Arbeitsstelle kündigen, offiziell noch Student

felsi

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Hallo, ich habe mal eine Frage: ich arbeite seit März im Einkauf einer Firma. Offiziell war ich noch bis Ende August Student in der Regelstudienzeit. Trotzdem habe ich schon voll in der Firma gearbeitet. Da es mir dort überhaupt nicht gefällt suche ich seit kurzem einen neuen Job. Die Situation in der Firma ist sehr schwer zu erklären, ihr würdet es eh nicht glauben. Daher nur so viel: ich habe erfahren, dass mich die Firma noch in der Probezeit kündigen will. Dem will ich jetzt zuvor kommen und selbst kündigen. Wegen dem Geld ist das kein Problem, ich mache mir nur sorgen um meinen Lebenslauf.

Daher jetzt die Frage: da ich ja noch student war würde ich die arbeitsstelle am liebsten unter den Tisch kehren oder als nebenjob deklarieren. Ich wäre dann halt jetzt sozusagen offiziell seit Ende August nach meinem Studium auf Arbeitssuche.

Geht das?
Was denkt ihr wäre das Cleverste in meiner Situation?

Danke euch.
 
Wenn du die Zeit finanziell überbrücken kannst halte ich selbst kündigen für die cleverere Lösung. Dann kannst du das deinem neuen Arbeitgeber genauso erklären, du hattest während dem Studium dort gearbeitet und nun möchtest du dich neu/umorientieren (wie auch immer).

Ich glaube aber wenn du selbst kündigst kannst du erstmal kein Arbeitslosengeld "abgreifen"..
 
Finanziell ist es kein problem.
Dann mache ich das so. Kündigen und einen neuen Job suchen. Wäre natürlich ungekündigt besser gewesen aber so habe ich dann zumindest keine kündigungsfrist.
 
felsi schrieb:
Wegen dem Geld ist das kein Problem, ich mache mir nur sorgen um meinen Lebenslauf.

Wer sagt, dass es in den Lebenslauf reinmuss? Wenn du selbst kündigst, kannst du es reinnehmen, ansonsten lässt du es einfach weg.
 
Du meinst ich kann die kompletten 6 Monate verschweigen, da ich ja eigentlich noch Student war? Das wäre wie gesagt meine Wunschkonstellation.
 
Auf deinem Abschlußzeugnis wird aber März stehen. Das könnte im Vorstellungsgespräch fragen aufwerfen.
 
Er war bis August Student. Deswegen beträgt die Differenz nur 5 Wochen, die er als arbeitssuchend in den Lebenslauf schreiben kann. ^^
 
Warum willst du die 6 Monate verschweigen? Ach Gottchen, glaubst du wirklich, du bist der einzige, der auf Anhieb nicht den Traumjob findet?
Gerade aus dieser Erfahrung ergeben sich beim nächsten Vorstellungsgespräch interessante Erzähl- und Präsentiermöglichkeiten.


btw: Mein aktueller Arbeitgeber wollte bei Einstellung einen Sozialversicherungs-Arbeitgeber-Aufzählungs-Wisch haben. Da standen alle meine Arbeitgeber drauf. (ja, auch 4 Wochen Praktika fanden sich auf dem Zettel)
 
Auf jeden Fall selbst kündigen.
Warum solltest Du es verschweigen, es entsprach halt nicht Deinen Vorstellungen bzw. Du wolltest einen Einblick in dieser Firma erlangen.
Und es zählt ja auch schon zu Berufserfahrung.
 
Ich glaube nicht, dass es so gut aussieht, wenn man schon in der Probezeit wieder kündigt ohne einen neuen Job zu haben (direkt im Anschluss), auch wenn man selbst kündigt. Das muss man im Vorstellungsgespräch schon sehr gut erläutern können, auch noch nach Jahren.

Auf meinen Zeugnis steht übrigens nichts von März, sondern tatsächlich "Abschluss 31.08.".

Edit: ein weiterer Grund ist auch, dass das Arbeitszeugnis wahrscheinlich nicht gut werden wird - im Guten geh ich dort nämlich leider nicht. Bitte fragt nicht nach den gründen ;) in der Firma sind allein in den letzten Wochen 8 Leute gegangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer sagt denn, dass in der Probezeit nur der Arbeitgeber kündigen darf?
Ein schlechtes Arbeitszeugnis ist ungesetzlich - und imho werden Arbeitszeugnisse von Arbeitnehmern ohnehin überbewertet. Personaler sind in der Regel misstrauische Leute und vertrauen nur wenig auf das Geschreibsel ihrer Kollegen. (aus gutem Grund)

Steh zu deiner Arbeit; erkläre warum es nicht gepasst hat. Wenn du das rüberbringst, hast du einen riesen Bonus gegenüber einem felsi ohne 6 Monate Berufserfahrung. Gerade die schlechten Erfahrungen formen den Charakter.

Aber gut, deine Entscheidung. Was willst du hier überhaupt wissen? Vermutlich fällt es nicht auf; durch deinen Abschluss im August wird dir auch keine Lücke im Lebenslauf entstehen. Behalte aber im Hinterkopf, was mein aktueller AG wollte:


In meinem Fall musste ich dem AG den Wisch der Gebietskrankenkassa mit allen bisherigen AGs geben. (das hatte allerdings irgendetwas mit der privaten Betriebsvorsorge zu tun; und ich glaube es wurde nur abgeglichen, wo meine Kassenbeiträge bezahlt wurden; und wo ich noch überall ein 7,95€ Betriebsvorsorge-Guthaben aus irgendeinem Praktikum liegen habe)

Aber dein AG kann so auch ganz einfach überprüfen wo du so im Lauf deines Lebens angestellt warst. Ist doch blöd, wenn man aus irgendeinem Grund mal eben auf 6 Monate Tätigkeit vergisst.
 
Genau um den letzten Part, den du erwähnst ging's mir. Das hab ich mir nämlich gedacht.
Aber vielleicht kann ich es wenigstens als nebentätigkeit neben dem Studium laufen lassen.

Dass AG kein schlechtes Zeugnis schreiben dürfen ist klar, aber man kennt ja die Zeugnissprache.
 
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