Ausbildung zum Verischerungskaufmann

JADEN'

Lt. Commander
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Okt. 2010
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Hallo ForumBase-ler,

ich trete an euch heran mit einer Frage, die mich momentan ziemlich auf Trab hält.

Ich stecke mitten in den Abiturprüfungen und verzweifle langsam an meinen weiteren Werdegang nach dem Abitur.
Nun habe ich in der Jobbörse ein Ausbildungsangebot zum Versicherungskaufmann bei der Allianz an einem von mir nah gelgenen Standort gelesen.
Die Frage, die ich mir nun stelle ist, ob der Job das Richtige für mich ist.
Meine Eltern können mir auch nur bedingt helfen, da diese nicht in dieser Branche tätig sind.

Meine Stärken sind:

- eloquentes Auftreten
- hohes Selsbtvertrauen
- kann gut mit Zahlen jonglieren

Studium wäre auch eine Alternative, jedoch würde ich einen soliden grundbaustein für meine Karriere bevorzugen.
Ich suche einen Job, bei dem ich mich nach der Prüfung immer weiter fortbilden kann und somit auch gute Aufstiegschancen habe.

Vielleicht kann jemand aus Erfahrung sprechen.
Vielen Dank im Voraus!
Jan
PS: Mich stört es auch nicht, jeden Tag im Anzug rumzuwatscheln ;)
 
Wenn du dir einen Job in der Versicherungsbranche vorstellen kannst, warum nicht. Genau sagen kann dir das keiner außer du selbst. Zur Hilfe gibts eigentlich Informationstage bzw. das BIZ. Andererseits ist ein z.b. duales Studium auch ein sehr solider Grundbaustein.
Was meinst du mit eloquentem Auftreten?
 
Ich kann mich gewählt ausdrücken, finde die richtigen Worte und lege ein gewisses Sprachniveau an den Tag.

Kann auch sein, dass ich eloquentes Auftreten falsch interpretiert habe;)
Ein duales Studium ist aufgrund meines nur mittleren Abiturzeugnisses nicht möglich.
 
In der Versicherungsbranche kommt es halt ein bissel drauf an, wo du hinkommst. Auftstiegschancen gibts eher in den großen Unternehmen, in kleineren Agenturen eher nicht. Viele Makler arbeiten als Freiberufler, da ist also ein gewisses Risiko vorhanden. Wenn du dich gut verkaufen kannst, sollte auch mit einem mittleren Abitur ein duales Studium drin sein, auch da hängt es ein wenig vom Glück ab.

Ich habe deshalb nach dem eloquenten Auftreten gefragt, weil Eloquenz für mich zwar auch eine sehr gute Eigenschaft ist, ich das Auftreten an sich doch eher dem Erscheinungsbild bzw. dem Umgang mit Menschen zuordne.
 
Also mir wurde gesagt, dass man für ein duales Studium mindestens 2,0 im Abi haben sollte. Die Firmen investieren schließlich in jemanden und erwarten daher auch etwas. Ich hingegen liege eher bei 3,0 statt den geforderten 2,0.
Ich denke die Allianz ist eines dieser großen unternehmen.
Aufstiegschancen sollten sich auch in dem Fall ergeben, wenn ich mit der Ausbildung fertig bin und sofern möglich, neben einem Teilzeit-Job(am besten bei der versicherung) ein Studium absolviert habe. Würde ich das haben, wäre ich ungefähr 25-26 Jahre alt, hätte eine abgeschlossene Berufsaubsildung sowie ein weiterführendes Studium(bacherlor) in der Tasche.
Im Studium kann ich davon profitieren, dass ich so manches schon während mener Ausbildung gelernt habe, zwar nicht so ausführlich wie es von der Fh abverlangt wird, aber dennoch ;)

EDIT:
Traut euch! Ich freue mich über jedwede ehrliche Meinung und Kritik;)
PUSH
 
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Kommt drauf an wo du in der Versicherungsbranche einsteigen willst. Grundsätzlich kannst du Außen oder Innendienst machen. War als Versicherungsfachmann mit begleitender Ausbildung bei der Vofü / Generali unterwegs und kann dir sagen das täglich Brot zu verdienen meist eine haarstreubende Angelegenheit ist. Primär haben die Ihr Augenmerk darauf gelenkt Bestandskunden umzuschichten in neue Verträge und das wurde fast schon zelebriert in unserer Bezirksdirektion. Um Neukundenaquise ging es nur Zweitrangig, hat natürlich auch keiner was gesagt wenn man Neuverträge gebracht hat, oder wenigstens mal Hausrat, Haftpflicht, Glas geschrieben hat. Da wird dir ein Modell von dem sich irgendeiner ganz oben Erfolg verspricht vor die Nase gesetzt und wenn du nicht mitziehst gibts monatlich ne Blosstellung vor versammelter Mannschaft in den lustigen Meetings wo Äpfel mit Birnen verglichen werden, oder anders ausgedrückt (Kollegen die schon 20 Jahre dabei sind in einem Ranking mit Neulingen gelistet werden) und dann auch noch gelobt werden lol. Da kannst du noch so gut sein in der Thematik, noch so gut mit Zahlen umgehen, wenn das Unternehmen versucht jede Woche ne neue Sau durchs Dorf zu treiben und du nur damit beschäftigt bist, deren Vorgaben zu erfüllen, dann vergeht einem relativ schnell der Spaß am Umgang mit Leuten, weil du nur noch deine Zielvorgaben im Kopf hast. Du brauchst ein sehr dickes Fell das garantier ich dir. Wenn du überhaupt Bestand bekommst, kannst du davon ausgehen dass diesen Jahrelang niemand gepflegt hat, war zumindest bei mir so ....und da will dann auch keiner oder nur sehr wenige mehr was von dir wissen. Wenn du dann nicht durchhalten kannst und Beitragssumme regelmäßig bringst, bekommste von oben den Vorschlag deine Verwandschaft und deinen Freundeskreis ab zu grasen. Ab diesem Punkt solltest du bereits über einen Ausstieg nachdenken.

Das zumindest meine Eindrücke aus 1 1,5 Jahren Außendienst =)

Gruß Killa
 
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Echt stark negative Eindrücke.

Wenn meine persönlichen Eindrücke auch so sind, wie du sie schilderst, werde ich definitv aussteigen.
Vielleicht etwas naiv von mir zu denken, es geht nicht immer ums Geld sondern um gute Beratung.
 
Ich absolviere momentan ein mehr monatiges Praktikum in der Branche bei einem großen Versicherer. Kann KillaGT Erfahrungen auch bestätigen, wobei ich sagen muss das ich eher im Innendienst tätig bin(Innendienst wird aber immer mehr abgebaut und auf die Agenturen übertragen). Bekomme dort aber schon viel mit besonders da mich der Bezirksleiter ab und zu ins Büro zu sich dazu holt. Erreicht man seine Beitragssumme nicht bekommt man ne Zielvorgabe gesetzt erreicht man diese wiederrum nicht wird der Vertrag aufgelöst.
 
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Auch ein paar nützliche Tipps:

wenn du dort einsteigst, den Vertrag genau lesen. Es werden einem gerne bei vorzeitigem Abbruch die Ausbildungskosten versucht in Rechnung zu stellen. Das ist zwar vor keinem Richter durch zu setzen, weil die dich ausbilden müssen wenn Sie dich zeitgleich auf Kundschaft loslassen, aber es steht erstmal im Vertrag und die versuchens auch beim Ausstieg durch zu bringen. -> da bleibt dann nur der Gang zum Anwalt!

Was mich zu Tipp 2 bringt: den Rechtschutz nicht im eigenen Hause abschließen auch nicht über Kooperationspartner, wenn man dir verspricht du verdienst an deinem eigenen Vertrag, -> (sofern noch keiner vorhanden ist), -damit weiß dein Arbeitgeber nicht was du tust im Streitfall-

Punkt 3 bezieht sich wieder auf den ausbildungsvertrag. Hier auch genau aufpassen, bei mir wurde damals ein Fixum im Vetrag festgehalten, welches ab Monat 3 der Ausbildung um die Hälfte gekürzt wird, aber dennoch immer wie in Monat 1 bis 3 "voll" ausbezahlt worden ist. Die fehlende Hälfte sollte man durch Verträge schreiben ins "verdienen" bringen. Schafft man dies nicht, wollen Sie das Geld bei Ausstieg von dir anteilig wieder haben und der anspruch ist wohl berechtigt laut meinem Anwalt. -> Man kann dann zwar die Summe drücken, kommt aber nicht ungeschoren davon, sammelt sich eben bei 15 Monaten Ausbildung schon was an, wenn man ab Monat 3 - 12 immer ein Stück hinterherhinkt. Ab Monat 12 - 15 wurde wieder voll gezahlt, da Prüfungsphase.

Bin letztlich durch den Vertriebsdirektor im 4 Augen Gespräch in meinem 12 Monat zum einvernehmlichen Auflösen des Arbeitsvertrages aufgefordert worden, oder man hätte jeden Tag Kontrollmaschinerie über die Vertriebsdirektion für mich verlangt. Also im Prinzip Fahrwege erschaffen, die eine vorführung der Arbeit für mich unmöglich gemacht hätten vom Kosten Nutzen Faktor. So hätte ich mein Gebiet nicht mehr wirklich betreuen können, der Berzirksdirektor war damals schon entmachtet, also keine Chance mehr für mich die Ausbildung abzuschließen, war mir dann aber auch nicht mehr so wichtig in dem Job seh ich meine Zukunft nicht mehr =)

Ach ja, weil ich oben 1 1,5 Jahre schrieb, ich war nach der Vofü noch bei einem anderen Unternehmen und wollte meine Ausbildung fortsetzen. Der hat mich ewig vor meinem Prüfungstermin hergeschoben zu internen Tests nicht angemeldet und war bei Fragen nicht erreichbar. Nach einem Halben Jahr hat er seine Direktion dicht gemacht, weil der Laden auch nicht lief. Ab da war ich aus der Branche raus =)

Gruß Killa
 
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sorry aber mit abitur (wie wird denn der schnitt ca. sein?) versicherungskaufmann? ein versicherungskaufmann ist im grunde nur ein verkäufer, der einem irgendwas aufschwätzt, was man nicht unbedingt braucht.
außerdem hast du ein eher niedriges grundgehalt und wirst eben an den abgeschlossenen versicherungen (verkäufer!) gemessen / bezahlt

ich würde eher mal auf ein studium schielen und falls du da nach einem jahr merkst, dass das nicht so dein fall ist kannst du immernoch eine verkäuferausbildung machen ;)
 
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