ARD Dokumentation - Strom im Tank: Wo bleibt das Elektroauto?

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Eigentlich hat sich der Bericht schon nach 3:12min selbst disqualifiziert:

In Kalifornien sind schon seit dem Sommer 2008 Elektoautos im Einsatz. Sie zeigen wie und vor allem DAS es geht!

George Cloony fährt ihn, die Google-Gründer, selbst Arnie fährt ihn!

Der grosse schwarze Energiespeicher kostet alleine schon mehr als 35.000$...rund 1/3 des Wagens!

Na dann!^^ :freak: :freak:
...und ich wett, die drei o.g. haben für die Karren ohnehin nichts gezahlt! :utminigun:

Werd's trotzdem mal zu Ende anschauen! Besser kann's ja eh nimmer werden!
 
Bei dem Video frage ich mich, ob es für Elektroautos oder gegen Elektroautos sprechen soll.
Also die Message ist ganz klar, jedoch habe ich eher ein negatives Empfinden wenn ich mir das Video sehe.
Zum einen sind die Autos sehr hässlich, es geht beim Auto fahren nicht nur darum von A nach B zu kommen, es geht um einen ganzen Lebensstil, man möchte Gefühle ausdrücken und empfinden beim Auto fahren und nicht nur gefühllos und kalt von A nach B transportiert werden.
Dann schrecken mich diese enorm großen Batterien ab, welche zum einen das Gewicht des Autos erhöhen, zum anderen sehr sperrig sind, die Form des Autos entscheidend prägt und im Endeffekt eine Menge vom nutzbaren Raum weg nimmt.
Zum anderen habe ich nicht überall ein PlugIn, ich parke mein Auto auf einem öffentlichen Parkplatz, wie soll ich da bitte mein Auto über Nacht aufladen, wie viel Zeit benötige ich um mal schnell mein Auto aufzuladen?
Ich brauche beim Tanken in etwa 5-15 Minuten, schafft das ein Elektroauto?
Zeit ist schließlich Geld und wenn wir schon beim Geld sind, 100km Elektrostrom kostet 4€, viele Benziner schaffen, wenn der Fahrer es will und er wirklich darauf bedacht ist vorausschauend zu fahren auf 100km einen Verbrauch von 6-10€.
Zumindest in der Gewichtsklasse von einem Prius, ich z.B. komme mit einem 9 Jahre alten Golf IV in einer Woche Innenstadt und ca. 120-200km die Woche mit bis zu 8€ bei Stopp and Go aus.
Zum anderen kostet ein reines Elektroauto astronomische Summen, alleine der Motor des Vorzeigeautos von Tesla kostet soviel wie eine heute Mittelklasselimousine.

Elektroautos sind definitiv die Zukunft, jedoch im Moment sind sie von den Personenkreisen welche sie fahren und vom aussehen noch eher was für Freaks oder Menschen deren Auto wirklich nur als Alltagsmittel dient.
Auch die Preise sind bei reinen Elektroautos noch lange nicht im Bereich das wir darüber reden können das sie Massentauglich sind.
Zuletzt noch das Gewicht, ich will ein Elektromotor in einem 2t schweren A6 oder 2t schweren Mercedes Klasse sehen, da sinkt zum einen die Laufleistung rapide schnell auf 100km und, wo bitte kriege ich in den Prius, Smart oder Mini bitte noch meinen vollständigen Ikeaeinkauf rein?
Die Batterie nimmt viel Platz weg, welcher im Endeffekt beim Ladevolumen verloren geht, auch nimmt die Reichweite bei einem höheren Gewicht viel mehr ab, als bei einem Benziner.
Nicht umsonst liegen die derzeitigen Elektroautos oder Hybrieden bei wenigen hundert Kilogramm bis zu etwas mehr als einer Tonne.
Welche Lösung schwebt den Leuten eigentlich für LKWs vor?
Also bei mir hat der Film er daingehend gewirkt, das ich noch mehr Abstand von Elektroautos nehme, im Moment, solange wie sie keine richtigen Autos sind und bezahlbar, solange sind sie nicht marktreif.
 
Aes hat mir da viel Tipparbeit erspart, danke!

Elektroautos werden sich dann durchsetzten, wenn sich auch Max Musterman von nebenann eines Leisten kann. Bei der derzeitigen Lage kann aber kein vernünftiger, normal arbeitenden Mensch seinen Benziner gegen ein Elektro eintauschen. Stichwort Preis, Reichweite, Platz, Betankung!

Manche sehen hier die Autoindustrie in der Pflicht für abhilfe zu sorgen. Ich mach mir da nichts vor, die Autoindustrie ist kein Wohlfahrtsverein. Solange es noch ein Tropfen Öl gibt, solange werden auch Autos mit Verbrennungsmotoren produziert. Eine Entwicklung lohnt sich nur wenn das entwickelte Modell sich zu hohen Stuckzahlen absetzten und prodozieren läßt. Und große Stückzahlen werden nun mal nur von Max Mustermann gekauft. Es bringt nix wenn ich Autos für Arnold Schwarzenegger und George Clooney produziere. Es rendiert sich einfach nicht. (Da ist wieder das böse Wort: hohe Rendite!)

Das es doch einige Prototypn und sogar brauchbare Ansätze von verschiedenen Herstellern gibt sehe ich ehr als Image-kampagne.
 
Naja, also mir würd so ein Auto auch zusagen z.B. der kommende Opel Ampera.

Er fährt mit einer Akkuladung ~60km, was etwas mehr als mein täglicher Arbeitswegs entspricht. Sollte man mal weitere Strecken fahren ist ein kleiner Benziner an Board der als Generator dient (nicht als Antriebsmotor) und damit sind dann nochmal 500km+ drin.

Mo. - Fr. könnte ich dadurch ausschließlich mit den geladenen Akkus fahren, die Nachts in der Garage geladen werden und am Wochenende bei längeren Fahrten, wenn sie denn mal vorkommen und ich nicht das Motorrad nehme, werkelt der Stinker mit nem Verbrauch von ~2L/100km.
Die Lithium-Ionen-Akkus sollen übrigens mindestens zehn Jahre oder 240.000 Kilometer halten.

2011 soll er kommen für nen Preis um 30-35.000 €, wäre für mich dann ne Überlegung wert um meinen Zafira in Rente zu schicken.

[EDITh hat noch nen Link]
http://www.opel-ampera.com
 
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