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Anzahl der Programmiersprachen nach dem Abi?

Wer ständig allen neuen Techniken, Konzepten, Sprachen und Frameworks hinterherrennt, hat definitiv keine zielführende Aufgabe in seinem Beruf ;-)
Über den Tellerrand schauen ist Pflicht, aber wer ständig anderem und "Neuen" hinterherrennt, naja.. alle die eine ernsthafte Einbindung irgendwo haben wissen was ich meine.
 
@Mercsen:
ich muss dir soweit widersprechen, als das du EXTREM übertreibst. es stimmt zwar, dass ständig was neues kommt oder erweitert wird. aber wer einmal die grundlegenden konzepte verstanden hat, der hat nur einen sehr sehr geringen aufwand sich mit dem wirklich nötigen (nicht alles was kommt macht auch wirklich sinn) auf dem laufenden zu halten.

ich behaupte mal, wer das gefühl hat alle 2-3 jahre sein wissen über den haufen werfen zu müssen, der hatte vorher und nacher nur wenig ahnung von dem was er da tut.

frameworks poppen auf wie pilze. d.h. aber nicht, dass in der praxis die frameworks genau so oft gewechselt werden. zudem, wenn man einmal die wichtigen grundkonzepte der informatik verstanden hat, dann sollte man keine nennenswerten schwierigkeiten haben sich in sowas neues in sehr kurze zeit einarbeiten zu können.

vieleicht ist das ja ein problem welches nur "fachinformatiker" betrifft, z.m. meistens oder leute mit einer sehr spezialisierten ausbildung. da würd ich es noch verstehen, wenn solche leute schwierigkeiten haben sich anzupassen da sie ja auf bestimmte techologien ausgebildet worden sind und nicht auf konzepte.
 
Das man beim Internetkram ein wenig mehr am Ball bleiben muss, ist ein Sonderfall und z.T. mit Aufholeffekten zu tun (OOP ist zwar 'neu' bei PHP, ansich aber ein total alter Hut). Wer C++98 gelernt hatte, war bis letztes Jahr aktuell (rein von der Sprache her), immerhin 13 Jahre. Wobei beim nächsten Standard das Komitee ein wenig Gas geben will, geplant ist der nächste für 2016 meinen letzten Informationen zufolge, aber was die Planung wert ist, hat man ja bei C++0x pardon C++11 gesehen... Die ein oder andere Bibliothek ist hinzugekommen oder wurde aktualisiert. Algorithmenwissen muss man auch nicht beiseite schieben. Ich sehe IT/Informatik jedenfall nicht ganz so schnelllebig. Inbesondere baut immer alles auf Bestehendem auf und altes wird quasi nie verworfen, höchstens überflüssig gemacht.

Ich konnte ein wenig C++, sowie ein wenig SQL und Qt3, als ich die Schule verließ. Die Schule hatte damit aber nichts zu tun, alles nur selbst beigebracht.
 
@Mercsen: Die meisten "Änderungen", die du beschreibst, sind aber schon wielange im Gange? 5-6 Jahre?

Mercsen schrieb:
Sprachen um neue Konzepte erweitert werden (z.b. Generics in Java)
Generics gibts auch nicht erst seit einer Ewigkeit, und sind ja auch die sooo komplexe Sache, dass man sie nicht innerhalb weniger Minuten verstehen kann...

Mercsen schrieb:
neue Frameworks entstehen (jQuery, Mootools in JS)
Wieviele Jahre existieren die schon? JQuery gibt es schon 6 Jahre! Und in dem Feld ist in der letzten Zeit auch nichts neues kommen.
Backbone.js würde ich für den clientseitigen JavaScript als größten letzten Einfluss anerkennen, aber das hat nun auch schon einige Zeit auf dem Buckel.

Mercsen schrieb:
plötzlich um OOP erweitert werden (php)
auch hier wieder, das ist schon ewig her. PHP5 kam 2004 heraus, vor 8 Jahren!

Mercsen schrieb:
oder jemand bringt ne xml basierte version der sprache raus (facebook mit xhp)
XHP ist auch nicht mehr wie ein Templatesystem, davon gibt es viele und man muss nicht alle kennen.

Mercsen schrieb:
neue Sprachen in einen neuen Bereich vorrücken mit neuen Konzepten (Ruby und yields z.b.)
Ruby ist auch wieder 8 Jahre alt, yields sind auch alles andere als neu, lasse ich aber mal gelten, das werden viele einfach nicht kennen.

Mercsen schrieb:
Techniken und anforderungen wechseln sich auch stetig. Waren früher statische Seiten im Netz ok redet heute jeder von Ajax und Web 2.0.
War früher alles ordentlich und Struktoriert und nen fieldset unerlässlich sind heute er offene und barrierefreie designes gefragt.
auch wieder hier, das sind Änderungen die vor vielen Jahren angestoßen wurden, entweder man kann sie längst oder sollte sie längst können, aber neu ist das nicht.


Den Rest habe ich jetzt mal nicht mehr kommentiert, das ist mir zu lästig. Deine Änderungen klingen aber wie jemand der die letzten 10 Jahre auf dem Mond gelebt hat und nun wieder zurückkommt und von der Fülle der Errungenschaften erschlagen wird.
Aber in echt ist die IT meiner Auffassung nach extrem langsamlebig, wirklich neue Dinge kommen selten und brauchen auch lange um sich zu etablieren.

Die einzige wirkliche Neuerung der letzten Zeit im Web ist imho HTML5+CSS3.
 
ice-breaker schrieb:
Aber in echt ist die IT meiner Auffassung nach extrem langsamlebig, wirklich neue Dinge kommen selten und brauchen auch lange um sich zu etablieren.

Und warum?
Wenn ich 5-10 Jahre Wartungsvertrag habe, dann entwickel ich nicht mit irgendeinem Furz der in einer ct' gehyped wird.
Wir suchen Spezialisten die etwas verstehen, von dem was dahinten dran steckt. Und solche Gedankengänge sollen auch auf die zu lösenden Probleme angewendet werden können.

Das, was man hier immer wieder liest, ist die Engstirnigkeit, wenn man auf eine bestimmte Technologie oder Arbeitsweise ausgebildet wurde. Es gibt Ausnahmen, aber in der Regel merkt man früher oder später tatsächlich, warum Firmen einen studierten Informatiker einstellen, anstelle eines umgeschulten. Wie gesagt, Ausnahmen gibt es überall, aber die Regel ist es nicht. Die Bestätigung bekommt man oft beim Lesen, egal wo.

Ohne jemand angreifen zu wollen.
 
Eben, wenn man nicht jedem Hype hinterher hechtet wie n liebestoller Dackel hat man auch keine Probleme. Muss man Ruby (insbesondere Ruby on Rails) können? Definitiv nicht. PHP ist noch lange nicht tot, genauso wenig wie Java. Die letzte wirklich interessante Neuerung im Bereich der serverseitigen Content-Erzeugung ist Node.JS. Und auch innerhalb einer Sprache muss man nicht jeden Kram mitnehmen. Schön, dass z.B. PHP 5.4 jetzt mit Traits eine Art Mehrfach-Vererbung hat. Muss man sich damit groß befassen? Nö, denn noch nutzt z.B. keine größere Server-Distribution 5.4, die setzen alle auf maximal 5.3.

Von einigen wenigen Ausnahmen (z.B. HTML5 oder GPGPU-Techniken) abgesehen ist das Zeug von vor 8 Jahren immer noch gut genug.


Und zum eigentlichen Thema:
Toll, ich hatte in der Schule Turbo Pascal, Delphi und etwas CNC, SPS und Assembler. Es ist ja ganz nett zu wissen, wie man zur Not eine Fräse oder einen Laser dazu überredet, Totenschädel ins Blech zu ritzen... aber wirklich genutzt haben mir nur die OO-Ansätze in Delphi.
 
ice-breaker schrieb:
Ruby ist auch wieder 8 Jahre alt, yields sind auch alles andere als neu, lasse ich aber mal gelten, das werden viele einfach nicht kennen.


Ruby ist sogar ganze 16 Jahre alt und damit so alt wie Java :) Beim Rails Framework sind's immerhin die erwähnten 8 Jahre.
 
@Keepers: ich sage ja nichts anderes, wer auf jeden Hype aufspringt, hat sowieso kein Produkt welches länger als ein halbes Jahr lebt :lol:

Aber man muss auch sagen, dass diese geringe Innovationskraft z.B. dazugeführt hat, dass relationale Datenbanken über Jahre die quasi einzige "sinnvolle" Option zur Datenspeicherung waren, auch wenn die Daten nie relational waren oder ganz andere Charateristiken hatten.
Ich will gar nicht sagen, dass NoSQL ein Jesus ist, Gott bewahre, da existiert mehr Müll als sonstwo, weil jeder ohne Wissen von Datenbanken meint es besser zu können. Aber den Bedarf nach spezialisierten Speicheroptionen gab es viele Jahre, nur wurde diese Nische z.B. kaum ausgefüllt. Lange Rede kurzer Sinn: Ich freue mich über jeden Hype, man muss und sollte nicht jeden mitmachen, aber so mancher Hype stellt sich im Nachhinein als doch so sinnvoll heraus, dass er seine breite Anwendung findet: Ich hätte z.B. nie gedacht als 2005 unter vorgehaltener Hand von Ajax gesprochen wurde und ich damit experimentierte, dass es den heutigen Status einnehmen würde.
 
Ja, ich hatte dich auch richtig verstanden. Wollte das nur nochmal untermauern.

Über den Tellerrand schauen, gehört für jeden dazu. Sei es ein Elektroingenieur, Physiker, Informatiker oder Architekt.
Alle haben aber letztendlich eins gemeinsam: Ihr Fach so durchdrungen und optimalerweise verstanden, dass sie *ihr Aufgabengebiet* mit guten Leistungen bearbeiten können.

Erst mit Erfahrung und Verständnis merkt man, dass beim Lesen der Fähigkeiten von z.B. einer NoSQL Datenbank man enorm etwas rausholen kann. Verfolgt die Sache dann etwas mehr und bringt den Vorschlag ins Projektteam ein. Das ist aber nur dann erfolgreich, wenn man versteht was man tut. Und soweit kommt es nicht, wenn man auf jeden Zug aufspringt.
 
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