Backup CCC, Dateiintegrität?

Johannesko556

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Hallo liebes Forum,

ich würde gerne eure Einschätzung zu meiner Backup-Strategie hören

Ich habe auf meinen Macbook in einem einzigen Ordner (ca. 60 GB) meine wichtigen Daten, darin speichere ich regelmäßig weitere Dokumente/Unterlagen ein.

Aktuelles System:
  • In einigermaßen regelmäßigen Abständen sichere ich diesen Ordner mit Carbon Copy Cloner auf eine externe SSD und auf eine externe HDD.
  • Zusätzlich lade ich den Ordner in unregelmäßigen Abständen als VeraCrypt-Container verschlüsselt in die iCloud Drive hoch.


Mir ist unklar, wie ich die Integrität der Dateien prüfen kann, vor allem im Quellordner. Meine Sorge ist, dass die interne SSD des MacBooks schleichend kaputtgeht und Dateien beschädigt werden. Dann würde ich die beschädigten Dateien immer wieder auf meine Backups kopieren, ohne es zu merken. Hat CCC so etwas auf dem Schirm, oder brauche ich dafür ein zusätzliches Tool bzw. einen anderen Ansatz?

Vielen Dank im Voraus für eure Hinweise!!

LG Johannes
 
Johannesko556 schrieb:
Carbon Copy Cloner
Gehen hier Checksummen?

Ich verlass mich auf mehrere Backupvarianten: Reflect und Robocopy. Zusätzlich Syncthing auf dem Raspi mit Versionssicherung. Daten in meiner Next cloud, als Kopie, und mit Veracrypt verschlüsselt.
 
Erst mal zu den Begrifflichkeiten: Du machst kein Backup - Du machst zwei voneinander unabhängig Datei-Synchronisationen. Das mag spitzfindig erscheinen - bis Du die ersten Daten genau deswegen verlierst. 😉

Backups wären mit der Time Machine erstellt worden - oder z. B. mit Veeam.
Backupprogramme (keine Synchronisationsprogramme) haben üblicherweise auch eine Prüfroutine mit an Bord, ob die Daten noch intakt sind.

Dennoch hilft das nur bedingt z. B. gegen Bitrotting - vor allem, wenn man den Fehler erst sehr spät bemerkt.
 
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Mir ist nicht bekannt, dass MacOS (oder auch Windows / Linux) gegen schleichende Datenkorruption der SSD ein Mittel hat.
Üblicherweise obliegt es dem SSD Controller, Daten früh genug zu refreshen, dass dies nicht passiert. Leider gibt es im Consumer-Bereich SSDs, die das nicht so gut machen, da hat man dann die Threads, dass Dateizugriffe mit der Zeit extrem langsam werden...

Es gibt natürlich trotzdem Tools, die dagegen wirken, mir ist z.B. Multipar bekannt.

Video zum Thema:


Bei MacOS scheint es ein wenig mau auszusehen mit ARM nativen Utilities... siehe hier:
https://www.linkedin.com/posts/sean...-when-it-does-share-7471617599307681793-ow4U/

Aber das ist alles umständlich... die beste Option gegen Bitrot ist ein Dateisystem, das gebaut wurde um dagegen resistent zu sein.
Welches Apple (APFS) jedoch leider nicht kann und auch Microsoft schafft irgendwie nicht den Welchsel von NTFS auf ReFS zu finalisieren. Und selbst dann braucht es (wie auch bei Linux mit ZFS) mehrere Datenträger um tatsächliche 'Selbstheilung' zu unterstützen.


mchawk777 schrieb:
Backupprogramme (keine Synchronisationsprogramme) haben üblicherweise auch eine Prüfroutine mit an Bord, ob die Daten noch intakt sind.
Da die Hauptfrage bezüglich Datenkorruption bei der Quelle ist: dagegen hat kein Backupprogramm das mir bekannt ist ein Mittel.

Bis auf (bei manchen Programmen) Ransomware-Erkennung wird pauschal davon ausgegangen, dass die Quelle korrekt ist.
 
An deiner Stelle würde ich bei 60 GB würde ich jetzt nicht noch nach einem zusätzlichen Kopierprogramm suchen. Mir wäre da schon wichtiger, wie lange die alten Dateiversionen bleiben. CCC kann beim Kopieren mit Prüfsummen arbeiten. Bei einer bereits beschädigten Quelldatei hilft dir das allerdings kaum. Weil Ende liegt dieselbe beschädigte Datei auf der HDD.

Bei der externen HDD wäre ich mit dem ständigen Aktualisieren vorsichtig. Da würde ich schon lieber auch ältere Versionen behalten. Mit CCC-Snapshots geht das bei einem APFS-formatierten Ziellaufwerk. Vielleicht lässt sich so noch eine ältere, unbeschädigte Datei zurückholen. Beim VeraCrypt-Container in der iCloud würde ich zwischendurch mal ausprobieren, ob sich einzelne Dateien noch zurückholen lassen.
 
Johannesko556 schrieb:
Mir ist unklar, wie ich die Integrität der Dateien prüfen kann, vor allem im Quellordner. Meine Sorge ist, dass die interne SSD des MacBooks schleichend kaputtgeht und Dateien beschädigt werden. Dann würde ich die beschädigten Dateien immer wieder auf meine Backups kopieren, ohne es zu merken. Hat CCC so etwas auf dem Schirm, oder brauche ich dafür ein zusätzliches Tool bzw. einen anderen Ansatz?
Einen Hash auf jedes File bilden und diesen Hash dann unter Filename+Änderungsdatum speichern.
Zum Überprüfen dann die Hashes neu bilden und gegen die oben genannten Daten prüfen.
 
Oktober 2026
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