Azubi-Pflicht?

Frog33r

Lieutenant
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Hallo,

ist ein Auszubildender (Fachinformatiker - Systemintegration) im zweiten Lehrjahr verpflichtet zu Tochter- / Schwesterfirmen alleine mit dem Auto zu fahren (600 km) oder nach London / England zu fliegen? :(

20 Jahre alt und IHK-Vertrag (Standard).

Mir ist leider kein guter Titel dafür eingefallen.


Gruß
Frog33r
 
Zuletzt bearbeitet:
Seih doch froh das du in deiner Ausbildung etwas rumkommst.
Andere Azubis hocken 3 Jahre am gleichen Fleck und machen nix gescheites.
Und London ist doch geil - zumal du ein bisschen Englisch dabei lernst und das kommt immer gut.
 
da du Ü18 bist darfst du ja wohl alleine überall hin.
alleine Autofahren dürfte auch kein Problem sein.
Sofern sich das ganze nicht mit den Schultagen überschneidet und die Arbeitszeiten eingehalten werden, wieso nicht?
 
Schau mal in deinen Ausbildungsvertrag. Evtl steht zu diesem Thema etwas drin. Da die IHK diese Vertäge ebenfalls unterzeichnet, müsste es erlaubt sein, sofern es aufgeführt ist.

BTW: Ich bin der gleichen Meinung wie Labtec. Ich würde mich freuen, wenn ich kostenfrei nach London darf. Von welchem Zeitraum reden wir hier eigentlich? Musst du nur 3 Tage i-wo hinfahren oder mehrere Wochen?
 
Hallo,

häufig gehts es "nur" um einen Tag. Das heißt, um 04:00 Uhr aufstehen, zum Flugplatz fahren, außerhalb von London / England landen, mit der Bahn weiterfahren, die Tätigkeiten verrichten, dann nach Deutschland zurück fliegen und bis in die Nach hinein nach Hause fahren. Am nächsten Tag um 09:00 Uhr wieder im Büro sitzen.

Klar bezahlt wird das ganze extra, aber das ist mir eigentlich zu stressig.


Gruß
Frog33r
 
Wenn dir sowas einmaliges schon zu stressig ist, solltest du lieber nie in ein "richtiges" Arbeitsverhältnis kommen.
Machs doch einfach, du fliegst bisschen in der Gegend rum und bekommst das bezahlt. Meine Güte...
 
Sehe ich ähnlich wie Labtec, seh das ganze als Chance mal was außer der Reihe zu machen und mal was anderes zu sehen. Wenn das aber schon zu stressig ist will ich gar nicht wissen was du in ein paar Jahren sagst wenn der Welpenschutz vorbei ist.

Noch als kleiner Tip: Manchmal kann man sogar mit seinen Chefs reden und am Reiseort noch ein paar Tage Kurzurlaub machen, hin und Rückflug sind ja eh auf Firmenkosten. Hier gilt wie so oft im Leben: Fragen kostet nix und verlieren kannst du eigentlich auch nix.
 
Da alles Abeitszeit ist, sollte es nicht erlaubt sein, da man täglich nur eine bestimmte Zeit (höchstens 10 Stunden?) arbeiten darf. Du müsstest also schon 1 Übernachtung dazu buchen, um mit Deiner täglichen Arbeitszeit auszukommen. Auch die Fahrt zum Flughafen und zurück ist Arbeitszeit.
 
Normalerweise müssen alle Ausbildungsorte im Vertrag aufgeführt werden
bzw. per Änderungsvertrag der IHK nachgereicht werden.

wenn der Beruf wie z. B. Handwerker jedoch nicht immer am gleichen Platz stattfindet wird das ganze hinfällig bzw verallgemeinert geschrieben.
 
Frog33r schrieb:
...und bis in die Nach hinein nach Hause fahren. Am nächsten Tag um 09:00 Uhr wieder im Büro sitzen....

Dann sprich mal die 11 Stunden Ruhepause an, die dir zwischen den Arbeits-/Reisezeiten zustehen. Ich kenne das, reise auch viel.

Solltest du vor 11 Stunden wieder losfahren/arbeiten, kannst du ggfs. deinen Versicherungsschutz verlieren.

Aber die Chance solltest du unbedingt wahrnehmen, das ist doch geil.

Google mal danach: "11 stunden ruhezeit arbeitsrecht"

Ach ja, und denke auch an die Extra Kohle, Stichwort Reisekostenpauschale, London 60/40/20 bzw. England 42/28/14 Euro je nach Zeit sind doch ne Ansage. Und bei einem Tag kann man sich selbst verpflegen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Ruhepause von mind. 11 Stunden (sind es denke ich) muss dir natürlich gewährt werden.
ABER:
Es geht hier doch nicht darum ob du im Recht bist oder nicht. Immerhin hast du doch bestimmt auch ein Verhältnis zum Ausbildungsbetrieb.
Sprech das doch einfach mal offen an, dass dir das zu viel Zeit in Anspruch nimmt, wenn du am nächstens morgen wieder auf der Matte stehen musst.
Das lässt sich sicherlich doch friedlich lösen!?
 
Macht Doch einfach mal "Fernwartung" :freak:


Spaß beiseite. Ist in deinem Arbeitsvertrag kein fester Standort genannt darf man das. Das einzige was problematisch sein könnte ist die Ruhezeit.


Nach London fliegt man im übrigen auch keine 2 Stunden. Zeitlich sollte das ja wohl ohne Probleme passen.
 
Frog33r schrieb:
Hallo,
häufig gehts es "nur" um einen Tag. Das heißt, um 04:00 Uhr aufstehen, zum Flugplatz fahren, außerhalb von London / England landen, mit der Bahn weiterfahren, die Tätigkeiten verrichten, dann nach Deutschland zurück fliegen und bis in die Nach hinein nach Hause fahren. Am nächsten Tag um 09:00 Uhr wieder im Büro sitzen.

Klar bezahlt wird das ganze extra, aber das ist mir eigentlich zu stressig.

Das geht vielen Leuten im Beruf so, gerade Consultern.
Die sind sogar meistens die ganze Woche derart unterwegs.
Montags früh ins Auto oder in den Flieger, zum Kunden, abends ins Hotel, am nächsten Morgen ins Auto oder in den Flieger, zu einem anderen Kunden etc. Freitag nach Hause.

Auch Entwickler oder Supporter sind häufiger mal vor Ort beim Kunden.

Gehört das in Zukunft zu Deinem Job?
Dann ist das selbstverstänlich ok, denn irgendwann sollst Du das ja permanent so machen.

Aber wie hier einer schon schrieb:
Wenn Du damit generell ein Problem hast (mit 20?), dann solltest Du ggf. überlegen, ob der gewählte Beruf für Dich der richtige ist.
 
Schade, wenn ein 20jähriger sagt, dass ihm so ein Job zu stressig ist.
Man sieht neue Länder, arbeitet bei verschiedenen Kunden, sammelt Erfahrungen, trifft interessante Leute und die Bezahlung ist auch nicht zu verachten. Stress? Ich mache so einen Job seit über 10 Jahren, das ist doch klasse. Zur Ruhe setzen kann man sich dann immer noch.
 
Hallo,

vielleicht muss ich da mal etwas zu meiner Verteidigung sagen:
Ich fühle mich wie ein angestellter Mitarbeiter und nicht wie ein Azubi, der etwas lernt. Wenn mein "Ausbilder" seinen Sommer-Urlaub nimmt, muss ich ihn für drei Wochen vertreten. Gehalt natürlich nicht dementsprechend.

"OK, ...", denkt ihr euch jetzt wahrscheinlich, "... das ist üblich". Dazu muss aber noch gesagt werden, wir sind ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 1000 Mitarbeitern. Die IT-Abteilung besteht (nur) aus mir und meinem "Ausbilder". Zwei Mitarbeiter bei unseren Tochterfirmen machen zwar EDV-Jobs, aber nur nebenher.


Gruß
Frog33r
 
Wenn du ausgelernt hast wirst du auch anständig bezahlt und bei nur einem IT-Mitarbeiter wirst du doch zu 100% übernommen, dann kannst du ein schönes Gehalt für dich fordern.

Abgesehen davon sind 2 Mitarbeiter natürlich etwas wenig bei 1000 Mitarbeitern. Ich gehe mal davon aus dass von denen 1000 vielleicht 250 betreut werden müssen und die anderen nur in der Produktion arbeiten.

Bei mir im Betrieb gibt es etwa 600 Mitarbeiter von denen etwa 150 betreut werden müssen.

In unserer Abteilung gibt es 6 Mitarbieter:

1 Abteilungsleiter
2 Anwendungsbetreuer
2 Administratoren
1 Azubine

Vielleicht solltest du die Ausbildung einfach durchziehen, danach ein schönes Gehalt fordern und dann hoffen das du deinen eigenen "Stift" bekommst, so ähnlich war es bei mir. :)
 
Hallo,

also die 1000 Mitarbeiter beziehen sich auf die gesamte Gruppe, auch Ausland. Schon bei dem Standort, wo ich arbeite sind ca. 200 Mitarbeiter zu betreuen, Bauleiter mit Notebooks inklusive. Ich sage mal, es ist ein "50% / 50%"-Verhältnis.


Gruß
Frog33r
 
Also ich finde das für einen Azubi auch leicht übertrieben. Zumindest die gesetzliche vorgegebenen Ruhezeiten sollten eingehalten werden. Da es eine Ausbildung ist, solltest du eig. mit einem erfahrenen Mitarbeiter zum Kunden fliegen. Klar soll man auch selbstständig werden, aber für die Ausbildung zu krass. Den Job musst Du nicht wechseln, wenn dir sowas net gefällt, nur ist die Auswahl nachher eingeschränkt.
Klar kommt man viel rum, aber manche stehen halt nicht auf durchgängige Action ;)
 
Wenn der Ausbilder nicht weiß, dass es dich sehr belastet hier und da hin zu düsen, wird er auch nichts ändern.

Du solltest ihn um ein Gespräch bitten und dort kann man ungefähr ausloten, ob und wie die weitere Prozedur von Statten gehen soll. Dort kannst du ihm einfach mal deine Probleme offenlegen. Du musst dich ja nicht gleich quer stellen, sondern erreichen, dass du ein paar Mal weniger rüber musst ;)

Kommunikation ist wichtig!

P.S. Ich verstehe nicht, wie Leute, die den TE nicht kennen, darüber urteilen können, dass der TE das Reisen usw. ziemlich stressig findet. Im Zeitalter von Depressionen und Burn-Out, sollte man das ernst nehmen.

Viel Erfolg!
 
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