Ausbildung zum IT-Systemelektroniker und was nun?

allstar

Lt. Commander
Registriert
Aug. 2005
Beiträge
1.184
Hallo zusammen,

wie einige andere hier werde ich meine Ausbildung zum Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker im Juli diesen Jahres abschließen.

Nun stellt sich mir die Frage, was mache ich danach. Ich möchte keine Zeit verschenken und direkt nach der Ausbildung (nach ein bisschen Urlaub ;) ) direkt weitermachen.

Eine Hochschulzugangsberechtigung habe ich mit erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung (Fachabi Gym 12. Klasse + abgeschlossene Berufsausbildung).

Zur Auswahl steht an sich nur der Techniker Fachrichtung Elektrotechnik auf Abendschule oder ein Fern-/ bzw. Teilzeitstudium, da ich nach der Ausbildung in meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb bleiben kann und somit Geld verdiene.

Ich möchte niemandem zu nahe treten oder beleidigen, aber ich halte den Markt für Techniker doch inzwischen für etwas überschwemmt und die Zeiten in denen Techniker gleichwertige Entlohnungen erhalten, wie studierte Ingenieure sind doch leider vorbei. Somit scheidet der Techniker an sich schon wieder aus.

Studium ist das für mich an sich interessantere. Die Frage hier wäre jedoch welches? Die Angebote sind ja sehr weitreichend von Informatik über Elektrotechnik bis hin zu BWL.

Ich würde gerne später mal in die Richtung Vertrieb arbeiten, daher favorisiere ich BWL. Jedoch bin ich mir unsicher, ob dieser Studiengang dafür geeignet ist. Sicher bin ich mir jedoch dahingehend, dass Wirtschaft mir liegt und ja man glaubt es nicht auch in gewisser Hinsicht Spaß macht.
Bitte an dieser Stelle keine dieser sinnbefreiten Standardsprüche zum BWL-Studium wie "das macht doch jeder der nicht weiß was er will" etc. das ist hier ganz klar fehl am Platze! Danke. ;)

Wirtschaftsinformatik wäre auch noch eine Auswahl, jedoch bin ich mir hier unsicher was den Informatikteil angeht. Ich muss dazu ehrlich sagen, dass ich an programmieren usw. an sich kein Interesse habe und dementsprechend "Angst" habe, dass ich mich hiermit nicht großartig ernsthaft beschäftigen werde.

Ich wäre jedem dankbar, der mir einen ernst gemeinten Rat geben könnte. =)
 
Hast du ein vollwertiges Abitur oder "nur" Fachabitur?
 
Wandere nach Indien aus und bekomme einen unterbezahlten Job in Deutschland. Mit Deinen Sprachkenntnissen könnte das klappen :-)
 
Hi,

also ich habe eine ähnliche Situation durchgemacht und studiere nun im Abendstudium Wirtschaftsinformatik Bachelor mit Schwerpunkt auf Sales. Aber bereite dich physisch und psychisch drauf vor, dass es extrem anstrengend wird :-)

Du solltest dir aber im Klaren sein, in welchen Vertrieb du willst. Technischer Vertrieb (Consulting) oder Außendienst oder ....

Grüße
Eugl3na
 
Servus
zum wirtschaftsinformatik studium kann ich nur sagen, es wird programmiert, jedoch nicht so viel wie bei einem reinem informatikstudium. da ich selbst nicht studiere und nur ein freund von mir dieses studium belegt, kann ich dir jetzt nicht genau sagen was er macht, werde es aber mal in erfahrung bringen und nach feierabend posten.

wie war denn programmieren bei dir in der berufsschule? kamst du gut mit?
ich habe auch ITSE gelernt und hatte null interesse dran und nur durch umwege eine gute note erzielt ;)
 
Willst Du denn zwingend im Informationstechnischen Bereich bleiben bzw IT Produkte vertreiben? Ich kann Dir leider nicht viel über ein BWL Studium sagen, ausser dass es doch echt belächelt wird.

Vertrieb lernen ist aber glaub ich auch bei einem BWL Studium kein Bestandteil weil man das nur sehr schwer in einer Vorlesung verpacken kann. Das BWL Studium beschäftigt sich aber vielmehr mit den Theorien der.. naja Betriebswissenschaften eben ;) Zum Verkäufer ist man meist eher "geboren" ;)

Das Informatikstudium besteht übrigens aus mehr als nur Programmieren, ich studier's selber ;)

Wenn Du Dich allerdings "nur" dafür interessierst etwas zu verkaufen, glaube ich nicht das ein Studium das richtige für Dich ist. Meistens führt ein Studium eher zu einem Posten der etwas... abstrakter ist. (Übrigens auch nicht zum Programmierer, ein Bachelor Informatiker ist da schlicht zu teuer um nur Code zu wälzen, da nehmen sie lieber Fachinformatiker und Co.)
 
allstar schrieb:
Bitte an dieser Stelle keine dieser sinnbefreiten Standardsprüche zum BWL-Studium wie "das macht doch jeder der nicht weiß was er will" etc. das ist hier ganz klar fehl am Platze! Danke. ;)

Wirtschaftsinformatik wäre auch noch eine Auswahl, jedoch bin ich mir hier unsicher was den Informatikteil angeht. Ich muss dazu ehrlich sagen, dass ich an programmieren usw. an sich kein Interesse habe und dementsprechend "Angst" habe, dass ich mich hiermit nicht großartig ernsthaft beschäftigen werde.

bwl ist in allen bereichen ein sehr hilfreiches basiswissen. wi ist in meinen augen eine sehr gute kombination. es gibt die eine oder andere vorlasung zum thema programmiertechniken und methoden, aber das wars dann auch schon. code-hacken ist nciht bestandteil des studiums und das auch zurecht. bei mir war bwl/inf hälfte/hälfte, wobei der inf-teil sich mehr auf anwendunggsysteme, modellierungen, kommunikation, workflows etc. bezog.
 
wenn er geschrieben hat 12 + Berufsausbildung, dann müsste es Fachabi oder volles Fachabi sein. Alles unter ABI.
Aber es gibt ja genug Hochschulen, wo man studieren kann. Ist eh besser als eine überteuerte und schlecht eingerichtete bzw überfühlte Uni.
Ich wollte auch eine Ausbildung IT Anwendungsentwicklung machen. Danach sicherlich studieren. Heutzuzage studiert ja schon beinah jede Sau, grob gesagt :) außer den ganz dummen
 
bin selber IT-SE 24 Jahre alt

Für mich war Studium nie was. Wollte direkt Geld verdienen. Nun bin ich seit 2 Jahren in der EDV einer Firma tätig und sollen doch studierte 200€ mehr verdienen als ich. Man muss auch etwas Glück haben. Bewirb dich erstmal bei bekannten Firmen in der Nähe, du wirst überrascht sein was man als IT-SE verdient. Lass dich bloß nicht mit 1700€ oder sowas abspeisen.
unter 2200€ geht mal garnix. ( Obwohl ich bei meiner ersten Firma so 1800 hatte brutto) hätte ich gewusst was SEs in anderen Firmen verdienen wäre ich nie da geblieben.


PS: Es kommt immer auf dich an. Wenn du irgendwann mal 4000€ verdienen willst dann studiere noch X Jahre. Entweder du wirst irgendwann EVENTUELL mal eine Stelle finden die als studierter bezahlt wird und verdienst gut, oder findest keine solche Stelle und verdienst wie nen unstudierter. Oder C: Du verlierst den spaß währen des Studiums und es geht in eine ganz andere richtung ( eventuell sogar ganz weg von Elektronik)

Ich habe gesagt "okay mir reicht mein SE" und ich habe "nur" ~3000€ und das reicht mir, da mir mein Job spaß macht.

Ich habe viele Kollegen die ihren Ausbildungsbereich anschließend studiert haben und dann den spaß verloren haben.
 
Geht mir genauso wie Vekko, mach auch grad ITSE und hab null Bock auf SAE, Java ging gar nicht, Datenbanken mit Ubuntu anlegen is schon eher was für mich.

Was die Ausbildung angeht: Wenn ich fertig bin, werd ich Wirtschaftsinformatik studieren, oder mich um ein BA-Sutdium bemühen, eher BA, auch geldtechnisch :)
 
Hallo,

wenn du vom programmieren abstand nehmen und dich in diese Materie nicht einlesen oder einarbeiten willst, dann rate ich dir vom Wirtschaftsinformatiker ab. Ich selber habe 1 1/2 Jahre diesen Studiengang absolviert und die Anteile an Programmierung, sei es nun aktiv in Form von Programmierung unter Java/C++ selber, oder passiv, durch Softwarengeneering, bei dem man Programme mit Symbolen auf dem Papier vorarbeiten muss.
Ohne diese Kenntnisse kommst du leider nicht weit bei einem Wirtschaftsinformatikstudium, da du schematisch Abläufe darstellen musst um sie zu verstehen.

Der Wirtschaftsteil ist hingegen durchaus interessant und beinhaltet die allgemeinen Fächer wie Rechnungswesen, Buchhaltung, Bilanzierung und und und. Wenn da nur nicht der Informatikteil wäre...

Wenn du wirklich vorhast und du dir sicher bist in die Wirtschaft zu gehen und du dich für BWL interessierst, dann wäre ein reines BWL Studium sicherlich vorteilhafter. Allerdings besteht dabei das Problem, daß du am Studienende viel Konkurrenz hast, denn dieser Studiengang ist nicht gerade wenig gewählt. Demnach würde ich mich in den 3 (5?) Jahren ins Zeug legen um einen überdurchschnittlich guten Abschluss zu haben, mit dem du dann auch bessere Chancen in der Berufswelt ist. Zusätzlich dazu kannst du dich bei den meisten BWL Studiengängen auf Bereiche spezialisieren und dir dort dann die raussuchen, die nicht so "überlaufen" sind und mit denen du später eventuell hervorstechen kannst. Quasi kein reiner BWL'er, der von allem etwas aber nichts richtig kann (sorry für diese etwas seltsam klingende Formulierung), sondern einer, der in einem oder mehreren Bereichen hervorsticht.

Was dir außerdem zu Gute kommen wird ist die Tatsache, daß du eine abgeschlossene Berufsausbilung als IT Systemelektroniker hast und somit nicht nur der theoretiker bist, dem die praxisanteile fehlen, sondern du dich direkt mit der Materie auseinandergesetzt hast und pragmatische Anteile mitbringst. Sowas wird bei Firmen immer gerne gesehen.
 
ich verstehe nicht ganz warum du eine ausbildung machst und dann studieren willst, da hast du doch im prinzip etwas zeit verschwendet. man hätte gleich studieren sollen und du hättest schon eine höhere qualifikation gehabt. ich mein ein student macht nach dem studieren ja auch nicht noch eine ausbildung.

falls du doch unbedingt studieren willst, würde ich schon so etwas wie wirtschaftsinformatik studieren, da ist der it und bwl teil halt dabei (mal ganz grob gesagt). somit kann man, wenn es gut läuft und sein studium auch ziemlich gut abschließt gleich einen leitungsjob bekommen.
 
Naesh schrieb:
bin selber IT-SE 24 Jahre alt

Für mich war Studium nie was. Wollte direkt Geld verdienen. Nun bin ich seit 2 Jahren in der EDV einer Firma tätig und sollen doch studierte 200€ mehr verdienen als ich.. Lass dich bloß nicht mit 1700€ oder sowas abspeisen.
unter 2200€ geht mal garnix. ( Obwohl ich bei meiner ersten Firma so 1800 hatte brutto) hätte ich gewusst was SEs in anderen Firmen verdienen wäre ich nie da geblieben.

Ich habe gesagt "okay mir reicht mein SE" und ich habe "nur" ~3000€ und das reicht mir, da mir mein Job spaß macht.

Ich habe viele Kollegen die ihren Ausbildungsbereich anschließend studiert haben und dann den spaß verloren haben.

Reden wir hier von Brutto oder Netto Beträgen?

In Österreich bekommt ein ITler (Egal ob Helpdesk oder Systemadmin oder sonstwer) als Anfangsgehalt zwischen 1800 und 2000 Brutto.

Später dann hängt das Gehalt, von der Leistung ab! Wenn du nur ***** baust, kannst kaum eine Erhöhung verlangen^^
 
Der Informatikanteil des Wirtschaftsinformatikerstudiums ist je nach Hochschule unterschiedlich. Meisten 60% Info 40% BWL, VWL usw..

Ich würde dir auf jeden Fall zum Wirtschaftsinformtikerstudium raten außer du willst komplett aus dem technischen Bereich raus.

Beachte auch das Mathematik z.B. auch böse Killer im Informatikerstudium sind.
 
Wenn man IT-SE bleiben will ist das Studium / Technikerschule eigentlich der falsche Weg... der richtige sind Spezialisierungen auf Nieschenbereiche und Herstellerzertifizierungen.
 
Wenn für dich Informatik nicht ganz so doll ist, dann schau dir doch eventuell mal den Wirtschaftsingenieur an.
 
Benzer schrieb:
Wenn man IT-SE bleiben will ist das Studium / Technikerschule eigentlich der falsche Weg... der richtige sind Spezialisierungen auf Nieschenbereiche und Herstellerzertifizierungen.

Richtig!
Es ist eben immer die Frage: "Was will ich eigentlich?"

Im Endeffekt muss man immer nen "Deppen" finden der einen bezahlt, außer man macht sich selbstständig :evillol:

Ich handhabe das genau wie Naesh, allerdings auch, weil ich nicht bereit bin in ne Großstadt
auszuwandern und mich hier gern am Land aufhalte.
Studierte gehören für mich irgendwo in Ballungsgebiete.

@Amko
Wir reden von Brutto und als IT SE oder Informatikkaufmann liegste da im Bereich zwischen 2500 nach Ausbildung und 3300 ~3 Jahre später.
Im Endeffekt freut sich aber Vater Staat am ehesten über die Erhöhung :D
 
allstar schrieb:
...da ich nach der Ausbildung in meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb bleiben kann und somit Geld verdiene.

Damit wäre es für mich ja schon klar.
Wenn du eine Stelle / Anstellung sicher hast, dann bleib da.

Ich persönlich habe auch IT-SE bei der dt. Telekom AG gelernt, leider war ich dann direkt zur Internetblasen-Zeit fertig.
Da war quasi gar nichts zu holen.

Wenn du in der Ausbildung schon mit dem bisschen programmieren zu kämpfen hattest, solltest du von Wirtschaftsinformatik Abstand nehmen, es sei denn es ist ein Weichspülerstudium. Das kann durchaus von Hochschule zu Hochschule variieren, also die Anteile Wirtschaft/Informatik.

Jedoch würde ich das nach den Vorzeichen nicht machen. BWL - du stehst wirklich auf BWL pur und hast IT-SE gelernt? Irgendwie komisch, aber ok.
Da wirst du, wie schon gesagt sackviel zu lernen, nein auswendig lernen, kriegen.
Man sollte ein Studium nicht unbedingt unterschätzen.
Aber immerhin hast du einen Vorteil: deine Ausbildung.
Scheiterst du also bei deinem Studium, kannst du darauf noch zurückgreifen.

Vorwissen & Co bringt dir eine Ausbildung idR eh höchst wenig, außer natürlich der wichtigen Lebenserfahrung & Planungssicherheit (hast was in der Tasche).

Wenn du derzeit die Möglichkeit auf eine gute Stelle hast, behalten!
Du wirst eine ganze Weile rumstudieren (Vollzeit).

2fastHunter schrieb:
Wenn für dich Informatik nicht ganz so doll ist, dann schau dir doch eventuell mal den Wirtschaftsingenieur an.

Hierbei ist ebenso auf die Ausrichtung des Studiums (Studienanteile) und die Hochschule selbst zu achten, sowie noch Schwerpunktsetzung.
Ich studiere derzeit Wirsing Etechnik und ich habe 2/3 des Studiums Etechnik gehabt - aber das wollte ich auch ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Wirtschaftsinformatik angeht, solltest du unbedingt die einzelnen Unis isoliert betrachten. Der Bereich ist noch so jung, dass er kein bisschen vereinheitlicht ist. Jede Uni versteht was anderes darunter. Ich studiere gerade in Paderborn den Master zuende und hier ist der Informatikanteil (glücklicherweise) sehr hoch.

Im Schnittbereich hat man die Wahl, mehr in den Wiwi-Bereich oder mehr in Richtung angewandte Informatik (z.B. Modellierung, Simulation, Optimierung, SAP-Software oder auch Consulting) zu gehen. An "Hardcore-BWL" habe ich nur gleich viel oder weniger gemacht als z.B. ein Informatiker mit kleinem WiWi-Nebenfach. Das war aber mehr oder weniger meine Entscheidung zur Ausrichtung, ist hätte auch zur Hälfte nur sagen wir VWL machen können, wenn ich das so gewollt hätte. Ich habe den Studiengang maximal in Richtung praktische/angewandte Informatik ausgerichtet, mit signifikanten Einstreuungen von technischer/theoretischer Informatik. Hätte ich das nicht machen können, wäre ich nach ein paar Semestern wohl gewechselt.

Was ich von anderen Unis höre, divergiert immer relativ stark zu meiner eigenen Erfahrung. Ohne jemandem zu nahe zu treten, aber so scheint mir zum Beispiel in Münster das Winfo-Studium eher ein BWL-Studium mit Computerkurs (stark überspitzt) zu sein, zumindest der Bachelor. Allerdings gibt es an jeder Uni auch wieder interessante Lehrstühle, die andere Unis nicht zu bieten haben.

Nochmal kurz: Schau dir die Unis im Einzelnen an und entscheide nicht nur auf Grund des Klangs der Begriffe "Informatik", "Wirtschaftsinformatik" und so weiter.
 
Wirtschaftingenieur, wie schon weiter oben vorgeschlagen wurde. Gibt es ja verschiedene Fachrichtungen, auch E-Technik.

Damit kannst du dann z.B. auch in den technischen Vertrieb.
 
Zurück
Oben