Arbeitsrecht - Krankmeldung

Dome87

Commodore
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Hallöle,

ich wollt mir mal von euch ein Paar Infos einholen.

Folgender Sachverhalt:

Ein Bekannter macht eine Ausbildung in einem sehr kleinen Einzelhandelsbetrieb, dessen Freundin hat dort vor kurzer Zeit einen Minijob angefangen.

Jetzt hat mein Bekannter viel Ärger in dem Betrieb gehabt und einen Ausbildungs-Aufhebungsvertrag durchbringen können - im Klartext: Er ist im Streit mit der Geschäftsführung auseinander gegangen. Dessen Freundin hat nun auch gekündigt (irgendwie auch nachvollziehbar), muss allerdings eine 2-Wochenfrist einhalten.

Jetzt zum Punkt:

Die Geschftsführung hat bei der letzten Verabschiedung des Bekannten deutlich darauf hingewiesen, dass doch jetzt seine Freundin keine "Fisematenten" machen soll und die 2 Wochen ordnungsgemäß arbeiten muss (auch nachvollziehbar), dann allerdings auch gedroht: Sollte sich jetzt etwas auffälliges ereignen, dass sie zum Beispiel krank wird, dann wird es wörtlich "Ärger geben". Es würde dann der Verdacht bestehen, nur krank zu "feiern", um dort nicht mehr arbeiten zu müssen, weil der Freund dort ja nicht mehr arbeitet.

Jetzt ist sie allerdings wirklich krank und kann morgen nicht arbeiten. Muss sie wirklich mit Konsequenzen rechnen (Amtsarzt etc...)?

Vielleicht weis ja Jemand Rat?

Mfg
Kaltfront

Allen ein schönes Wochenende :)
 

lars.vom.mars

Banned
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Jetzt ist sie allerdings wirklich krank und kann morgen nicht arbeiten. Muss sie wirklich mit Konsequenzen rechnen (Amtsarzt etc...)?
Warum sollte sie mit Konsequenzen rechnen, wenn sie wirklich krank ist? Dann soll sie eben zum Amtsarzt gehen und fertig. Als Student zählt auch nur (?) Amtsarztattest.
Wenn die Arbeitsunfähigkeit bewiesen ist, dann kann der Arbeitgeber mal einfach garnix machen außer weinen und wie wohl 90% der Chefs die Fresse aufreißen/drohen.
 

Zensai

Boba Fett
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so siehts aus. Wenn sie wirklich krank ist ist sie krank, da wird auch ein amtsarzt nichts anderes diagnostizieren als ein normaler arzt. Aber sie kann ja die Kunden dann auch gerne anstecken, wenn das dem Chef lieber ist...würd ich ihm auch genau so sagen
 

_Chris_

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Ja der Arbeitgeber kann bei begründetem Zweifel den medizinischen Dienst einschalten und eine Untersuchung durch den Amtsarzt verlangen. Ob er das bei einem Minijobbler macht, der in zwei Wochen sowieso weg ist, sei mal dahingestellt...
 
Zuletzt bearbeitet:

Dunkelschwinge

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bei nem 400 € job wird das aber kein Mensch machen. Der AG zahlt ja nichtmal bei so nem Job im Krankheitsfall. Nicht ins Boxhorn jagen lassen und krankmelden.
 

i!!m@tic

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Krankmeldung ist Krankmeldung, da kann der Chef machen was er will.... das sind alles leere Drohungen um die junge Dame unter Druck zu setzen! Bloß nicht einschüchtern lassen!
 

CHILEChile

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Hallöchen, Deine Freundin muss sich keine Sorgen machen. Ihr kann nichts passieren, sofern Sie eine Krankschreibung vom Arzt hat. Alles nur heiße Luft, um Mitarbeiter einzuschüchtern. Ein Termin beim Amtsarzt oder ähnlichem wird es auch nicht geben, denn dafür ist die Frist zu kurz. Du sagtest doch Sie muss eh nur noch 2 Wochen arbeiten. Also lasst Euch nicht verrück machen und genießt das Wochenende.
 

Dome87

Commodore
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Naja, die Geschäftsführung klang nach Aussage meines Bekannten aber schon so, als gäbe es da noch eine offene Rechnung, auch wenns nur ein 400€ Job ist. Es wurde wohl deutlich gesagt: "Wenn sie jetzt krank wird, dann mache ich Ärger, aber richtig". Wegen solcher Aussagen und Drohungen hatte er dort auch aufgehört...

Ist das denn viel Aufwand mit dem Amtsarzt?

Danke für die Antworten, hat viel geholfen und sie beruhigt :)
 

schotty

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Zitat von Nitewing:
bei nem 400 € job wird das aber kein Mensch machen. Der AG zahlt ja nichtmal bei so nem Job im Krankheitsfall. Nicht ins Boxhorn jagen lassen und krankmelden.

Das stimmt so nicht. In jedem Tarifvertrag ist dies vorgeschrieben. Und wer sich außerhalb dessen Beschäftigen lässt hat eh selbst schuld...

Und on Topic...was wollen die denn fürn Stress machen...is nur einschüchterung...
 

Zensai

Boba Fett
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Ist das denn viel Aufwand mit dem Amtsarzt?

Die Untersuchung nciht, aber bis man da nen termin kriegt kanns auch mal länger dauern(wobei das dann ja shcon zeitnah sien sollte). Und wenn sie krank ist bestätigt das der Amtsarzt, krank ist krank. Die 10€ Praxisgebühr wärens mir in dem Fall sowieso wert, lieber 10€ zahlen als krank auf die Arbeit und womöglich ncoh Kollegen/Kunden ansteecken.
 

chu_

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Wenn der Arzt einem das bescheinigt, dann ist das so und fertig. Da können die nichts machen!
 

China

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Leere Drohungen... mehr nicht.
Wenn sie wirklich krank ist und der Arzt das bescheinigen kann, kann ihr gar nix passieren.
Dumm wäre nur für die Firma, wenn es Zeugen für die Drohung gäbe^^
 

eRa84

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ganz ehrlich? der arbeitgeber labert nur als ob er einer 400 € arbeitskraft nachweisen wird das sie angeblich "krankfeiern würde" die kosten für den privat detectiv bzw. die anwaltskosten für die anzeige sind viel zu hoch... außerdem wenn man krank ist ist man krank! basta atest hin frist gerecht einreichen bestenfalls per einschreiben zu schicken lassen! und schon ist man aus dem schneider! klar sollte sein das sie dann nicht ins kino geht oder sich großartig draußen aufhält...

die frage die sich dabei stellt ist halt ob es den in der vergangenheit zu irgendwelchen unstimmigkeiten kam oder sagen wir mal "nicht ordnungsgemäßen vorkommnissen"

wenn das der fall ist würd ich darüber erst nochmal drüber nachdenken... ABER ganz klar wer krank ist ist krank! spätestens nach drei tagen ab dem tag wo man krank geschrieben wurde MUSS der atest beim arbeitgeber vorliegen! am besten am selben tag wo man sich krank schreiben lassen hat anrufen und bescheid geben das man krank ist! darauf hin gleich den atest per einschreiben zum arbeitgeber schicken! so bist du sollte es wirklich zur anzeige kommen auf der sicheren seite auch vor gericht!
 

Haudrauff

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Zitat von _Chris_:
Ja der Arbeitgeber kann bei begründetem Zweifel den medizinischen Dienst einschalten und eine Untersuchung durch den Amtsarzt verlangen.

Der begründetet Zweifel wird aber wohl erst bei dauerhaften Krankfeiern bestehen.
Wenn ein AN 4x im Monat krank ist, dann braucht das kein AG dauerhaft hinnehmen.
Man kann ihm ja wohl schlecht zumuten sich jede Woche eine Aushilfe zu suchen.

In diesen Falle ist es aber eine einmalige Krankmeldung.
Wenn nigs schlimmes ist und deine freundin die 2. Woche wieder arbeiten kann sollte das die Wogen ein bischen glätten.
 

CHILEChile

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"...wenn es Zeugen für die Drohung gäbe..."

jep! dan könnte man es nämlich Erpressung nennen!

Bei der Erpressung versucht ein Erpresser, sich selbst oder Dritte rechtswidrig durch Gewalt oder durch Androhung eines empfindlichen Übels zu Lasten eines anderen zu bereichern. Insofern ist die Erpressung von der Nötigung zu unterscheiden, die keine Bereicherungsabsicht oder Vermögensschädigung voraussetzt. Als rechtswidrig gilt die Tat, wenn die Zweck-Mittel-Relation zwischen der Nötigungshandlung, also der Gewalt oder der Drohung und dem angestrebten Nötigungszweck als verwerflich anzusehen ist.

hier der passende Link dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Erpressung
 
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Hey! :)

Hatte bei mir auch so einen ähnlichen Fall, mit Drohungen vom Gott ( :D ). Krank ist Krank. Punkt aus! Da kann er garnichts machen! Amtsartz ... kann er machen. Euer "Genick" wird nicht brechen, wenn sie sowieso krank ist. Sollte er die Gehalts-/ Lohnzahlung einstellen, sofort irgendwie rechtliche Schritte einleiten, knallhart. Spätestens dann sind die meisten (selbsternannten-glückspielgewinner) "Chefs" ruhig.

LG Rob
 

NeoHazard

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Was manche Leuten sich für einen Kopf machen :evillol: ... einfach Au für 1-2 Wochen ausstellen lassen, dem Arbeitgeber vorbeibringen und fertig aus!

Er kann REION GAR NICHTS dagegen machen. Und seine Einschüchertungsversuche würde ich mit einem lauten Gelöchter quittieren :D

Lasst euch keinen Bären aufbinden. Ich würde da keinen Fuß mehr in die Firma setzten. Ab zum Arzt, 2 Wochen Au holen und aus die Maus.
 
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