Austausch unter IT-Professionals - Erfahrungen, Tipps, Fachsimpelei

Ich habe heute das erste Angebot eingeholt zum Thema Server. Thema RAM Krise.

Dell möchte für einen R660 mit 2x 6442Y Xeon und 2TB RAM und etwas LAN/SAN Karte sowie 5 Jahre Mission Critical 136000€ haben.
Mal sehen was die anderen Hersteller so an Preisen haben.
 
konkretor schrieb:
Mal sehen was die anderen Hersteller so an Preisen haben.
nicht wirklich bessere. Wir planen bei neuen Hosts für unsere Virtualisierung aktuell mit 768GB statt 1TB und sind bei 4 Hosts trotzdem bei ~370k (HPE, allerdings mit AMD).
 
konkretor schrieb:
Dell möchte für einen R660 mit 2x 6442Y Xeon und 2TB RAM und etwas LAN/SAN Karte sowie 5 Jahre Mission Critical 136000€ haben.
Für Dell-Verhältnisse ja fast günstig. Deren RAM war vor der Krise ja schon immer sauteuer.
"Anderswo" würde ich für 2,25TB (4800er) oder 1,5TB (5600er) ca. 70k € zahlen. Ohne Server drumrum.
Ergänzung ()

charmin schrieb:
Wir planen bei neuen Hosts für unsere Virtualisierung aktuell mit 768GB statt 1TB
Ähnlich bei mir schon im Dezember - 1,5TB statt 2,25 - ähnliche Preiskategorie, aber noch Storage dabei. Da sind die 24TB-Platten seither doppelt so teuer geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
charmin schrieb:
nicht wirklich bessere. Wir planen bei neuen Hosts für unsere Virtualisierung aktuell mit 768GB statt 1TB und sind bei 4 Hosts trotzdem bei ~370k (HPE, allerdings mit AMD).
4 Hosts ~370k?? Ich bin noch neu in der Materie, aber unser Angebot belief sich auf ~ 2 Mil für 8 Maschinen. (deutlich über unserem Budget) Habt ihr Supersonderkonditionen oder welche genauen Modelle habt ihr besorgt?

Bei uns war der Plan HPE ProLiant DL385 Gen11.

Wie ist das mit dem Durchsatz bzgl. der Speicherbandbreite. Kollege meinte das durch die nicht voll Belegung einiges an Bandbreite flöten geht und man damit die CPUs nicht vollauslasten knn?
 
Snakeeater schrieb:
unser Angebot belief sich auf ~ 2 Mil für 8 Maschinen.

Was für einen Ausbau hatten die DL385 Gen11 denn?

Hauptpreistreiber sind aktuell einfach RAM und Festplatten.

32GB DDR5 von HPE liegen momentan so bei 1.700€ und 64GB Riegel bei 3.100€. Also pro 1TB DDR5 grob 50.000€.

Wenn man dann noch auf interne SSDs pro Host für z.B. CEPH oder vSAN setzt und keine shared Storage Lösung, kommt pro Host nochmal einiges ein Euro oben drauf.


Ich habe gerade mal in eine alte Quote von 2024 geschaut. Hätte ich lieber lassen sollen. :D

10x DL365 Gen11 Hosts mit je 2x AMD EPYC 9354 und 768GB DDR5 für insgesamt 160.000€. :heul:

64GB Riegel lag da bei 250€ EK.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: LucasAppelmann
Ich habe inzwischen bei zwei Backup-Hosts, wo es mir nun wirklich nicht auf das letzte Bisschen Performance ankam, weil ohnehin rotierender Rost an Bord war, auf Refurbished gesetzt. Das war erträglich, aber immer noch merklich teurer als vor ein paar Jahren.
 
Stock86 schrieb:
10x DL365 Gen11 Hosts mit je 2x AMD EPYC 9354 und 768GB DDR5 für insgesamt 160.000€. :heul:

64GB Riegel lag da bei 250€ EK.
Ich würde sagen das war 2024 ein ganz ordentlicher Preis mit dem man arbeiten konnte.

Die genannten aktuellen Preise würde ich aber in die Richtung Listenpreise schieben. Wer das zahlen muss ist halt echt arm dran.
 
LucasAppelmann schrieb:
Ähnlich bei mir schon im Dezember - 1,5TB statt 2,25 - ähnliche Preiskategorie, aber noch Storage dabei.
Wir haben zum Jahreswechsel den Storage erneuert, aber konnten noch unseren Projektpreis durchsetzen.

Snakeeater schrieb:
4 Hosts ~370k?? Ich bin noch neu in der Materie, aber unser Angebot belief sich auf ~ 2 Mil für 8 Maschinen. (deutlich über unserem Budget) Habt ihr Supersonderkonditionen oder welche genauen Modelle habt ihr besorgt?

Bei uns war der Plan HPE ProLiant DL385 Gen11.
Habs nicht im Kopf was die Ausstattung angeht, aber auch DL385 Gen11, jeweils 2x Epic mit je 24 Kernen und 768GB RAM. Plus irgend ne kleine SSD für den Hypervisor.
 
Das ist ja interessant, dass macht pro Host etwa 93k. Das sind auf 8 Stück gerrechnet immer noch unter einer Million.

Wenn "Adam Riese" mich nicht total aufgegeben hat, sollte das bei einer Bestückung von 1,5 TB RAM pro Host etwa auf 130k kommen.
 
Kauft in Zukunft einfach 200-1000 Server auf einmal dann passt der Preis auch deutlich besser.

Projektpreise mit Wettbewerb zwischen 3-5 Herstellern sind weit weit besser als die Listenpreise. Der Aufwand lohnt sich immer.
 
Ja die Listenpreise kann man komplett vergessen. Bei HPE gibts auf Projektpreise teilweise 70-90% Rabatt auf den Listenpreis. Anstatt einer Million steht da nachher dann "nur" 200.000€ oder so.

Teilweise kann es z.B. auch günstiger sein, eine größere SSD zu nehmen, einfach weil die weniger gefragt ist. Die 480GB als Boot SSD z.B. war ne ganze Zeit lang komplett vergriffen und dementsprechend teuer. Da haben wir mehrfach zu 960GB SSDs gegriffen, weil die lieferbar und sogar günstiger waren zu dem Zeitpunkt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skysnake
Skysnake schrieb:
Kauft in Zukunft einfach 200-1000 Server auf einmal dann passt der Preis auch deutlich besser.
Macht total sinn bei KMU mit ~250 Mitarbeitern. :D

Aber ja, auch bei 4 Servern helfen Projektpreise ungemein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xexex und Spike S.
Nicht erschrecken, wenn HP 1 Tag nach der Bestätigung und Beauftragung seitens Kunden, dann einfach abspringt, obwohl alle Zeiten eingehalten wurden.
Es gibt in bei den Angeboten nun eine Klausel drin, die HP erlaubt auch nach Bestellung vom Kaufvertrag zurückzutreten.
Habe ich selbst nun zum zweiten Mal erlebt.
Bei Dell ist das noch nicht in den Verträgen.

@konkretor
Der Preis ist für die aktuelle Lage schon OK, es wird nur noch teurer, Mission Critical würde ich nicht mehr bestellen, denn es steht eh niemand direkt vor der Tür, wenn was kaputt ist.
Einziger Vorteil ist, dass deine Prio im Dell Ticketstapel ganz nach oben gezogen wird und direkt ein persönlicher Ansprechpartner mit deinem Fall betraut wird.
Bei nem Storage oder Core Switch ohne Redudanz ok, aber bei einem Server finde ich das Geldverschwendung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Stock86
Das war soweit ich das mitbekommen habe nicht nur HP Kunden passiert sondern auch anderen. Und das auch ohne so Klauseln. Für Projekte wünschen sich die Hersteller aktuell Preisgleitklauseln um das Risiko von weiteren Preissteigerungen auf den Kunden abzuwälzen...

Richtig geil sind auch die Preisbindungszeiten der Angebote von <1 Woche. Ich hatte sogar schon eins gehabt ohne jedwede Preisbindung, oder war es nur für den Tag? Und das bei paar Millionen Auftragssumme... das ist einfach lächerlich.

Aktuell verscherzt es sich so mancher Hersteller durch solche Aktionen mit seinen Kunden/dem Einkauf. Das werden die noch zurück bekommen wenn das Pendel zurück schlägt. Da wird durchaus ein Hersteller mal weltweit ausgelistet was denen bei uns dann schon wehtut.

Der Witz ist aber ja auch bezüglich Support es OEMs gibt denen man fix next buisness day in den Vertrag schreibt und sie es dann nicht geschissen bekommen dimms innerhalb einer Woche zu tauschen. Und dann andere kleinere OEMs mit China Bezug ohne so ne Klause dir nen Dimm etc in 1-2 Tagen tauschen.

Viele große Hersteller sind zu fett und träge geworden und erlauben sich auch einfach alles mögliche. Da wird gefailed bis zum geht nicht mehr... Aber typisch Ami Fake it until you make it. Nur das sie es nicht hinbekommen.....

Stock86 schrieb:
Ja die Listenpreise kann man komplett vergessen. Bei HPE gibts auf Projektpreise teilweise 70-90% Rabatt auf den Listenpreis. Anstatt einer Million steht da nachher dann "nur" 200.000€ oder so.

Teilweise kann es z.B. auch günstiger sein, eine größere SSD zu nehmen, einfach weil die weniger gefragt ist. Die 480GB als Boot SSD z.B. war ne ganze Zeit lang komplett vergriffen und dementsprechend teuer. Da haben wir mehrfach zu 960GB SSDs gegriffen, weil die lieferbar und sogar günstiger waren zu dem Zeitpunkt.
Ja die Listenpreise sind einfach nur Märchenpreise. Ganz gleich wohin man schaut.

Und das mit den Komponenten stimmt absolut. Die echten Preise haben teils überhaupt nichts mit der Staffelung in den Listen zu tun. Von daher Konkurrenz durch mehrere Angebote schaffen und die Mindestspezifikation vorgeben aber Luft lassen zum atmen. Gerade einfach mehr/was besseres zu bekommen kann am Ende günstiger sein. Im Zweifel rutscht das eigene kleine Angebot in einen größeren Deal mit rein und profitiert dann von den Mengenrabatten.

wobei man sagen muss Volumen schlägt alles. Wenn du groß und wichtig genug bist haben die Hersteller bisher auch durchaus Geld mitgebracht um bei einem rein zu kommen. Ist zumindest bei mir in dem Bereich so. Das grenzt teils schon an ruinöse Praktiken.

charmin schrieb:
Macht total sinn bei KMU mit ~250 Mitarbeitern. :D

Aber ja, auch bei 4 Servern helfen Projektpreise ungemein.
Ganz ehrlich? In der Größe fällt es mir extrem schwer echtes Blech noch zu verteidigen. Du hast ja quasi keine Redundanz mehr. Wenn da ein System wegbricht hast du 25% Kapazitätsverlust. Ich würde sagen alles unter 20-50 Server sollte man sich wirklich sehr sehr sehr gut überlegen ob das noch echtes eigenes Blech sein muss oder nicht MultiCloud die bessere Lösung ist. Du bekommst im Einkauf da allein schon einfach zu schlechte Preise.

Und die Systeme werden immer noch fetter. Bald stehst du dann nur noch mit 2 oder gar einem System da. Das wird dann einfach lächerlich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Stock86
Mac_Leod schrieb:
Nicht erschrecken, wenn HP 1 Tag nach der Bestätigung und Beauftragung seitens Kunden, dann einfach abspringt, obwohl alle Zeiten eingehalten wurden.
Uns wurde es so erklärt das auch die Preise nur ~ sind. Den konkreten Preis gibt es dann mit der AB kurz vor Auslieferung (falls es dazu kommt). Wobei man dann noch abspringen könnte.

Skysnake schrieb:
Ganz ehrlich? In der Größe fällt es mir extrem schwer echtes Blech noch zu verteidigen. Du hast ja quasi keine Redundanz mehr. Wenn da ein System wegbricht hast du 25% Kapazitätsverlust.
Ist ein Rechenexempel. Aber aktuell ist die Cloud noch zu teuer. Wir haben rund 100 VMs und sind mit den 4 Hosts so redundant das zwei komplett wegbrechen können (sind zwei kleine Serverräume in verschiedenen Gebäuden, also getrennte Brandabschnitte).

Eine partielle Migration in die Cloud, da bin ich dabei und das wird auch passieren (aktuell in Planung fürs ERP).
 
Wir nehmen inzwischen auch nur noch bei wirklich kritischen Systemen Carepacks. Bei Servern haben wir in der Regel eh immer 1-3 mehr für Redundanz und Lastenausgleich auch für Wartungen/Updates, etc..

Früher haben wir alles mit Carepacks versorgt und das hat ca. 120-150k im Jahr gekostet und auf die letzten 4 Jahre hatten wir vielleicht 3 defekte RAM Riegel, 5 Festplatten und 1-2 Netzteile. Da haben wir die ~500.000€ "Wette" hart verloren. Und dann wartet man teilweise trotzdem mehrere Tage auf die Ersatzteile obwohl NBD Carepack. In der Zeit hätten wir das auch selbst raus suchen, bestellen und tauschen können.

Aber klar, wenn dir dein Storage um die Ohren fliegt, möchte man schnellstmöglich Herstellersupport im direkten Zugriff haben.
 
Man braucht doch das CarePack um Treiber und Firmware bei HPE herunterzuladen, oder nicht mehr?
 
Also spätestens mit den digital Security Act der EU musst du das an nächstem Jahr eigentlich auch so bekommen.
 
Über die Hersteller Portale gibts Servicepacks und kritische Firmware oft zum direkten Download. Ja theoretisch düfte man sie vermutlich nicht installieren, aber wenn ich für ein NBD Carepack zahle und Hersteller XY dann 6 Tage später erst liefert, gibts auch keine Gutschrift zur Entschuldigung.
 
Naja, kommt drauf an. Du kannst durchaus aus schauen das du Konventionalstrafen bei nicht erfüllten SLAs bezahlst.

Du musst dir dann aber darüber im klaren sein, dass die Projektpreise höher sind. Du siehst aber direkt wie gut/schlecht der Service sein wird. Wenn der Preis dadurch massiv steigt ist der normale Service kacke und Sie wissen das auch. Steigt der Preis kaum wissen Sie das Sie das auch wirklich können.
 
Zurück
Oben