Arbeiten in der IT

Die ökonomische Situation und AI soll effizienter machen. Da fallen halt vor allem die einfachen Aufgaben weg die Berufseinsteiger machen würden. Ich sehe LLMs auch als meine persönlichen Inder bzw Junior Leute denen ich Aufgaben zuweisen kann.

Gab/gibt halt genug Situationen bei denen der einzelne Senior das nicht einem Junior/Inder zuweisen konnte. Mit AI ist das eher so, da man einfach ein Budget von ein paar hundert oder tausend Euro bekommt.

Wenn ich dran denke wie einfach es war 5.000€ für AI bewilligt zu bekommen dann ist das blanker Hohn. Ein Anruf und das war quasi durch. Um Junior Stellen kämpfen wir seit Jahren. Finde den Fehler.

CAPEX vs OPEX halt.. Ich könnte hier über sie BWLer den ganzen Tag kotzen....

Das wird sich auch nicht so schnell ändern. Wenn dann zusammen mit dem Platzen einer AI Blase.
 
Skysnake schrieb:
Um Junior Stellen kämpfen wir seit Jahren. Finde den Fehler.
Du hast die 5000€ (eher 6-7k€ für einen realen MA inkl. AG-Anteil), also dauerhaft inkl. Kündigungsschutz erhalten? Und der Junior ist dann auch sofort so gut einsetzbar, wie Du schon mit der KI umgehen kannst?
 
Auf Reddit sind in den deutschen IT-Subs (insb. InformatikKarriere) aber auch oft spezielle Leute unterwegs. Ich habe mich dort einmal umgesehen und viele reagieren dort schon bei ganz normalen Fragen toxisch oder eben passiv-aggressiv. Wenn die sich so in einem Vorstellungsgespräch benehmen, würde ich die auch nicht einstellen.

Im Unternehmen meiner Freundin (2000+ Mitarbeiter) sind AI-Agents aus Compliance-Gründen verboten, weil die Daten und der Quellcode sehr sensibel sind (Finanzsektor). Außerdem will sie sich und ihr Team nicht von diesen ganzen Agents abhängig machen, denn sie ist der Meinung, dass die Anbieter ihre Preise in nächster Zeit massiv anheben werden, sobald es genug abhängige Unternehmen gibt. Juniorstellen werden dort nach wie vor ausgeschrieben und eine lokale Open Source KI ist dort auch vorhanden. Die KI ist jedoch nur ein Werkzeug und kein Ersatz.
 
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Wie ist das eigentlich bei eich mit Reisebudgets usw?

Hab mal wegen zwei abzurechnenden Reisen geschaut was die letzten Jahre so anviel und dabei ist mir aufgefallen das ich pro Jahr zwischen 1500 und 9000€ an Reisekosten hatte und das jetzt an sich nur für Konferenzen usw.

Zu Kunden usw muss ich nicht. Das hat mich schon gewundert wie viel das im Schnitt doch ist.

Wenn ich dann noch bedenke das >1000€ jeden Monat wohl für Lizenzen drauf geht und ich inzwischen jeden Monat ein paar hundert € an Tokens durchbringe, dann kommen da echt Summen zusammen.

Storage und Compute rechne ich jetzt mal gar nicht rein, weil ich das mal als eh da kosten betrachte. Ansonsten wären das vermutlich auch nochmals paar hundert Euro jeden Monat. Bei mir türmen sich inzwischen an die 100TB an Daten und Compute gehen eben auch mal schnell paar tausend core Stunden durch.

Ich bin ehrlich gesagt etwas verblüfft wie sich die Kosten zusammenläppern. Scheint letztlich aber niemanden so wirklich zu interessieren. Gerade Bei KI war es absolut kein Problem selbst ein 2000€ Budget/Monat bewilligt zu bekommen.

Irgendwie fühlt sich das total falsch an wenn .an sieht wie an allen Ecken gespart wird und Leute abgebaut werden.

In meiner vorherigen Firma hatte ich den Eindruck das man da sehr viel mehr aufs Geld geschaut Hat das man neben dem Lohn kostet.

Liegt das jetzt nur am Firmenwechsel oder hat sich da in den letzten Jahren auch nochmals was an der Kultur geändert? Mit den ganzen X as a Service Angebote haste ja sofort an allen möglichen Stellen laufende Kosten.

Würde mich mal interessieren wie ihr das so erlebt. Frage mich da gerade echt wie klein meine Bubble da mal wieder ist.

Schaue mich ja doch aktiv nach was Neuem mit besseren Bedingungen um.

Frage mich ob ich da eventuell feste Budgets vergmhandeln sollte die ich mindestens bekomme. Wobei eigentlich hat der AG ja ein Eigeninteresse daran das man optimal arbeiten kann. Da muss man das ja nicht noch offensichtlich an die Lohnkosten Pappen. Oder?
 
Skysnake schrieb:
Würde mich mal interessieren wie ihr das so erlebt. Frage mich da gerade echt wie klein meine Bubble da mal wieder ist.
Sehr klein. :D

Habe exakt 0 Reisebudget (und war noch nie auf ner Konferenz, hin und wieder mal auf ner Schulung oder ITSA - Schulungen mitterweile aber 90% remote). Invest kann ich einmal im Jahr beantragen, kann sein es kommt oder halt auch nicht. Unterjährig geht bei dringend notwendigen Sachen nach Freigabe durch die GF. KI hab ich ein Abo für einen Anbieter und wenn Token weg dann weg. Wenn ich regelmäßig mehr brauche, würde ich aber evtl. ein höherwertiges Abo bekommen.

Bin im Mittelstand in der internen IT tätig.
 
Wer jetzt bei KI spart oder das Potential nicht erkennt, wird noch wirklich blöd aus der Wäsche gucken.

Ich verstehe es einfach nicht, es geht so unfassbar viel.

@Skysnake ich würde auf sowas halt unbedingt achten, wo du direkt mit neuen Technologien arbeiten kannst und keine Limits.
 
Also um neue Technologien muss ich mir zum Glück per Definition des Jobs keine Gedanken machen.

Arbeite jetzt dann bald auch seit 15 Jahren mit Engineering Samples.
 
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Das klingt spannend @Skysnake - es war ja auch nur auf deine Kostenfrage bezogen ;-)…

Ich werde es nicht verstehen, warum gerade jetzt, wo so ein elementarer Wandel entsteht, dass man sich dem nicht öffnet.
 
Also die Reise Budget wurden zusammen gestrichen . Finde mal ein Hotel für 70€ die Nacht in München oder anderen Metropolen. Totaler Unsinn so etwas. Früher wars egal ob 130 oder 160.
Ich bin froh wenn ich nicht die ganze Zeit unterwegs sein muss. Das ist zum Glück auch gar nicht in der Stelle definiert. Aktuell helfe ich nur in einem Migrationsprojekt aus.

Über den Teich geht es nur noch in der Holzklasse. Die Vorstände neulich aber mit dem Privatjet innerhalb Europas unterwegs waren. Das wurde durchgestochen. Das war für viele unverständlich das jeder Holzklasse fliegen muss. Die Vorstände sich dann nochmals das gewisse extra Buchen. Vor der Reduzierung der Budgets war es Business Klasse für längere Strecken auch Vorstände und jetzt gibt's Privatjet.

Budget KI volle Pulle habe Zugriff per Copilot Premium auf Opus 5.5 ohne Limit. Wenn es jemand haben will bekommt das jeder in der Firma. Gerade schauen wir das die Azure Landingzone mit Microsoft Foundry anzupassen. Dann werd es auch möglich sein per Agent Dinge zu tun. Im Azure Umfeld räume ich seit ca 6 Monaten auf. Da laufen Dinge die Monate für Monate tausende an Euro kosten. Juckt kein Schwein. Hat dein Vorgänger mit der Abteilung so besprochen. Blöde wenn auf beiden Seiten niemand mehr da ist. Dokumentation was ist das?
Jo dann Stück für Stück durch wühlen und Dokumentieren.
 
konkretor schrieb:
Also die Reise Budget wurden zusammen gestrichen . Finde mal ein Hotel für 70€ die Nacht in München oder anderen Metropolen.
Hotel sucht seit einiger Zeit die Firma aus, nicht ich 😎 Bisher keine Totalausfälle, auch wenn die Preise dadurch deutlich gestiegen sind, die Qualität aber nicht unbedingt.
 
Skysnake schrieb:
Wie ist das eigentlich bei eich mit Reisebudgets usw?
Es gibt bei mir keine pauschalen Budgets.

Für Firmenreisen reserviert man sich ein Pool-Fahrzeug und für Hotelzimmer gibt es eine Deckelung auf (ich glaube) 100€/Nacht/Person außer falls es standortbedingt nur teurer möglich ist.
Als Techniker ist das nur relevant wenn ein Kunde mal zu weit weg ist und eine Übernachtung notwendig oder wenn ich (sehr selten) mal bei einem der anderen Standorte bin und dort eine Übernachtung benötige.

Konferenzen oder Messen oder so sind bei uns eher Sachen die Marketing und Vertrieb interessieren, nicht die Technik.

Wenn eine Weiterbildung (etc) gewünscht wird, muss dies individuell beim Bereichsleiter angefragt werden. Da muss die Firma einen relevanten Mehrwert drin sehen, für einfach pauschal 'irgendwas lernen' gibt es kein Budget.
 
Skysnake schrieb:
Wie ist das eigentlich bei eich mit Reisebudgets usw?
Was möchtest du denn wissen? Du wirst genauso Firmen finden die jegliche "unnötigen" Reisen gestrichen haben, weil doch "jeder" mittlerweile die nötige Ausstattung für ein Home Office und Onlinekonferenzen hat, wie Leute deren Geschäftsführung die Mitarbeiter dazu motiviert, sich bei Projekten zwecks besseren Austausch vor Ort zusammen zu setzen.

Es ist die Frage des Führungsstils, der finanziellen Lage und der Einstellung, genauso wie es aktuell beim Thema HO passiert. Du wirst heutzutage Firmen finden die 100% HO erlauben und welche die jegliche HO Arbeit gestrichen haben und beide haben plausible Gründe dafür.

Meine persönliche Meinung zum Thema Reisen ist. Nichts kann einen gemeinsamen vor Ort Termin ersetzen, wenn es um den Austausch von Ideen, Anregungen und Wissen geht. Dazu steigert man grundsätzlich den Zusammenhalt, weil mit Kollegen die du nur als eine Nummer kennst, man oft bewusst oder unbewusst anders umgeht, wie mit welchen mit denen man hier und dort schon mal ein Bier zusammen getrunken hat.

Aus rein finanzieller Sicht ist es natürlich kostspielig und wenn man nur die kurzfristigen Zahlen betrachtet nicht rentabel. Die Frage hier ist viel mehr, was einem die eine oder andere Idee oder eine bessere Stimmung im Unternehmen wert ist und habe ich Geld dafür.
 
Der_Picknicker schrieb:
Wer jetzt bei KI spart oder das Potential nicht erkennt, wird noch wirklich blöd aus der Wäsche gucken.
Na es gibt schon einen Unteschied zwischen sinnvoller Anwendung und hirnlosem "ich schmeiße alles mit KI zu" Geldverbrennen. Ich muss mich halt damit beschäftigen wo ich konkrete Anwendungsfälle habe und die dann auch angehen. Heißt aber auf der anderen Seite wiederum nicht das jeder einfach so sinnlos Token verbrennen sollte weil das jetzt gerade in ist (nicht auf Skysnake bezogen).
 
xexex schrieb:
Was möchtest du denn wissen?
Naja, wie geschrieben wie es bei den anderen so läuft. Also ein allgemeines Stimmungsbild/Erfahrungen.

Bei mir waren Reisen eigentlich immer wieder drin um sich auch mal zu sehen oder eben auf Konferenzen zu gehen. Durch Corona ist das natürlich völlig eingestellt worden und es lief im wesentlichen eigentlich dennoch bei fast allen Themen. Wo es nicht ganz so gut lief waren/sind Eskalationen. Da ist aber die Verschwendung von Lebenszeit und die Generierung von Kosten bei wichtigen Personen aber auch ein gezielter Hebel un einfach unangenehm zu sein. Sprich: Löst einfach die Probleme das ist am Ende für euch günstiger und weniger nervig als uns hinhalten zu wollen...

Gerade im technischen Bereich muss ich aber sagen sehe ich online Meetings überwiegend sehr positiv, weil man dann eben den Entwickler aus San Francisco mit dem aus Bangalore an einem Tisch hat und das ist sehr oft sehr viel wert. Gerade wenn ich auch daran denke das eventuell noch eine dritte oder vierte Firma involviert ist. Ich habe durchaus auch die Situation das ich an einem Tag mit Leuten aus
-China
-Indien
-Polen
-Deutschland-Nord
-Deutschland-Süd
-Skandinavien
-Frankreich
-US Westküste

zu tun habe. Also wirklich an einem Tag.

Also selbst wenn ich nichts anderes tun würde als reisen wäre das völlig unmöglich. Die Anzahl der Personen die aber helfen können, bzw bei denen ich helfe ist aber in der Regel nicht mal ne Hand voll. Du bist also zwingend darauf angewiesen.

xexex schrieb:
Meine persönliche Meinung zum Thema Reisen ist. Nichts kann einen gemeinsamen vor Ort Termin ersetzen, wenn es um den Austausch von Ideen, Anregungen und Wissen geht.
Wenn man beliebige Kosten und unendlich schnelle Transferzeiten berücksichtigt dann ja. Aber real würde ich sagen nein. Die Art der Zusammenkunft ist nicht völlig egal, aber wenn die Leute willens sind etwas zu schaffen dann eröffnet die niedrige Eingangshürde unglaublich viel Potenzial. Es muss halt nicht jemand.für ein 2h Meeting drei oder vier Tage Reisezeit einplanen währenddessen man nicht wirklich etwas macht.

war bei mir auch so. Wegen Confidential Content nur onprem Termin. War Mit dem Flugzeug nur ein kurzer Hüpfer aber mit dem Zug wären es 3 Tage für eine 7h Veranstaltung gewesen. Das hätte ich nicht machen können und selbst wenn man sich viel davon versprochen hätte. Das was liegen geblieben wäre wäre mehr Schaden gewesen als jedes verstellbare Potenzial.

So waren am Ende war ich aber auch nur eine von 4 eingeladenen Personen bei uns weil es einfach nicht darstellbar war.

xexex schrieb:
Dazu steigert man grundsätzlich den Zusammenhalt, weil mit Kollegen die du nur als eine Nummer kennst, man oft bewusst oder unbewusst anders umgeht, wie mit welchen mit denen man hier und dort schon mal ein Bier zusammen getrunken hat.
Naja, ich kenne viele Leute mit denen ich immer wieder zusammenarbeiten muss auch nur aus Teams. Wenn ich die alle mal sehen wollen wollte müsste ich mir aber auch mindestens zwei Wochen Zeit nehmen und durch Europa reisen. Weltweit bist du dann schnell bei nem Monat+. Das ist völlig illusorisch und bringt auch niemandem etwas.

Meiner Ansicht nach ist es auch eine Kommunikationsfähigkeit sich auf Leute auch remote einzulassen. Ich quatsche mit Leuten die ich noch nie live gesehen habe auch durchaus mal über privates. Also sowohl von deren Seite als ich von meiner Seite aus. Wenn man 100h miteinander Meetings hatte und das auch mal Abends um 8 dann bleibt man auch mal etwas länger und redet dann auch über andere Themen.

Ich sehe das aber als Investition an. Genau wie ne Reise um jemanden live zu sehen oder Gefallen für ein Quit pro Quo.

Ich sehe das immer strategischer Natur mit dem Hintergedanken mir ein Netzwerk aufzubauen das mir Informationen zuträgt und teu teu teu es funktioniert ganz gut. Wobei das ist mir wichtig zu meinem Netzwerk zählt das Wachpersonal am Empfang oder der Hausmeister genauso wie der Leiter eines Steuerkreises und ich habe für all ihre Arbeit Wertschätzung übrig.

ich hoffe du verstehst was ich meine.

Auf der anderen Seite hat man dann aber gerade mit eher schwierigen Partnern/Zulieferern dann durchaus die Situation das diese recht fragwürdige "Events" ansetzen für den "Austausch" ich hatte schon Einladungen zum Veranstaltungen mit sehr interessanten Leuten die dann aber zum Abschluss das Oktoberfest hatten und natürlich alles bis auf die Anreise bezahlt worden wäre. Oder eine am Hockenheimring mit Möglichkeiten für Fahrten auf der Rennstrecke

Das ist schon echt hart. Aber auch das Cloud Festival im Europapark ist für mich absolut abschreckend. Ich hatte dafür auch schon ne Einladung bei der ich im Nachhinein gedacht hätte es wäre vielleicht doch gut gewesen hinzugehen Für etwas Austausch. Aber das ist einfach abschreckend für mich weil es zendenziös wirkt.

xexex schrieb:
Aus rein finanzieller Sicht ist es natürlich kostspielig und wenn man nur die kurzfristigen Zahlen betrachtet nicht rentabel. Die Frage hier ist viel mehr, was einem die eine oder andere Idee oder eine bessere Stimmung im Unternehmen wert ist und habe ich Geld dafür.
Naja siehe oben. Aus meiner Sicht ist die Lebenszeit von Leuten begrenzt was aus meiner Sicht viel mehr Ideen verhindert als nicht in einem.Raum zu sein.

Wobei ich sagen muss das ich auch extrovertiert bin. Vielleicht sehe ich daher auch gewisse Probleme von anderen Leuten auch einfach nicht in dem Maße weil mir die Vorstellungskraft dazu etwas fehlt.
 
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Skysnake schrieb:
ich hoffe du verstehst was ich meine.
Klar! Das Problem ist halt, man kann es nicht verallgemeinern. Es kommt darauf an wo die eigenen Filialen sind, wie groß das Unternehmen ist, welche Tätigkeiten ausgeführt werden usw. Ein allgemeiner "Spiegel der Gesellschaft", lässt sich in diesem Forum kaum ableiten.

Müsste ich in die USA oder nach Asien für ein Meeting, würde ich es völlig anders sehen, als wenn es nur um Europa geht und auch jemand mit Familie wird da anders reagieren, wie jemand der völlig unabhängig ist.
 
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