auslagerung eigene dokumente in die cloud

megapascal

Cadet 3rd Year
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Okt. 2006
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33
hallo liebe gemenide.

bin etwas älteres semester und mache mir gedanken über auslagerung eigener dokumente/daten in die cloud. man kann natürlich die daten auf usb-stick, hdd oder auch auf ssd speichern/sichern. diese datenträger sind aber für langzeitspeicherung nicht ausgelegt, was für mich nicht die erste wahl ist. und man müsste sie in anderen räumlichkeiten ablegen, falls mit eigener wohnung was passiert. hinzu kommt, dass sie regelmäßig aktualisiert werden müssen. deshalb der weg in die cloud.

da mir mein provider (1&1) kostenlos 5gb speicherplatz zur verfügung stellt, habe ich mir gedacht, ich erstelle in der cloud einen container (zum testen 500mb) und verschlüssere den mit veracrypt. unter windows kann ich mit meiner cloud eine verknüpfung (https://sd2dav.1und1.de/ mit zugangsdaten) als lokales laufwerk (bei mir A:) erstellen und einbinden, das sowohl im windows explorer als auch im total commander oder einem anderen file manager nach dem windows hochfahren immer verfügbar ist. mit veracrypt kann ich dann den container als irgend ein laufwerk mounten und daten ablegen. den container dann trennen. fertig.

da veracrypt auch für linux und macOS gibt kann man ev. den container (falls windows nicht zur verfügung steht) auch im webbrowser aus der cloud downloaden und mit entsprechendem passwort öffnen.

es funktioniert gut und geht auch schnell mit daten hoch laden.

aber, jetzt möchte ich von euch wissen, was ihr davon haltet.
 
Ich verschlüssele meine Clouddaten auch mit Veracrypt...Linu und Windows greifen darauf zu.
 
ich denke es kommt auf die größe an ;-) der vera crypt container wird bei jeder änderung immer komplett hoch und heruntergeladen werden müssen, bei einigen GB dauert das. Besser wäre denke ich ein verschlüsselndes backup tool wie bspw restic, was nur die änderungen pushed. ich vermute die cloud soll hier nur als backup dienen.
 
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Alles sehr gut entschieden, ist dir Versionierung wichtig? Im Aktuellen Ansatz bist du vor versehentlichem Löschen/Überschreibung, Ransomware (die gemounteten Container infiziert), Korruption durch Sync Konflikte nicht geschützt. Ob ne Versionierte Lösung wie Kopia, Duplicati oder Restic sein muss ist aber natürlich von den eigennen Erwartungen abhängig. Ne Volle 3-2-1 Backup Lösung ist auch immer Anforderungsthema.
Weitere Risiken: 5gb zu wenig für Langzeitarchiv? Single Point of Failure bei 1&1, Veracrypt Volume Header Korruption -> Backups der Header auf USB Stick oder Passwortmanager speichern)
 
Für den Anwendungsfall Cloud ist Cryptomator etwas besser geeignet. Da wird bei einer Änderung nicht der komplette Container neu hochgeladen wie bei Veracrypt.
 
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U

Yep, cryptomator ist was du willst
 
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megapascal schrieb:
es funktioniert gut und geht auch schnell mit daten hoch laden.
Dann ist ja alles gut.

Klar gibt es Risiken:
  • Sollte 1und1 Pleite gehen, Daten weg.
  • Sollten die gehackt werden, Daten eventuell geleakt und/der weg
  • Kündigst du deinen Vertrag, wechselst den Internet Provider, bitte daran denken, dann sind deine 5 GB auch weg.
  • Zugangsdaten zur Cloud verloren, muss man schauen wie man die wieder bekommt. Sollte ein Internet-Anschluss vorhanden sei, wahrscheinlich relativ einfach.
Aber die gibt es immer. Und keiner kann mir sagen, das sein NAS sicherer ist als so ein Datacenter. Man wirft es beim Staubsaugen runter, das wars, Platten defekt. Deswegen sichert man ja eventuell auch 2x oder 3x!

Aktuell, steht oben schon, ist es aber so, das deine Sicherung immer dein Ist Zustand ist. Angenommen du hast ein Dokument, du löscht aus Versehen den Inhalt. Du sicherst es in die Cloud, dann hast du ein leeres Dokument aufm Rechner und der Cloud.
 
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In Veracrypt sollte man auch die Einstellung "Änderungszeit von Containerdaten behalten" ausschalten, weil es sonst ein Glücksspiel ist, welche Daten hochgeladen werden und welche gleich wieder vom Clouddienst mit einem älteren Stand überschrieben werden.
 
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Smily schrieb:
Klar gibt es Risiken:
  • Sollte 1und1 Pleite gehen, Daten weg.
  • Sollten die gehackt werden, Daten eventuell geleakt und/der weg
Es gibt sogar noch andere Risiken, bestes Beispiel aktuell AWS in Bahrain, Verelox oder halt einfach mal ein brennendes Rechenzentrum, kommt leider öfter vor als man denkt.

@megapascal
Man verbindet Cloud immer auch gleich mit sicher und das sich der Betreiber um alles kümmert aber das ist falsch. Am Ende ist es einfach nur ein weiterer Ablagepunkt für ein Backup. Georedundanz kostet bei RZ immer Extra und wie im Beispiel bei AWS hat auch das nicht geholfen.

Du kannst die Daten gerne in wie in deinem Beispiel in die Cloud schicken aber halte dennoch irgendwo anders eine weiteres Backup vor ;)
 
Als Ergänzung zu den Vorschreibern:

Eine weitere Hilfsmittel ist das Programm "CryptSync", welches die Daten vor dem Hochladen extra verschlüsselt. Da kann man sich dann sicher sein, das der CLOUD-Anbieter keine Hintertür zur Erlangung geschützter Daten hat.
 
Kein Veracrypt für die Cloud bei größeren Containern. Da muß bei Änderungen immer der ganze Container neu gesynct werden. Cryptomator ist dein Freund.
 
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TomTDooley schrieb:
Als Ergänzung zu den Vorschreibern:

Eine weitere Hilfsmittel ist das Programm "CryptSync", welches die Daten vor dem Hochladen extra verschlüsselt. Da kann man sich dann sicher sein, das der CLOUD-Anbieter keine Hintertür zur Erlangung geschützter Daten hat.
Welche Hintertür haben die Cloud-Anbieter um an den Inhalt der Cryptomator-Container zu kommen?
 
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Smily schrieb:
sein NAS sicherer ist als so ein Datacenter. Man wirft es beim Staubsaugen runter, das wars, Platten defekt. Deswegen sichert man ja eventuell auch 2x oder 3x!
Du musst Datensicherheit und Datenschutz trennen.
In Sachen Datensicherheit ist das NAS nicht besser, in Sachen Datenschutz schon.
Und ja, natürlich muss auch das NAS Backups haben falls es mal ausfällt, zerstört wird oder Ähnliches.

Wenn man es beim Staubsaugern umwirft hat man es aber falsch aufgestellt ^^.
 
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oh je oh je, danke für den regen infoaustausch.

- es geht nur um ein backup besonderen daten/dokumente, die aber auch auf dem pc, 2 externen hdds (gespiegelt) und auf dem NAS (RAID 1) liegen. das alles hab aber in eigenen 4 wänden. für die datenredundanz in der wohnung hab schon gesorgt. aber die daten wären futsch, wenn die wohnung z.b. einem brand zum opfer fallen sollten.

- was mutwillige verschüsselung meines pcs angeht, versuche ich mich zu schützen

- ich will keinen automatischen datenabgleich pc<=>cloud (was mit ver. tools oder auch mit robocopy in 5 minuten erledigt wäre). den abgleich will ich in regelmässigen zeitabständen manuell selbst anstossen

- ein backup mit datei-versionen könnte ich mit Allwaysync bewerkstelligen. will/brauche aber nicht

- ob veracrypt tatsächlich alle daten aus der cloud jedes mal downloaden und hochladen muss, weiss ich (noch) nicht. bin gerade beim hochladen, löschen und dann neue daten hochladen. wenn der upload 42,5 Mbit/s beträgt, was 5 mb/s entspricht, bin mit meinen 500mb in nicht mal 2 minuten fertig.

- dass ein cloud-anbieter keine 100 prozentige garantie für datensicherheit ist, ist mir ja klar. aber ich hätte (falls der provider nicht insolvent ist) eine kopie meiner wichtigen daten. die zugangsdaten für die cloud und das pw für den container sind bei meinen kindern ausgedruckt zur sicherheit deponiert

es ist mir bewusst, dass es viele wege gibt eigene daten zu sichern. und fast jeder hat eigene meinung, die er vertritt.

sorry, das nicht alle eure fragen beantworten kann.
 
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