Ausbildung, welche Versicherungen sinnvoll?

Ich fange ja auch bald mit Ausbildung an. Ich habe genau 2 Versichungen abgeschlossen. Die eigene Krankenversicherung, welche ja eh Pflicht ist und eine kleine Unfallversicherung.

Mehr will ich und brauch ich auch gar nicht. Ich bin jetzt 22 Jahre alt und noch nie habe ich einen Schaden verursacht oder mir wurde noch nie ein Schaden zugefügt. Ich war auch noch nie im Krankenhaus. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass mir das in den nächsten Jahren auch nicht passieren wird, da ich ein relativ aufmerksamer Typ bin.

Das mag zwar recht naiv klingen, aber es soll ja Leute geben die vom Pech verfolgt werden und ständig Versicherungen in Anspruch nehmen müssen - ich gehöre definitiv nicht dazu.

Meine Devise zu Versicherungen: "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig."
 
Nur das abschließen was wirklich notwendig ist: PHV, HR falls eigener Hausstand, bei PKW die entsprechenden.

Strebt ein Azubi beispielsweise nach der Aubildung ein Vollzeit-Studium an, so können sich die ganzen Versicherungen als extremer Kostenfaktor entpuppen.

Bei Verträgen die vor Ende der Vertragslaufzeit kapitalisiert werden können, kann man sich leider auch schnell selbst ins Fleisch schneiden (Hartz IV).

Riester ist meines Erachtens unsinnig (Anrechnung auf Grundsicherung im Alter). Berufsunfähigkeit würd ich vom Ausbildungsberuf, im Büro tendeziell während der Ausbildung eher nicht. Unfallversicherung ist denke ich mal abhängig von der eigenen Risikoeinstellung.

Zusatzversicherungen wie Lohnfortzahlung, KH-Tagegeld, Zahnversicherungen usw.. sind meist unnötig.


@diode: Klingt logisch, da es ja auch zumeist die Schicht ist, die verhältnismäßig mehr Geld zur Verfügung hat und dementsprechend mehr Geld für Versicherungen ausgeben kann.
 
Gegen sinnvolle Versicherung sag ich nichts, wie KFZ, Haftpflicht, Hausrat, Krankenversicherung oder auch in manchen Fällen eine BU. Also unterstell mir nichts.

Das Thema Riester und BU ist jedoch sehr vielschichtig und ich finde kaum man da pauschalisieren das es sich für die meisten lohnt. Manch einer hier im Thread schlägt vor gleich 9 Versicherungen auf einmal abzuschießen und das ist einfach Bullshit.

Jeder muss sich selbst überlegen was für ihn Sinn macht und sich informieren, man sieht sehr gut am Beispiel Riester wie viele Menschen sich das haben aufschwätzen lassen ohne die vielen Nachteile zu kennen.

Momentan eine Rentenversicherung abzuschließen ist ein riesen Fehler, das globale Finanzsystem ist in der Endphase und bald wird es Euro und Dollar in der jetzigen Form nicht mehr geben, bzw. mit einer starken Inflation. Es bleibt jedem selbst überlassen sich die Verschuldungen und Fehler des Finanzsystems anzuschauen und dann seine Schlüsse zu ziehen. Der Großteil der Menschen macht dies eben nicht und wird wenn es soweit ist richtig schön rasiert. Mir soll es Recht sein da ich mein Vermögen in Sicherheit gebracht habe.
 
diode schrieb:
Möchte jetzt ja nicht beleidigend werden, aber je höher der Bildungsgrad oder die gesellschaftliche Stellung desto eher ist auch die Bereitschaft gegeben finanzielle Vorsorge zu treffen

JA aber die meisten Versicherungen haben wohl die Leute ohne Kohle :p

wie gesagt, bestimmte Versicherungen machen Sinn, aber ich würde sowas noch nicht in der Ausbildung abschließen. Soweit ich weiß, ist man sowieso bei den Eltern mitversichert.

Alle anderen Versicherungen würde ich dann nach der Ausbildung abwickeln.
 
ich finde es doch immer wieder überraschend, wie viele Leute meinen zu wissen, was in der Finanzbranche - in diesem Fall die Versicherung - wichtig und gut ist....
Wenn ich wissen will wie man ein Haus baut, frag ich ja schließlich auch keinen Bäcker...

...manch einer hier im Threat schlägt nicht vor 9 Vers. auf einmal abzuschließen. Die Frage war, welche Vers. sinnvoll sind. Offensichtlich haben die, die sich damit auskennen eine andere Auffassung davon als die, die sich nicht auskennen.

Ich find es auch immer wieder überraschend, dass es offensichtlich viel selbstverständlicher ist, seine materiellen Güter abzusichern, als eben den Faktor mit dessen Hilfe man sich ja diese ganzen Materiellen Güter erst erlauben kann - und das ist nun mal die Arbeit...ja, und arbeiten geht natürlich nur wenn man gesund ist.

Weiterhin ist gerade die Zusatzversicherung "Lohnfortzahlung" nicht unwichtig. Jeder der mal auf mehrere Hundert Euro im Monat verzichten musste, weiss wovon ich sprechen. (im Übrigen kosten diese Vers. in jungen Jahren wahrsch. nicht mal 5 Euro. Ich zahlte damals für meine 2,33...)
Dann die Zahnversicherung. Ich kenne fast niemanden mehr in meinem Umfeld, der nicht schon mal etwas mehr mit seinen Zähnen hatte. Ich beispielsweise konnte nicht einfach so fast 1000 Flocken für ne Doppelkrone auf'n Tisch legen...drum war ich froh über meine 5 € Zusatzvers.


Es ist auch klar, dass sich die wenigsten zu Ausbildungsbeginn die optimale Absicherung leisten können. Damit ist klar...jeder nach seinem Geldbeutel.

Natürlich ist es auch schön, wenn einem noch nie was passiert ist und sollte es wünschenswerter Weise auch bleiben. Nur sollte man diesen Fall nicht ausschließen. Wenn man dann selbst das Risiko tragen möchte - natürlich, warum nicht. (aber hinterher nicht rumheulen ;o) )

Aber wenn es für viele hier so einfach ist, auf viel Geld zu verzichten, wenn sie mal wirklich krank sind und dann über längere Zeit nicht mehr das Einkommen haben, was vorher da war, dann frag ich mich ja wirklich, warum die dann auch nicht kleich die Kröken für die Sachversicherung sparen...die paar Euro für ein bischen eingedelltes Blech oder defekten Hausrat sind doch im Vergelcih dann auch nix mehr...


Aber anhand dieser Frage sieht man mal einmal mehr, dass es Themen gibt die eben eine persönliche Beratung benötigen. Vorzugsweise nicht nur von einem "Auskenner". Denn in so einem Gespräch klärt man erst einmal die Bedarfssituation und klärt dann, was man sich leisten kann um am Ende den Versicherungsschutz auf die Person zuzuschneidern.

So denn...
bg
zikxxl
 
Das ist eine lustige Unterhaltung hier geworden ;)

Lustig und geradezu gefährlich ist auch die Aussage gewesen: Mir ist noch nie was passiert, ich bin aufmerksam, also wird mir nie was passieren und deshalb brauche ich auch keine Absicherung....

@ Ekin06
Hmmm, eine Versicheurng schließt man ja auch nur für den Fall der Fälle ab.... Und dann, wenn es mal soweit ist, ist man oder frau froh, abgesichert zu sein. Und sorry, wer in heutigen Zeiten keine Haftpflichverischerung für ein paar Euro im Monat hat ist einfach dämlich! Falls ich den Beitrag weiter oben falsch verstanden habe: Sorry, dann nicht dämlich ;-)

Und zum Thema BU. Ich lese regelmäßig die Finanztest und auch hier wird die BU als wichtigste Verischeurng direkt neben der Haftpflicht aufgeführt. Und ja, ich habe auch eine. Nicht wegen Arm oder Bein ab und schlecht arbeiten, sondern insbesondere wegen Burnout. Ist für mich die größte Gefahr im heutigen Berufsleben. Ich arebite in einem etwas größeren Unternehmen mit mächtig Druck von allen Seite etc... Ich habe das schon bei einigen Kollegen gesehen. Oder Bandscheibenvorfall, der sich ewig hingezogen hat.... alles hier im Umfeld. Von daher bin ich für mich persönlich bereit, 35 Euro für meine BU zu investieren.

Es ist halt wichtig, im Fall der Fälle, abgesichert zu sein. Und da ist eine Haftpflich, Hausrat halt Pflicht, je nachdem, ob man oder frau noch über die Eltern abgesichert ist. Eine BU macht in jedme Fall spätestens mit Festanstellung nach der Ausbildung / Studium Sinn. Und was fürs Alter zu machen, ist auch Pflicht... Hier wäre eine bAV oder private Vorsorge einfach zu prüfen. Und dieses Riestermärchen, dass sich alles nicht lohnt.... In jedem Beispiel fehlt etwas. Entweder wird vergessen, die Steuererstattung "wegen Geringfügigkeit" oder aber die Verzinsung durch den Produktgeber einzubeziehen. Alleine 3 oder 4 % Verzinsung durch dne Produktgeber der eingezahlten Beiträge ist am Ende des Tages ein ordentlicher Brocken. Zinseszins ist da ne feine Sache...

Und dann diese Argumente, dass der Euro und Dollar den Bach runtergeht etc... Dann ist es eh alles scheiss egal, weil dann geht der Aktienmarkt und unser ganzen System und die Welt den Bach runter. Und wahrscheinlich hast Du nur noch Chancen als Selbstversorger zu überleben.... Du hast Dir also einen Bauernhof gekauft, züchtest Dein eigenes Vieh und hast stricken gelernt???? Dann hast Du alles richtig gemacht.... Ok, Du hast bestimmt Gold etc. gekauft. Dann Gratulation zur guten Anlage, aber das liegt halt im Fall der Fälle auch schwer im Magen.

In diesem Sinne, einen schönen Tag noch :)
 
Ich hab mich auch grad mit dem Thema beschäftigt, da einige der Zusatzversicherungen die, auch während meiner Ausbildung, über meine Eltern liefen nun nach Abschluss der Ausbildung übernommen werden müssen.

Ich hab mich entschlossen, neben den üblichen Versicherungen fürs Auto, die Privathaftpflicht und die Zusatzversicherung für Zahnersatz zu behalten. Ansonsten lief da noch eine Unfallversicherung (IMO relativ unnötig, da man in vielen Fällen bereits gegen Unfälle versichert ist und da diese nur bei bleibenden Schäden zahlt. Außerdem mit >20€ im Monat sehr teuer) und eine Krankenhauszusatzversicherung Zweibettzimmer, Chefarzt für welche ich auch keine >20€ im Monat raushauen will.
 
Adam_S schrieb:
Es ist halt wichtig, im Fall der Fälle, abgesichert zu sein

Das sehe ich auch so, aber speziell wenn du Familie hast und für andere Verantwortung trägst. Für dich selber ist der Nutzen bei Weitem nicht so groß. Deshalb denke ich als Azubi wo die Kohle eh knapp ist, sollte man nicht unnötig Versicherungen abschließen. ;)
 
Bei Deinem Gehalt hast Du ohnehin nicht besonders viel Spielraum.

PrivatHaftpflicht ist Pflicht (wenn Du ausserhalb des Autos jemandem schadest oder eine Sache kaputt machst).

Und BU ist sinnvoll. Da Du aber (wie oben schon mal gesagt) vermutlich keine sehr hohen Summen absichern kannst macht das herzlich wenig Sinn. Spare lieber und leg das Geld sukzessive an. Denk in 10 Jahren nochmal an BU.
 
Bei Deinem Gehalt hast Du ohnehin nicht besonders viel Spielraum.

PrivatHaftpflicht ist Pflicht (wenn Du ausserhalb des Autos jemandem schadest oder eine Sache kaputt machst).

Das ist Quatsch. Das ist eine Haftpflicht-Versicherung und keine Haft-Pflichtversicherung.
Es heißt Haftpflicht, weil man verpflichtet ist für den verursachten Schaden aufzukommen (ich glaube 823 BGB). Die Vericherung übernimmt eben deine Pflicht zur Haftung.

Und BU ist sinnvoll. Da Du aber (wie oben schon mal gesagt) vermutlich keine sehr hohen Summen absichern kannst macht das herzlich wenig Sinn. Spare lieber und leg das Geld sukzessive an. Denk in 10 Jahren nochmal an BU.

... :rolleyes:

ich sag's halt nochmal...

Sprich mit jemandem persönlich, der sich damit gut auskennt (die wenigsten hier sind gerlernte Versicherungsfachmenschen).
Von deinem Versicherungs-Auskenner des Vertrauens läßt du dir auf deine individuelle und persönliche Situation ein Rund-um-Sorglos-Angebot zuschneidern. Danach schaust du, was du dir leisten kannst und auf welche Dinge DU verzichten kannst.

Des Weiteren sollte man seine Absicherungen nicht statisch betrachten, sondern regelmäßig mal durchschauen. Es kommt häufiger mal vor, dass sich der Bedarf verändernt - weil sich auch die Lebensumstände ändern...

So long...
bg
zikxxl
 
Für einen Azubi wird in der Regel keine eigene PHV (Privathaftpflicht) benötigt, da dieser Schutz meistens über die Police der Eltern während der Erstausbildung mitversichert ist (es sei denn du bist verhereiratet, hast selbst Kinder, machst eine Zweitausbildung etc..).

Würde einfach bei dem PHV-Versicherer mich telefonisch erkundigen, dann kann man sich den Beitrag für die Azubi-Zeit sparen.

Ausnahme du beginnst im öffentlich Dienst oder als Soldat auf Zeit, dann wäre eine Amtshaftpflichtversicherung, Diensthaftpflichtversicherung sinnvoll, genauso wenn man Dienstschlüssel besitzt, kann man diese auch hierrüber mitversichern (sind aber spezielle Ergänzungen zum allgemeinen Haftungsrisiko einer privat Person).

Ansonsten einfach mal informieren, gibt hier eine wunderschöne Seite meiner Branche (http://www.klipp-und-klar.de/lebensphasen/schulabgaenger/index.jsp)

Und wer hier im rumkräkelt es wäre alles so teuer, es gibt auch die Möglichkeit den Versicherungsschutz frei zu wählen, sprich Einschluß einer höheren Selbstbeteiligung im Schadensfall etc... Schutz gibt es halt auch für den kleinen Geldbeutel, ist wie beim Autokauf, man braucht nicht eine S-Klasse und Vollausstattung.

Würde mich aber an deiner Stelle genau beraten lassen, erstens weil Versicherung immer eine individuelle Angelegenheit ist und zweitens weil einen persönlicher Ansprechpartner einem viel Arbeit und Streß ersparen kann.

Kann allerdings auch einen Direktversicherer wählen, der vielleicht etwas günstiger ist aber dafür halt keinen Service bietet.

Bei Berufsanfänger hab ich meistens immer damit begonnen den Personen erstmal ihre zukünftige Gehaltsabrechnung und die Sozialversicherungssysteme zu erklären, bevor man dann erstmal auf den individuellen Absicherungsbedarf zu sprechen kommt.

P.S.
Man kann auch als Azubi oder Student schon mtl. Rentenleistungen von 1000 Euro absichern im Falle einer Berufsunfähigkeit. Einerseits ist später natürlich begrenz, hier gilt das Bereicherungsverbot, jedoch wird bei Azubi und Studenten zur Berechnung der spätere ausgelernte, erlernte Beruf zu Grunde gelegt. Und lange zu warten macht bei einer solchen Versicherung keinen Sinn!
 
Zuletzt bearbeitet:
Liest sich ja alles sehr diffus.
Mein Vorschlag: Geh zur Verbrauscherzentrale. Die beraten in solchen Fällen unabhängig oder haben entsprechende Leute in der Liste. Deine derzeitige finazielle Situation und deine Zukunftsplanung sollten nämlich individuell betrachtet werden. Selbst wenn du Geld für einen Honrar-Berater löhnen musst und dir das später ein paar Euro im Monat spart, rechnet sich das über die Jahre.
 
Oh ja als armer Azbubi erstmal 200 Euro an die VBZ geben um gesagt zu kriegen, Haftpflicht und BU sind wichtig, der Rest ist eventuell sinnvoll aber noch nicht nötig, bzw. Entscheidungssache!

Ist sinngemäß dass was auf der Seite der Verbraucherzentrale steht, siehe unten :

http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/UNIQ128058793617461/link23342A.html
http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/UNIQ128058793617461/link594981A.html

Aber stimmt, wir Versicherungskaufleute lernen einen Beruf um dann unsere potenziellen Kunden schon bevor sie einen Beruf erlernt haben abzuschrecken. Habe Kundenbeziehungen immer als langfristige Angelegenheit betrachtet und nicht schnell irgendwas abschließen und dann vom Kunden hoffentlich nichts mehr hören.


Die VBZ ist in der Regel für Personen mit Problemfällen gedacht, wobei ich nur empfehlen kann wenn einen Anwalt oder sich an den Ombudsmann bzw. das BaFIN zu wenden.

Eine VBZ wird dir auch keinen Tarif oder ein VU empfehlen, die erklären ggf. die Notwendigkeit eines benötigten Schutzes.

Hier gibts ne Preisliste :

http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/UNIQ128058793617461/link12869A-page2.html

Bei den Themen für einen Azubi ist man da locker jenseits der 100 Euro .-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einem Einkommen von 9000€/Jahr sollte es nicht mehr als eine Haftpflichtversicherung sein und die kosten maximal 60€ für Singles. Der Rest ist Schmarn, für den man bei diesem Einkommen besser selbst das Risiko trägst.

PS: Bei so einem Umfangskatalog der Verbraucherzentrale Hannover bekomm ich irgendwie das Gefühl, dass da die Gemeinnützigkeit etwas verloren gegangen ist.
 
....manmanman...
noch so'n Experte...
...im Bereich Versicherungen gibt es wohl nur Fachberater...
Da frag ich mich ja wirklich warum es dafür extra eine Ausbildung gibt.....und sogar ganze Studiengänge....

Des Weiteren gilt das letzte Drittel meines vorangegangenen Beitrags.

bg
zikxxl
 
Sagt grade der richtige...
Jemand der kaum was verdient sollte nur das allernötigste abschließen, ist doch ne logische Aussage.

Das du dagegen wetterst sagt mir irgendwie das du noch nicht genug Versicherungsverträge diesen Monat abgeschlossen hast... aber ein paar unsichere Leute findest du bestimmt noch... ;-)
 
Es ist doch offensichtlich, dass eine Beratung bei einem Versicherungsunternehmen nur dann etwas bringt, wenn man naiv genug ist, denen zu vertrauen. Und nach der Finanzkrise gab es genügend Reportagen darüber, wie das Prämiensystem bei Banken und Versicherungen funktioniert.
Die beste Beratung sind solche Foren, wo viele Leute sagen, was sie für nötig erachten und was nicht. Da sieht man recht gut, dass es risikoscheue Leute gibt, die auch noch gerne die exotischste Versicherung abschließen möchten und solche, die der Gefahr ins Gesicht lachen. Eine individuelle Beratung von einem Branchenfachmann ist immer überlagert von seinen Interessen, die in aller Regel nicht deckungsgleich sind mit den Interessen des Kunden. Wie das jetzt mit den Verbraucherzentralen aussieht, weiß ich nicht.
 
Da spricht dann jawohl grundsätzlich für alle Branchen. Wenn ich demnächst noch 'nem leckerem Brotrezept suche muss ich mich wohl mal hier im Bereich Hardware umschauen, weil genau wahrscheinlich dort die Leute sitzen, die sich damit auskennen...

Jeder Versicherungsfachmann, der etwas auf sich hält, wird kaum das Prämiensystem verheimlichen unter welches er fällt. Ich jedenfalls brauchte mich deshalb nicht schämen, da ich bei einer Gesellschaft war, dessen Hauptanliegen ihre Mitglieder sind und daher die Verwaltungs- & Abschlußkosten niedrig hielten und darüber hianaus einen angestellten Außendiest haben. Zum anderen sind diese Kosten beim Abschluß von Verträgen auszuweisen. (Mir wär lieb, dass dies in anderen Branchen auch so wär, da würd manch einer wahrscheinlich mit den Ohren schlackern wenn er wüsste was sein Unternehmen so rausballert.)

Die Beste Beratung ist nicht hier in Foren wo jeder ne Meinung hat aber wenigsten wirklich Ahnung (wie man auch hier gern mal in Rechtsfragen ließt und u.a. Doc Foster so manchen auf den Boden der Tatsachen zurückholt).
Eine gute Beratung zeichnet sich dadurch aus, das der Interessent nicht unter Druck gesetzt wird, ihm klar wird, was mit seinen Beiträgen passiert und er außerdem eine bedarfsgerechte Beratung zu Teil wird. Im Optimalfall läßt er sich von mehr als einer Person beraten.
und zum Schluss spielt u.a. seine eigene Risikoaversion eine entscheidene Rolle.
...fährt man eben mit Sicherheitsgurt (eine bedarfgerechte Risikoabsicherung) oder eben ohne Sicherheitsgurt (die meisten legen ihn zumindest im Auto an...)

@muppler:
ich wettere nicht und habe in der Tat diesen Monat noch keine Verträge abgeschlossen Da das mein Beruf nicht erfordert, des Weiteren lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass meine Qualifikationen in diesem Bereich bestimmt über deine hinaus geht. Du knallst hier mit Aussagen raus, die meines Erachtens nicht von viel Kompetenz auf diesem Gebiet schließen lassen. und trotzdem schreibst du wie viele Leute laut genug, so dass ein paar unsichere auch noch drauf hören. Wie das ausgehen kann durfte ich leider oft genug im Laufe meiner Versicherungszeit kennenlernen...


Außerdem muss ich wohl wirklich nochmal drauf hinweisen, dass ich nie sagte "so viel abschließen wie möglich", sondern immer von bedarfsgerecht sprach...und bedarfgerecht kann durchaus auch am eigenen Risikoempfinden vorbei gehen.
Da regt sich kein Brancheninterner auf, wenn jmd weniger abschließt als angeraten - seltsam dass dies Branchenfremde im umgedrehten Fall oft tun (und ja schon dann, wenn man nur dazu rät...)


so denn...

die besten Grüße
zikxxl
 
Nun ja, ich erwarte von einer individuellen Beratung immer eine objektive Beratung, also ob die Versicherung für mich geeignet ist oder nicht. Wie kann es schon objektiv sein, wenn der Berater gleichzeitig der Verkäufer ist? Elegante Ausnahmen sind dann Beratungen, die bei denen man eben 30€/Stunde zahlt und hinterher davon ausgehen muss, dass die ganze Sache kompetent und unabhängig war. Wobei ich hier auch paranoid genug bin, ähnliche Verbindungen zwischen Versicherung und Berater wie bei Pharmaunternehmen & Ärzten zu vermuten ;)

Ob jemand hier im Forum Ahnung hat, ist doch gar nicht so wichtig. Das wird sowieso irgendwann widerlegt oder von einem anderen Standpunkt beleuchtet. Allein durch die Masse weiß #1 jetzt, dass die Privathaftpflicht ein zweiter Blick Wert ist und das einige meinen, BU sei sinnvoll oder nicht. Das ist doch ein guter Ansatz. Und das hat nichts damit zu tun, das sich dieses Forum um Elektronik dreht, denn in Spezialforen hat man immer die Gefahr, dass die Meinungen der User etwas übertrieben ist.

Details, ob Privathaftpflicht jetzt eine Pflicht sei oder nicht, liest man sich sowieso bei Wiki selbst an, aber entscheidend ist doch viel mehr, das man unterschiedliche Meinungen sieht - und Statements wie von muppler filtert sowieso jeder Leser für sich selbst weg.
 
Ich fange demnächst auch eine duale Ausbildung/Studium an und musste mich zwangsläufig mit dem Thema beschäftigen. Selbst ausgebildetet Fachleute sind doch meinstens von der Versicherungsideologie geprägt. Allein schon aus den Gründen die Odium angesprochen hat.

Wenn ich den Link hier sehe kommen mir soweso meine Zweifel:
http://www.versicherungsjournal.de/...k-und-altersvorsorge-unterscheidet-104922.php :rolleyes:

Es ist wirklich schwer diesen Versicherungssumpf zu durchblicken, da jeder sich zum Experten erklärt und Fundamentalist ist was die entsprechende Police angeht.

Zum Thema Riester: Ich wurde damit vor einem Jahr mal konfrontiert. Das dümmste an Riester ist u.a. das einem die Ansprüche verloren gehen wenn man im Alter seinen Wohnsitz ändert.
 
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