@Morku: Nein, das habe ich doch bereits erklärt.
Muss ich es nochmal machen?
Erstens sollte man wegkommen vom Begriff Auslagerungsdatei - zumindest die Bezeichnung eben nicht mit der Funktionsweise gleichsetzen. Die Speicherverwaltung versucht im Hintergrund sich auf den Fall einer Arbeitsspeicherknappheit vorzubereiten. Dann anzufangen, Dinge in die Auslagerungsdatei zu schreiben würde dazu führen, dass das System dann erst mal blockiert... Stattdessen schreibt sie schon vorausschauend Dinge in die Auslagerungsdatei, ohne diesen Speicher aus dem Arbeitsspeicher freizugeben. Ist der Speicher nun knapp, kann die Speicherverwaltung unmittelbar Arbeitsspeicher bereitstellen.
Im absolut utopischen Idealfall enthält die Auslagerungsdatei eine exakte Kopie des Arbeitsspeichers - der effektive Gewinn ist dann natürlich nicht groß. Natürlich kann man rechnen "virtueller Arbeitsspeicher = physikalischer Arbeitsspeicher + Auslagerungsdatei", und tatsächlich kann die Speicherverwaltung dies so auch hinbekommen. Aber es ist aus Sicht der Speicherverwaltung besser, wenn die Auslagerungsdatei in etwa (fast) groß ist wie der tatsächlich benötigte Speicher. Wird weniger Speicher benötigt als verbaut, dann ist eine Auslagerungsdatei aus Sicht der Speicherverwaltung eigentlich eh unnötig.
Hat man z.B. 8 GB RAM und 1 GB Auslagerungsdatei, dann muss die Speicherverwaltung entscheiden, welche Seiten in die Auslagerungsdatei kommen. Das ganze könnte aus Performance-Sicht sogar kontraproduktiv sein, wenn die Auslagerungsdatei dann voll ist und die Speicherverwaltung anfängt, Dinge in der Auslagerungsdatei zu ersetzen, und später die ersetzen Daten wieder in die Auslagerungsdatei schreit um andere zu ersetzen...
Also vereinfachtes Beispiel:
Angenommen die Speicherverwaltung kann nur GB-weise auslagern, bei dem "8 GB + 1 GB"-Beispiel würde das heißen, dass die Speicherverwaltung entscheiden müsste, welches Gigabyte Arbeitsspeicher in die Datei geschrieben wird. Sie fängt mit Gigabyte 3 an... irgendwann denkt sie "Mensch, Gigabyte 4 hat sich ewig nicht verändert und wurde nicht gebraucht, ich schreib mal Gigabyte 4 rein..." und dann ist Gigabyte 3 draußen... dann hat sich Gigabyte 3 länger nicht geändert und dann wird das wieder reingeschrieben usw...
Wäre die Auslagerungsdatei aber 12 GB groß, hätte die Speicherverwaltung keine Probleme, alles in der Auslagerungsdatei zu halten.
@MagicAndre1981: Das mag zwar auch nicht falsch sein, aber ist nicht die Ursache. Die Faust-Regel, dass die Auslagerungsdatei größer sein sollte als der Arbeitsspeicher gilt ja nicht nur unter Windows... In den meisten Fällen dürfte die Memory-Dump-Funktion auch nicht essentiell wichtig sein...