Austausch unter IT-Professionals - Erfahrungen, Tipps, Fachsimpelei

So gesehen bin ich total unromantisch, habe nix von kostenlos und/oder frei verfügbar geschrieben. Wollte es auch nicht suggerieren. Eine funktionierende Lösung im Enterpriseumfeld hätte ja auch recht hohe Ansprüche zu erfüllen, das bastelt man nicht mal nebenher nach Feierabend.... Allein die Schnittstellen damit es funktioniert, dann noch die Integration in die bestehende Systemlandschaften.

Bin aber voll bei dir was die Software betrifft. Sehe bei mir und der Partnerin auch Programme die aus der eigenen Sicht immer nur an der falschen Stelle "weiterentwickelt" werden, unter der Haube ist es uralter Kack der ständig Probleme (kleinere und größere) macht...um es mal deutlich zu sagen^^

Aufgrund von Umstrukturierungen, war ich auf Arbeit gezwungen mit meinem Arbeitsplatzsystem von Debian zurück zu Windows 11 zu wechseln. Unglaublich, was das für ein Bastelspielkram ist und wo man noch alles >25 Jahre alte Dialoge zu sehen bekommt und was nicht alles... Ich hatte auch die versteckte Kamera gesucht und suche sie immer noch.
 
Ich rede da von kommerzieller Software für massiv mehr Geld als ich im Jahr bekomme...

Die schweren sich nen feuchten Furz um Dinge wie Selinux. Schalt es halt ab, wenn du willst dad die Software tut und so geht es gerade weiter.

Ich sags mal offen raus. Ich hatte sogar schon Software in den Fingern die ist an der Addressspace randomization gescheitert....

Wie gesagt ihr habt da glaub keinerlei Vorstellung wie bodenlos die Qualität von kommerzieller Software oft ist...
 
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Skysnake schrieb:
Schalt es halt ab, wenn du willst dad die Software tut und so geht es gerade weiter.
Das ist das Aequivalent zu: "Die Software braucht Adminrechte. Punkt".
Oder der Graus der Firewalladmins: "Fuer die Software bitte alles zu AWS/Azure/whatever freigeben."

Kommen dann Rueckfragen, ist die Antwort erschreckend oft: "Das hat noch nie ein Kunde hinterfragt"
 
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Jup genau so läuft es. Und gerade mit der Cloud SchattenIT wo jeder Depp irgendwas machen kann wird auf Compliance und Sicherheit nen fetter Haufen gesetzt weil "tut doch" wo ist das Problem?
Ergänzung ()

Ranayna schrieb:
Das ist das Aequivalent zu: "Die Software braucht Adminrechte. Punkt".
Oder der Graus der Firewalladmins: "Fuer die Software bitte alles zu AWS/Azure/whatever freigeben."

Kommen dann Rueckfragen, ist die Antwort erschreckend oft: "Das hat noch nie ein Kunde hinterfragt"
Wobei das in meinen Augen auch oft Schutzbehauptungen sind. US Unternehmen Belügen dich meiner Einschätzung nach oft genug nach Strich und Faden. Das hängt vermutlich mit ihrer "Fake it until you make it"-Mentalität zusammen.
 
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Softwarequalität ist im Enterprise derzeit je nach Branche einfach für den Eimer. Unfassbar wie oft man die Entwickler mit ein wenig eigenem Debugging noch davon überzeugen muss dass da was nicht stimmt. Dieser Tage komm ich mir öfter vor wie ein unbezahlter externer Mitarbeiter der ein oder anderen Firma. Was willst aber auch machen? Vertrag bindet teils jahrelang und mit steigender Userbase sind Wechsel extrem schwer rechtfertigbar (zumindest aus Sicht von GF und co).
 
Das ist bei mir Standard. Bei uns wird schon immer genervter gesagt das ich deren Entwicklungsabteilung bin.

Ein Manager hatte sogar mal ganz offen gefragt ob man nicht meine Arbeit nicht als Consultingsrunden abrechnen sollte...

Es ist echt hahnbebüchen wie Software entwickelt wird. Ich bin ja echt heiß drauf was passiert wenn der erste große Hersteller von Branchensoftesre so richtig eine auf sie Fresse bekommt im Rahmen des Eu Cyber Resilience Act. Gibt ja noch immer Hersteller die sich mit einer SBOM schwer tun. Da hat so mancher noch nicht verstanden was denen blüht.

Ich denke wenn bei uns das verpflichtende Scanning der SBOM eingeführt wird, dann müssten wir eigentlich 95% der kommerziellen Software abschalten.

Total lächerlich.

Was das auch an zusätzlichen Ressourcen kosten wird um mit den Updates Schritt zu halten will ich mir gar nicht ausmalen.

Aber auch die Kosten für die Hersteller werden massiv steigen. Da wird so mancher Massen an Entwicklern und Testern einstellen müssen um die Software einfach nur entsprechend den Vorgaben sicher zu halten.

Da wird so mancher massiv Federn bei der Marge lassen müssen.ich habe meine Zweifel ob der ganze AI Zug selbst wenn er erfolgreich ist schafft die Aufgaben mit den aktuellen Ressourcen zu bearbeiten.
Ergänzung ()

Btw mal noch was anderes. Habt ihr beruflich auch schon ne Sicherheitsüberprüfung bzw sogar die erweiterte machen müssen?

Hab gerade auf Golem über die neuen EU Pläne bezüglich Cloud gelesen. Da wird das für die höchsten Stufen vorgesehen.

Kann mir vorstellen das da ziemlich viele durchfallen werden. Da sollten sich doch ganz nette Perspektiven ergeben oder?
 
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Skysnake schrieb:
Btw mal noch was anderes. Habt ihr beruflich auch schon ne Sicherheitsüberprüfung bzw sogar die erweiterte machen müssen?

Hab gerade auf Golem über die neuen EU Pläne bezüglich Cloud gelesen. Da wird das für die höchsten Stufen vorgesehen.

Kann mir vorstellen das da ziemlich viele durchfallen werden. Da sollten sich doch ganz nette Perspektiven ergeben oder?
Meine läuft noch, aber was genau meinst du mit "ziemlich viele durchfallen"? Cloudbetreiber? Ich weiß auch nicht ob jede Sicherheitsüberprüfung auf die selben Dinge wert legt oder ob das schon ein bisschen vom Arbeitgeber abhängig ist. Aber grundlegend ist die Überprüfung "politisch" meiner Information nach.
 
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