sehr viel Ahnung und werde immer bei Problemem gefragt und auch Sachen per Telefon einrichten gehört zu meinen Aufgaben.
Sobald es allerdings an Linux geht, bin ich auch nur etwas mehr als ein normaler User.
Noch dazu bedeutet Linux natürlich eine große Umstellung gerade für diejenigen, die sich gut mit Windows auskennen.
Nämlich:
Gesamtes Wissen von Windows über Board werfen -> In Linux reinfuchsen
 
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torekk

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Wenn mit dem dem Chrome-Browser auf Youtube gehst und AdBlock benutzt, wird dir erstmal gesagt, dass du das Plugin deaktivieren sollst. :rolleyes:
Ich denke das reicht für eine abschließende und allgemein greifende Meinung über Google.

Ich kann nicht nachvollziehen welche Meldung da kommen soll, ich seh unter Chrome 7 absolut keine, trotz aktiviertem AdBlock auf YouTube(auch für die Videos).

Wie man zudem daraus sich eine Meinung über Google bilden kann, ist mir auch fraglich. Klar nerven Werbeeinblendungen, andererseits muss man mal sehen, dass Webseiten auch Geld kosten, welches großteils durch Werbung wieder reinkommt. Natürlich hat es Google nicht wirklich nötig, aber dafür gibt es ja Werbeblocker, falls jemand damit ein Problem hat.


Warum leider? Es ist ja nicht so als würde jemand gezwungen Chrome OS zu verwenden, es soll ja kein OS ersetzen, im Gegenteil, eher die Palette von OS ergänzen. Die Vorteile liegen doch klar auf der Hand wenn alles "Web gelagert" ist:

  • Von überall(wo Internet verfügbar ist) erreichbar
  • Leichte Synchronisation zwischen mehreren PC's

Einzige Nachteile die mir momentan einfallen wären: Sicherheit und Privatssphäre, wobei theoretisch genau die gleichen Risiken vorhanden sind wie bei einem normalen Desktop PC auch.
 
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Ja richtig und was folgt daraus?
Er hat die Wahl!

Interessantes Gegenargument, wenn es darum geht ein Betriebssystem objektiv zu kritisieren. Ein Glück, dass ich sowohl die Wahl als auch den Verstand habe, dass nicht einfach so zu glauben.

Wie man zudem daraus sich eine Meinung über Google bilden kann, ist mir auch fraglich. Klar nerven Werbeeinblendungen, andererseits muss man mal sehen, dass Webseiten auch Geld kosten, welches großteils durch Werbung wieder reinkommt. Natürlich hat es Google nicht wirklich nötig, aber dafür gibt es ja Werbeblocker, falls jemand damit ein Problem hat.

Es geht nicht um die Werbung, sondern darum, dass offensichtlich, deutlich gemacht durch dieses wirklich dreiste Beispiel, die Privatsphäre für Werbung aufgegeben wird. Da werden Daten übertragen, die keinen was angehen.
 
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