Backup-Prozess vereinfachen

bongo

Lt. Junior Grade
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320
Hallo,

mein momentaner Backup-Prozess sieht so aus:

Personal Backup kopiert die zu sichernden Daten unkomprimiert in ein anderes Verzeichnis. Dieses wird dann mit 7zip komprimiert und verschlüsselt. Dieses Archiv schiebe ich dann auf OneDrive. Das ganze läuft manuell als wöchentliches Vollbackup.

Kann man das auch eleganter mit einer Backupsoftware lösen? Muss nicht kostenlos sein, aber auch kein Abomodell. Acronis habe ich vor Jahren mal gehabt, das war damals schon unheimlich aufgeblasen und träge. Kann mir nicht vorstellen, dass das besser geworden ist. Image der Systempartition wäre ein netter Bonus.

Zeitsteuerung geht nicht, da die zu sichernden Daten auf einem VeraCrypt-Laufwerk liegen, welches ich nur bei Bedarf mounte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du von einem Kommandozeilentool nicht zurückschreckst: restic + rclone. Kann verschlüsseln und direkt incrementell nach OneDrive speichern. rclone alleine ginge auch, restic zusätzlich hat den Vorteil der Versionierung und der incremnellen backups.
 
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Krik schrieb:
Was ist daran unelegant? Was stört dich und was hättest du gerne stattdessen?
Diesen Bruch zwischen Personal Backup und 7zip. Ich fände es cool (Luxusproblem...), wenn ich eine Software hätte, die gleich packt und verschlüsselt. Ich habe mal Duplicati kurz ausprobiert, aber da war IIRC die Kompression nicht gut (die zu sichernden Daten lassen sich recht gut komprimieren)
 
Warum so kompliziert? Personal Backup kann das doch alles, packen und verschlüsseln.
1775373749453.png
Und zum Verschieben nach OneDrive, entweder das Backup in den SyncronisationsOrdner von OneDrive schreiben, oder nach dem Backup ein Skript starten.
1775373954172.png
 
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bongo schrieb:
Kann man das auch eleganter mit einer Backupsoftware lösen?
Krik schrieb:
Was ist daran unelegant?
Kopieren und Verschlüsseln in zwei Schritten wäre -meiner Meinung nach- der beste Ansatzpunkt und würde die Sache beschleunigen. Ich vermute, dass das Zwischen-Target ein NAS ist, aber falls es um SSDs geht, spart das auch eine Menge Schreibzyklen.

Nachtrag (OP war schneller):
bongo schrieb:
Ich fände es cool (Luxusproblem...), wenn ich eine Software hätte, die gleich packt und verschlüsselt
Mit rclone (auf der Kommandozeile) oder mit Drive Snapshot 64 (kostenpflichtig) geht das. Viele andere Programme sicherlich auch, diese beiden erwähne ich nur, weil es die sind, die ich selbst nutze/kenne.
\Nachtrag.

Ob es für OP wichtig ist weiß ich nicht, aber man könnte das sogar ohne Zwischenspeichern direkt verschlüsselt auf Onedrive ablegen, rclone macht das relativ bequem möglich. Wobei es gar nicht schlecht ist, (auch) die lokale Kopie zu haben, statt sich nur auf die Cloud zu verlassen, also würde ich das gar nicht so unbedingt ändern wollen.
Nilson schrieb:
https://restic.net/ Kann verschlüsseln und direkt incrementell nach OneDrive speichern.
Interessant, danke für die Nennung!
Falles es weitere Leser bisher auch nicht kannten und sich fragen, wie sich restic zu rclone verhält, gibt es hier eine Erklärung dazu.
 
Merlin352 schrieb:
Warum so kompliziert? Personal Backup kann das doch alles, packen und verschlüsseln.
Guter Punkt. Keine Ahnung, warum ich davon weggegangen bin. 7zip packt rund 250 MB besser, aber das sollte ja heutzutage keinen Unterschied mehr machen.

Looniversity schrieb:
Kopieren und Verschlüsseln in zwei Schritten wäre -meiner Meinung nach- der beste Ansatzpunkt und würde die Sache beschleunigen. Ich vermute, dass das Zwischen-Target ein NAS ist, aber falls es um SSDs geht, spart das auch eine Menge Schreibzyklen.
Es geht um SSDs. Durch ein neues Setup läuft alles auf einer SSD ab (Kopie von Partition 1 auf Partition 2, Packen und Verschlüsseln dann auf Partition 2. Verschieben in den Sync-Ordner von OneDrive auf Partition 2)

Looniversity schrieb:
Ob es für OP wichtig ist weiß ich nicht, aber man könnte das sogar ohne Zwischenspeichern direkt verschlüsselt auf Onedrive ablegen, rclone macht das relativ bequem möglich. Wobei es gar nicht schlecht ist, (auch) die lokale Kopie zu haben, statt sich nur auf die Cloud zu verlassen, also würde ich das gar nicht so unbedingt ändern wollen.
Ich habe noch nie mit rclone/restic gearbeitet, aber da könnte man dann auch einfach das zu sichernde Laufwerk in einen Cryptomator Tresor auf OneDrive kopieren?

Die Daten sind ja immer lokal vorhanden. Einmal im Arbeitsverzeichnis auf Partition 1 und einmal als verschlüsseltes Archiv im OneDrive-Verzeichnis ("Immer auf diesem Gerät beibehalten")
 
bongo schrieb:
Diesen Bruch zwischen Personal Backup und 7zip. Ich fände es cool (Luxusproblem...), wenn ich eine Software hätte, die gleich packt und verschlüsselt. Ich habe mal Duplicati kurz ausprobiert, aber da war IIRC die Kompression nicht gut (die zu sichernden Daten lassen sich recht gut komprimieren)
Wurde doch bereits genannt: restic.

Kann verschlüsseln, deduplizieren und komprimieren.
bongo schrieb:
Ich habe noch nie mit rclone/restic gearbeitet
Wenn du nach neuen Tools fragst ist es sehr wahrscheinlich das die Tools die als Antwort kommen dir unbekannt sind und du damit noch nie was gemacht hast :-)
 
Das lässt sich mit schon mit Personal Backup realisieren.
Ich lasse das verschlüsselte Archiv gleich auf die NAS speichern, von dort wird es per CloudSync automatisch online gespeichert. Somit ist während des kompletten Backupprozesses überhaupt kein Eingreifen erforderlich.
 
bongo schrieb:
Ich habe noch nie mit rclone/restic gearbeitet, aber da könnte man dann auch einfach das zu sichernde Laufwerk in einen Cryptomator Tresor auf OneDrive kopieren?
Die Kombination aus restic und rclone kann das alles von Haus aus. Sowohl restic als auch rclone können verschlüssen. rclone kann direkt nach OneDrive schreiben. restic kann komprimieren und inkrementell speichern.
 
Lass einfach Syncthing auf zwei oder mehr Rechnern laufen und schiebe die Daten nur in eine Richtung. Was spricht gegen ein inkrementelles Backup? Klingt bei dir so, als ob du wöchentlich Gigabyteweise Daten in die Cloud schiebst.
 
Danke. Ich schaue mir die Optionen mal an.

Ich halte ein Vollbackup für (noch) sicherer und einfacher als ein inkrementelles Backup. Es sind gepackt ca. 1,2 GB pro Woche. Das ist bei OneDrive und 40 MBit/s Upstream nicht so das Riesenproblem. Die größten Dateien sind die lokal gespeicherten IMAP-Dateien von Thunderbird. K.A., ob das überhaupt sinnvoll ist, die in das Backup einzuschließen.

Wenn diese Dateien drin sind, würde ich mal auf 60% von den 1,2 GB seit letztem Vollbackup geändert tippen.
 
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bongo schrieb:
Die größten Dateien sind die lokal gespeicherten IMAP-Dateien von Thunderbird. K.A., ob das überhaupt sinnvoll ist, die in das Backup einzuschließen.
Wenn du den Cloud-Speicherplatz nicht anderweitig brauchst: Besser haben als brauchen. :)
 
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