Arbeits-PC aufrüsten (450€) opt. OpenGL Graka

nukular8400

Lt. Commander
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Hi!

Ich hatte für einen Verwandten vor knapp 4 Jahren einen Arbeits-PC zusammengebaut, vorrangig für CAD/CAM Programmierung, wobei auch öfter riesige Modelle berechnet und dargestellt werden müssen. Dieses System (mit einigen bereits erfolgten Nachrüstungen) besteht jetzt aus folgenden Komponenten:

CPU C2D E6300 1,83GHz
Mainboard: ASUS PW5
4GB G-Skill DDR2 RAM
Enermax 340W
HIS 4670 512MB
2xSeagate 250GB im RAID0
1xSamsung 250GB Backup
vielleicht: CPU-Kühler Cooler Master Hyper TX3 (?)

Inzwischen hat sich aber Handlungsbedarf aufgestaut und die Kiste soll einmal runderneuert werden. Wichtige Kriterien:

- Stabilität (d.h. kein OC, keine ultra-silent Kühlung zum Preis hoher Temperaturen usw.)
- (trotzdem) am besten nicht zu laut, obwohl der Anspruch hier wirklich nicht auf ultra silent zu setzen ist, siehe erster Punkt
- am besten so, dass die nächsten 2 Jahre oder mehr keine Neuinstallation und kein Umbau fällig wird

Ich dachte jetzt so an folgende Komponenten:

AMD Phenom X6 1055T
irgendein AM3 Board, zB dieses hier Gigabyte GA-870A-UD3
irgendein kompatibler AM3-Speicher, zB dieser hier G.Skill 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24
ein neues Netzteil, zB dieses Enermax PRO82+ II 425W

Erstmal: Ist das so ok? Oder lieber schnelleren Speicher? Würde das dann was bringen?

Dann noch eine weitere wichtige Sache: Die Grafikdarstellung (OpenGL) ist wohl immer mal wieder ruckelig, wenn es hart auf hart kommt. Tut mir Leid, wenn ich jetzt etwas unspezifisch werde, ich habe nämlich keine Ahnung von CAD/CAM und OpenGL: Ist es da wirklich anzuraten, auf eine neue Grafikkarte zu setzen? Das Budget sollte ja nicht zu stark strapaziert werden, so dass irgendwelche professionellen FireGLs oder Quadros lieber außen vor bleiben sollten. Bringt in dem Bereich, bei riesigen Objekten und wenigen Effekten, ein größerer und schnellerer Speicher vielleicht mehr als ein High-End Chip? Bin da leider völlig überfragt und habe nicht einmal die Möglichkeit, selber zu checken, woran es da hapern könnte.

Danke für jede Hilfe :-)

Gruß
 
Am effektivsten bei 450€ Budget wird es wohl sein, soviel wie möglich vom alten System zu behalten (Mainboard und RAM reichen da immer noch).
Also z.B.:

- Intel Core 2 Quad Q9550 @ EBay versuchen gebraucht an einen günstigen zu kommen
- Palit/XpertVision GeForce GTX 460 Sonic Platinum, 1024MB

Dann könnte man alles andere behalten und ist unter 400€ mit einer starken Grafikkarte und CPU, das hält locker wieder eine Zeit lang! Ein neues Netzteil ist vom Budget her und bei Bedarf somit auch noch drin und das ganze ist schnell erledigt.
 
Muss es wirklich ein X6 sein? Verwendet die verwendete Software überhaupt schon 4 Kerne? Ist es absehbar, dass in den "aufrüstfreien nächsten zwei Jahren" 6 Kerne von Vorteil sind?

Der verwendete Arbeitsspeicher sollte nicht allzu viel ausmachen, erstrecht nicht, wenn man nicht übertakten will. Von daher kann man hier im Prinzip nach Belieben wählen.

Eventuell ist nicht einmal ein neues Netzteil notwendig, selbst das neue System dürfte unter Last kaum über 250 W steigen. (Grob geschätzte Werte: 100 W CPU, 50 W GPU, 50 W Laufwerke, 50 W Rest)

Außerdem: Was hat der Anspruch an die Lautstärke mit den neu gekauften Komponenten zu tun? Da sehe ich in direkter Verbindung nur das Netzteil, außerdem bräuchte die CPU natürlich noch einen Lüfter, wobei Boxed wohl laut werden könnte.

Zur CAD-spezifischen Frage eine unqualifizierte Antwort: Ich weiß zwar nicht, was du unter "riesige Objekte" verstehst, aber vermutlich sollte man mit 512 MB VRAM bedient sein. Besondere Effekte dürften eher die Speicherfresser sein, wenn ich an sowas wie Raytracing/korrekte Lichtberechnungen und dergleichen denke, wobei das natürlich auch noch mehr Rechenleistung fordert. Wobei die Frage ohnehin wäre, ob die Software überhaupt so großartig viel mit der GPU anstellt oder die wirklich nur zur Grafikausgabe herhalten muss.
 
Finde einen Umstieg zu vollziehen besser als noch einen Q9550 zu kaufen, der mittlerweile unverschämt teuer ist, und gebraucht kaufe ich auch keine CPU´s - diese können nämlich schon gut OC gewesen sein, d.h. mit sehr viel Vcore gequält worden sein.
-1055T ist eine Super CPU, was P/L angeht u. v.a. Zukunft sicher, sofern man diese Bezeichnung im PC Bereich überhaupt benutzen kann.
-Noch eine Lösung wäre ein AM2+ Board zu nehmen, u. DDR2 Ram halt behalten -aber ich würde kompletten Umstieg jetzt machen -Bulldozer soll ja auch darauf laufen, auf AM2+ nicht.
 
Ich denke, dass wichtigste wäre erstmal, wenn sich der Themenersteller erstmal darüber informiert inwiefern die Software Grafikkarten unterstützt, bzw. wie viele Kerne der CPU sie nutzt. Ansonsten ist ja keine sinnvolle Aussage möglich wie der PC aufzurüsten ist. Also ob Schwerpunkt auf CPU oder Grafikkarte.

So far
Greetz
Vog3lm4nn
 
Danke schon mal!

Speicher kann also bleiben, Board auch.

An CPU aufrüsten haben wir schon mal gedacht, leider unterstützt das Board offiziell die meisten "neueren" 775-CPUs nicht mehr und ich habe im Netz viele Probleme dazu finden können. Sollte dann schon komplett neu sein.

X6 wurde auch für sinnvoll befunden, da dort in dem eigenen Programm viel parallelisiert werden kann und das natürlich von den Kunden auch gewünscht wird. Somit werden 6 Kerne auch genutzt.

Das Netzteil würde ich als E-Techniker einfach nach der Zeit austauschen wollen. Man kann nicht mehr mit 340 Watt rechnen, die Kondensatoren altern eben auch. Und dann ist das schon am falschen Ende gespart, denke ich.

Nochmal zu der Sache mit der Grafikkarte: Die Objekte haben nicht selten eine Dateigröße von mehr als 5GB. Ich würde instinktiv nicht sagen, dass dann der Grafikspeicher unwichtig ist, obwohl ich es echt nicht weiß. Es werden natürlich Lichteffekte benutzt, da die Details sonst nicht ordentlich zu erkennen sind, aber das sind eher einfache Sachen mit maximal 9 Lichtquellen. Der CineBench OpenGL Benchmark ist das einzige, was ich finden konnte, was sich explizit damit auseinandersetzt und da konnte ich in den letzten Generationen keine echten Sprünge mehr feststellen. Aber vielleicht auch nur die falschen Benches gefunden...

Ich weiß nicht mal, ob ATI oder NVIDIA prinzipiell besser geeignet sind...

Und: Vorerst wird die Grafikkarte dort nur zur Grafikausgabe genutzt. Falls sich da mal was dran ändern sollte, wäre das ein so wichtiger Sprung, dass dann auch eine neue Graka gekauft werden könnte. Aber zur Zeit noch Zukunftsmusik.
 
Ja, als wichtigste Info müßte man mal wissen, welche Software für CAD/CAM benutzt wird. Wir (in der Firma) haben z.B. CAD Rechner mit Quadro Grafikkarten gekauft, die sich im Nachhinein aber als Schuss in den Ofen entpuppt haben, da die Leute eben keine Gitterdrahtmodelle oder ähnliches berechnen / planen (wie z.B. bei Maschinen oder Flugzeugen oder sowas), sondern viel Möbel planen und die dann möglichst realistisch rendern. Das wird von der Grafikkarte quasi garnicht beschleunigt, da zählen nur CPU Kerne und die möglichst hoch getaktet.
 
Jo Mydgard, so ist es da auch. Nur die Darstellung der fertigen Objekte sollte eben etwas flüssiger laufen, das ist der einzige Anspruch an die Grafikausgabe. Die sonstigen Berechnungen hängen nur von der CPU ab.
 
Täusche ich mich, oder liegt das Flüssige nicht auch an der CPU, wenn die Grafikkarte nur zur reinen Bildausgabe verwendet wird?

Nur um meine Theorie der unausgelasteten Grafikkarte zu überprüfen: Wie wäre es, mal mit "GPU-Z" die GPU-Auslastung beim Rendern zu überprüfen, eventuell im gleichen Atemzug noch auf die CPU achten.
 
@AP Nova:
Ich denke, das werde ich dann mal veranlassen. Ich kann selber wie gesagt nicht gucken, woran es liegt. Der Rechner steht 300km von mir unter einem Schreibtisch ;-) Aber tatsächlich ist ein Grafikkartenkauf nicht sinnvoll wenn man nicht weiß, wo der Flaschenhals wirklich ist.
 
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