ASRock P45R2000: Abstürze und 3-4-Sekunden-Freez unter Vista64

Neurotiker

Cadet 1st Year
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Ich habe mir vor ca. 2 Wochen ein neues System mit einem ASRock P45R2000 zusammengestellt und von Anfang an Probleme mit Abstürzen und kurzem anwendungsunabhängigen Einfrieren des Systems für 3-4 Sekunden.

Mein Rechner:
CPU: Intel E8500 (kein OC)
RAM: 2x2GB Corsair Dominator DDR2 1066MHz
VGA: GeCube HD3870 Turbo III 512MB GDDR3
Restliche Hardware: 2x500GB Samsung Sata2 im Raid 0, 1x400GB Sata2, Sata DVDRW, Gehäuse: Lancool K7 Netzteil: OCZ StealthXStream 600W

BIOS-Version P1.2 vom 22.07.08
OS: Vista 64 Ultimate SP1
Das System ist gut gekühlt (CPU unter 40 Grad)
Es sind nur 1 Virenscanner (Avast) und nur 1 Firewall (Comodo) installiert. Catalyst: 8.7

Das Problem der Abstürze konnte ich kurzfristig über ein Herabsetzen des RAM-Speichertakts auf 800MHz lösen. Es bleiben jedoch diese nervigen 3-4 Sekunden-Freez, die sowohl im normalen Desktopbetrieb, als auch bei verschiedenen Anwendungen auftreten. Nach dem jeweiligen Freez arbeitet das System normal weiter. Während des Freez stoppt alles - die Maus erstarrt, MP3 erstarren bei dem Ton, den sie zum Zeitpunkt des Freez abspielen.

Ich habe versucht das System über ein Deaktivieren von Superfetch in der Registry zu stabilisieren - ohne Erfolg.

ASRock hat mit beiden bisherigen BIOS-Updates die Erkennung von Speicher offensichtlich versucht zu verbessern. Das P1.1-Update verbesserte das Auslesen des SPD und zeigte die richtigen Latenzen an. P1.2 soll angeblich die RAM-Kompatibilität erhöhen.


Hat jemand von euch eine Idee, wie man dieses System stabilisieren könnte (ohne das MB auszutauschen)? Vielen Dank für die Hilfe :)
 
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Hast Du mal die DIMM-Spannung überprüft? Der bessere RAM von corsair nutzt gerne auch höhere Spannungen als Standard. Beim Dominator sind das glaube 2.1V. Oft kriegen es die MoBos nicht gebacken die Spannung richtig einzustellen und der Umstand das Du den Rechner durch reduzieren des RAM-Tacktes stabilisieren konntest spricht auch dafür - der RAM benötigt für eine geringere Geschwindigkeit meist weniger Saft. Zusätzlich auch noch einmal überprüfen ob alle Timings korrekt eingestellt sind!
 
Danke Ark´Shell.

Ich habe das Mb nun gezwungen, die Originaltimings bei 1066MHz zu verwenden. Also bei den Dominator ist das 5-5-5-15 bei 2.1V.
Das Ergebnis ist bis jetzt sehr positiv. Ich konnte ohne Bluescreen Windows mehrmals booten und habe bis jetzt auch noch keine andere Störung bemerkt.

Ob die 3-4-Sekunden-Freezer nun endgültig der Vergangenheit angehören, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen, da diese unregelmäßig auftraten.

Ich werde das Ergebnis hier posten.

Hatte nun doch wieder einen Bluescreen unter Belastung mit den neuen Timings. Ich werde erstmal wieder auf 800MHz runtertakten und die Situation weiter beobachten. Notfalls muss ich auf ein weiteres BIOS-Update warten oder die RAMs austauschen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gib den Riegeln evtl. 2,2V (das ist im Rahmen) und stelle die North Bridge Voltage auf einen höheren Wert. M.E. kann man da "normal", "high" usw. eintragen. Teste dies mal bitte aus.

Ansonsten: aktuellste Intel INF-Treiber aufspielen, ebenso den neuesten Intel Matrix Storage Manager.
 
Ja 2.2V und 2.3V sollten eigentlich ohne Probleme möglich sein! Hab meinen Ram beim übertakten auch ohne Probleme auf 2.3V laufen (sind allerdings die günstigeren TwinX und nicht die Dominator).
Vorher solltest Du aber noch memtest86 durchlaufen lassen (am besten mit immer nur einem verbauten Ram-Riegel).
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/memtest/

Wenn da nichts passiert auch mal Prime 95 oder Orthos (ist auch Prime95 mit anderer Oberfläche).
https://www.computerbase.de/downloads/benchmarks/prime95/
Dort den Torture-Test im Blend Mode und bei Fehlern auch mal in den anderen Modi durchlaufen lassen (min. 4 - 12 h ... je länger desto gut).

Dadurch kann man schon mal feststellen ob das Problem wirklich vom Ram kommt und evtl. auch herausfinden ob dieser defekt ist.
 
Danke für eure Tipps.

Ich habe nun ein paar Stunden Memtest86 mit den DIMMs durchlaufen lassen. Die Ergebnisse machen mich etwas stutzig.
Im BIOS habe ich die optimal Default und die Timings 5-5-5-15 2.1V 1066MHz eingestellt.
Memtest86 zeigte auf DDR2 Socket1 bei beiden DIMMs keinen Fehler. Allerdings wurden auf DDR2 Socket2 bei beiden DIMMs unterschiedlich viele Fehler gefunden (DIMM1 206, DIMM2 über 400).
Hier die "Screenshots":
https://www.computerbase.de/forum/attachments/104172/
https://www.computerbase.de/forum/attachments/104173/

Danach habe ich die DIMMs auf 800MHz (auto Timings) im zuvor fehlerhaften DDR2 Socket2 getestet. Ergebnis 0 Fehler.

Zur Kontrolle habe ich noch einen 800MHz 1GB GEIL DIMM in DDR Socket2 mit Auto-Timings getestet. Ergebnis: 0 Fehler. Leider unterstützt der DIMM keine 1066MHz.
https://www.computerbase.de/forum/attachments/104178/

Nach meiner jetzigen Einschätzung scheint der DDR2 Socket2 ein Problem mit 1066MHz zu haben.

Ich werde als nächstes noch einmal die Treiber aktualisieren und einen Memtest86-Durchlauf mit 2.2V und 2.3V durchführen.

Diese 4-8 Sekunden Miniabstürze (kein bluescreen) habe ich übrigens auch bei 800MHz und nur 1 DIMM in DDR2 Socket1.


UPDATE:
Ich habe nun die Voltage bei den RAMs verändert und versucht Memtest86 durchlaufen zu lassen. Bei 2.2V 1066MHz 5-5-5-15 wurde bei DDR2 Socket2 (natürlich nur ein Dominator DIMM) teilweise nicht einmal das BIOS geladen. Einmal gelang es mir, Memtest in dieser Konfiguration zu starten, jedoch war die Anzeige völlig unvollständig und es gab keinen Testdurchlauf. Unter den gleichen Bedingungen habe ich den gleichen DIMM auf DDR2 Socket1 getestet - hier lief Memtest absolut fehlerfrei durch (Ergebnis: 0 Fehler)

Ob die kurzzeitigen Einfrierungen unter Win Vista64 nach der erneuten Installation der aktuellen Treiber (INF und Staorage Matrix) nun verschwunden sind, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.
Irgendwie habe ich Problem mit dem Bilder-Upload hier im Forum. Wer sich für die BIOS-Screenshots interessiert, kann sie auch im Corsair-Support-Forum ansehen, da ich auch dort um Hilfe gebeten habe:
http://www.houseofhelp.com/forums/showthread.php?p=359111&posted=1#post359111

Update2:
Heute hat sich jemand im Corsair-Support Forum gemeldet, der offensichtlich auch Probleme mit 1066MHz Corsair-Rams und dem ASRock P45R2000 hat:
http://www.houseofhelp.com/forums/showthread.php?p=359185&posted=1#post359185

Update3:
Ich habe meine Dominator RAMs mit Memtest86 auf einem anderen Rechner mit 900MHz getestet: 0 Fehler. Weiterhin habe ich mit meinem System mehrere Stresstests durchgeführt: Hot CPU Tester Pro 4 und Prime95 (64bit). Unabhängig vom RAM-Modul und dem verwendeten Steckplatz stürzte der Rechner immer vollständig ab (totaler Freez ohne Wiederbelebung und ohne Blue Screen). Mir scheint nun klar zu sein, dass der RAM-Speicher nicht defekt ist. Dies schließt naürlich trotzdem nicht aus, dass das MB mit dem RAM-Speicher Probleme hat. Kern des Problems wäre dann allerdings nach meiner Auffassung das MB und nicht der RAM. Eine letzte Fehlerquelle könnte noch die CPU sein, jedoch tippe ich stark auf einen defekten Ramcontroller (der sitzt glaube ich in der Northbridge) des MB oder defekte Steckplätze.
Ich habe nun mit ASRock Kontakt aufgenommen, allerdings noch keine Rückmeldung erhalten.

Update4:
Der Support von ASRock vermutet, dass der DDR2-Socket oder die Anbindung an den Intel-Controller defekt ist. Ich soll das MB einschicken, was ich nun auch schnellstmöglich machen werde.
 
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