Ausversehen bei Bezahlseite angemeldet

Haudrauff

Admiral
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Hallo,

eine Freundin von mir hat sich bei http://www.tattooseite.de/anmelden.htm angemeldet und dabei nicht in die AGBs geschaut. Dort wird eben erst darauf hingewiesen, dass das Angebot kostenpflichtig ist, ~100€/Jahr.
Allerdings hat sie in der Datenmaske bei der Anmeldung eine Fake-Adresse angeben und um ihre Spuren zu verwischen auch noch ihren Acount bei GMX mit der sie die Anmeldung durchführte gelöscht. Also eventueller Emailverkehr ist nicht mehr vorhanden.

Fragen:
Kann man das Angebot stornieren, weil z.B. nicht klar und deutlich auf die Kosten hingewiesen wurde?
Kann es überhaupt zurückverfolgt werden, da der GMX-Acount mit der Anmelde-Email gelöscht wurde?
 
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Wenn der "Anbieter" deinen ISP kontaktiert dann ja, aber die Frage ist ob so eine unseriöse Seite überhaupt auskunft vom ISP erhält. Im Zweifelsfall müssten die ne Anzeige stellen bei der Polizei, die dann die Daten anfordert vom ISP. Aber auch das ist relativ unwahrscheinlich
 
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Ja, aber haben die euch überhaupt kontaktiert?
 
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Punkt 1) Die würden, wenn überhaupt, über die IP-Adresse an euch treten. Via E-Mail-Account passiert da nichts.

Punkt 2) Das Angebot ist "typisch-illegal". Wenn Preise nicht offensichtlich sind, ist der Vertrag rechtswidrig - oder zumindest sittenwidrig, was ihn aber ebenfalls nichtig macht. Also keine Bange. Auch wenn von den Leuten mal Post kommen sollte.
 
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Also um´s zu verstehen - sie hat sich mit irgendwelchen "gefakten" Daten da angemeldet? - Ohne irgendwelche eigenen Angaben ?
 
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Sie hat die AGB ja akzeptiert und hat zugestimmt ihren richtige Angaben über Person, etc. anzugeben.
Weil es sie es nicht gemacht hat, könnte das für sie auch noch zu einem Problem werden (eventuell gibst dann Ärger ).
1)Der Kunde drückt beispielsweise auf der Startseite mit der Maus auf eine Kategorie oder einen Link. Nun erscheint eine Eingabemaske, in der er wahrheitsgetreu Namen und Adresse, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse und Land angeben muss.
Ich würde ihr dennoch eher dem Gang zum Anwalt raten und sich beraten zulassen(vielleicht findet er ja etwas Ungültiges in der AGB, was sie außer Kraft setzt )

Aber ehrlich gesagt, kommt mir die Seite auch nicht seriös rüber. Vor allem wenn man sich die AGB mal durchliest.
 
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Die Kosten sind auf jeden Fall nicht klar kenntlich gemacht, von daher wirklich einfach ignorieren.
 
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Jo, dachte ich mir schon fast, dass die ersten Antworten so ausfallen.
War auch meine Vermutung wegen dem "versteckten" Kosten.
 
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Sie hat die AGB ja akzeptiert und hat zugestimmt ihren richtige Angaben über Person, etc. anzugeben.

Für solche "Angebote" war vor einiger Zeit was im TV. Ich glaube Wiso.
Die Rechtlage wurde geändert. Kosten in nur in den AGB zu verstecken ist nicht zulässig.
Sie müssen explizit bei der Anmeldung gut sichtbar stehen.

Andrew-Poison hat also völlig recht.

Gruß

Doc
 
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Ja dachte ich auch gleich daran. Damit wurden eben in der Vergangenheit 1000te Kinder und Tenager damit abgezockt.

€dit: ... oder in der Gegenwart naive Blondinen.:lol:
 
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fake-adresse? dann wird jawohl demnächst das sek vor ihrer tür stehen. am besten ist, du kennst sie gar nicht. sonst musst du mit nach quantanamo.

aber mal im ernst: noch ist doch gar nichts passiert. erstmal abwarten, ob irgendwann mal was im briefkasten landet. einstweilen so gut wie möglich rekonstruieren, was sie da angeklickt hat und das ganze mit screenshots dokumentieren.
 
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Janz schrieb:
Wenn der "Anbieter" deinen ISP kontaktiert dann ja, aber die Frage ist ob so eine unseriöse Seite überhaupt auskunft vom ISP erhält.
in dem fall könnte man den isp aber wieder verklagen.... der darf schliesslich nicht einfach so daten rausgeben

Janz schrieb:
Im Zweifelsfall müssten die ne Anzeige stellen bei der Polizei, die dann die Daten anfordert vom ISP. Aber auch das ist relativ unwahrscheinlich
das stimmt so auch nicht..... erst die staatsanwaltschaft ist dazu befugt derartige informationen vom provider einzuholen... und selbst da wird es schwierig, denn mit dem fall der vorratsdatenspeicherung ist es wieder so wie früher: der ISP darf lediglich daten speichern, die "abrechnungsrelevant" sind.... da bei einer flatrate absolut irrelevant ist, wann jemand wie lange online war, darf der isp die daten garnicht speichern, und dementsprechend auch nicht weitergeben
 
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Airbag schrieb:
Ich würde ihr dennoch eher dem Gang zum Anwalt raten und sich beraten zulassen(vielleicht findet er ja etwas Ungültiges in der AGB, was sie außer Kraft setzt )

Nun so ein Anwalt will auch Kohle für die Beratung,da kann sie gleich die 100 € von der Seite bezahlen,ist auch nicht viel teuer .
 
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solange warten bis der betreiber klagt, erst dann anwalt einschalten
 
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Vorsorglich sollte man den Vertrag widerrufen. Der Vertrag muss einen Passus über den Vertragsrücktritt enthalten bzw. eine schriftliche Widerrufsbelehrung muss per eMail dem Kunden zugehen. Ansonsten ist der Vertrag sowieso nicht rechtsgültig.
Wird nämlich nicht auf das gesetzliche Widerrufsrecht hingewiesen, kann man den Vertrag jederzeit und ohne eine Frist einzuhalten kündigen. Ein Hoch auf das deutsche Verbraucherschutzgesetz.
Wenn man doch eine Beratung wünscht:
mein Tipp: Um Geld zu sparen, muss man nicht direkt zu einem Anwalt gehen. Eine günstige und gute Beratung erhält man auch bei der Verbraucherzentrale.
LG
 
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Die Kosten sind offensichtlich NICHT nur in den AGB versteckt. Die stehen doch direkt rechts neben dem Anmeldeformular.

Wie lange ist denn die Anmeldung her?
Eventuell kann sie ja noch einfach die 14 Tage Widerrufsfrist einhalten. Da sie die E-Mail Adresse gelöscht hat wird sie dafür aber womöglich einen der anderen Wege wählen müssen.
 
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Keine Angst das ist schlichtweg illegal auf die Kosten muß eindeutig bei der Anmeldung hin gewissen werden da das nicht geschehen ist ist kein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen. Wende dich am besten an den Verbraucherschutz die wissen wie man mit solchen Abzockern umgeht.
 
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Hab ich aus Spaß auch schon mal bei ner Seite mit Fake-Daten gemacht - Nix passiert ;)
 
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